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wie soll ich ich verhalten

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  • wie soll ich ich verhalten

    Meine Frau leidet an Schizophrenie ist nun seit 1 Woche in der Psychatrie. Die Ehe ist so schon mehr als angeschlagen. Habe aus meiner Verantwortung erst mal die Scheidung gestoppt, weil ich einfach nicht mit Iher Krankheit klar kam, bzw nichts vo dieser Krankheit wusste. Es ist so bei Ihr das Ihre Fantasie ihr sagt da es die Wahrheit vorgaugelt. Und Sie inzwischen "Rollenspiele" für sich einnimmt. Sage ich nichts dazu,bestärke ich Sie in Ihrem glauben, andes herum geht sie die Decke hoch weil es in Ihrem glauben so tatsächlich ist.


  • wie soll ich ich verhalten


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    • Re: wie soll ich ich verhalten


      Hi Uwe,

      >>>Sage ich nichts dazu,bestärke ich Sie in Ihrem glauben<<<

      Du kannst das logische Denken vollkommen vergessen, auch das du sie in ihrem Glauben bestärkst. Der Glaube ist schon stark, denn das was sie erlebt "ist real". Es ist meistens besser nichts dazu zu sagen, vor allem wenn sie das was du dazu sagst ablehnt. Wenn dir ansonsten nur Widerspruch und versuche der Überzeugung wie es wirklich ist, über die Lippen kommen und sie dir nicht glaubt und es in sinnfreien Diskussionen und Streit mündet solltest du das Thema möglichst nicht vertiefen.

      >>>, andes herum geht sie die Decke hoch weil es in Ihrem glauben so tatsächlich ist.<<<

      Mit dem Andersherum meinst du wahrscheinlich das du ihr vehement widersprichst? Gib das auf, es bringt nichts und ist nur nervenaufreibend.

      Bei starken Psychosen ist oft auch ein Feindbild und Verfolgungswahn mit im Spiel, wenn du deiner Frau ständig klar zu machen versuchst das sie Wahnvorstellungen hat wirst du auch irgendwann zum Feind der sie nur anlügt und die Vertrauensbasis, sowie deine persönlichen Möglichkeiten ihr zu helfen sind damit zerstört.
      Einige Angehörige bekommen es hin die Welt des Erkrankten zum Teil mit zu leben, sie finden einen Mittelweg. Z.B. indem sie sagen das sie nicht sehen was der andere sieht, aber es ihm glauben und vor allem ihren Wahn, die Ängste und alles was dazu gehört ernst nehmen. Wie gesagt, es ist für sie real, daran wird nichts was du sagst etwas ändern, also versuche das zu akzeptieren.

      Jetzt ist auch die Frage wie es mit euch weiter geht, willst du deshalb bei ihr bleiben? Wenn eure Ehe ohnehin am Ende ist dann sehe ich darin nicht gerade die beste Lösung, das Ganze wird dir viel Kraft abverlangen und wenn du nur aus Pflichtbewusstsein bleibst wird es irgendwann eskalieren und ihr beide geht daran kaputt.

      Du solltest erst einmal schauen wie sich das weiterentwickelt, Medikamente können sehr gut helfen, so das ein fast normales Leben wieder möglich ist. Warte ab wie es ihr geht wenn sie aus der Klinik kommt, versuch sie bei ihren Therapien zu unterstützen, aber fühle dich nicht so sehr verantwortlich das du dich selber darüber vergisst.

      Auf jeden Fall kannst du schon mal froh sein das sie den Weg in die Klinik gefunden hat, egal auf welche Weise das zustande kam. Vielleicht bleibt das Glück ja hold und sie sieht ein das es ein massives Problem gibt, so wären die Chancen gut das sie Medikamente nimmt und aktiv mit den Ärzten zusammen arbeitet.

      Das musst du alles erst mal abwarten und schauen wie sich das entwickelt, eigentlich kannst du erst dann sehen wie und ob du ihr beistehen kannst.

      Trotz allem steht dein Leben an erster Stelle, also solltest du ihr nur soweit helfen wie es dir möglich ist ohne selber größeren Schaden zu nehmen, sie sollte für dich nicht zum wichtigsten Faktor werden, du darfst trotzdem dein eigenes Leben gestalten und fröhlich sein.

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      • Re: wie soll ich ich verhalten


        "..aber es ihm glauben und vor allem ihren Wahn, die Ängste und alles was dazu gehört ernst nehmen. Wie gesagt, es ist für sie real.."

        Das ist die beste Art mit dem Wahn umzugehen!

        Kommentar



        • Re: wie soll ich ich verhalten


          Hallo Uwe,

          das Sie eine Trennung zurück gestellt haben, ist für Ihre Frau im Moment sehr hilfreich, auch wenn sie sich in einigen Bereichen gegen Sie stellt. Und zwar dann, wenn Sie rational ihren Wahn in Frage stellen.

          Aber ein Trost: Besonders die akuten, wahnhaften und mit Halluzinationen einher gehenden Schizophrenie-Formen haben eine gute Prognose.

          Es kann also sein, dass Ihre Frau in zwei/drei Wochen völlig genesen wieder zu Hause ist.

          Halten Sie durch!

          Beste Grüße

          Dr. Riecke

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          • Re: wie soll ich ich verhalten


            Hab grade in deinem anderen Thread gelesen das deine Tochter die Veränderungen bemerkt hat, deine Frau selber aber auch, also ihr durchaus klar ist das etwas nicht stimmt.
            Demnach war die Einweisung wohl auch absolut freiwillig?
            Das sind Traumvoraussetzungen für einen erfolgreichen Klinikaufenthalt, also wirklich ein guter Grund durchzuhalten.

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            • Re: wie soll ich ich verhalten


              Ich frage mich jetzt, warum und wobei durchhalten?


              Auch ich habe diese Diagnose einmal erhalten und war deshalb auch in der Klinik Uwe.
              Mir hat sehr geholfen, dass ich nicht fallengelassen worden bin wie eine heisse Kartoffel in diesem äusserst kritischen Zeitabschnitt und man mich bestens versorgt hat damals- besonders mein Ex , die Kinder, die Freunde...

              Vielleicht hilft es dir, ich lebe heute anders seit dem, ( noch dazu WO anders!) auch wesentlich "demütiger" der Psyche gegenüber als früher, aber ohne Medikamente oder Einschränkungen, zudem verliebt, glücklich und sehr dankbar- aber nicht in alten "Kreisen".
              Also ich würde dir raten, schau nach, dass du sie nicht stresst extra, sei gut zu ihr ( jetzt in dieser Phase) und plane trotzdem deine eigene Welt weiter und deine eigene Linie. (ihre Linie lass sie selber entscheiden...)

              Ich finde es nie richtig, wenn man wo ist, wo man sich nicht mehr wohl fühlt und aus Verantwortungsgefühl bleibt. Das denke ich trägt sogar noch dazu bei, dass man krank wird.
              Das spürt doch jeder, wenn nicht mehr freiwillig gegeben wird, das macht alle müde, den "Geber" wie auch den Nehmer, oder?

              Wie hat man sich mir damals gegenüber benommen? Man beschwichtigte mich, beruhigte mich, ging aber nicht ein auf meine Macken, Vorhaltungen und Beschuldigungen, sondern befragte mich, was ich so höre, was ich so sehe, was ich so glaube- interessiert und aufmerksam zuhörend.
              Ich würde heute mit jedem so umgehen, ob er nun "Irrsinn" denkt, oder "Wahres", aber was wichtigst ist, ich würde nie mitbeteiligt sein, nicht wirklich, wenn sich wer neben mir so verhält. Was heisst, ich würde nicht zurückstecken, ich würde nicht diskutieren, nicht streiten, nicht verhandeln, nicht betreten sein, nicht verlegen sein, nicht verärgert oder gar gekränkt sein, sondern klar, weiterhin wahr und möglichst GELASSEN.
              "Weiterhin wahr sein" würde dann bedeuten, dass ich KEINE weißen Mäuse sehe, auch wenn ein anderer sie sicher sieht- aber nachfragen würde, wie sie genau aussehen, was sie wollen, wozu sie wohl da sind etc.
              Für mich war diese Zeit ein Ausflug, er hat mir nicht geschadet, nicht im Geringsten.
              Heute ist mir klar, es war gut so.
              Fatal wäre alles ausgegangen, wenn ich hundert Jahre früher gelebt hätte mit diesen Symptomen. Drum, vertrau den Ärzten von heute.
              Mach deiner Frau Mut, sich ihnen voll anzuvertrauen auch.
              Hab auch du den Mut anschließend die Ehe neu zu überdenken und zu hinterfragen, wer sagt, dass eine Verbindung die nicht Glück bringt weiterhin beteuert werden muss? Das ist doch bescheuert.
              Wenn du sie nicht mehr gerne anfasst, nicht mehr gerne liebhast, streichelst und sie kost und küsst, dann machst du sie wirklich lebenslang gedückt und bedrückt. Besser ist dann eine klare Entscheidung, natürlich für alle Beteiligte, oder?

              Kommentar



              • Re: wie soll ich ich verhalten


                "Ich frage mich jetzt, warum und wobei durchhalten?"

                Bei psychischen Erkrankungen, insbesondere Psychosen, sind Angehörige oft so betroffen, dass man sogar von einer "zweiten Krankheit" spricht.

                Während sich die Medizin um den Erkrankten kümmert (und immer besser, wie Sie selbst berichten), bleiben die Angehörigen ratlos, oft hilflos zurück.

                Das zu bewältigen, die Strecke bis zur Besserung gut zu überstehen, galt mein Zuspruch.

                Kommentar


                • Re: wie soll ich ich verhalten


                  [quote dr.riecke]"Ich frage mich jetzt, warum und wobei durchhalten?"

                  Bei psychischen Erkrankungen, insbesondere Psychosen, sind Angehörige oft so betroffen, dass man sogar von einer "zweiten Krankheit" spricht.

                  Während sich die Medizin um den Erkrankten kümmert (und immer besser, wie Sie selbst berichten), bleiben die Angehörigen ratlos, oft hilflos zurück.

                  Das zu bewältigen, die Strecke bis zur Besserung gut zu überstehen, galt mein Zuspruch.[/quote]

                  Das kann man durchaus auch bei allem so haben, nicht nur bei solchen Psychosen von Angehörigen. Ich meine, dass man nicht bei bestimmten Gefühls- Kapriolen gleich den Halt verliert.

                  Man müsste davon ausgehen, dass "Wettergeschehen" auch im Kopf stattfindet. Kälteperioden, Stürme etc. müssen nicht gleich den Garaus machen mit Liebe und Verbundenheit.
                  Ich persönlich befinde mich in einem wechselhaften Klima. Manchmal empfinde ich für gewisse Personen, Pläne, Vorhaben, Dinge etc. nichts, absolut nichts, oder gar Abneigung, um sie dann "Tags" darauf wieder heftig gerne zu haben.
                  Wenn ich mich so umhöre, so geht es doch allen gleich. Das ist wie wegsterben und dann neu wieder weiterleben- erweiterter als vorher. Krisenfester sicher auch.

                  Also ich gehe davon aus, dass wir mehrstimmig veranlagt sind. Je nachdem welche Zone im Hirn aktiv ist, welche Saite in unserem Instrument gezupft wird, dementsprechend hört man sich an.
                  Bei Disharmonie klingt man anders, als wenn alles in mir und um mich herum paletti und wohlgeordnet ist.
                  Damals, in dieser Periode des Umbruchs war alles im Chaos. Am Verstörtesten war ich selber. Natürlich die Familie und Freunde auch.
                  Wer sagt, dass diese Verstörtheit nicht auch Sinn ergibt sogar bei den Angehörigen? Was bleibt ist sicherlich anschließend ein neues Denken über alles.
                  2012 soll ja den Weltuntergang bringen. Chaos und Armageddon vorher. In Wahrheit wirds ein neues Denken sein, das Weltbild von früher wird verabschiedet sein endgültig.
                  Dieses "Weltenende" habe ich damals erlebt. In mir ist eine andere, neue Welt anschließend auferstanden. Weit besser, viel schöner, wesentlich erhabener und gereifter und mit weit mehr Freude drin als je in der alten Welt.
                  "MEINER" Welt.
                  Kann es nicht sein, dass ein jeder irgendwann seinen Umbruch erlebt und ein Jeder anders drauf reagiert?
                  Der eine mit Ruhe, der andere mit Sturm. Der eine nimmts hin, der andere wehrt sich. Wie beim Sterben überall. Bei keinem läufts gleich ab.
                  Lieber Doc, ich sehe meinen Schyzophrenieanfall als das Durchschreiten einer Zone, um in der anderen Zone dann zu landen können habe ich das alles durchstehen müssen.
                  Ich kann mir vorstellen, dass so mancher beim Überqueren dieser Zone vor lauter Verwirrtheit und Panik dann aufgibt und das rettende andere Ufer nicht mehr erreicht sondern regelrecht drin steckenbleibt. Kann es so was sein?
                  Ich denke, ja.
                  Solche Zonen gibt es in Ehen, in Partnerschaften, in sich selber, innen, aussen, überall. Vielleicht untermauere ich meine These noch mit der Übergangssituation von Kind zum Erwachsenem- auch da, man müsste meinen, das Kind wäre irre...
                  Es ist selber schwer verstört und die Eltern auch, aber alle wissen es, es ist ein Pass. Eine Passage...
                  Ein Durchgang, eine Zwischenstation.
                  Wer Glück hat, der trifft auf viel Verständnis.
                  Ich habe dieses Glück halt erfahren.

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                  • Re: wie soll ich ich verhalten


                    >>>Ich meine, dass man nicht bei bestimmten Gefühls- Kapriolen gleich den Halt verliert.<<<

                    Ich kann mir vorstellen das es in den meisten Fällen gute und schlechte Phasen gibt, oder sich das ganze wieder legt bzw. mit Medikamenten gut in den Griff zu bekommen ist.

                    Es kommt sicher auf die Schwere der Psychose an, da gibt es ja verschiedene Formen und zusätzlich auf die Belastbarkeit der Angehörigen. Der Halt wird ja oft schleichend verloren, manchmal über Jahre.
                    Wenn dann noch andere psychische Auffälligkeiten hinzu kommen und es keine guten Phasen gibt wirds nochmal schwieriger. Angehörige haben dann ja noch das Problem das sie überhaupt nicht verstehen warum derjenige nicht merkt was los ist und weshalb das für ihn offensichtliche von dem Kranken ganz anders empfunden wird. Angehörige kommen dann mit der Logik und dem appellieren an den "normalen" Verstand, das beim Gegenüber in Diskussionen alles ganz anders gedacht und wahrgenommen wird entzieht sich komplett dem Verständnis weil es eben nicht logisch nachvollziehbar ist.
                    Ich finde manches davon kann man mit Alzheimer Kranken vergleichen, die ihre Angehörigen beschimpfen und jene überhaupt nicht mehr klar kommen, sogar eine gewisse Absicht unterstellen oder Aggressiv dem Kranken gegenüber werden.

                    Da prallen zwei Welten aufeinander und auf beiden Seiten sind fast ähnliche Symptome, jemand mit einer Psychose hat Angst, Aggressionen, Depressionen, fühlt sich angegriffen, überfordert, verraten und unverstanden, beim Angehörigen ist es so ziemlich das Gleiche.
                    Gerade weil beide denken das der andere doch sehen und verstehen muss um was es geht, aber dazu sind die Wahrnehmungen zu verschieden, was aber nicht begriffen wird (besonders emotional kommt das nicht an) kommt es zu noch größeren Spannungen und wenn einer zum anderen auch noch sagt er solle mal zum Arzt gehen (der ja eine Menge machen kann) wird es oft als Angriff aufgefasst.
                    Ich glaube nicht das Leute mit Psychose die mit dieser Krankheit nicht klar kommen aufgegeben haben, das Krankheitsbild ist dann einfach zu übermächtig.

                    Ich denke um als Angehöriger damit klar zu kommen und das über lange Zeit, muss man schon ein ganz besonderer Mensch sein, eine Riesen Portion Gelassenheit mitbringen und viel Unterstützung haben.
                    Um als Kranker damit klar zu kommen muss man sicher auch in der Lage sein, seine Situation beurteilen und reflektieren zu können um einen eigenen Weg zu finden der beide Welten zulässt und dazu braucht es sicher auch sehr viel Mut.

                    Jedenfalls drücke ich Uwe die Daumen, das es bald wieder besser geht und die Psychose nicht dauerhaft oder zumindest schnell kontrollierbar ist.

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                    • Re: wie soll ich ich verhalten


                      Danke dein Gedanken dazu ist logisch. Grüße Uwe

                      Kommentar


                      • Re: wie soll ich ich verhalten


                        tired, ja ich glaub auch, da treffen wir auf eine zweite Welt.
                        Wenn es da nicht Parallelen gibt- Tourettsyndrom, Alzheimer, Schyzophrenie, Magersucht, Gewaltherrschaft, "schwarze" Machenschaften, und und und ..
                        Die dunkle Welt gegen die helle freundliche.
                        Mir kommt immer vor, die Paranoiden zeigen überspitzt ein gar menschliches Fehlverhalten das in mehr oder weniger abgeschwächter Form eh überall anzutreffen ist.
                        Bei denen halt deutlich und offensichtlich.
                        Wenn sich kein Arzt findet, der diese Verhaltensweisen nicht wenigstens ein wenig auch von der spirituellen Seite her betrachten kann, dann sehe ich schwarz..
                        Wie kann man so etwas rein von der Medizinseite her behandeln, das ist ein zuhöchst geistiges Geschehen, und Geist heisst nun einmal auch Spirit.
                        Wenn wer von allen "guten Geistern" verlassen ist- dann....???
                        Ist er wirklich arm dran..
                        Nachzuweisen an seiner Biochemie.
                        Die steuert meines Erachtens nach nicht nur der Körper. Sondern natürlich und sicher zusätzlich der Geist.
                        Also bei mir ist im Moment ein gar guter Geist am Werken und Wirken.

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                        • Re: wie soll ich ich verhalten


                          Ich denke das eine Psychose in erster Linie medizinisch zu behandeln ist, aber glaube auch das Psychiater durchaus auch die spirituelle Seite berücksichtigen, doch mehr im Sinne von der ganzheitlichen Betrachtung des jeweiligen Patienten.
                          Psychotherapeuten sind da auch vom Zeitfaktor her, schon eher in der Lage sich intensiver mit der spirituellen Seite zu beschäftigen.

                          Wo du es erwähnst fällt mir auf das fast alle Leute mit Psychose, die ich kenne, gläubig sind.
                          Das hat bestimmt etwas damit zu tun das da gut und böse eine wesentlichere Rolle spielt, teilweise ein absolutes Denken im Bezug auf Gott und Teufel vorhanden ist. Wahrheit, Lüge, gut und böse nehmen da manchmal schon fast biblische Ausmaße an. Vielleicht kann derjenige den Zustand in dem er von allen guten Geistern verlassen ist auch nur in den Dimensionen von Teufel und Co. beschreiben, da es eben das schlimmste ist was der Mensch kennt. Der Zustand eines Menschen mit Psychose die bedrohliche Wahnvorstellungen hervorbringt ist sicher auch das Schlimmste was derjenige je erlebt hat und kaum anders als mit höheren Mächten zu erklären.
                          Diese Überzeugung orientiert sich ja eigentlich an dem was auch andere Menschen glauben, wie du sagst es ist eben überspitzt.
                          Vielleicht ist das auch ein Grund weshalb Angehörige oft erst spät etwas merken, weil sie vieles in abgeschwächter Form kennen, auch von sich selber. Und, vielleicht ist es auch genau deshalb so schwer mir Leuten die eine Psychose haben klar zu kommen, weil man das was man von sich selber kennt auf den anderen überträgt, aber doch nicht nachvollziehen kann das ein vollkommen anderer Maßstab gilt.

                          @Uwe,
                          ich hoffe unsere Paralleldiskussion stört dich nicht?

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                          • Re: wie soll ich ich verhalten


                            In München gibt es einen Pfarrer, der ist nebenher Dr. der Medizin und Psychiater. Das ist eine tolle Mischung finde ich. Im Fernsehen habe ich einen sehr erfreulichen Beitrag von ihm gesehen.
                            Für viele Leute die religiös sind wird wahrscheinlich die Frage was gut ist und was böse ist für völlige Verwirrung sorgen und für Angstzustände sicher auch.
                            Du weißt ja liebe tired, ich höre....
                            Eigentlich ununterbrochen und ständig, wenn ich hinhöre flüstert eine Stimme in mir und erzählt und erzählt und mir wird oft ganz schwulstig, weil sie so schön erzählen kann diese Stimme.
                            Ich frag nach und frag nach, alle die ich treffe und die auf diesem Gebiet eigentlich bewandert sein müssten, Mediziner, Psychiater,Psychologen etc.- jeden frage ich wie das wohl geht, dass ich immer etwas höre und zudem so viel Interessantes und Schönes und Erbauliches.
                            Keiner fragt nach was ich höre, keiner will wissen wie ich höre, niemand kann es nachvollziehen oder gar erklären warum ich höre. Knapp wird auf mein Fragen immer wieder gesagt- tja, das wird noch untersucht..genaueres ist nicht bekannt, als dass es eine törung ist..
                            Was für mich nicht der Fall ist. Es ist alles andere als eine Unterbrechung oder gar Störung, es ist "Musik" in meinem Kopf.
                            Harmonisch, klar, freundlich wird mir "vorgetragen", etwas erzählt, je nachdem welche "Vorgabe" ich mache, darauf wird eingegangen.

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                            • Re: wie soll ich ich verhalten


                              Mir fällt immer wieder auf, dass man verdammt oft viel zu früh Entscheidungen trifft, die regelrecht in die Isolation treiben.
                              Mit dem will ich nichts mehr zu tun haben, diesen ruf ich nicht mehr an, da gehe ich nie wieder hin, diese Leute regen mich auf, jenen ist besser auszuweichen, diese mag ich nicht, der da ist sicher ein BlaBlaBla......wer so "hört", der hört sicherlich die Welt ab, in der Furcht und Angst und Mißtrauen das Sagen haben.
                              Der therapeutisch wichtigste Ansatz wäre sicherlich die Befürchtungen alle zu hinterfragen und sie als Nichtig aufzudecken und als nicht (mehr)wahr.
                              tired, ich glaube, dass wir stellenweise ganz schön viele falsche Meinungen durchgehen lassen, ohne sie vorher gründlich zu überprüfen.
                              Oft stellt sich heraus, die Menschen sind harmlos, das was ich über sie denke ist "grob", nicht sie.
                              Gestörte Psychen haben sicherlich viele Feindbilder.
                              Also ich denke mir immer wieder, egal was kommt, ich brauch nichts fürchten, hab ja Beistand, zwar unsichtbar, aber recht erfolgreich im "Kampf" gegen meine natürlich auch vorhandenen Zweifelchen.
                              Als ich am kritischsten Punkt in meinem Leben gewesen bin, da habe ich mich entscheiden müssen für "Gehen", trotzdem ich mich schrecklich davor gefürchtet habe.
                              Uwe, was denkst du, wovor sich deine Frau am meisten fürchtet?

                              Kommentar


                              • Re: wie soll ich ich verhalten


                                Ja, eine Mischung aus Therapeut und Theologen wäre sicher in vielen Fällen nicht schlecht. Gibt es auch, vor allem an Beratungsstellen. Bei jemandem der auch Pfarrer wäre wohl speziell der Christ gut aufgehoben, einen Buddhisten würde ich aber gleich nehmen.;-)

                                Ich glaube auch das es gerade bei Psychosen oft mit falschen Meinungen über andere anfängt (was ja eigentlich auch in Richtung Paranoia geht), denke aber das es im Grunde und auch bei anderen psychischen Krankheiten andere Ursachen hat.
                                Ein Problem mit sich selber, oder auch dem Antrieb und wenn man der Isolation erst einmal nachgibt dann liegt es immer weniger an den anderen Menschen als eher an einer nicht spezifischen Angst und Überforderung.

                                Ich finde es interessant deine Beiträge aus Sicht der Hörenden zu lesen, auch dein Umgang damit ist bewundernswert, ich denke das es sehr selten vorkommt das jemand in so einem Einklang mit etwas lebt was für andere der blanke Horror ist.
                                Ich kenne Psychosen als Angehörige, da aber auch nur Fälle die einen selber an den Rand des Wahnsinns treiben. Wahrscheinlich ist mein Wissen darüber auch eher einseitig, auf eine bestimmte Form der Krankheit beschränkt, wodurch ich sicher auch das ein oder andere generelle Vorurteil habe, was aber evtl. nur bei dieser einen Form der Psychose zutrifft.
                                Deshalb finde ich es so faszinierend zu lesen wie du dein Leben gestaltest, es scheint mir zum Teil lebenswerter als das von so einigen "Gesunden".
                                Es zeigt auch das es durchaus anders gehen kann und ein Leben mit dem Wahn nicht gleich im Wahnsinn enden muss.;-), oder dem Wahn sogar einen Sinn geben kann.

                                Es ist jedenfalls sehr interessant und auch Mut machend für Angehörige, deine Beiträge zu lesen, finde ich.

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                                • Nebendiskussion


                                  "das ein oder andere generelle Vorurteil habe, was aber evtl. nur bei dieser einen Form der Psychose zutrifft."

                                  Wir kommen zwar wieder etwas von Uwes Anliegen ab, aber nur etwas.
                                  Doch Ihre Bemerkung, Tired, über die fast selektiven Vorurteile sind so wahr, dass ich mir einen Beitrag nicht verwehren möchte.

                                  Es gibt Untersuchungen über die sich ändernde Einstellung gegenüber psychisch Kranken.
                                  Dabei hat man festgestellt, dass mit zunehmendem Wissen über psychische Krankheiten (besonders Depressionen) die Vorbehalte abnehmen. Bei schizophrenen Psychosen aber gar nicht.

                                  Woran das liegt, weiß man auch. Da es Ihnen auch so zu gehen scheint, werden diese Ergebnisse weiter unterstützt.

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                                  • Re: Nebendiskussion


                                    Und noch ein Aspekt: ich wünschte mir auch einen spirituellen Blickwinkel für Psychiater. Sie müssen nicht gleich eine Personalunion mit einem Theologen bilden. Aber die Akzeptanz der Gedankeninhalte ihrer psychotischen Patienten, täte der ganzen Innung gut.

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                                    • Re: Nebendiskussion


                                      >>>Da es Ihnen auch so zu gehen scheint, werden diese Ergebnisse weiter unterstützt.<<<

                                      Das ist irgendwie beruhigend, bisher habe ich das als eine Art Gefühlskälte und auch unmenschlich angesehen, aber wenn es generell so ist kann ich da etwas mehr Nachsicht mit mir üben.
                                      Ist ja eigentlich auch logisch, unter Depressionen kann sich jeder etwas vorstellen auch wenn es nicht ganz zutreffend ist, so kann man es doch ein bisschen nachfühlen.
                                      Psychosen sind da viel abstrakter, es gibt nur die eigene Realität, die meist zum großen Teil von den anderen geteilt wird. Wenn dann jemand in einer komplett anderen Welt lebt, anders sieht, spricht und denkt und man selber es nicht erfassen kann, wird es schwierig.
                                      Komischerweise bin ich bei Menschen mit schizophrener Psychose, die nicht zu meinem direkten Umfeld gehören wesentlich toleranter, geduldiger und entwickle sogar Sympathien.
                                      Sobald ich aber meine Zeit mit einem verwandten kranken verbringen muss eskaliert es irgendwann und ich bin dann auch eher feindselig, oder ich muss mich dauernd dermaßen beherrschen das ich fix und alle bin. Zum Glück finden solche Zusammentreffen nicht allzu häufig statt.
                                      Aber ich darf gar nicht meckern, mit mir hat man es auch nicht so einfach.:-)

                                      Eigentlich wäre es sinnvoll wenn Angehörige in Kliniken so eine Art Kurs im Umgang mit dem Kranken und auch im Umgang mit sich selber und den eigenen Gefühlen machen könnten. Sozusagen als familiärer Ersthelfer, so viele Psychotiker sind ja erst gar nicht zum Arzt zu bekommen, so das oft der Angehörige zum einzigen Menschen wird der Kontakt hat und sich kümmern kann.

                                      Ich finde da hat Uwe schon mal Glück und gute Karten da sich seine Frau selber hat einweisen lassen, so kommt man dann doch mehr Unterstützung und Perspektiven als wenn das alles komplett abgelehnt wird.

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                                      • Re: wie soll ich ich verhalten


                                        Heute bzw inzwischen gestern hatte ich intensives gespräch mit dem Arzt von meine Frau. Man merke sofort das sie was im Schilde hatte. Ok zurück zum Arzt, der stelle eine Schwere schizophrnie fest und das ich da viel mitmachen werde.Ok ist mir inzwischen auch bewusst gewesen, ja gewesen. 3 std nach dem Gespräch rief mich meine Frau zurück zurück in das Krankenhaus. Ich solle doch noch die Wäsche die sie zuviel hatte und extra für mich schon gepackt hätte noch mitnehmen. Als ich zu Ihr kam bat sie mich in einer Art die mich mißtrauig macht auf Ihr Bett ( 6 Bett Zimmer) so wolle schmußen. Ich nahm die Plastiktüte mit der Wäsche und wollte gehen. Da versuchte sie es noch einmal. Ich erneinte das. aus besagtem Grund. als ich Zuhause die Wäsche in die Wachmaschine geben wollte , war griffbereit ein scharfes spitzes Messer in meiner Hand. Mir blieb fast das Herz stehen. Da ich aus meien Verantwortungsbewusstsein bei meiner Frau blieb und Ihr beistand und zudem die Scheidung gestoppt hatte. werde ich nun die Scheidung weiter betreiben und mich in Zukunft von Ihr verhalten.
                                        Ich informierte nun den Arzt per e-mail, weil wir in Rumänien leben.. was mir da passierte. Mein Leben ist mir da doch wichtiger.

                                        Und so schwer es mir auf fällt ich werde es nicht mehr umkehren.
                                        Grüße an alle die versuchtem mich zu unterstützen und vielen dank für alles.. Grüße Uwe Se

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                                        • Re: wie soll ich ich verhalten


                                          Oje, das hört sich nicht gut an.

                                          Du darfst aber nicht vergessen das sie geistig verwirrt ist und sich das durchaus wieder bessern kann.

                                          Es ist gut das du den Arzt informierst und das du dich dann doch für eine Trennung entscheidest kann ich auch gut nachvollziehen, das würde ich wohl genauso machen. Ich glaube auch nicht das du deshalb ein schlechtes Gewissen haben müsstest, wenn es nicht mehr geht dann ist es eben so.
                                          Trotzdem solltest du versuchen deiner Frau keine Schuld zu geben, sondern nur der Krankheit.

                                          Ich wünsch dir alles Gute und auch deiner Frau.

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                                          • Re: wie soll ich ich verhalten


                                            [quote Tired]Ja, eine Mischung aus Therapeut und Theologen wäre sicher in vielen Fällen nicht schlecht. Gibt es auch, vor allem an Beratungsstellen. Bei jemandem der auch Pfarrer wäre wohl speziell der Christ gut aufgehoben, einen Buddhisten würde ich aber gleich nehmen.;-)

                                            Ich glaube auch das es gerade bei Psychosen oft mit falschen Meinungen über andere anfängt (was ja eigentlich auch in Richtung Paranoia geht), denke aber das es im Grunde und auch bei anderen psychischen Krankheiten andere Ursachen hat.
                                            Ein Problem mit sich selber, oder auch dem Antrieb und wenn man der Isolation erst einmal nachgibt dann liegt es immer weniger an den anderen Menschen als eher an einer nicht spezifischen Angst und Überforderung.

                                            Ich finde es interessant deine Beiträge aus Sicht der Hörenden zu lesen, auch dein Umgang damit ist bewundernswert, ich denke das es sehr selten vorkommt das jemand in so einem Einklang mit etwas lebt was für andere der blanke Horror ist.
                                            Ich kenne Psychosen als Angehörige, da aber auch nur Fälle die einen selber an den Rand des Wahnsinns treiben. Wahrscheinlich ist mein Wissen darüber auch eher einseitig, auf eine bestimmte Form der Krankheit beschränkt, wodurch ich sicher auch das ein oder andere generelle Vorurteil habe, was aber evtl. nur bei dieser einen Form der Psychose zutrifft.
                                            Deshalb finde ich es so faszinierend zu lesen wie du dein Leben gestaltest, es scheint mir zum Teil lebenswerter als das von so einigen "Gesunden".
                                            Es zeigt auch das es durchaus anders gehen kann und ein Leben mit dem Wahn nicht gleich im Wahnsinn enden muss.;-), oder dem Wahn sogar einen Sinn geben kann.

                                            Es ist jedenfalls sehr interessant und auch Mut machend für Angehörige, deine Beiträge zu lesen, finde ich.[/quote]

                                            Als ich umgezogen bin mussten an die 25 Bananenschachteln mit Büchern vollgestopft mitreisen. Und dann habe ich noch nicht gezählt, was an Ma(r)terial sonstwo noch erlesen worden ist von mir und gesichtet und wiederholt angeschaut über dieses und ähnliche Themen. Enorm viele Fragen sind aufgetaucht nach diversen Erfahrungen die ich gemacht habe liebe tired und immer noch suche ich nach Puzzlesteinen, damit ich wenigstens ein wenig mehr Licht in dieses Dunkel bringen kann. Nicht für andere, hauptsächlich für mich grabe ich mich durch diese Tonnen von Überlegungen.
                                            Ich schreibe bewusst nicht Wissen. Denn würde man wirklich und echt und klar wissen, was da vor sich geht, dann wäre aufgeräumt mit solchen Verquerungen der menschlichen Psyche und ihren körperlichen Zusatzerscheinungen allen.
                                            Gestern war ich wieder mit denen zusammen feiern, die damals Zeuge gewesen sind als ich in der Akutphase war. Eine Freundin von mir ist heute noch nicht in der Lage sich damit abzufinden, dass das Vergangenheit ist. Immer noch fragt sie völlig verwirrt nach, stets die gleichen Fragen. Zehn Jahre ist es aus, es ist ein Schock für alle Beteiligten einen Menschen auf einmal nicht mehr als den zu erleben, der er einmal war. Nicht nur sie, meine Familie, alle die mich von vor diesem Erleben kennen und gekannt haben sind unsicher geworden bezüglich auf mich.
                                            Es ist alles anders geworden.
                                            Das ist wie wenn deine "Vertraute" auf einmal ein Monster ist und dann wieder "normal". Ab da hast du eine andere Sicht und eine andere Reaktion, nie mehr wieder diese "unschuldige" Hingabe, sondern totale Vorsicht und großes Mißtrauen.
                                            Ähnlich wird es wohl sein, wenn man bei sich selber Ungereimtheiten entdeckt, oder dement wird und das merkt, oder eben wirr und so weiter. Sich selber zu mißtrauen müssen ist wohl das Schlimmste, was man sich vorstellen kann.
                                            Wie ich schon öfter hier beschrieben habe, ICH habe mir eine freundliche Erklärung erarbeitet, aber sie gilt für meinen Verstand, ein anderer kann wahrscheinlich nicht viel damit anfangen.
                                            Mein Verstand kann schon wieder ein wenig sicherer "gehen" und ist nicht mehr erstarrt und schockgelähmt- aber nicht alles lässt sich per Vernunft und Geist in Griff bringen.
                                            Mein Hund ist von Gerüchen irritiert oder erregt, und wir...?? Welchen Instinkten müssen wir trotzen...???
                                            Wenn kleine Kinder in der Nacht wach werden und sicher sind sie hören und sehen Geister- kann es sein, dass sie etwas wahrnehmen, was uns verborgen ist rein wahrnehmungstechnisch durch ein anderes "Filtersystem"?

                                            Vielleicht stiefeln wir alle einfach nur in uralten Gerüchen und es kann durchaus sein, dass wir noch immer rege teilnehmen an Energien die schon längst passee sind.
                                            Man sagt ja, Gegenstände, sogar Staub, alles strahlt eine gewisse Form von Botschaft aus. Manche hören diese, manche nicht.
                                            Also ich lasse mich inzwischen ein wenig ruhen bei der Dauersuche, ich denke mir, naja, so ist es halt. Wir sind alle ein wenig ausgeliefert und der eine oder andere hat einen guten Mantel um, der andere eben nicht so, der schützt vor so vielen "Strahlen", Berieselungen, Wahrnehmungen und anderen "Luftverschmutzungen".
                                            Die Buddhisten, ja, die geben allem eine spirituelle Note, mir hilfts auch so zu denken. Ist meiner Meinung nach besser, als wenn ich mich Dauerkrank schreiben lasse.
                                            Erklär einem Köter, warum er sich kratzt ständig...
                                            Erklär einem Menschen, warum er fragt dauernd....

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                                            • Re: wie soll ich ich verhalten


                                              Lieber Uwe, falls du noch mitliest, es ist schlimm, was du gerade durchmachst. Ich wünsche dir, dass du "nüchtern" und wenigstens ein bißchen ruhig bleiben kannst bei so viel Stress, dem du da ausgeliefert bist.
                                              Ich finde es gut, wenn du dich abgrenzt vorerst einmal. Nicht immer ist es gut den gleichen "Betreuer" zu haben, für deine Frau könnte das sogar besser sein, wenn du abgibst, was andere Hände rein vom beruflichen Stand aus anders (in Angriff) nehmen.
                                              Was ich halt sicher weiß, wir sind nicht haftbar für alles.
                                              Ihr wird geholfen, das reicht.
                                              Das musst nicht unbedingt du sein.

                                              Vielleicht hilft es dir, mir ist schon oft aufgefallen, dass ich zu wem "böse" war, nur, damit er sich nicht weiter beteiligt und einmischt, zu seinem "Schutz" also habe ich ihn von mir gestoßen.
                                              Manche Sachen möchte man lieber ohne Zeugen aushandeln.
                                              Wenn die Zeit reif ist zu gehen, dann werden einem "Beine" gemacht.
                                              Das mit dem Messer war deutlich: komme mir nicht nahe...
                                              bestimmt zu deiner Sicherheit.
                                              Es ist IHR Prozess, den sie durchmacht.
                                              Vielleicht hat damals mein Ex auch wohl gehandelt, weil er gegangen ist nachher?
                                              Bestimmt.
                                              Gehen ist für mich gleichbedeutend mit Fortschritt.
                                              Alles Gute dir!

                                              Viele liebe Grüße
                                              Elektraa

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                                              • Re: wie soll ich ich verhalten


                                                Danke für deine Antwort hier von Dir, Ich werde auch in Zukunft hier noch nachlesen. So wünsche ich dir sowie auch allen anderen hier ein besinnliche frohes Weihnachtsfest, und ein gutes neues Jahr. Uwe se

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                                                • Re: wie soll ich ich verhalten


                                                  >>>Das ist wie wenn deine "Vertraute" auf einmal ein Monster ist und dann wieder "normal". Ab da hast du eine andere Sicht und eine andere Reaktion, nie mehr wieder diese "unschuldige" Hingabe, sondern totale Vorsicht und großes Mißtrauen.<<<

                                                  Hi Elektraa,
                                                  da hast du ganz schön Recht. Man kann rational einfach nicht richtig trennen das die eine Persönlichkeit eigentlich nichts mit der anderen zu tun hat. Heute ist Wahn angesagt, morgen wieder Normalität und das kann man nicht einfach trennen. Eigentlich hat man es mit zwei verschiedenen Personen in einer zu tun, der einen kann man Vertrauen der anderen nicht, aber da beide denselben Körper haben kann man sie nicht wirklich unterscheiden und argwöhnt immer das dort doch noch der andere lauert, egal wie harmonisch es gerade ist.
                                                  Das Problem ist wohl auch das Psychosen (zumindest nach meiner Erfahrung) viel mit Bösartigkeit, Terror und Gewaltandrohungen zu tun haben, da kann derjenige später noch so friedlich sein man bekommt es nicht mehr aus dem Kopf das es sich auch wieder ganz schnell ändern kann.

                                                  In meiner Familie herrschen noch andere psychische Auffälligkeiten, so extrem das man gar nicht mehr richtig unterscheiden kann wo die Psychose aufhört und andere psychische Problematiken anfangen. Es gibt also eigentlich keine Phasen oder Schübe (außer wenn es richtig schräg wird), es ist immer irgendetwas das einen auf Abstand gehen lässt.

                                                  >>>Erklär einem Köter, warum er sich kratzt ständig...
                                                  Erklär einem Menschen, warum er fragt dauernd....<<<

                                                  Total wahr.
                                                  Mein Bruder fragt immer, es ist schon total irrwitzig was er so fragt und wie oft er es wiederholt, wie hysterisch und aggressiv er wird wenn man ihm nicht bis ins kleinste und auch noch wahrheitsgetreu antwortet.
                                                  Ich frage mich ob solche Zwänge, sein Messiverhalten und was er sonst noch an Problemen hat mit der Psychose zusammenhängen und sich alles bessern könnte wenn mal ein Medikament zum Einsatz kommen könnte, oder ob das wieder andere Baustellen sind. Naja, für ihn dürfte es wurscht sein, er ist in meinen Augen ein absolut hoffnungsloser Fall und würde wohl nie auch nur den kleinsten Vorstoß unternehmen können um etwas daran zu ändern.

                                                  >>>Wenn kleine Kinder in der Nacht wach werden und sicher sind sie hören und sehen Geister- kann es sein, dass sie etwas wahrnehmen, was uns verborgen ist rein wahrnehmungstechnisch durch ein anderes "Filtersystem"?<<<

                                                  Da habe ich auch schon drüber nachgedacht. Manche Kinder haben ja auch ihren unsichtbaren Freund, ich selber kann mich auch noch an die ein oder andere Halu in Kindheitstagen erinnern oder das durcheinanderbringen von Traum und Realität.
                                                  Ich glaube das es bei Kindern eher daran liegt dass das Filtersystem, durch das du auch Träume und Fantasie von der Realität unterscheiden lernst, sich noch im Aufbau befindet also die Grenzen noch bröckelig sind.
                                                  Sie können es aber unterscheiden lernen und somit richtig einordnen, bei Psychosen scheint es ja so real zu sein das eine Unterscheidung manchmal überhaupt nicht möglich ist, es existiert also gar kein Filter mehr. Da scheint dann eher ein Damm gebrochen und alles ist überschwemmt mit Infos und Wahrnehmungen, die nicht mehr zugeordnet werden können, die eigenen Fantasien, Träume und Ängste überschwemmen den rationalen Verstand. Der versucht es wieder auf die Kette zu bekommen, aber kann die Flut an Infos nur noch bruchstückhaft richtig zuordnen und was bei dem Puzzle raus kommt ist eine komplett neue Wahrnehmung.

                                                  Ich glaube selbst wenn mir jemand genau erklären könnte wie so ein Wahn zustande kommt und ein sehr positives Bild von meinem Bruder darüber Zeichnen würde, es würde rein gar nichts an meinem Verhalten ihm gegenüber ändern. So wären diese Erkenntnisse nur für den Medizinischen Aspekt hilfreich, nicht für das familiäre Miteinander.

                                                  Man merkt es weihnachtet sehr, da ist das Thema noch präsenter als sonst. Morgen und am 2.Feiertag darf ich mich wieder praktisch damit beschäftigen, mal sehen wie lange es mir diesmal gelingt gelassen zu bleiben;-)

                                                  Ich werde dann immer mal an dich und deinen Umgang damit denken und wie du das alles siehst und erlebst, vielleicht hilfts. Ach was, bestimmt hilfts.:-)

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