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Lithium bei Kinderwunsch

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  • Lithium bei Kinderwunsch

    Hallo
    ich bin psychisch erkrankt (Traumafolgestörung)und muss folgende Medikamente nehmen

    quetiapin ret.
    abilify
    Lithium

    außerdem
    l thyroxin
    folsäure

    wäre eine ss unter diesen Medis,vor allem das umstrittene Lithium,in Ordnung?Bei embrytox steht es sei vertretbar. Eine Umstellung kommt im Moment nicht infrage.
    quetiapin ist auf jeden Fall ok das weiß ich..


  • Re: Lithium bei Kinderwunsch

    Hallo ponyfam,

    zum Quetiapin gibt es ausreichend gute Erfahrungen und stellt kein Problem in der Frühschwangerschaft dar. Es besteht ein gering erhöhtes Risiko zur Entwicklung eines Schwangerschaftsdiabets, der aber behandelbar ist. Bis zur Geburt eingenommen, kann es beim Neugeborenen ggfs. zu Anpassungsstörungen kommen, was aber ebenfalls durch entsprechende Überwachung kein Problem darstellt.

    Embryotox rät bei der Einnahme von Abilify folgendes: "Bei Exposition im 1. Trimenon sollte eine weiterführende Ultraschalldiagnostik zur Bestätigung einer unauffälligen fetalen Entwicklung angeboten werden. Die Schwangerschaft sollte sorgfältig gynäkologisch überwacht und engmaschig psychiatrisch begleitet werden, um Krisen oder Frühwarnsymptomen bei der Mutter und fetalen Entwicklungskomplikationen (Frühgeburtsbestrebungen, Wachstumsretardierung) rechtzeitig begegnen zu können. In den ersten Lebenstagen ist beim Neugeborenen auf etwaige Anpassungsstörungen zu achten. Die Entbindung sollte daher in einer Klinik mit Neonatologie erfolgen.
    Da das Wochenbett eine besonders vulnerable Phase für Rezidive darstellt, sollten mit der Mutter frühzeitig rückfallprophylaktische Strategien geplant werden. Diese betreffen v.a. Reizabschirmung und die Vermeidung von Schlafmangel. Auch kann vorübergehend die Dosis des Antipsychotikums erhöht werden, um einen optimalen rückfallprophylaktischen Schutz zu gewährleisten."

    Die Darstellung bezüglich der Lithiumsalze ist deutlich umfangreicher und gut verständlich dargestellt. Bitte lesen Sie entsprechende Fachinformation:
    https://www.embryotox.de/lithiumsalze.html
    Insgesamt sollte eine Kooperation zwischen Ihrem behandelnden Psychiater und Frauenarzt hergestellt werden, um eine optimale Schwangerschaftsbegleitung sicher zu stellen.
    Sie sind nicht die einzige, die mit entsprechenden Psychopharmaka erfolgreich ein gesundes Kind zur Welt gebracht hat.
    Wie gut, dass Sie sich bereits im Vorfeld Gedanken machen, um reflektiert in die Schwangerschaft zu starten.

    Alles Gute
    Annette Mittmann

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