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Angst vor Cholestase

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  • Angst vor Cholestase

    Hallo Frau Mittmann,

    Ich hatte in den letzten Wochen schon immer Juckreiz am ganzen Körper. Bisher wollte mein Frauenarzt aber nichts weiter veranlassen. In den letzten Nächten war der Juckreiz sehr extrem und mein Urin ist etwas dunkler. Daraufhin bin ich zu meinem Hausarzt. Er hat mir Blut abgenommen. Heute hat er mir dann mitgeteilt, dass ein Leberwert leicht erhöht sei. Die Gallenwerte aber okay. Seiner Meinung nach, drückt das Baby sehr wahrscheinlich auf die Leber, so dass es nicht mehr ganz optimal abfließen kann. Dies würde auch den Juckreiz und den dunkleren Urin erklären. Da ich schon 37+2 bin, würde er jetzt nichts mehr anraten. Ich hatte auch noch nie Gallensteine und in der ersten SS keine Cholestase.
    Dann bin ich mit den Werten zu meinem Frauenarzt. Warum auch immer, nimmt er den Juckreiz nicht so Ernst. Er schaute sich die Werte an und sagte, dass die Gallensäure ja gar nicht getestet wurde und der leicht erhöhte Leberwert nicht weiter tragisch sei. Thrombozyten seien ok und das wäre auch gut.
    Leider habe ich die Blutergebnisse nicht und weiß jetzt nicht, welche Gallenwerte der Hausarzt getestet hat (vielleicht Biliburin) und als gut bezeichnet hat.
    Kann es denn sein, dass das Baby lediglich auf die Leber drückt und ich dadurch den Juckreiz habe und der Urin auch etwas dunkler ist? Ich habe wirklich Angst vor einer Cholestase.
    Da man ja auch liest, wie gefährlich es für das Kind ist.


    Nur was soll ich machen, wenn der Frauenarzt das nicht Ernst nimmt und keine weiteren Untersuchungen und Kontrollen macht? Hier in die Klinik brauche ich auch nicht. Da ist mein Frauenarzt Klinikdirektor und die werden vermutlich nichts anderes unternehmen. Beim Hausarzt war ich nun. Aber die Gallensäure wurde ja nicht getestet und er hat ja lediglich vermutet, dass es an dem Druck auf die Leber liegt. Wie wahrscheinlich ist es denn, dass nur eine leichte Abflussstörung aus der Leber vorliegt, weil das Kind drauf drückt?

    Beide Ärzte waren ja beim Blutbild nicht so beunruhigt. Obwohl Gallensäure nicht getestet wurde, sondern allgemein Gallenwerte.

    LG Caro


  • Re: Angst vor Cholestase

    Hallo Caro,
    bei erhöhten Leberwerten in der Schwangerschaft rate ich zu engmaschigen Blutkontrollen, damit ein sog. HELLP Syndrom nicht übersehen wird.
    Bei entsprechender Klinik, die Sie ja beschreiben und entsprechenden Laborparametern, kann eine Cholestase medikamentös behandelt werden. Auch an eine Einleitung am Termin wäre zu denken, da Ihre Beschwerden schnell nachlassen werden nach der Geburt, wenn ein mechanisches Problem zu Grunde liegt aufgrund des wachsenden Kindes.
    Sie sollten zum jetzigen Zeitpunkt der Schwangerschaft die Behandlung in den Händen der FÄ lassen. Kliniksdirektor klingt doch gut. Er verfügt über viel Erfahrung und gerade in der Geburtshilfe ist es normal ständig sein eigenes Handeln zu überprüfen und an die aktuelle Situation anzupassen.
    Viele Grüße
    Annette Mittmann

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