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Arbeitschutz und Psyhologie... ich bin überfordert...

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  • Arbeitschutz und Psyhologie... ich bin überfordert...

    Hallo! Es ist erstes Mal für mich wenn ich Hilfe auf dieser Weise suche. Ich denke mein Problem ist einfach aber jetzt kann ich leider keine gute Lösung finden. Ich habe probiert zuerst mit meinem Hausarzt zu reden, ich hatte noch nicht angefangen und ich hatte schon eine Überweisung für Psychiatrie gekriegt. Mit meinem Frauenarzt ging mir ähnlich - ich habe die Visitenkarte einer Arbeitsschutzexpertin gekriegt...

    Ich arbeite in einer Arztpraxis als MTA in der Radiologie. Ich bin Schwanger in der 7 Woche. Mein Arbeitgeber wurde informiert .Meine Arbeitsbedingungen lassen sich aber nur mit Stress ändern. Inzwischen habe ich mich statt mich um Schwangerschaft zu kümmern, mich um Arbeitsrecht und Arbeitsschutz beschäftigt. Laut Röntgenverordnung und Strahlenschutzverordnung darf ich normal in Röntgendiagnostik arbeiten, mit einer Ausnahme: MRT. Laut Mutterschutzgesetz aber darf ich keine Nadel legen und darf ich auch nicht heben, ziehen etc. regelmäßig Gewichte über 5 Kg und gelegentlich über 10 Kg. Das bedeutet ich darf normalerweise die Patienten nicht umlagern und auch die frisch operierten die aus dem Rollstuhl an meine Schultern sich hängen nicht helfen.Und ich darf die Zugänge für Kontrastmittel nicht legen. Und Kontakt mit infektiösen Patienten nicht haben.

    Diese Woche habe ich in Büro gearbeitet. Nächste Woche war ich aber in CT eingeteilt und ich habe dann mein Recht wegen der Nadel in Anspruch genommen. Ich wurde stattdessen in Röntgen eingeteilt....da hatte ich aber keinen Mut mehr was zu sagen. Röntgen ist eigentlich auch nicht geeignet wegen unseren Patienten die um 70% bettlägerig sind.

    Ich hatte keine Mut mehr, da auf einmal das ganze Team gegen mir war. Meine Kolleginnen haben bis jetzt auch in der Schwangerschaft alles gemacht, auch was sie eigentlich nicht dürften. Weil ich was anderes verlangt habe bin ich jetzt ignoriert oder schlecht behandelt. Mir geht jetzt psychisch nicht gut und ich weiss nicht was besser für mich und das Kind ist: einfach machen alles was von mir verlangt ist um meine innere Ruhe zu haben oder meine Rechte verlangen und dann ...Krieg anfangen. Ich übertreibe es nicht mit dem Wort Krieg. Vor zwei Wochen bevor ich wusste dass ich schwanger bin war ein anderes Problem: es wurde mir vorgeworfen dass ich zu viele Handschuhe benutze. Ich musste mich rechtfertigen wieso ich Handschuhe anziehe wenn ich ein Katheter anfasse oder einen Fuß. Da haben mir die Vorgesetze einen Artikel im Hand gedrückt wo steht dass die Handschuhe bis zu 30 min zu tragen sind und max 5 mal zu desinfizieren sind....Aber womit? Mit Handdesinfektionsmittel?!....Das ist ein anderes Thema... Ich erwähne den Fall nur um zu sagen dass es vor kurzer Zeit war und mir Tränenausbrüche gelöst hat.Ich habe auch auf die Straßen geweint. Ich konnte mich nicht mehr kontrollieren. ...Ich befürchte dass wenn ich auch dieses Mal auf mein Recht bestehe auch in Tränen enden wird. Soll ich lieber weglassen? Ist es gefährlicher psychischer Stress und Mobbing oder Gewichte heben und Kontakt mit infektiösen Material haben?

    Ich bitte um einen guten Ratschlag.

    LG, Klang


  • Re: Arbeitschutz und Psyhologie... ich bin überfordert...

    Hallo Klang,
    es gibt nicht "den richtigen Weg"- aber Sie sollten mit Ihrem Handeln in Übereinstimmung sein. Auch wenn Sie in einer radiologischen Praxis tätig sind, werden Sie nicht einer erhöhten Strahlenbelastung ausgesetzt sein unter Berücksichtigung der Sicherheitsvorschriften. Aber schon vor Beginn der Schwangerschaft war Ihre Situation am Arbeitsplatz angespannt, was jetzt möglicherweise verstärkt auf Sie wirkt. Ein Psychiater kann Ihnen wahrscheinlich weniger helfen. Eher die Auseinandersetzung, was Sie sich in der Schwangerschaft zumuten wollen und was eben nicht. Schwanger bedeutet nicht, dass Sie krank sind aber eben etwas vulnerabler, weshalb entsprechende schützende Gesetzte gemacht worden sind. Wenn Sie nicht Ihrer Arbeit nachkommen können, so kann Ihnen Ihr FA eine AU ausstellen oder Sie einigen sich mit Ihrem Arbeitgeber was möglich ist und was nicht.
    Viele Grüße
    Annette Mittmann

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