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Jaktation Schlafstörung

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  • Jaktation Schlafstörung

    Hallo zusammen,
    schön, das ich Euch gefunden habe.
    Ich habe heute herausgefunden, wie meine Schlafstörung heisst. Jacatio corporis bzw. Jacatio capitis. SUPER.... nachdem ich nun ca. 35 Jahre darunter leide und seit ca. 20 Jahren danach suche, was ich denn habe.
    Das dumme nur.... es ist eine Schlafstörung bei Kleinkindern oder evtl. noch ein paar Jugendlichen. Ich suche auf diesem Weg Möglichkeiten der Genesung, Gleichgesinnte kennen zu lernen und Erfahrungsaustausch.
    Ich werde gleich mal mein Profil bearbeiten, damit jeder weiss, mit wem er es zu tun hat.

    Für jede Hilfe, Frage, und überhaupt dankbar.

    Gruss, Stefan

  • Re: Jaktation Schlafstörung


    Hi
    Willkommen .
    Den Namen deiner Schlafstörung habe ich noch nie gehört . Wie sieht dein Krankheitsbild denn aus ?

    Lb Gruss

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    • Re: Jaktation Schlafstörung


      Hallo Bamb1,
      ist wirklich schwer zu beschreiben. Ich übernehme mal den Text aus Wiki.
      (zur vollständigen erklärung bitte einmal "Jaktation" bei Wiki eingeben.)

      " Betroffene werfen sich mit dem Körper im Bett hin und her, schaukeln, wiegen oder wippen monoton oder rhytmisch mit dem Oberkörper auf und ab.
      Als Jactatio corporis bezeichnet man das Schaukeln, Wiegen oder Wippen mit dem Oberkörper. Kennzeichen ist das langsame (langsam finde ich relativ) Vor- und Zurückbeugen des Oberkörpers.

      Jactatio capitis ist das Kopfwackeln im Bett zum Einschlafen."
      Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Jaktation

      Soweit Stichpunktartig aus Wiki.

      Bei mir ist es so, das alles mit ca. 3 Jahren begonnen hat, was ich aus Erzählungen meiner Eltern erfahren habe. Damals sind sie mit mir zu einem Kinderpsychologen, der meinte, das es daran liegen würde, das ich im Traum meinen Tag verarbeite und das sich das legen wird.
      Als sich das in der Jugend nicht legte sind meine Eltern mit mir erneut zu einem Psychologen, welcher meinte, das es daran liegen würde, das ich eben noch nicht wüsste, wo ich im Leben stehe und wo ich einmal hin will. Also als Seelische Unsicherheit.

      Ab meiner Jugend habe ich das Ganze mit Alkohol soweit ganz gut im Griff gehabt, was jedoch als Dauerlösung natürlich nicht geht und so kam es, das ich mit ende 20 selber zu einem Psychologen gegangen bin. Der wiederum sagte mir, das es typisch wäre, für Kinder, die zu früh ins Bett gesteckt wurden. Das Gefühl konnte ich aus meiner Kindheit gut nachempfinden und als der Psychologe dann meinte, das sich das meisst mit ende 20 anfang 30 legt, war ich soweit erstmal zufrieden und ging.

      Mitte 30 wurde ich dann doch wieder unzufriedener, weil sich nichts änderte. So begab ich mich in eine Psychotherapie. Nachdem sämtliche körperlichen Aspekte ausgeräumt waren ging es nu in die Therapie. Ende vom Lied war, das ich wohl als Kind zu wenig Liebe abbekommen hätte und man mir nicht weiter helfen könne.

      Auf Details kann ich gerne auch noch zu sprechen kommen, möchte jetzt den Rahmen nicht sprengen.

      Ich hoffe, es ist etwas verständlich niedergeschrieben und man kann sich ein Bild machen.

      Liebe Grüße, Stefan

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      • Re: Jaktation Schlafstörung


        Hi
        Deine Eltern scheinen sich ja doch gut um dich gekümmert zu haben . Schließlich ist ihnen dein Verhalten aufgefallen . Das setze ich nicht mit fehlender Liebe gleich . Aber ich bin kein Psychologe .
        Leben deine Eltern noch ? Was ist mit Verwandtschaft ? Gibt es Ähnliches in der weitläufigen Familie ?

        LB Gruss

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        • Re: Jaktation Schlafstörung


          Hallo Bamb1,
          Ja, gekümmert haben sie sich, weil meine Schlafstörungen nicht zu übersehen waren und als Elternteil würde ich ANGST bekommen, wenn ich so etwas sehen würde.
          In 14 Jahren haben sie es geschafft, 2 mal mit mir zum Psychologen zu fahren....
          Meine Eltern waren damals stark überlastet. Ich bin Nummer 3 von 4, die im Jahrestakt zur Welt kamen. Meine Eltern waren damals anfang 20, überschuldet und gnadenlos überlastet. Ich kam 1971 im Mai zur Welt und bevor ich von der Brust kam, war meine Mutter auch wieder schwanger.
          Meine Mutter ist vor knapp 14 Jahren an Lungenkrebs gestorben und mein Vater lebt in dritter Ehe und hat aus der zweiten Ehe Kinder, die sind jünger als meine eigenen.
          Deswegen schreibe ich auch heute erst, weil meine Tochter ihre erste Wohnung bekommen hat und Papa erstmal renovieren durfte. Tapezieren, streichen usw.....
          Zu meinem Vater habe ich keinen Kontakt, weil ich als kleiner Junge mit anschauen durfte, wie er sich an meiner kleinen Schwester vergangen hat.
          Ich hab versucht, mit ihm darüber zu reden, jedoch blockiert er bei dem Thema.
          Seit dem verzichte ich auf jeden weiteren Kontakt.
          Ich will auch gar nicht so in der Vergangenheit rumstochern. Ich möchte halt nur gerne diese Schlafstörungen loswerden.
          Ich traue mich ja gar nicht, bei anderen zu übernachten, geschweige denn, eine Partnerschaft einzugehen.
          Ich hoffe, ich treffe hier evtl. "gleichgesinnte" um sich auszutauschen, bzw. verständnis ist ja auch schon viel wert.

          Ich wünsche noch einen schönen Sonntagabend,
          LG, Stefan

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          • Re: Jaktation Schlafstörung


            Hi
            Hört sich nicht so gut an . Haben die Psychologen dir keine Tipps gegeben , wie du mit dir selbst umzugehen hast ? Wie du , die dir doch verweigerte Zuwendung kompensieren kannst ? Könnte auch sein , daß du dich immer ohnmächtig gefühlt hast und dein Unterbewußtsein keinen anderen Weg gesehen hat um es dir auf zuzeigen . Aber wie gesagt ich bin kein Psychologe .

            Lb Gruss

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            • Re: Jaktation Schlafstörung


              Hi Bamb1,
              es war eine Psychologin mit Spezialgebiet ADS. Leider war sie mit ihrem Latein am Ende und konnte mir keine weiteren Hilfen anbieten, ausser Gespräche, wenn es sein müsste.
              Ich hab wohl auch anteilig ADS, was erklärt, warum bei mir Schlaftabletten nicht wirken.
              Sie meinte, Liebe wäre meine Lösung. Die kann man ja leider nicht verschreiben oder kaufen.
              Laut Wiki käme in meinem Fall wohl nur noch eine Verhaltenstherapie in frage. Wobei ich mir echt nicht vorstellen kann, wie das aussehen soll.
              Wie schonmal geschrieben, erhoffe ich mir, das sich irgendwo in Deutschland jemand aufhält, dem es ähnlich ergeht und mit dem ich mich evtl. austauschen kann.
              Wenn ich abends ein paar Bier trinke, kann ich ganz gut schlafen.
              Ich finde es jedoch keine gute Lösung und habe ja auch im Hinterkopf, das man da schnell in irgendetwas abrutschen kann.
              So oder so ist es keinesfalls Partnerschaftsfördernt. Ok, ich bin noch nicht am verzweifeln, denke doch, das ich auf irgendeinen Weg in die Richtung bin.....
              Ich werde so oder so "dran" bleiben und hoffe, eines Tages glücklich zu werden.
              Es nutzt ja nix.... ;-)
              Ich hoffe, es gibt jemanden mit einem ähnlichen Weg, derjenige könnte ja gerade mich hier finden. Für meine Krankheit gibt es ja auch erst überhaupt seit kurzem einen Namen.
              Ich hab jedoch noch niemanden gefunden, der mit dieser Bezeichnung etwas anfangen kann. Meine Psychologin vor 2 Jahren hat den Ausdruck nie genannt, war also meines Wissens nicht wirklich informiert.
              Ich geb nicht auf,
              Gruss, Stefan

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              • Re: Jaktation Schlafstörung


                Hi
                Dann versuche es doch noch mit einer Verhaltenstherapie . Ich habe unter starken Einschlafstörungen gelitten und mache seit 1Jahr eine Verhaltenstherapie.
                Hat bei mir bisher so guten Erfolg , daß ich mittlerweile wieder ohne Schlaftabletten schlafen kann .Nur bei ganz extremen Belastungen brauche ich ab und an nochmal eine Pille .
                Ich wünsche dir , daß du noch Hilfe findest .
                Wäre schön wenn du uns berichten würdest , ob du noch Hilfe gefunden hast .

                Lb Gruss

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                • Re: Jaktation Schlafstörung


                  Hallo Bamb1,
                  ich hab mich nun schon in mehreren Foren angemeldet und werde mal schauen, was sich so ergibt. Wenn ich so nicht weiter komme, werde ich die Sache mit der Verhaltenstherapie mal in Angriff nehmen.
                  Ich gebe nicht auf. Ich werde meine Erfahrungen kund tun, in der Hoffnung, das andere dadurch mal einen nutzen haben werden.
                  Ich danke Dir für Dein Interesse und Deine rege Teilnahme an meinem Thema.

                  Alles Gute und bis die Tage.

                  Stefan

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                  • Re: Jaktation Schlafstörung


                    Hatte das Problem auch sehr lange, schon seit frühester Kindheit. In meinem Fall hat es aber keiner für nötig gehalten, etwas deswegen zu unternehmen. Als ich 19 war habe ich dann selbst meine "Abhängigkeit" beendet. Es ist wie mit jeder anderen Abhängigkeit, helfen kannst Du Dir nur selbst. Versuche, Deinen Drang nach dieser Bewegung in etwas anderes umzusetzen.

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                    • Re: Jaktation Schlafstörung


                      Hallo cotischwi,
                      danke für Deinen Beitrag. Ich würde gerne etwas tun, um entgegen zu wirken.
                      Ich hab schon eine Menge versucht, leider ohne Erfolg.
                      Das Dumme bei mir ist, das es in der Einschlafphase oder (meisst) in der Aufwachphase geschieht. Entweder bekomme ich es nicht mit, weil ich danach in die Tiefschlafphase gelange oder ich bekomme es mit, weil ich beim Wach werden bemerke das ich mich wälze.
                      Wie kann man denn diesen Drang in etwas anderes umsetzen wenn man schläft?

                      Ich freue mich für Dich, das Du es geschafft hast, es los zu werden.
                      Deine Tipps helfen so leider nicht.

                      Lieben Gruss, Stefan.

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                      • Re: Jaktation Schlafstörung


                        hallo!
                        ich leide arg unter schlafstörungen! unteranderem auch unter extremen kopfwackeln aber meist während des schlafens! als kind habe ich es oft vorm einschlafen gemacht! ich weiß auch woher es kommt,liegt am missbrauch meiner mutter im kindesalter, aber ich weiß nicht wie ich dagegen ankommen kann!? es ist so extrem das ich meist mit nacken und rücken schmerzen aufstehe. habe ziemlich viele medikamente( u.a. antidepressiva, berühgungsmittel,schlaftabletten) dagegen bekommen. hat aber alles nix gebracht. war auch nach einem zusammenbruch in psychologischer behandlung aber nach ca.3 monaten ging es wieder los. habe zu glück eine sehr liebe partnerin die mich dann nachts festhält und mich berühgen kann aber wer weiß wie lang sie das noch macht weil ich oft sehr agressiv( ich schreie sie dann an oder gehe in abwehr haltung) darauf reagiere aber nicht wissentlich! es ist auch egal wie lang oder kurz ich schlafe, ich bin immer total kaputt wenn ich aufstehe! vielleicht kennt jemand die syntome oder kann mir HELFEN,bitte????

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                        • Re: Jaktation Schlafstörung


                          Hi
                          Lebt deine Mutter noch ? Vielleicht wäre es sinnvoll deine unterdrückten Gefühle bei ihr abzuladen . Denn wenn sie es verschuldet hat , sollte sie mehr damit belastet sein als du .

                          Lb Gruss

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                          • Re: Jaktation Schlafstörung


                            Hallo Silencer,
                            Wie Du sicherlich gelesen hast, leide ich nun schon sehr lange unter anderem auch unter dem Jaktation Capitis Syndrom, welches Dich wohl auch zu plagen scheint.
                            So lautet der Medizinische Begriff für dieses "Kopfwackeln".
                            Ich leide seit meinem ca. 3. Lebensjahr darunter und mitlerweile bin ich fast 38.
                            Ich weiss leider nicht, wie alt Du bist, kann Dir jedoch gerne einen Erfahrungsaustausch anbieten. Sollte es Dir hier zu peinlich oder zu persöhnlich sein, darfst Du mir auch gerne eine Email schicken. Stefandrin@yahoo.de
                            Ich habe manchmal auch Nackenschmerzen davon, kann mich über meinen Rücken nur wenig beklagen.
                            Eine Partnerin habe ich zur Zeit nicht, kann jedoch bestätigen, daß es eine Partnerschaft stark belastet. Ich war bisher bei nächtlichen Wach werden durch die Partnerin friedlich geblieben. Nervig ist es trotzdem.
                            Ich hab eher das Problem, das ich morgens wie gerädert bin und mich erschöpft fühle.
                            Tagsüber leide ich dann unter Müdigkeitsatacken und Konzentrationsschwäche.
                            Dann gibt es leider noch so einige Peinlichkeiten, die ich nicht öffentlich diskutieren möchte, weil sie MIR peinlich sind.
                            Schlafmittel habe ich auch probiert, hat leider wegen meinem ADS Anteil keine Wirkung bei mir.
                            Ich habe schon eine Psychotherapie ausprobiert, die leider auch nicht weiter half.
                            Desweiteren habe ich es auf Homeophatischen Weg versucht und auch da leider ohne Erfolg.
                            Du scheinst ja auch noch unter anderen Dingen zu leiden, als nur dem Kopfwackeln. Habe ich das richtig Verstanden?
                            Wie gesagt, kann ich Dir vorerst einen Erfahrungsaustausch anbieten.

                            Lichtvolle Grüße, Stefan.

                            Kommentar


                            • Re: Jaktation Schlafstörung


                              Hallo Stefan!
                              Habe gerade durch googeln Deinen Beitrag in diesem Forum gefunden und hatte das Bedürfnis, mich in diesem Forum neu anzumelden und Dir zu antworten.
                              Ich weiß auch nicht ob ich Dir weiterhelfen kann aber ich kann Deine Situation sehr gut nachempfinden. Nur dass ich nicht selbst betroffen bin, sondern mein Sohn, und ich mehr oder weniger hilflos von außen zusehen muß.
                              Eins vorweg: die Schulmedizin kann bei Jaktationen nicht helfen! Letzten Endes muß jeder individuell einen Weg finden, diese nicht bewußt gesteuerte Handlung abzulegen oder sich einfach damit abzufinden, dass es zu einem gehört wie die Augenfarbe. Diese Erfahrung mußte ich in den letzten 4 Jahren teilweise schmerzlich machen.
                              Mein Sohn macht Jactatio corpore seit er mobil genug ist, sich auf den Bauch zu drehen (ca. mit 8 Monaten). Er geht in die sogenannte Pagodenhaltung und stöhnt dabei. Anfangs war es relativ harmlos, nur nach einem Krankenhausaufenthalt mit 5 Tagen Katheter (und absolutem Liegen auf dem Rücken) , wurde es sehr schlimm. Mein Sohn war zu diesem Zeitpunkt 14 Monate alt. Wieder zu Hause ging es los, dass er mit dem Kopf gegen einen festen Widerstand (Holz war fast noch zu weich, am liebsten die Betonwand...) "bumperte". Er bekam eine riesengroße Beule auf dem Kopf und die Haare fielen ihm aus. Da war der Zeitpunkt gekommen für mich, aktiv zu werden. Erste Anlaufstelle war natürlich (ich bin eine bodenständige und rationell denkende Frau) die Kinderärztin. Die hat mich mit großen Augen angesehen und kannte den Begriff Jactatio corpore überhaupt nicht!! Auf mein Drängen hin habe ich eine Überweisung zum SPZ (Sozialpädiatrisches Zentrum) der örtlichen Kinderklinik bekommen. Dort kannten sie zumindest den Fachbegriff. Ein EEG war unauffällig und die Ergotherapeutin sah keine Möglichkeit einer Therapie. Dort wurde mir gesagt, dass es sich mit Glück bis zum 4. Lebensjahr auswachsen könne, aber aufgrund der Schwere der Symptome haben sie mir dahingehend keinen Mut machen können. Ich solle ihn einfach machen lassen. (Fällt jeder Mutter leicht, dabei zuzusehen, wie sich das eigene Kind Nacht für Nacht die Wand durch den Kopf gehen lässt!!!!)
                              Vor ca. 2 Jahren bin ich aus letzter Verzweifelung zu einer Heilpraktikerin gegangen, die zusätzlich in der Osteopathie (Cranio-Sacral) ausgebildet ist. Dank der Cranio-Sacral sowie unterstützender homöopathischer Medikamente sind wir inzwischen soweit, dass mein Sohn sogar mal wochenweise Phasen hat, wo er weder zum Einschlafen, noch zum Wieder-einschlafen nachts oder morgens beim Wachwerden "bumpert". Wenn er es tut, ist zumindest diese Gewalt raus. Er macht es nur noch wegen der Bewegung.
                              Bist Du Dir sicher, dass Du der einzige in Deiner Familie bist, der das Kopfwerfen macht? Es ist eine genetische Veranlagung, die vererbbar ist. In der Familie meines Mannes gibt es in der männlichen Linie in jeder Generation mindestens einen, der er macht. Der Zwillingsbruder meines Mannes macht es, sein Sohn (also der Cousin meines Sohnes) macht es, der Vater meines Mannes ist leider mit 38 Jahren verstorben und hat es bis zum Schluß gemacht. Die Heilpraktikerin vermutet, dass der Opa meines Mannes evtl. der Auslöser war, der dieses "Päckchen" weitergegeben hat.
                              Aufgrund dessen, was Du hier über Deine Vergangenheit berichtet hast, vermute ich auch ganz stark, dass Du ein Typ bist, der sich die Schuld der Welt auf die eigenen Schultern lädt. Da müsstest Du mal drüber nachdenken und ggfls. ansetzen. Du bist nicht verantwortlich für Deine Kindheit oder das, was Du erleben musstest!
                              LG Silberwolf

                              Kommentar


                              • Re: Jaktation Schlafstörung


                                Hallo Silberwolf,
                                erstmal einen ganz lieben Dank, daß Du dir die Mühe gemacht hast.
                                Was Deinen Sohn angeht, drücke ich Euch die Daumen, das er sich von den Jaktationen lösen kann.
                                Bei mir war es noch nie so stark, das ich gegen Gegenstände geschlagen bin. Höchstens mal aus Versehen, weil ich mich im Bett gedreht hatte und dann gegen den Bettpfosten geknallt bin. Davon bin ich jedoch immer wach geworden und habe meine Liegeposition korrigiert.
                                Ja, früher war ich ein Mensch, der die Last der Welt auf seine Schultern geladen hat, richtig erkannt ;-)
                                Das ist jedoch schon etwas länger her. Was meine mentale Entwicklung angeht, bin ich nicht mit einem Durchschnittsmann zu vergleichen.
                                Ich beschäftige mich mit Bewusstseinserweiterung, Meditation und auch innere Ruhe.
                                Ich kann viele Dinge bewältigen, ohne Stress zu empfinden und weiß, das in der Ruhe die Kraft liegt.
                                Ich denke, ich bin etwas anders, als man von einem 37 jährigen Mann denken würde.

                                Zu meiner Familie:
                                Leider ist es mir nicht bekannt, ob es irgendjemanden aus meiner Familie gibt, der gleiche Probleme hat oder hatte.
                                Ich hatte sicher keine so schöne Kindheit, weiß jedoch, das ich daran keine Schuld trage.
                                Dummerweise kann ich nicht vergessen oder löschen, was ich in meiner Kindheit so alles erlebt habe. Am schlimmsten empfinde ich die Ohnmacht, die mich immer wieder überkommt, wenn die Bilder durch mein geistiges Auge fliegen.

                                Meine Familie ist sicher auch aus den Gründen, das eben nicht unbedingt nur schöne
                                Dinge passiert sind sehr zerrüttet.
                                Meine Mutter ist vor 14 Jahren schon verstorben und mit meinem Vater habe ich eben aus den Gründen der Kindheitserinnerungen keinen Kontakt.
                                Sämtliche Grosseltern und Onkel sind leider auch schon verstorben. Der letzte Onkel erst vor ein paar Monaten. Die einzige Tante, die noch lebt weiss nichts, wie sie sagt.

                                Zum Abschluss möchte ich gerne hinzufügen, das es mir fern liegt, aus irgendwelchen Gründen Mitleid zu erregen.
                                Ich denke, ich bin durch eine harte Zeit gegangen und habe versucht vieles Aufzuarbeiten.
                                Ich bin schon sehr weit und gebe nicht auf.
                                Gesundheitlich geht es mir ja "körperlich" sehr gut.

                                Ich habe mich wegen diesem Themas auch in dem Onlineforum Rehatalk (rehatalk.de) angemeldet. Ich kam auf das Forum durch ein anderes Forum, wo die Jaktationen bei Kindern schonmal beschrieben wurden. Das besagte Forum heisst RehaKids (rehakids.de). Wie der Name schon sagt, geht es in dem Forum um Kinder. Es wird Dich sicher interessieren.

                                Ich würde mich freuen, mal wieder von Euch zu lesen.

                                Kopf hoch, Stefan.

                                Kommentar


                                • Re: Jaktation Schlafstörung


                                  Hallo Stefan!

                                  Ich stelle fest, auch Du hast im Internet schon fleißig gesucht. Über die Beiträge auf der Seite Rehakids bin ich 2006/7 überhaupt erst dazu gekommen, dass es zu diesem "Tick" überhaupt einen Namen gibt. Leider weiß die Schulmedizin noch sehr wenig über dieses Gebiet, Ursachen, Auswirkungen, Lösungen etc. Es wird nur mit Ticks verglichen und gesagt, je mehr Aufmerksamkeit man der Sache widmet, desto schlimmer wird es.
                                  Mich würde (aus Neugier) interessieren, wie sich die Jaktationen bei Dir zeigen. Auf dem Rücken liegend oder in der "Pagodenhaltung"? Du mußt nicht antworten, wenn Du nicht möchtest. Es wird nämlich gesagt, dass die Pagodenhaltung sich im erwachsenwerden auswächst und daraus im höchsten Falle ein jactatio capiti wird.Diese Hoffnung habe ich noch für meinen Sohn, ich denke mit Schrecken daran, dass er vielleicht irgendwann mal bei Freunden übernachten will oder auf Klassenfahrt geht oder ähnliches. Eher lass ich ihn nicht mitfahren als das er damit negativ bei Freunden auffällt und alles noch schlimmer wird.

                                  Was die Sache mit Beziehungen betrifft: Du hast gesagt, Du bist solo. Ich bin sicher, wenn Du die Richtige triffst, wird sie daran mit Toleranz und Verständnis rangehen und damit umzugehen wissen. Ansonsten ist sie nicht die Richtige! Schlafwandeln ist unheimlicher und auch gefährlicher, und auch Schlafwandler sind nicht zu einem einsamen Leben verdammt. Wie schon gesagt, der Zwillingsbruder meines Mannes macht es (nicht täglich aber häufig) zum einschlafen, und seine Frau hat sich von Anfang an nicht daran gestört. Er ist 36...
                                  Ich drück Dir natürlich die Daumen, dass Du den für Dich richtigen Weg findest, mit den Jaktationen umzugehen!
                                  LG Silberwolf

                                  Kommentar


                                  • Re: Jaktation Schlafstörung


                                    Hallo Silberwolf,
                                    was genau ist die Pagodenhaltung? Ich hab da schonmal gegoogelt, bin aber nicht wirklich fündig geworden.
                                    Ich bin gerne bereit, details von meiner Jaktation preiszugeben, jedoch ungerne öffentlich, weil es doch einige sehr "peinliche" Passagen gibt.
                                    Schreib mir bitte eine Email, wenn es Dich wirklich interessiert.
                                    Stefandrin@yahoo.de
                                    Es gibt wirklich auch sehr peinliche Details, die mit den Schlafstörungen in Verbindung stehen.
                                    Es sind ja nicht nur die Schlafstörungen..... es hat ja auch Folgen.
                                    Man fühlt sich morgens wie gerädert, hat müde Punkte und Konzentrationsschwäche durch die Müdigkeit.
                                    Ich mache dazu seit 10 Jahren Wechselschicht, was die Sache nicht unbedingt erleichtert.
                                    In der momentanen wirtschaftlichen Situation möchte mir auch keiner raten zu kündigen....
                                    Naja, gibt viele Aspekte.
                                    Ich wünsche erstmal eine gute Nacht und schöne Träume.
                                    Sorry, mein Wecker geht um 5 Uhr.

                                    Lichtvolle Grüße, Stefan.

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                                    • Re: Jaktation Schlafstörung


                                      Hallo Stefan!

                                      Ich kann das sehr gut verstehen, dass Du nicht so sehr in Detail gehen möchtest, ist vollkommen ok, meinem Sohn wird es sicherlich in ein paar Jahren auch unangenehm sein...
                                      Also Pagodenhaltung: ähnelt einer islamischen oder buddhistischen Gebetshaltung, daher der Name Pagode. Die Knie sind unter dem Bauch an den Körper rangezogen, die Arme unter dem Oberkörper verkreuzt und der Kopf ist seitlich abgelegt. Bei den Jaktationen wippt dann der gesamte Körper mit.
                                      Du bist ja mit der Wechselschicht echt doppelt gestraft. Eigentlich bräuchtest Du einen akkuraten und regelmäßigen Tagesablauf, und das geht mit Wechselschicht nicht wirklich. Man kann ja gar keinen Rhythmus finden. Aber der Rubel muß halt rollen und im Moment kann man sich ja glücklich schätzen, dass man überhaupt Arbeit hat!
                                      In diesem Sinne liebe Grüße
                                      Silberwolf

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                                      • Re: Jaktation Schlafstörung


                                        Hallo Silberwolf,
                                        danke für die Aufklärung. Ich hab mir das fast gedacht, kann mir jedoch nicht vorstellen, wie man in der Position schaukeln soll.
                                        Wie Du meiner Aussage entnehmen kannst, benutze ich diese Position nicht.
                                        Ich liege dabei auf der Seite, ein Knie angewinkelt und drehe mich im geschätzten sekundentakt oder noch schneller von Anschlag Knie bis zum Anschlag Schulter, wobei ich ja dann auf dem Rücken liege.
                                        Das passiert meisstens in der Aufwachphase. Für die Einschlafphase habe ich es mir zur Gewohnheit gemacht, abends ein paar Bierchen zu trinken und so kann ich wenigstens in Ruhe einschlafen.
                                        Wenn ich das nicht tue, mache ich es auch in der Einschlafphase, was extrem nervt und es eine gefühlte Ewigkeit dauert, bis ich endlich in den Schlaf finde.
                                        Es kommt dann hin und wieder vor, das mich das Wälzen so nervt, das ich es versuche zu unterdrücken, was meisst dabei endet, das ich dann mit dem Kopf (auf dem Rücken liegend) hin und her schlage. Also von Linksanschlag nach Rechtsanschlag auf dem Kopfkissen. (Jaktation capitis genannt.)
                                        Ich bin sehr froh, das meine Haare bisher noch nicht darunter gelitten haben. Viele andere berichten davon.
                                        Was meine Arbeit angeht, kann es ja sein, daß ich im laufe der Krise arbeitslos werde, was nicht sehr unwahrscheinlich ist, da ich ungebunden und noch jung bin.
                                        Sollte das geschehen, werde ich es als Möglichkeit nutzen.
                                        Ich werde jedenfalls nie wieder Schichtdienst machen.

                                        Ich wünsche eine angenehme Nachtruhe und freue mich auf weiteren Austausch.

                                        Lichtvolle Grüße, Stefan.

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                                        • Re: Jaktation Schlafstörung


                                          Hi Stefan

                                          Ich möchte jetzt nicht den Zeigefinger erheben , aber die Sache mit dem Bier solltest du nochmal überdenken . Man wird sehr leicht abhängig davon .
                                          Vielleicht gibt es noch eine andere Möglichkeit für Entspannung zu sorgen .

                                          Lb Gruss

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                                          • Re: Jaktation Schlafstörung


                                            Hallo Bamb1,
                                            doch, erhebe ruhig den Zeigefinger. Du hast ganz recht, das man da schnell in die Sucht reinrutschen kann.
                                            Nach einer anderen Methode suche ich seit Jahren.
                                            Da ich anteilig ADS habe, wirken leider keine Schlaftabletten.
                                            Medikamente sind auch immer ein Risikofaktor in eine Sucht zu rutschen.
                                            Ich hab schon Schlaftee, pflanzliche Mittel, Meditation und andere Entspannungsübungen ausprobiert.
                                            Solange ich nichts anderes finde, werde ich beim Bier bleiben und sehr gut aufpassen.
                                            Ich werde auch weiter andere Dinge ausprobieren.
                                            Immer optimistisch bleiben! ;-)

                                            Einen schönen Tag wünscht, Stefan

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                                            • Re: Jaktation Schlafstörung


                                              Hi
                                              O.k . Dann kennst du ja die Risiken sehr genau .
                                              Ich hoffe ,daß du etwas findest , daß dich in eine entspannte Lage versetzt .

                                              Lb Gruss

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                                              • Re: Jaktation Schlafstörung


                                                Hi,
                                                ja, die Risiken kenne ich sehr gut. Das ist mit ein Grund, warum ich niemals zu harten alkoholischen Getränken greife.
                                                Ich finde es sehr schade, das ich bisher noch keine bessere Methode gefunden habe.
                                                Werde alles versuchen, was man mir so rät.
                                                Ich denke, es liegt auch viel mit an meiner Wechselschicht.
                                                Ein geregelter regelmässiger Tagesablauf ist sicher förderlich für mich.
                                                Wenn sich das realisieren lässt, werde ich sofort zugreifen.
                                                Ich wünsche einen ruhigen und schönen Sonntag.

                                                LG Stefan

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                                                • Re: Jaktation Schlafstörung


                                                  Hallöchen alle Jaktations-gestresste Mitmenschen!

                                                  Will mich kurz vorstellen, da ich mich heute neu hier einklinke.
                                                  Seit ca. 50 (fünfzig!) Jahren kämpfe ich mit diesem Problem. Dabei geht es nicht nur um das Einschlafproblem, auch den ganzen Tag über kämpfe ich dagegen immer wieder an.
                                                  Ständige innere Unruhe, lösen quasi einen „elektrischen Impuls“ in der Lendenwirbelsäule aus, den ich nur durch Schaukeln mit dem Oberkörper, manchmal sogar nur durch Schlagen mit dem Rücken gegen eine Wand oder festes Polster in den Griff kriegen kann
                                                  Psychologen vor der Einschulung: Das wächst sich aus.
                                                  Psychologen mit ca. 15: das ist die Pubertät
                                                  Psychologen Nr.3 bis….?: Vernachlässigung in der Kindheit!
                                                  Ein Unsinn nach dem anderen, denn als sogenanntes „Sorgenkind“, war ich auch immer besonders umsorgt.“
                                                  Ja ein Name ist gefunden aber eine Therapie??? Hat irgend jemand noch einen Tipp?

                                                  Seid alle gegrüßt und haltet die Ohren steif (ist ja bald Ostern) ;-)
                                                  Kathwey

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