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Jodthyrox-Tabletten

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  • Jodthyrox-Tabletten

    Sehr geehrte Frau Doktor!

    Ich bin in der 26. Schwangerschaftswoche. Meine Ärztin sagt, meine Schilddrüsenwerte seien laut neuestem Blutbefund "grenzwertig" und verschrieb mir - für den Rest der Schwangerschaft und die Stillzeit - täglich eine halbe Tablette Jodthyrox. Ich bin nun sehr verunsichert (vor allem, da ich auf meine Fragen keine Antworten, sondern nur beruhigende Worte erhalten habe).

    Können Sie mir sagen...

    Warum sind die Tabletten nötig? Wie wirken sie?

    Ist es "normal", während der Schwangerschaft ein Problem der Schilddrüsen-Unterfunktion zu bekommen oder werde ich dieses Problem auch danach haben und dauerhaft Schilddrüsenmedikamente einnehmen müssen?

    Kann ich - zu den Jodthyrox-Tabletten - weiterhin Pregnavit Phase II-Tabletten einnehmen - oder bekomme ich dann zuviel Jod ab?

    Wenn ich nur eine halbe Tablette nehmen muss - handelt es sich dann bei mir "nur" um eine sehr leichte, nicht besorgniserregende Unterfunktion?

    Muss ich mir Sorgen machen, dass mein Baby später auch unter einer Schilddrüsenerkrankung leidet?

    Wie engmaschig müssen die Schilddrüsen-Kontrollen nun bei mir sein?

    Ich mache mir momentan ziemliche Sorgen! :-(

    Danke für Ihre Antworten!
    Herzliche Grüße, CLARA


  • Re: Jodthyrox-Tabletten


    Hallo Clara,

    ich will schon mal versuchen, dir zu helfen. Ich bin Apothekerin und kann daher auch zu den Tabletten etwas schreiben.

    Einerseits ist Iod enthalten, das der Körper zur Produktion von Schilddrüsenhormonen braucht, andererseits schon das "fertige" Schilddrüsenhormon Levothyroxin, das bei einer Unterfunktion zu wenig gebildet wird.

    Die Tabletten sind nötig bei einer Unterfunktion, da sowohl du als auch das Kind zuwenig Schilddrüsenhormone haben. Diese Hormone sind für die Entwicklung des Kindes wichtig, sowohl körperlich als auch geistig.

    Die Schilddrüse muss in der SS ja quasi für 2 arbeiten, daher kommt das gar nicht so selten vor. Ich arbeite unter einer FA-Praxis und da kommt das recht häufig vor, dass eine Frau in der SS mit Jodthyrox behandelt werden muss. oft löst sich das Problem aber, wenn die Schilddrüse danach nur noch einen Bedarf decken muss. Aber auch nach der SS sollte das weiter kontrolliert werden, da sich manchmal eine latente Unterfunktion erst in einer Extremsituation wie der SS zeigt und dann bestehen bleiben kann.

    Insgesamt sind in den Tabletten 100 Mikrogramm Iod enthalten. Zusammen mit dem Nahrungsergänzungsmittel sollten jedoch 200-300 Mikrogramm nicht überschritten werden.

    Die Kontrollen werden, soweit ich weiß, mit den normalen Blutabnahmen in der SS kombiniert.

    Eine halbe Tablette ist die normale Einstiegsdosis, dann wird geschaut, ob es ausreicht und dann evtl. auf eine ganze gesteigert.

    Ob das vererbt werden kann, weiß ich leider nicht.

    Hoffe, ich konnte dir schon mal helfen.
    Liebe Grüße und alles Gute.
    Murmeltier

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    • Re: Jodthyrox-Tabletten


      Hallo clara75,
      der Beitrag von Murmeltier war schon sehr umfassend.
      Von einer Vererbung einer Schilddrüsenunterfunktion müssen Sie nicht ausgehen.
      Viele Grüße
      Annette Mittmann

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