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Hashimoto und Schilddrüsenknoten

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  • Hashimoto und Schilddrüsenknoten

    Hallo Herr Doktor,

    ich habe, wie sie wissen Hashimoto, was mit L-Thyroxin gut eingestellt ist.

    Gleichzeitig habe ich Knoten in der Schilddrüse und ständig entzündete und vergößerte Lymphknoten am Hals. Die Nuklearmedizinerin sagte vor einem Jahr ich hätte eine Neigung zu Schilddrüsenkrebs. Ein Knoten ist ein kalter und eins ein warmer Knoten, wobei der Kalte wesentlich größer ist.
    Mich haben die Knoten nie gestört. Seit einigen Monaten habe ich ständig ein Fremdkörpergefühl im Hals und manchmal Probleme mit dem Schlucken. Eigentlich kommt der Schilddrüsenkrebs ja selten vor. Ist die beste Untersuchung die Szintigraphie?
    Die Schilddrüsenärztin meinte damals der Knoten sei auf der Szintigraphie nicht so leicht zu beurteilen, da das Bild nicht gut gelungen sei. Gibt es auch irgendwelche Blutwerte, die da von Bedeutung sind?
    Ich soll regelmäßig zur Kontrolle, weiß nur nicht, wie ich das Ganze einschätzen soll und meide gern die Fachpraxis.

    Danke

    Viele Grüße

  • Re: Hashimoto und Schilddrüsenknoten

    Hi -

    es sollte Calcitonin im Blut bestimmt werden um ein medulläres SD-Karzinom auszuschließen und es sollte ggf eine Feinnadelpunktion des kalten Knotens gemacht werden.

    Mit freundlichen Grüßen - Ihr oej

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    • Re: Hashimoto und Schilddrüsenknoten

      Sehr geehrter Herr Experte,

      ich habe noch eine Frage. Ich nehme seit 11 Jahren orales Cortison wegen schwerem Asthma. Bei uns liegt Bluthochdruck und familiäre Hypercholesterinämie in der Verwandtschaft, egal ob "übergewichtig oder nicht".
      Kann es sein, dass der Bluthochdruck wegen den Kortisontabletten so schwer in den Griff zu kriegen ist? Hängen Blutzucker, Blutdruck und auch Blutfettwerte mit dem Kortison zusammen?
      Ich bin nicht übergewichtig, sondern habe einen BMI von 24, was aber viel mehr ist als vor der Kortisontherapie (BMI 17). Mein Nüchternblutzucker beim Arzt schwankt je nach Kortisondosis (Prednisolon). Wegen meiner therapieresistenten Epilepsie und den Antiepileptika werden bei mir dauernd Werte bestimmt.

      Viele Grüße

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      • Re: Hashimoto und Schilddrüsenknoten

        Hallo,

        ich war in letzter Zeit immer bei einer Nuklearmedizinerin. Meinen sie es würde mit meiner Kombi aus verschiedenen hormonellen Störungen vielleicht Sinn machen zu einem Endokrinologen zu gehen?
        Wie ist z.B. der Zusammenhang zwischen Prolaktin und TSH? Bedeutet eine Unterfunktion der Schilddrüse, dass auch das Prolaktin höher ist? Ich habe jetzt einen TSH von 4,6 also er ist mit L-Thyroxin 75 etwas gestiegen und der Prolaktinspiegel mit. Ich kriege schon seit Jahren keine Regel mehr.

        Viele Grüße

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        • Re: Hashimoto und Schilddrüsenknoten

          Hi -

          eine Kortisontherapie, bei Ihnen mit Prednisolon, erhöht den Blutdruck, verursacht eine Insulinresistenz und Gewichtszunahme, erhöht den Blutzucker und das Risiko einen Typ-2-Diabetes zu entwickeln, schwächt die Immunabwehr, erhöht das Infektionsrisiko usw. Diese Nebenwirkungen sind in Relation zum Nutzen = Verminderung der Entzündung (zB bei Rheuma) und Verminderung von Autoimmunreaktionen (zB beim Asthma) zu bewerten. Es sollte möglichst die niedrigste wirksame Dosis genommen werden, außerdem besser als Dosieraerosol und nicht als Tablette.

          Ja, TSH und Prolaktin haben eine Verbindung, weil sie beide durch TRH, dem übergeordneten Hormon des Schilddrüsenregelkreises (Thyroxin aus der Schilddrüse, TSH aus der Hirnanhangsdrüse und TRH aus dem Hypothalamus) reguliert werden. Bei einer Unterfunktion steigt TRH und stimuliert die Produktion von TSH, um die Schilddrüse anzuregen mehr Thyroxin zu machen. Gleichzeitig stimuliert TRH aber auch die Produktion von Prolaktin - der Nutzen ist nicht klar, muss in der Evolution irgendwann einmal eine Bedeutung gehabt haben.

          Es macht sicher Sinn Ihre komplexe hormonelle Situation mit einer Endokrinologin zu besprechen.

          Alles Gute - Ihr oej

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