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Chaotische Schwangerschaft!

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  • Chaotische Schwangerschaft!

    Hallo,
    ich bin im Moment so verunsichert, dass ich mal meine Geschichte loswerden möchte, um evtl. ein paar Ratschläge zu bekommen. Ich hoffe, es wird nicht zu lang:

    Mein Mann und ich versuchten seit 2007 erfolglos schwanger zu werden. Nach mehreren gescheiterten Inseminationen haben wir uns dann im April diesen Jahres zu einer ICSI entschlossen. Zur Freude aller war dieser 1. Versuch gleich erfolgreich und die Schwangerschaft verlief abgesehen von den üblichen Wehwehchen (Übelkeit,Müdigkeit etc.) auch nach Plan.

    Am Montag vor zwei Wochen (15.Juni, 12+0) war dann das Ersttrimestersceening fällig. Wir fuhren völlig arglos zur Untersuchung und dann der Schock: Der Arzt entdeckte eine riesige Nackentransparenz, die nicht nur im Nacken auffällig war, sondern sich um den gesamten Kopf herum befand. Wir überlegten daraufhin gemeinsam, wie wir weiter verfahren werden und er riet uns zu einer Chorionzottenbiopsie um evtl. chromosomale Defekte sofort zu erkennen. Er vereinbarte sofort einen Termin für uns und wir fuhren gleich weiter ins Pränatalzentrum. Wir waren sehr froh darüber, dass wir nicht so lange im Ungewissen ausharren mussten und auf eine Fruchwasseruntersuchung warten sollten.
    Das erhöhte FG-Risiko war uns zwar bewusst, aber um ehrlich zu sein, hatten wir nach dieser Diagnose innerlich schon fast mit dem Kind abgeschlossen. (Das klingt wahrscheinlich total hart, aber wir waren einfach völlig neben der Spur.)

    Die Ch.-Biopsie verlief normal (Ich empfand Sie als sehr unangenehm, das lag aber wahrscheinlich an den äußeren Umständen.) Zurvor und dabei machte der Pränatal-Mediziner nochmal einen Ultraschall und maß die Nackentransparenz auf 7,2mm. (Unser FA machte Angaben zwischen 7 und 10mm, hat aber auch nicht so moderne Geräte).
    Den Rest des Tages und den Dienstag verbrachten wir mit Internetrecherchen und Kopfzerbrechen.
    Am Dienstag nachmittag dann der er lösende Anruf: Kein auffälliger Chromosomensatz!!! Das heißt, die häufigsten Trisomien sind erstmal ausgeschlossen.
    Aufatmen, obwohl der Arzt gleich einwarf, dass es andere Fehlbildungen geben könnte und man deshalb die Ultrschalluntersuchungen in kurzen Intervallen durchführen sollte um reagieren zu können.

    Soweit sogut, am Dienstag Abend dann der nächste Schock: Blutungen!
    Wir fuhren gleich zu unserem Arzt (Er ist 24 h erreichbar) um zu schauen was los ist. Unser Krümel war aktiv,also abwarten! Mittwoch, Donnerstag und Freitag blieb ich komplett im Bett, in der Hoffnung die Blutungen so stoppen zu können, was zu Glück auch gelang.
    Wir erklären uns die Blutungen mit der Chorionzottenbiopsie, wobei ja doch eine Wunde an der stark durchbluteten Plazenta entsteht. Wir schauten jeden Abend beim Arzt nach, ob der Herzschlag noch da war.

    Seit letzten Samstag (20. Juni) "nehme ich wieder am Leben teil"! Blutungen waren komplett verschwunden.
    Am Dienstag (23. Juni) hatten wir die letzte US.-Untersuchung. Der "Raumfahrerhelm" war noch immer da. Zusätzlich entdeckte der Arzt beidseitig am Hals jeweils einen "Gnubbel" wobei es sich um Halszysten handeln könnte. Er meinte, natürlich ganz wage, dass diese Dinger evtl. eine Erklärung für die nicht abfließende Lympfflüssigkeit um den Kopf herum sein könnte. Er wollte sich gern mit dem Pränatal-Mediziner kurzschließen, der ist aber im Urlaub. Ansonsten gibt es keine Auffälligkeiten: Herz schlägt, Organe soweit sie sichtbar sind sind vorhanden, Extremitäten ok.

    Also wieder abwarten. Nächster US in einer Woche, also morgen.
    Seit gestern habe ich wieder leicht bräunlichen Ausfluss, bin natürlich wieder etwas panisch.

    Könnte es evtl.noch altes Blut (von vor gut einer Woche) sein, dass sich jetzt erst gelöst hat?
    (Ich habe gestern unvernünftiger Weise mal wieder Im Garten rumgewühlt.)

    Gibt es Erfahrungen zum Thema Halszysten bzw. Lympfflüssigkeit am Kopf des Ungeborenen?

    Können Sie mir Tipps geben, wie ich mich verhalten soll? Sollte ich Magnesium nehmen?
    Ich bin so unsicher im Moment, wir möchten das Kind nicht verlieren! Es hat alles soviel Energie gekostet.

    Ich hoffe, das unsere "Geschichte" nicht zu lang geworden ist und würde mich über Antworten riesig freuen. Vielen Dank im Voraus.

    Gruß
    schafi64


  • Re: Chaotische Schwangerschaft!


    Hallo schafi64,
    Halszysten entstehen aus Resten embryonal angelegter Kiementaschen, die sich bei normaler Entwicklung im Verlauf wieder zurückbilden. Wenn bestehenbleibende Reste innen u. außen verschlossen sind, entwickeln sich Halszysten, die später im Kindesalter operativ versorgt werden können.
    Ein bräunlicher Ausfluss deutet auf eine ältere vaginale Blutung hin.
    Eine Magnesiumeinnahme bringt Ihnen zum jetzigen Zeitpunkt der Schwangerschaft keine Vorteile- eventuell aber Durchfall. Daher ist davon abzuraten.
    Ihre Schwangerschaft scheint optimal begleitet zu sein- vertrauen Sie auf die Aussagen.
    Alles Gute
    Annette Mittmann

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