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Schwere Schlafstörungen und (mein) ungesunder Umgang damit

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  • Schwere Schlafstörungen und (mein) ungesunder Umgang damit

    Hallo

    Nun bin ich an einem Punkt, wo ich nicht mehr weiter weiss. Ich leide seit sehr vielen Jahren unter schwersten Schlafstörungen. Sie kamen von heute auf morgen, ich war damals 25, jetzt bin ich gerade 40 geworden. Ich hatte am Anfang alles versucht, war sogar in einer Schlafklinik für 3 Wochen - nichts. Da ich tagsüber einfach nur noch müde war und zum Teil kaum auf den Beinen stehen konnte, verlor ich den Appetit und nahm noch bis auf 43 Kilo ab. Ich war bei Naturheilpraktikern, habe die Aerzte am Laufband gewechselt, das alles ging ca. 3 Jahre so. Dann sagte mir der Arzt, dass ich doch mal ein Bier trinken soll, möglichst warm, das hätte einen beruhigenden Effekt und gleichzeitig würde es noch ein paar Kalorien zufügen. Anfangs war das ein Saufgelage, da ich nie Alkohol getrunken hatte. Ich war schon nach einem Glas betrunken. Aber ich habe das beibehalten.So konnte ich wenigstens etwas schlafen, vorher oft nächtelang keine Minute. Heute trinke ich täglich 2 Gläser Wein und nehme meine Schlaftabletten dazu. Ich weiss, das ist das pure Gift. Aber ich bin so wenigstens in der Lage, ein halbwegs normales Leben zu führen. Ich habe einen anspruchsvollen Job, bin selbst (und das ist das verflixte daran) Psychologin und ich kann mir selbst nicht helfen! Nach einer Erkrankung in den Ferien, ich hatte eine Leberentzündung, waren meine Leberwerte lange erhöht. Dann legte es sich wieder. Heute war ich beim Arzt, allgemeine Kontrolle. Und siehe da, meine Leberwerte sind drastisch angestiegen. Klar, das kommt vom Alkohol. Ich bin in einer Zwickmühle, weiss nicht mehr weiter. Wenn ich keinen Alkohol zu mir nehme, denke ich, schlafe ich nicht. Es ist bei mir wie eingebrannt, dass ich das Glas Wein brauche, jeden Abend. Aber ich darf nichts mehr trinken. Nur, ich habe das Gefühl, weitere Nächte ohne Schlaf nicht mehr durchstehen zu können. Ich brauche jede Stunde Schlaf, die ich kriegen kann, weil ich seit Jahren nicht mehr auch nur einen Tag lang wirklich ausgeruht war. Ich bin seit bald 20 Jahren immer müde. Aber ich habe trotzdem meinen Job, mein Umfeld, meine Hobbies und ich habe Angst, das zu verlieren, wenn ich wieder anfange, weniger zu schlafen. Was soll ich tun? Ich weiss es ehrlich nicht. Ich möchte noch erwähnen, dass ich mittlerweile wieder mein Idealgewicht habe und ausser der Schlaflosigkeit unter keinen Depressionen leide. Ich bin, wenn ich einigermassen geschlafen habe, ein total optimistischer und auch fröhlicher Mensch. Nur scheint mir diese Fröhlichkeit durch die jetzigen Leberwerte und die Konfrontation auf meine Einschlafmethoden abhanden zu kommen. Wissen Sie mir da einen Rat?

  • Re: Schwere Schlafstörungen und (mein) ungesunder Umgang damit


    Hmmmm, da fällt mir auf Anhieb auch kein Lösungsansatz ein. Ich möchte auch nicht missverstanden werden bezüglich meiner Gedanken zu deinem Problem.

    Ist dies dein einziges Problem, oder gibt es nebenher noch das eine oder andere, von dem du nicht vermuten würdest dass es hier mit Wirkung zeigt?
    Wie sieht denn deine Lebensgestaltung ansonsten aus?
    Lebst du alleine oder in einer guten Beziehung?

    Normalerweise erneuert der Körper in den Schlafphasen ja etliche Zellen. Wie meinst du, läuft dies bei dir ab. Gibt es irgendwelche Anhaltspunkte in dieser Richtung?
    Mir fällt grade auch ein, dass man den Körper bzw seine Funktionen auch Energietechnisch betrachten kann. Mit der Nahrung wird Energie zugeführt und durch die Verdauung, Sport bzw Bewegung und körperliche Belastungen auch abgebaut.

    Nimm mir mal nicht übel, wenn ich die sexuelle Komponente auch mal anspreche. Ich kann mich an Wirkungen erinnern, die Frau entspannung und wohlbefinden brachte. Selbst die Kinder merkten wie gelöst und befreit die Mutti nach gewissen Aktionen war. Energietechnisch betrachtet mag das harmlos und verständlich sein, oder?

    Vielleicht fehlt dir irgendwo energetisch ein Ausgleich. Ein weiterer Ansatz wäre deine Atemtechnik. Was kam denn im Schlaflabor diesbezüglich heraus? Liegt vielleicht ein Sauerstoffmangel bei dir vor?

    Das sind zusammengefasst mal die Punkte die mir zu deinem Anliegen einfallen. Erkunde mal selbst was davon ein Ansatzpunkt für dich sein könnte und werde dann mal aktiv.

    Du dürftest wissen, dass Alkohol ein schlechter Ratgeber, ein schlechtes Mittel ist. Lass das mal schnell wieder und werde lieber aktiv in deinem Leben.

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    • Hilfe bei Schlafstörungen


      Hallo Olivia,

      ich möchte dir 2 sehr gute Bücher empfehlen. Da du dich ja selber mit dem Thema Seele beschäftigst, weist du wahrscheinlich, dass der Mensch eine Geist-Körper-Seele-Einheit ist und dass sich "organische", körperliche Erkrankungen auch immer die Seele beeinflussen und umgekehrt.

      Daher könne die Ursachen deiner Schlafstörungen durchaus lebensbedingt (schwerer Job, unbefriedigende soziale Kontakte,...)sein, aber auch ernährungsbedingt (Essen, Alkohol,...).

      Ich finde es unverantwortlich, dass Ärzte das immer wieder übersehen und sogar Alkohol in der Therapie empfehlen. Unglaublich! Der Ratschlag dieses "Mediziners" war nicht nur falsch, sondern wahrscheinlich sogar kontraproduktiv!!!

      Buchtipp: "Kopfschmerzen, Migräne, Schlafstörungen" von Dr. med. M. O. Bruker und "Seele, Sucht, Sehnsucht" von Dr. phil. Mathias Jung.
      Oder schau mal bei der GGB in Lahnstein vorbei, da findest du ganz bestimmt Hilfe!

      Liebe Grüße und gute Besserung, Lucky (8))

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      • Re: Schwere Schlafstörungen und (mein) ungesunder Umgang damit


        Hallo Olivia,

        ich bin eine Leidensgenossin von Dir. Meine Schlafstörungen fingen mit 19 an, jetzt bin ich 59. Also 40 Jahre.

        Ich weiß, was Du durchmachst: Die Erschöpfung am nächsten Tag, dieses Unwohlsein, diese Verzweiflung, diese Müdigkeit. Du fühlst Dich nicht mehr wohl und weißt nicht, wie Du den Tag überstehen sollst.

        Bei mir kommt es sogar vor, dass ich in einer Woche nur 2 Nächte einigermaßen schlafe.

        Auch ich habe vor ca. 25 Jahren zu Alkohol gegriffen, um schlafen zu können, kam aber davon los, nachdem ich gemerkt habe, dass ich nur davon ein- aber nicht durchschlief. Das Problem wurde nur noch schlimmer. Dann habe ich mich informiert und erfahren, dass man mit Alkohol keinen erholsamen Schlaf hat und er nichts bringt.

        Kannst du wirklich gut von dem Alkohol schlafen? Wieviel ist es? Eine Flasche oder mehr? Hast Du versucht, bei 1 Glas zu bleiben? Wie ist der Schlaf bei 1 Glas?

        Vielleicht könnte Dir ein Entzug zunächst weiterhelfen, damit die Leberwerte wieder in der Norm liegen.

        Das Schlafproblem könntest Du mit Antidepressiva und Schlafmittel erträglicher machen. Ich nehme diese Medikamente seit nunmehr 30 Jahren.

        Auch ich verhalte mich nicht depressiv: Die Schlafstörung, jedoch, ist meine Depression. Andere sind schwermütig und traurig; ich liege dafür wach. Das Wachliegen ist ein Schutzmechanismus des Körpers. So könnte es auch bei Dir sein.

        Mit einer speziellen Ernährung kann man nichts machen, außer natürlich sich etwas Gutes tun.

        Mir helfen Doxepin oder Stangyl, Chlorprothixen, dann Mirtazapin, Zopiclon und/ oder Stilnox. Ich habe mich längst damit abgefunden, dass ich einige dieser Medis lebenslang nehmen muss.

        Aber ich denke, dass Du diese Arzneimittel auch schon alle durchprobiert hast. Doch gib die Hoffnung nie auf: Die Medikamente, die heute nicht helfen, helfen ein andermal. Einfach mal ausprobieren.

        Wenn Du magst, können wir uns per E-Mail austauschen. Ich würde mich freuen.

        Alles Liebe
        Barbara

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        • Re: Schwere Schlafstörungen und (mein) ungesunder Umgang damit


          (8|)
          Auch ich litt seit Jahren an Schlafstörungen.
          Nun nehme ich schon ca. 30 Jahre Schlaftabletten. Weiss, dass es Gift ist, wechsle con 1/2 Dormicum- 1 Tabl. Wechse mit Dalmadorm oder Stilnox. Nie mehr als 1 Tabl. aber so schlafe ich und bin am Tag fit.
          Mein Alter 65.
          Ich hoffe, dass du auch bald wieder schlafen kannst.
          Lisa

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          • Re: Schwere Schlafstörungen und (mein) ungesunder Umgang damit


            hallo olivia,

            ich habe dir eine mail geschickt.

            liebe grüße von barbara

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            • Re: Schwere Schlafstörungen und (mein) ungesunder Umgang damit


              Hallo Olivia,

              es ist zwar bereits über 3 Jahre her, dass du auf diesem Forum geschrieben hast, aber ich selbst bin erst heute auf dieses Forum gestoßen und wenn ich deinen Bericht lese, ist es mir, als hätte ich ihn geschrieben. Mir geht es genauso und das bereits seit 30 Jahren, nur dass ich schon lange nicht mehr arbeiten kann und auch mein Freizeitprogramm durch die anhaltende Müdigkeit nur sehr eingeschränkt leben kann.
              Ich war bereits in so vielen Kliniken nund letzten Dezember als Finale noch bei Prof. Zulley in der Schlafmedizinischen Klinik Regensburg.
              Ich gelte als austherapiert und nach all den alternativen Behandlungsmethoden wie Ayurvedakurz, TCM, Kinesiologie, Ostheopadie, Hypnose und vieles mehr weiß ich nun auch nicht mehr weiter. Stangyl nehme ich bereits 30 Jahre und das hilft mir inzwischen genauso wenig wie Schlaftabletten. Mein Körper hat sich daran schon gewöhnt. Jetzt wache ich zwei Nächte durch und die 3. Nacht nehme ich eine Tavor oder ein anderes Benzo, damit schlafe ich dann 4 - 5 Stunden und der folgende Tag ist der angenehmste in der Woche.
              Mich würde es sehr interessieren, wie es dir nur 3 Jahre nach deinem Bericht geht.
              Hast Du deinen Schlaf inzwischen wesentlich verbessern können oder irgend etwas gefunden, was dir geholfen hat.
              Es wäre nett, das zu erfahren.
              ich wünsche es Dir von Herzen, dass du dich über einen erholsamen Schlaf freuen darfst.
              Alles Liebe
              und schlaf gut
              hupfeline

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              • Re: Schwere Schlafstörungen und (mein) ungesunder Umgang damit

                an alle hier mit schweren schlafstörungen.

                ich gehöre auch dazu. seit 18 jahren extremste schlafstörungen gehabt. 17 jahre bromazepam abhängig und danach neuroleptika und antidepressiva genommen. ca. 20 verschiedene psychopharmaka in der zeit durchgehechelt. habe dann benzodiazepin-entzug gemacht. danach peu a peu alle anderen psychopharmaka produkte abgesetzt. wollte nur noch sterben, weil ich fast nicht mehr geschlafen habe. depressionen kamen hinzu durch die schlaflosigkeit.
                es fing an nach der geburt meines letzten kindes 1997 an. von jetzt auf nachher.
                kein schlaflabor und kein arzt, keine psychotherapie konnte mir helfen. zeitweise dachte ich, ich hätte diese prionenerkrankung ´´ fetale familiäre insomnie´´.
                zeitweise habe ich erbrochen wegen schlafmangel. schlimme magen-darmprobleme als nebenwirkung der neuroleptika und antidepressiva. mehrere krankenhausaufenthalte in der psychiatrie . diagnose der ärzte: mittelschwere depressionen, borderline-störung (habe mir manchmal wegen schlechter verfassung und schlaflosigkeit ) in die füße geschnitten. war völlig gaga von den vielen medikamenten. (kann jetzt nicht alles bis ins detail aufschreiben) deshalb möglichst kurz.
                seit sept. letzten jahres hat meine frauenärztin mir progesteron verschrieben. in kapselform.
                nach der ersten einnahme konnte ich schlafen. später bekam ich übelkeit als nebenwirkung. heute nach ca. 5 monaten darf ich die kapsel aufschneiden und mir das gel auf die haut schmieren. also weniger nehmen und seitdem ist die übelkeit verschwunden. habe manchmal nächte, wo ich nicht viel schlafe (nur 2 stunden) aber die meiste zeit geht es gut.
                ich kann es noch nicht fassen, dass ich die ganze zeit eine hormonstörung hatte und keiner hat das gemerkt. jetzt bin ich froh - obwohl ich auch ab und zu angst habe - dass es wieder schlechter wird. aber die zuversicht ist da.
                die entzüge waren sehr sehr schlimm. aber es hat sich gelohnt. wenn ich nicht aufgehört hätte mit den medikamenten wäre ich heute tot. hatte mir schon überlegt wie ich mich umbringe.

                ich will allen schlafgestörten mut machen. es hat oftmals körperliche ursachen mit der schlaflosigkeit. habe heute auch meine ernährung umgestellt und es geht mir wesentlich besser ohne phsychopharmaka.
                also nicht aufgeben einfach mal den hormonstatus prüfen lassen. viele frauen leiden auch an schlafstörungen wegen hashimoto (meine tochter). mit hormonen kann man auch diese krankheit mildern oder beheben.
                hoffe, ich konnte damit behilflich sein.
                lg an alle puppenfrau

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