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Psychischer Stress

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  • Psychischer Stress

    Hallo,

    mir liegt da etwas wichtiges auf dem Herzen. Ich bin nun in der 6. SSW und freue mich riesig darüber endlich Mama zu werden. Allerdings trüben einige Ereignisse meine Freude so sehr, dass ich nicht mehr so ganz weiter weiß.

    Zunächst zur Situation bei mir auf der Arbeit - was etwas komplizierter ist. Anfang des Jahres war eigentlich ein Umzug geplant und ich habe in der Firma Bescheid gegeben, dass ich zum Sommer gehen werde. Gekündigt habe ich aber noch nicht! Das Unternehmen hat angefangen wild rumzustrukturieren und meine Stelle weitestgehend aufzuteilen. Nun haben mein damaliger Partner und ich uns getrennt, weswegen es nicht zu einem Umzug kam. Ich habe dann auch direkt auf der Arbeit bekanntgegeben, dass ich nicht gehen werde. Ab da ging es schon los. Unfreundliche E-Mails vom Chef, Verzweiflung bei meinem Personalleiter, weil ja schon alles umgeworfen wurde usw. Habe mich dann auch anderweitig beworben, da ich mir dachte: Wer A sagt muss auch B sagen. Während der Bewerbungsphase habe ich dann erfahren, dass ich schwanger bin und habe somit meine Suche nach neuer Arbeit abgebrochen. Denn immerhin habe ich in dem jetztigen Unternehmen einen unbefristeten Arbeitsvertrag - was ja viele Sicherheiten mit sich bringt. Als ich meinem Personalleiter dann davon erzählte, war natürlich schlechte Laune angesagt. Er und der Chef haben mir dann angeboten in einem anderen Beruf in einer unserer Geschäftsstellen zu arbeiten, damit ich "weiter unter bin" und dass sie sich das erst reichlich überlegen mussten mir das überhaupt anzubieten. Ich habe abgelehnt, denn ich habe ja eine Stelle. Man sprach erstmal nicht mehr mit mir, auch als ich fragte, was jetzt auf mich zukommen würde und mit welchen Schritten ich rechnen müsste. Ich bin dann in den Urlaub gegangen. An meinem ersten Urlaubstag rief der Personalleiter an und fragte, ob ich wirklich nicht die neue Stelle annehmen wollte. Ich sagte nein, da es für mich wesentlich mehr Aufwand wäre. Außerdem wollte ich wissen mit welchen Konsequenzen ich zu rechnen hätte. Das wüsste er nicht und schon legte er auf. Kein Tschüss - nichts. Bin heute immer noch im Urlaub und habe von meiner Kollegin heute erfahren, dass sie nun gekündigt und die andere Kollegin nicht wie abgesprochen ihre Teilzeitstelle auf Vollzeit umstellen darf, wegen mir .

    Ich bin total am Ende und fühle mich so, als dürfte ich nicht schwanger sein. Man redet nicht anständig mit mir und veranlasst nun auch noch solche Entscheidungen - die mir meine Kolleginnen "natürlich" übel nehmen. Von einer anderen Stelle, weiß ich, dass sich momentan ziemlich "das Maul" über mich zerrissen wird wegen dieser ganzen Geschichte und das mein Chef mich jetzt noch weniger leiden kann als vorher, ist wohl auch schon bekannt.

    Nun bin ich am Wochenende auch noch in eine Wohnung gezogen, wo ich in der ersten Nacht feststellen musste, dass sie genau in der Einflugsschneise vom Flughafen liegt und komme gar nicht bzw nur sehr schlecht zum Schlafen. Werde wohl direkt wieder kündigen und schnellst möglich nach was neuem schauen - auch wieder unnötiger Stress.

    Alles in allem würde ich mich am liebsten den ganzen Tag verbuddeln und heulen und mir graut es jetzt schon richtig davor wieder zu dieser Arbeitsstelle zu müssen, wo ich weiß, dass keiner mich da haben will.

    Der ganze Stress und Ärger wirkt sich glaub ich auch so langsam auf mich aus. Schlecher Schlaf, immer wieder wird mir schwindlig, dauerschlechtgelaunt und zu guter Letzt hatte ich heute Nacht auch noch so heftiges Ziehen im Unterbauch, dass mir davon richtig schlecht wurde und ich schon Sorge hatte, dass irgendwas nicht stimmt (viel Stärker, als das Ziehen der Mutterbänder).

    Was soll ich tun? Überlicherweise bin ich gar kein Mensch der sich krankschreiben lässt... aber in dieser Situation denke ich schon darüber nach, ob ich mich und mein Baby durch ein Beschäftigungsverbot entlasten kann. Dann hätte ich den größten Kummer mit der Arbeit nicht und könnte entspannt nach einem neuen, passenden Nest für uns gucken. Bin ich in solch einer Situation dazu berechtigt?

    Ich freue mich auf die Antwort.

    LG


  • Re: Psychischer Stress


    Hallo Iffi2110,

    ich kann dir nur von meiner eigenen Erfahrung berichten. Ich hatte in der 9. SSW extremem Stress da mein Freund, also der KV sich von mir trennte und ich auf einmal alleine da stand.

    In der Arbeit war es auch mehr oder wenig stressig und es wurde immer wieder darauf rumgeritten, dass ich das Team im Stich lasse, usw.

    Ich habe mich aber bewusst dafür entschieden das Kind zu behalten und bereue diese Entscheidung keine Sekunde. :-) Bin jetzt in der 30. SSW.

    Mein Arzt hat mich damals wegen der starken psychischen Belastung (ich war nur noch am Weinen) Berufsverbot gegeben...so konnte ich mich auf mich und das kleine in mir konzentrieren ohne irgendwelchen negativen Einflüssen ausgesetzt zu sein :-)

    Überleg dir ob du mit der jetztigen Situation klar kommen kannst, und wenn nicht, sprich einfach mit deinem Frauenarzt/ärztin.

    Ich wünsch dir weiterhion ganz viel Glück und hoffe dass es sehr bald aufwärts geht für dich.

    Lg

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    • Re: Psychischer Stress


      Vielen Dank liebe Esther

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      • Re: Psychischer Stress


        Hallo Iffi2110,
        Ihr FA wird Sie aufgrund Ihrer Situation jederzeit krank schreiben. Die Ausstellung eines individuellen Beschäftigungsverbotes liegt im ermessen Ihrer behandelnden Ärzte und ist kein großes Problem.
        Viele Grüße
        Annette Mittmann

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        • Re: Psychischer Stress


          Hallo Frau Mittmann,

          vielen lieben Dank für Ihre Antwort. Meine Hausärztin hat mich jetzt erstmal 2 Wochen krank geschrieben und überweist mich jetzt wegen dem seelischen Druck zu einem Psychater... das macht mich ein bisschen stutzig... sie will damit herbeiführen, dass sie und der Psychater für mich ein Beschäftigungsverbot erstellen können... ist das ein normaler Weg? Also ich meine direkt so schlimm um zum Psychater zu müssen?

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          • Re: Psychischer Stress


            Hallo Iffi2110,
            Ihr FA hat erkannt, dass Sie Unterstützung benötigen. Nehmen Sie die Begleitung an und schauen, was es Ihnen bringt. Wer dann letztlich das Beschäftigungsverbot ausstellt ist relativ egal.
            Alles Gute
            Annette Mittmann

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