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Sucht auf Rezept

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  • Sucht auf Rezept

    Sucht auf Rezept

    Gehören Sie auch zu den 1,5 Millionen Patienten/innen die durch ein Rezept vom Hausarzt/Internisten in eine Medikamentenabhängigkeit geraten sind. Wenn ja dann sollten Sie mit uns sprechen. Wir suchen Personen die gewillt sind ihre Geschichte anonym zu veröffentlichen. Wir wissen, dass es schwer ist über diese stille Sucht sprechen. Bei uns sind Sie unter Gleichgesinnten, die sie verstehen. Wir lernen alle voneinander und nur in der Gemeinschaft sind wir stark. Hier einige Fragen die uns besonders interessieren.

    Weswegen hat ihnen ein Arzt Benzodiazepine oder Opioide verordnet?

    Hat sie der Arzt über die Risiken aufgeklärt ? Wenn ja hat er ihnen Alternativen angeboten wie (Therapie) wenn ja warum haben sie abgelehnt. Wenn sie abgelehnt haben hat der Arzt dann weiter verordnet oder haben sie den Arzt gewechselt oder eine andere Quelle genutzt?

    Wie lange hat ihnen ein und derselbe Arzt solche Medikamente verschrieben

    Wenn er sie nicht aufgeklärt hat wussten sie dass man davon abhängig werden kann?

    Wie haben sie gemerkt, dass Sie abhängig sind?

    Was haben sie getan als sie wussten dass sie abhängig geworden sind?

    Haben sie den Arzt dann darauf angesprochen und wie hat er sich dann verhalten?

    Hat er ihnen spätestens dann weitergeholfen oder mussten sie abrupt in eine Klinik?

    Wie lange sind Sie schon abhängig?

    Wenn sie nicht mehr abhängig sind wie haben sie es geschafft clean zu werden?

    Wie waren/sind Ihre Entzugs Erfahrungen?

    Sind sie wieder Rückfällig geworden? Wenn ja wie oft?

    Haben Sie neben Benzodiazepinen noch weiteren Substanzen konsumiert?

    Haben Sie schon einmal eine Suchtverlagerung durchlebt?

    Wie stehen Sie zu dazu, dass Ärzte ohne Aufklärung Medikamente verschreiben die abhängig machen.

    Hätten Sie Benzodiazepin Präparate konsumiert wenn sie über die Gefährlichkeit informiert gewesen wären?

    Wir haben lange recherchiert und uns vorgenommen diese Missstände so nicht länger hinzunehmen und rufen alle Betroffenen zur Mithilfe auf. Wir wollen durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit unter anderem auch an den Türen aller Verantwortlichen anklopfen und werden nicht locker lassen bevor hier nicht gravierende Änderungen vorgenommen werden. Wir würden uns auf rege Zuschriften freuen. Gemeinschaftlich sind wir stark. In diesem Sinne bis bald. Ihr Karl-Heinz

    Hier gibts weitere Informationen www.sonderglocke.de/Sucht_auf_Rezept/index.html




  • RE: Sucht auf Rezept


    Hallo ! Ich hab mich mal angemeldet, da ich schon sehr lange Suchtkrank bin und deswegen nicht mehr wirklich weiterweis.

    Ich bin seit über 12 Jahren Suchtkrank. Angefangen hatte alles mit Hormonen und Amphetaminen zu meiner Bodybuilderzeit. Da ich Wettkämpfe bestritt musste ich nachhelfen um eine Chance zu haben. Schon damals hab ich das alles ohne Probleme von Ärzten verordnet bekommen schon mit 16 Jahren, kannte ich einen Arzt der mir Hormone in sehr großen Mengen verordnete und auch Spritzte. So wog ich dann bei 1,73m 110 kg zu meine Trainingszeit. Dazu kamen noch Captagon, An1 zum Deffinieren und um das Training durchzuhalten. Irgendwann nach ein paar jahren stellte sich zuerst eine Amphetaminsucht ein, gegen die ich machtlos war. Ich nahm Täglich bis zu 20 AN1 Tabletten und dazu 5 Captagon ein.Später konsumierte ich auch noch Speed in extremer Überdossierung dazu. Mein Körper hatte dies alles sehr gut ausgehalten. Man sah und merkte mir lange Zeit nichts an. Nach 2 Jahren Dauerkonsum und teilweise bis zu 5 Tage ohne schlaf immer wieder, kamen auf einmal Haluzinationen und Paranoia. Ich wurde immer Agressiver und konnte mich nicht mehr kontrollieren. So kam ich dann auf andere Suchtmittel z.b. Benzodiazepine, die ich natürlich auch ohne Probleme verordnet bekommen hab. Da diese mich wieder schlafen liesen.
    Mein Suchtmittel die ich in den Jahren konsumiert habe (alles natürlich legal von Ärzten auch über längere Zeit verordnet):

    Captagon, AN1, Ritalin, Ephetrin, Valoron, Tramal, Benzodiazepine vorwiegend Diazepam und Tavor, Zolpidem, Zolpiclon

    Das ich Polytox bin brauch ich wohl nicht mehr zu erwähnen. Ich neige mittlerweile zu jeder Sucht. Auch Alkohol und illegale Drogen. Wobei ich erwähnen muss das ich seit 6 jahren keine Illegalen Drogen mehr konsumiere und mich absolut von dieser Zehne distanziere.

    Ich habe über 10 Psychatrieaufenthalte hinter mir und sehr viele Entgiftungen.
    Meine Hauptdiagnose ist mittlerweile. Emotional Instabile Persönlichkeitsstöhrung, Adhs-Syndrom, Polytoxikomanie und als Folge davon schwere Depressionen und ein totaler Sozialer Rückzug.
    Auch war ich des öffteren auf der Intensivstation mit sehr starken vergiftungen gelegen. Davon einmal 5 Tage im Koma.
    Vor 3 Jahren war meine Tägliche Dossierung ca. ein Jahr lang 10x 250 MG retart Tramadol und bis zu 100 mg Valium täglich ! Öffter auch noch viel mehr Valium, ich habe irgendwann aufgehört zu zählen. Ich ging Wöchendlich zu über 10 verschiedenen Ärzten und so fand ich ohne probleme Ärzte die mir dies verschrieben. Man kann schon sagen das fast jeder zweite Arzt diese Medikamente ohne probleme verordnet, ohne nur ansatzweise zu wissen, wie schädlich diese auf längere Zeit gesehen sein können. Das ich solche wahnsinnigen Mengen vertragen hab kann ich selbst nicht nachfollziehen, vor allem da mein damaliger Bekanntenkreis mir nichts anmerkte, selbst die Ärzte wollten dies erst nicht glauben. Erst nachdem ich 6 Monate entgiftet hatte und nach 3 Monaten ohne Benzos immer noch einen Unmessbahren Spiegel hatte, fand ich einen Arzt der sich meiner annahm und ich habe zummindest seit dieser Zeit und ein Jahr Therapie keine Illegalen Drogen, oder auch nur ansatzweise solche mengen Benzos mehr konsumiert.
    Nun hab ich wirklich kein Vertrauen mehr auf die Ärzte und meide jede Psychatrie oder Therapie. Ach ja natürlich habe ich auch Antidepresiva und Neuroleptika über jahre bekommen um so meine Sucht und auch Krankheit (die psychische Krankheit steht laut meiner Ärzte im Vordergrund) in den griff zu bekommen. Leider ohne Erfolg. Es gibt wohl kaum ein Antidepresiva oder Neuroleptika das ich nicht schon kenne.
    Ich wurde als nicht Therapierbar oder auch eine Warnung von meiner damaligen Ärztin an den Arzt von der Entgiftungsstation "Ich schicke ihnen nun einen sehr schwierigen Patienten" bezeichnet.
    Ich muss dazu sagen das ich sehr wohl einsichtig bin, und man mir verblüffenderweise wirklich nichts aber auch garnichts ansieht. Ganz im Gegenteil nun wo ich weniger und phasenweise gar keine Suchtmittel mehr konsumiere, trainiere ich wieder aber ohne Hormone natürlich. Mein Körper hat schon eine verplüfende Wiederstandskraft. Den mein Blutbild und auch das EKG und meine Leberwerte sind alle im Grünen Berreich. Nur bei mir ists halt an der Psyche Hängengeblieben. Mittlerweile bekomme ich von einem Arzt in größeren ca 2 Monatlichen abständen ab und zu ne 20er packung Valium und dann wieder ne Zeitlang 20er packung Zolpidem verordnet. Ansonsten konsumiere ich nichts mehr. Die Antidepressiva hab ich abgesetzt und mir gehts nicht wirklich schlechter damit, ganz im Gegenteil. Auch hab ich keine Neigung mehr solche unglaublichen Mengen zu konsumieren, aber gleichzeitig schaffe ich es einfach nicht davon loszukommen, den die Schlafstöhrungen, Angstzustände extreme innere Unruhe und sehr viel andere Probleme und Syntome sind seit jahren gleich und Organisch ist keine Ursache zu finden. Auch helfen Neuroleptika dagegen leider rein garnichts, den durch die werden viele dieser Symtome noch verstärkt. Nur Benzos oder auch abkömmlinge davon helfen zummindest kurzfristig. Auch schaffe ich es seit 2 jahren immer wieder pause zu machen teilweise bis 2 monate lang, aber da ich dann wieder manchmal tagelang Alkohol (Hauptsächlich Bier) trinke um mich zu beruhigen, renne ich doch immer wieder zum Arzt. So lebe ich mehr schlecht als recht vor mich hin. Ich weis selbst nicht mehr weiter, denn nach so vielen Therapien und auch verschiedenen Ärzten und Medikamenten hat sich bis auf mein Denken und Suchtverhalten nichts gebessert. Ich kann mittlerweile auf alle Suchtmittel verzichten, mit Ausnahme der Benzos. Den die unterdrücken zummindest ne Zeitlang die oben erwähnten Symtome. Auch wissen die Psychater die ich kontaktiert habe ( und das wahren viele) nicht wirklich eine Lösung. Ich lebe nun so vor mich hin ohne Arbeit, seit 2 jahren so gut wie keine Sozialen kontakte (seit einem Jahre garkeine), und zocke von morgens bis abens an meinem PC. Denn irgendwie hab ich das schon aufgegeben das in den Griff bekommen zu wollen.
    Dazu :
    Wie stehen Sie zu dazu, dass Ärzte ohne Aufklärung Medikamente verschreiben die abhängig machen.

    Ich sehe ein großes Problem darin das viele Ärzte diese Medikamente verordnen dürfen ohne selbst richtig Aufgeklärt zu sein. Mir ist es schon öffter passiert (vor allem bei Benzos) das von seiten des Arztes kaum ein wissen vorhanden wahr, eher noch das ich mich viel besser auskannte. Oder von dessen seite sogar falsche Informationen rüberkamen. Da müsste doch noch einiges gemacht werden. Den bei einem an sich Medizinisch so wichtigen und auch schon sehr alten Medikament wie z.b. Valium sollte doch schon ein gewisses Wissen vorhanden sein. Es gibt die art von Ärzten die sofort einen Suchtkranken wie ein Verbrecher fast schon rauswerfen. Nach einer einfachen Frage und die wo es bedenkungslos verordnen. Natürlich gibt es auch andere, die sehr wohl darüber bescheid wissen und auch einem Suchtkranken helfen Ist aber sehr selten. Mit helfen meine ich ihn behandeln (wenns sein muss mit niederen Dosierung des Suchtmittels, natürlich nur kurzfristig. Bei Benzos haben mir genau 2 solcher Ärzte schon fast das leben gerettet, da bei solchen Mengen der körperliche Entzug ja tötlich enden kann) und auch dem Patienten helfen (ganz wichtig) eine Therapie in Angriff zu nehmen.

    Zu dem Punkt wegen den Therapien. Eigendlich nur die 2 oben erwähnten Ärzten haben mir dies angeboten. Ansonsten keiner und das wahren unzählig viele in den letzten 12 jahren.


    Grüße


    Sry wegen den Rechtschreibfehlern ich habe ne Lese und Rechtschreibschwäche

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