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Atriebslos seit neun Monaten und Antidepressiva ohne Wirkung

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  • Atriebslos seit neun Monaten und Antidepressiva ohne Wirkung

    Ich weiß nicht, ob ich im richtigen Unterforum bin. Wenn nicht, dann bitte ich um Verschiebung an die richtige Stelle.
    Ich bin Junge und 20 Jahre alt. Dieses Jahr mache ich mein Abi.
    Zu meinem Problem: Ich bin seit ca. 9 Monaten antriebslos, müde und ziemlich passiv im sozialen Leben. Diese Symptome zeigen sich an einigen Tagen, an anderen Tagen bin ich völlig normal, d.h. motiviert und aktiv. Etwa an 2 bis 3 Tagen in der Woche bin ich so wie beschrieben, an den anderen 4 bis 5 Tagen normal. Ich würde es auch als Stimmungsschwankung bezeichnen.
    Ich war vor etwa 8 Monaten beim Hausarzt. Dieser hat eine Blutuntersuchung bei mir durchgeführt und kam zum Schluss, dass alle Werte im Normbereich sind. Die Antriebslosigkeit an manchen Tagen fuhr dennoch fort. Nach einem zweiten Besuch beim Hausarzt hat er mich zum Neurologen geschickt.
    Dem Neurologen habe ich von den selben Problemen berichtet. Er meinte, es wäre nicht weiter Schlimm und es könnte ein Burnout-Syndrom oder Ähnliches sein und ich soll später noch einmal kommen, falls es nicht besser wird.
    Vor ungefähr 3 Monaten ging ich erneut zum Neurologen und habe ihn berichtet, das sich nichts an meinen Beschwerden verbessert hat. Er verschrieb mir Antidepressiva. Das Depressionsmedikament habe ich zwei Monate bis heute kontinuirlich eingenommen. Das Resultat: Die Beschwerden gingen kaum zurück, ich war immernoch antriebslos und müde an einigen Tagen der Woche, während ich an Anderen normal motiviert war.
    Eine Depression schließe ich aus, denn: Ich würde mich als stresslos bezeichnen. Vor und nach den Symptomen hatte ich nie sozialen, familiären, schulischen usw. Probleme. Meine Psyche ist völlig normal, ich hatte auch nie zuvor diagnostizierte Krankheiten diesbezüglich. Es ist nur diese Unmotiviertheit, ich möchte zwar Dinge tun, aber der Antrieb fehlt. Das hat sich in den letzten Monaten auch in meinen Leistungen im Abitur widergespiegelt und Sport mache ich auch weniger, halt nur an den "motivierten" Tagen. An den nicht motivierten Tagen sitze ich meistens nur zu Hause und schaue Dokus oder lese im Internet.
    Als ich den Bluttest beim Arzt gemacht habe vor 8 Monaten, da war der TSH-Wert bei 3,6. Im Sommer war ich im Ausland in der Türkei. Dort war ich bei einer Privatklinik und habe einen Bluttest und eine Ultraschalluntersuchung im Halsbereich machen lassen. Die TSH-Werte waren dort bei 2,2 und nach dem Ultraschall hat der Arzt gemeint, die Schilddrüse ist an einer Stelle etwas "verformt" (ich weiß es nicht mehr genau, wie er das beschrieben hat) und ich solle, wenn ich in Deutschland bin, mich beim Endokrinologen untersuchen. Außerdem hat meine Mutter und ihre zwei Geschwister eine Schilddrüsenunterfunktion. Könnte es sein, dass ich eine Hypothyreose habe?


  • Re: Atriebslos seit neun Monaten und Antidepressiva ohne Wirkung

    Eine Depression schließe ich aus, denn: Ich würde mich als stresslos bezeichnen. Vor und nach den Symptomen hatte ich nie sozialen, familiären, schulischen usw. Probleme. Meine Psyche ist völlig normal, ich hatte auch nie zuvor diagnostizierte Krankheiten diesbezüglich.
    Dein familiäres und soziales Umfeld sind eigentlich kein Indikator dafür ob du Depressionen hast oder nicht, es ist nicht so das nur Leute daran erkranken die irgendwo einen Duppen haben. Oftmals kommt sie aus heiterem Himmel, ohne das gleich eine Ursache erkennbar ist und ein Ungleichgewicht der Chemie im Gehirn kann nun mal auch aus anderen Gründen als nur durch Stress oder Vorbelastung entstehen.

    Das mit der Schilddrüse solltest du unbedingt abklären lassen, Werte außerhalb der Norm können durchaus solche Symptome machen.
    Du solltest auch darauf achten was an den unmotivierten Tagen anliegt, ob etwas anders ist, ungeliebte Tätigkeiten anstehen, vielleicht entdeckst du etwas das dir doch zu schaffen macht. Ehrlich gesagt würde es mich wundern wenn du kurz vor dem Abi keinerlei Stressfaktoren hast.
    Zum Sport solltest du dich auch aufraffen, auch wenn es schwer fällt, die Motivation steigt dadurch. Versuche an allen Tagen, das was du dir vorgenommen hast zu erledigen, sofern es dich nicht überfordert. Ein geregelter Tagesablauf ist wichtig, auch im Hinblick auf das Lernen und das dabei die Entspannung und der Spaß nicht zu kurz kommen.

    Du solltest auch nochmal mit dem Arzt sprechen, da das Medikament überhaupt nicht wirkt wäre ein Wechsel angesagt, oder eine Überprüfung der Diagnose.
    Ist dein Neurologe auch Psychiater? Wenn nicht solltest du dir einen Arzt suchen der auch Psychiatrie praktiziert.

    Da du die unmotivierten Tage sehr gut von den motivierten abgrenzen kannst, denke ich das da auch eine identifizierbare Ursache dahinter steckt, entweder etwas das an diesen Tagen anfällt und dir Kummer bereitet, oder auch eine organische Störung die ein Ungleichgewicht bewirkt, was an der Schilddrüse liegen könnte.
    Selbst das Wetter kann so etwas bewirken, oder wenn trübes Wetter mit einer unangenehmen Erledigung zusammen fällt, es kann alles mögliche sein und deshalb wäre es vielleicht auch nicht schlecht wenn du ein Stimmungstagebuch führst und auch auflistet was anstand als die Stimmung schlechter wurde.

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    • Re: Atriebslos seit neun Monaten und Antidepressiva ohne Wirkung

      "Könnte es sein, dass ich eine Hypothyreose habe?"

      Könnte - sollte untersucht werden.
      Wie ist das mit dem Blutdruck an den bestimmten Tagen? Eine einzige Messung sagt übrigens kaum etwas aus, wenn sie im Normbereich liegt.
      Wenn das abgeklärt ist, wäre es sinnvoll, sich mit dem Antidepressivum zu befassen (es gibt auch Präparate, die weniger die Stimmung, sondern mehr den Antrieb bessern).

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