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Er sagt ich sei die schlechteste von allen

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  • Er sagt ich sei die schlechteste von allen

    Hallo,
    ich bin 33 Jahre alt, mein Partner 31 wir sind seit 4,5 Jahren zusammen und leben auch seit über 3 Jahren zusammen, mittlerweile im gemeinsamen Haus.

    Probleme beim Sex hatten wir eigentlich mehr oder weniger von Anfang an. Ich bin eher die Träumerin und lasse mir am Anfang oft Zeit, habe nicht in der ersten gemeinsamen Nacht Sex, taste mich langsam ran, genieße es den Partner Stück für Stück kennenzulernen.
    Mein Freund und ich kannten uns schon drei Montate als wir uns zum ersten Mal küssten und ich bin gleich an dem Abend zum Übernachten mit zu ihm. Er ließ nicht locker und irgendwann ließ ich den Sex zu. Mein Fehler, das ist mir bewusst, ich hatte ja die Wahl. Er war sehr bestimmend und akzeptiert keine neins. Er versucht es einfach so oft, bis ich nicht mehr abblocke, dass machte er dann bei allem so.
    Soweit so gut, aber er ist übermächtig für mich im Bett. Er gibt den Ton an und ich fühle mich unheimlich klein. Ich bin eigentlich eher devot und mag es die starke eines Mannes zu spüren und die kleine Rolle zu spielen. Nur ist es hier kein Spiel.
    Dadurch fühle ich mich total unmündig und habe mich nie mehr getraut die Dinge, die bei mir eben normalerweise schon vor dem eigentlichen Sex laufen richtig auszuleben.

    Wenn ich ihn mit der Hand befriedigen wollte, hat er das dann meistens selbst übernommen oder ist zum Sex übergegangen. Generell fasst er sich bei jedem Sex selbst an.
    Als ich mit ihm darüber gesprochen habe, meinte er dass ich nicht dir Kraft aufbringen könnte, die es braucht um ihn mit der Hand zu befriedigen und er nicht möchte, dass es mir so viel Mühe macht.
    Klingt ja ok, aber meine Vagina hat jetzt ja auch keine mega Muskulatur und da geht es ja auch.

    Beim Oralsex ist es ähnlich. Ich habe es anfangs versucht und er sagte mir gleich ich solle mir nicht so viel Mühe geben, er komme eh nicht. Sowas soll es ja geben und ich wollte es weiter versuchen, da er sagte er fände es richtig gut wie ich das mache und bisher hab ich für meine Fertigkeiten immer nur Lob bekommen.
    Irgendwann haben wir nochmal drüber gesprochen und er meinte bisher sei er nur bei einer gekommen.
    Seitdem bin ich sehr eingeschüchtert und mache es sehr selten, aber wenn gebe ich mir sehr viel Mühe.

    Er hat von Anfang an gesagt, dass ich zu verklemmt sei, sexueller Probleme haette und nicht aus mir raus komme, nur wenn ich betrunken bin.
    Anfangs hatten wir sehr viel Sex, nach 1-2 Monaten pendelte es sich so auf 3-4 mal pro Woche ein, wenn er keinen Nachtdienst hatte, 16h Schicht. Bei Nachtdiensten kamen wir ja nicht dazu, weil wir uns dann manchmal 3-4 Tage nicht begegnet sind, auch als wir zusammen gewohnt haben.

    Das war ihm alles zu wenig, er fing an immer sauer zu werden, mir vorzurechnen wann der letzte sex war usw.
    Dann hatten wir irgendwann 1-2 mal täglich sex und er wurde ruhiger und für mich war es auch ok, denn es machte mir Spaß. Dann entdeckten wor, dass er es auch lien, wenn ich zu müde bin, mich einfach nur anzuschauen, anzufassen und sich selbst dabei zu befriedigen. Das er mich nicht attraktiv findet ist es nicht.

    Dann kam für ihn die Langeweile. Der Sex wurde seltener 2-4 mal pro Woche und dann vor etwa 2 Jahren in der Renovierungsphase unseres Hauses, wir wohnten für den Übergang bei meinen Eltern, sagte er mir, dass er mit mir den schlechtesten Sex seines Lebens hat. Alle anderen waren besser als ich und unkomplizierter, weil mir ständig etwas weh tun wuerde, man eigentlich ein regelwerk brauchte, was man wann, wie darf. Auslöser war da, dass ich gesagt habe, dass die Löffenchenstellung oder wenn ich mit geschlossenen Beinen auf dem Bauch liege mir zur Anfangspenetration weg tun, wenn er auch mit den Finger nicht vorher drin war. Vorspiel mag er eher selten, vermutlich auch, weil ich ihm nicht genüge mit meinen Vorspielskills, warum auch immer, egal was ich versuche.
    Mit der missionarsstellung zu beginnen, oder mich auf ihn zu setzen bereitet mir keine Probleme. Nach der ersten Penetration geht dann auch alles.

    Ich versuche mich viel zu bewegen, weil er sagt, ich liege da wir tot. Aber mehr bewegen kann ich mich eben nicht, nicht weil ich ungelenk bin, sondern es soll ja auch noch funktionieren. Ich versuche wirklich alles und ich habe viel sexuelle Erfahrung, über 10 verschiedene Partner, zwar keine one-night-stands aber 6 Jahre Beziehung und viele kurze Beziehungen zwischen 3 und 18 Monaten, sowie ein paar Affären und hab das vorher nie gehört.
    Vor drei Tagen hat er mir wieder gesagt, dass ich die schlechteste sei und dass er die Wahrheit ja benennen dürfen müsste, er könnte ja nicht ändern dass es so ist.
    In letzter Zeit hat er auch ab und an Probleme mit der Standfestigkeit, auch bei der selbstbefriedigung wenn er alleine Pornos schaut. Über sowas reden wir offen.

    Gestern habe ich es dann wieder versucht, versuch locker zu sein, mich gehen zu lassen, viel mir schon schwer genug nach der letzten Demütigung.
    Wenn ich oben bin, hält er recht schnell immer meine hüfte fest und "rammelt", weiß es grad nicht anders zu nennen ist aber nicht abwertend gemeint, mich. Ich muss also einfach nur still halten, dass er nicht abrutscht und mir oder sich weh tut. Das hatte ich ihm gestern mehr oder weniger verboten, denn ich soll ja auch mal was machen, das waren ja seine Worte. Er lag mucksmäuschenstill da, und seine Errektion ging flöten.

    Ich fühlte mich wieder sehr gedemütigt, bin abgestiegen und er ist nach kurzer Diskussion, habe gesagt, dass es ihm ja eh nicht gefällt und zu viel gesagt wurde, zum Schlafen auf die Couch gegangen.

    Lange Rede kurzer Sinn, ich weiß nicht wie ich mit dieser Demütigung leben soll. Wenn ich wirklich so schlecht bin, was ich aber nicht glauben kann, dann tut mir das unendlich leid, aber dann kann ich es nicht ändern, dann passen wir einfach nicht zusammen. Normalerweise gleicht sich der Sex doch an und man wird gemeinsam besser.

    Unser Sex ist manchmal geil, aber für mich meistens ohne jede Leidenschaft. Für ihn ebenfalls. Nur versteht er unter Leidenschaft Geilheit, ich auch das drum herum. Ich will liebe spüren, einen Aufbau, ich möchte mich danach verzehren können ihn endlich in mir zu spüren. Aber ihn intressiert so etwas nicht. Ich habe ihm mal ein paar Dinge gezeigt die ich mag, mit den Finger die korperkonturen Nachfahren, die Klitoris erst umspielen bevor er sie anfasst und ähnliches. Das spult er jetzt manchmal nach Schema F ab.
    Ist ja nett, aber dann eben nicht echt und nicht gut. Trotzdem wuerde ich nie zu ihm sagen dass er schlecht im Bett ist, denn dann waere er an dem Punkt an dem ich bin. Es gibt kaum noch ein vor, fast nur noch zurück.

    Meiner Meinung nach geht er das komplett falsch an und hat viel in mir zerstört.
    Ich schüttle wirklich vieles ab, aber langsam bin ich an der Grenze.

    Sorry für den riesen Text, aber ich hoffe meine Situation wurde deutlich.

    Ich möchte aus dieser Spirale raus, vielleicht die richtigen Worte finden um mit ihm zu reden, er ist da so festgefahren, vielleicht Ansätze wie ich damit umgehen kann und was ich ändern kann. Er ist generell eher labil und mag sich selbst nicht.

    Zur einer Trennung kann man mir natürlich raten, aber dafür sind wir im Alltag zu glücklich und es hängt auch zuviel dran. Es wäre wichtig das Problem zumindest ansatzweise zu lösen.

  • Re: Er sagt ich sei die schlechteste von allen

    Tja, offensichtlich ist er schlecht im Bett, und was Sie machen, gefällt ihm nicht. Kein liebender Mann würde seiner Frau sagen, sie sein die Schlechteste im Bett, wenn er sie nicht ernsthaft treffen wollte. Er würde sie behutsam dahin führen, dass es schöner wäre und auch ein Vorspiel machen, um sie zu erregen.
    Ich weiß nicht, wie man im Alltag glücklich sein kann, wenn man so schäbig behandelt wird! darum habe ich keinen Rat außer einer Sexualtherapie, zu der er sich wahrscheinlich nicht bereit erklärt.

    Wie man überhaupt mit so jemandem Sex haben kann, ist mir unbegreiflich.

    LG, Dr. Gehring

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    • Re: Er sagt ich sei die schlechteste von allen

      Vielen Dank für die offene Meinung und Bewertung.
      Ja, mit einer Therapie wird es schwierig, da er kein Problem bei sich sieht und wenn ich von einer Therapie anfange, meint er, er waere sicher nicht der, der eine Therapie bräuchte.
      Da ich als Kind von meinem Vater einmalig angefasst wurde meint er sei es ja klar, dass ich sexuelle Probleme haette und ne Therapie bräuchte und nicht wir. Dabei beeinträchtigt mich das heute nur noch selten und auch da wuerde ich mir eher Unterstützung wünschen, als noch eins auf den Deckel zu bekommen.

      Er hat wegen Depressionen schon mal eine Therapie gemacht, aber lange vor mir.
      Eine Freundin von mir meinte, sie erkenne sich in ihm wieder und sie ist Borderlinerin. Das wuerde so einiges erklären, aber ja auch nicht besser für mich machen.

      Er hat gestern immerhin gesagt, dass er sich mehr Mühe geben will auf meine Bedürfnisse einzugehen.
      Mal sehen ob was daraus wird, denn so stell ich mir mein Sexualleben und meine Partnerschaft einfach nicht vor.

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      • Re: Er sagt ich sei die schlechteste von allen

        Hallo MInzkätzchen,
        leider höre ich solche Geschichten fast jeden Tag. Sex ist nicht alles, aber wenn man so jung ist und es solche Probleme gibt, nimmt das kein gutes Ende. Schieß den Typen, der von Frauen und Sex keine Ahnung hat, in den Wind.Der richtige wird kommen und sich eingehend mit Dir beschäftigen und Dir Freude bereiten. Und für den Ausspruch, Du wärst die Schlechteste, hau ihm noch die Bratpfanne über die Rübe.
        Lass Dir so etwas nicht gefallen.

        Ich wünsche Dir alles Liebe und Gute

        Gruß Olaf

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