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Fragen zur Diagnose

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  • Fragen zur Diagnose

    Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Janßen

    Ich war heute beim Internisten. Die Schilddrüse wurde geschallt. Als Diagnose kam heraus: Struma multinodosa III beidseitig.

    Dazu habe ich einige Fragen. Mir wurde gesagt, die Schilddrüse könne nicht durch Medikamente verkleinert werden (maximal kann man was machen, damit sie nicht größer wird) und ich sollte mir überlegen, sie operativ entfernen zu lassen.

    Sie wäre wohl voller Knoten (eigendlich besteht sie lt. Internist wohl nur aus Knoten). Eine Szinigrafie soll nicht gemacht werden, da es, nach seiner Meinung, alles kalte Knoten wären. Begründung dafür: Wenn die Knoten warm wären, hätte ich eine Überfunktion. Ist das wirklich so, kann man das so sicher sagen?

    Mich macht auch stutzig, wenn alles kalte Knoten sind, wer stellt dann die Hormone her, der TSH-Wert ist in Ordnung.

    Meine Frage, die Schilddrüse durch eine Radiojodtherapie statt einer Operation behandeln zu lassen (ich bin nicht begeistert von der OP, wegen des OP-Risikos auch im Hinblick auf meinen Typ 1 Diabetes), wurde negativ bescheinigt, auch mit der Begründung der kalten Knoten.

    Weitere Behandlung: Nachdem er mir versichert hat, dass nur ganz selten die Knoten bösartig werden ist im Moment der weitere Verlauf so: ich soll zum Rötgen Thorax und HWT, um zu sehen, ob die Drüse Richtung Thorax wächst und eventuell auf die Luftröhre dückt (davon merke ich aber nichts, ich kann ganz normal ohne irgendwelche Geräusche beim Atmen Luft holen und habe auch nicht den Eindruck, unter Atemnot zu leiden. Alle Schilddrüsenwerte werden bestimmt, einschließlich der Antikörper. Wiedervorstellung zur Sprechstunde Ende Februar 2018.

    Folgende Fragen habe ich: Gibt es wirklich keinen Weg, die Schilddrüse zu verkleinern und wenn doch, was sollte man da nehmen? Ist eine Szintigrafie wirklich nicht notwendig.
    Ist es richtig, dass, wenn ich keine Beschwerden habe, man die Operation auch sein lassen kann und die Schilddrüse nur regelmäßig beobachtet (war auch eine der angebotenen Optionen).

    Ich bedanke mich im Vorfeld für Ihre Hilfe.


  • Re: Fragen zur Diagnose

    Noch kurz etwas über das Stadium, ich habe mir die Stadien mal angesehen. Also mein Struma kann man nicht aus der Ferne sehen. Bei keinem Arztbesuch, und da bin ich wegen dem Diabetes mindestens vierteljährlich und nebenbei war ich dieses Jahr beim Hausarzt, beim Kardiologen und beim HNO, der sogar mit einer Kamera in den Hals gesehen hat und mir bestimmt nahengekommen ist, hat da was gesehen. Auch meiner Umgebung ist nichts aufgefallen. Das einzige was man beim genauen Hingucker sieht, ist eine leichte Erhebung unter dem Kehlkopf. Und das sieht schon ewig so aus, ich habe Fotos aus 2008, wo man das sieht. Und Einschränkungen beim Schlucken oder Atmen habe ich auch nicht.

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    • Re: Fragen zur Diagnose

      Hi -

      bitte noch Angabe Alter, Gewicht, Größe, Medikamente, Danke.

      Allein mit Sono kann nicht festgestellt werden dass Knoten kalt sind. Wie groß ist die SD denn und wie groß sind die zwei größten Knoten und ist an denen etwas auffällig ?

      In den meisten so gearteten Fällen ist das eine gutartige Struma nodosa und Verlaufskontrolle reicht aus. Eine OP ist nur erforderlich wenn es einen konkreten Verdacht auf SD-Krebs gibt, diesbezüglich erkenne ich keine konkreten Angaben und dazu gibt es klare Sono-Kriterien und dann ist zunächst eine Feinnadelpunktion erforderlich: es wird nicht „auf Verdacht“ oder halt weil da Knoten sind operiert.

      Es hört sich ein bisschen so an als ob Sie eine zweite Meinung brauchen.

      Mit freundlichen Grüßen - Ihr oej

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      • Re: Fragen zur Diagnose

        Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Janßen

        Vielen Dank für Ihre Antwort. Kurz zu mir, ich bin 49 Jahre alt, 1,70 m groß und wiege 95 kg. Ich bin Typ 1 Diabetiker mit Insulintheraphie Lantus, Apridra und Fiasp. Außerdem nehme ich ASS 100, Blopress 32 mg, einen Betablocker 25 mg und 500 mg Metformin. Keine Medikamente für die Schilddrüse. Ich habe vor der Schwangerschaft mal eine Zeitlang L-Tyroxin genommen, ich glaube 75 mg/Tag, die wurden für die Zeit der Schwangerschaft abgesetzt und danach hieß es, die wären nicht mehr nötig. Ich weiß allerdings nicht mehr, warum das angesetzt wurde.

        Leider kann ich Ihnen nicht sagen, wie groß die Schilddrüse oder die Knoten sind, dazu hat sich der Arzt nicht geäußert, er wolltefür den Bericht erst die Röntgenbilder abwarten. Aussage war nur, er hätte schon lange nicht mehr eine solch große Schilddrüse gesehen und hat sich glaube ich gewundert, dass mich diese nicht stört, meinte aber, ich habe genügend Zeit, mir das mit der Operation zu überlegen, dass wäre schließlich kein Notfall und bot auch an, die Sache nur zu beobachten und eventuell was zu geben, damit sie nicht noch größer wird, falls ich nicht operiert werden will. Also hoffe ich mal, dass in dem Ultraschall nichts zu sehen war, was ein schnelles Eingreifen erforderlich gemacht hätte.

        Allerdings hatte die Diabetologin, die mich überwiesen hat, auch schon geschallt und die Diagnose war auch Struma nodosa (SD bds knotig durchsetzt, mit Hauptbefund im Isthmus 38x32 mm, inhomogen). Wenn ich richtig gelesen habe, ist das der Bereich unter dem Kehlkopf, wo die Schwellung schon seit mind. 2008 sichtbar ist.
        Sie sprach dann noch etwas von Antikörper bestimmen und im Artzbrief steht eine Empfehlung für eine Differenzialdiagnose durch Szintigraphie - allerdings, wie geschildert, hielt der Arzt das nicht für nötig. Die Ärztin hat früher auch selbst Schiddrüsenpatienten behandelt, macht das jetzt aber nicht mehr, weil die Patienten mit Diabetes ihre ganze Zeit beanspruchen. Aber auch da war nichts von einem Krebsverdacht geäußert worden.

        Das mit der Zweitmeinung habe ich mir auch schon überlegt und mir einen Termin für nächstes Jahr bei einem Arzt geben lassen, der auch Endogrinologe ist. Blutabnahme ist im Januar und im Februar ist der Termin. Das ist auch nur eine Woche später als bei dem jetzt behandelten Arzt, ich verliere also nicht so viel Zeit und hoffe, dass er sich vielleicht etwas besser auskennt oder eine andere Ansicht dazu hat.

        Sollte das auch nichts bringen, überlege ich, die Szintigraphie privat zu bezahlen. Dazu meine Frage, haben Sie eventuell Kenntnisse darüber, was so etwas ca. kostet?

        Vielen Dank für Ihre Hilfe

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        • Re: Fragen zur Diagnose

          Bitte noch einmal darüber schauen, vielen Dank

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          • Re: Fragen zur Diagnose

            Hi -

            so wichtig ist das nicht mit dem Szini: nun erst einmal den Endokrinologen abwarten.

            Alles gute - Ihr oej

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            • Re: Fragen zur Diagnose

              Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Janßen

              Vielen Dank für Ihre Antwort. Ja, das werde ich so machen. Leider bin ich etwas hypochondrisch veranlangt und male mir immer gleich das Schlimmste aus.

              Ich wünsche Ihnen einen schönen ersten Advent

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              • Re: Fragen zur Diagnose

                Gern und einen schönen zweiten Advent - Ihr oej

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                • Re: Fragen zur Diagnose

                  Sehr geehrter Herr Prof. Janßen

                  Bei mir wurde jetzt der Thorax und die Halsweichteile geröntgt. Da der Termin bei dem Endogrinologen noch auf sich warten lässt, möchte ich Sie bitten, mal in Hinblick auf die Schilddrüse über den Befund zu sehen.

                  Thorax in zwei Ebenen:

                  Leicht berbreitertes oberes Mediastinum. Altersentsprechend konfigurierte Hili. Herz dem Zwerchfell breitbasig aufgelagert. Frei einsehbare Randwinkel. Die Lunge ist regelrecht ventiliert und der Thoraswand allseits anliegend.

                  Beurteilung:
                  Bei bekannter Struma multinodosa licht verbreitertes oberes Mediastinum. Keine pulmonalen Rundherde oder pneumonische Infiltrate bei sonst altersentsprechendem kardiopulmonalem Befund. Herz nicht vergrößert und ohne Dekompensationszeichen. Kein Pleuralerguss.

                  Halsweichteile in 2 Ebenen:

                  Trachea nicht verlagert. Keine Stenosen im Verlauf. Keine Weichteilverkalkungen.

                  Beurteilung:
                  Bei bekannter Struma multinodosa kein Nachweis einer Stenosierung oder Pelottierung der Trachea. Keine röntgendichten/verkalkten Raumforderungen.

                  Vielen Dank im Voraus für Ihre Hilfe.

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                  • Re: Fragen zur Diagnose

                    Alles ok - nicht wirklich anders als erwartet.

                    Weiter alles Gute - Ihr oej

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                    • Re: Fragen zur Diagnose

                      Sehr geehrter Herr Prof. Janßen

                      Ich bin Ihrem Rat gefolgt und habe nun eine Zweitmeinung. Leider brachte die nicht die gewünschte Klarheit.
                      Es wurden Laborwerte genommen, die Schilddrüsenwerte sind völlig normal.

                      TSH basal: 1,570 mU/l

                      fT 3: 5,1 pmol/l

                      fT 4: 14,6 pmol/l

                      TSH-Rezeptor-AK (TRAK) : < 0,9 IU/l

                      Thyreoperoxidase-AK (MAK) 2,1 ng/l

                      Humanes Calcitonin: 2,1 ng/l

                      25-OH-Vitamin D3 (SI): 82 nmol/l

                      25-OH-Vitamin D3: 33 ug/l

                      1.25-Dihydroxy-Vitamin D3: 76,0 ng/l

                      Alle Werte lagen innerhalb der Referenzwerte des Labors, der einzige Wert, der etwas abwich war mit 13 mm/h die Blutsenkung, die hätte laut Labor nur 10 betragen sollen.

                      Beruhigt hat mich der Normalwert des Calcitonin und das offensichtlich die Schilddrüse in Sachen Hormone macht, was sie soll.

                      Bei der Untersuchung meinte der Arzt, im Gegensatz zu dem anderen, dass die Schilddrüse, die er im Ultraschall sehen kann, eher klein ist und äußerte jetzt die Vermutung, dass diese nach innen wächst.
                      Ich dachte allerdings, dass hätte man auf dem Rötgenbild sehen müssen.

                      Jetzt muss ich doch zur Szintigraphie (ist erst Ende April).

                      Stimmen Sie meiner Einschätzung der Funktionsfähigkeit zu? Für mich ist das wichtig, sollte hier wieder die Frage nach einer Operation auftauchen.
                      Ich sträube mich in Erwägung zu ziehen, ein Organ entfernen zu lassen, was ordentlich arbeitet, es sei denn, es müsste unbedingt sein.

                      Vielen Dank für Ihre Einschätzung und ich halte Sie weiterhin auf den Laufenden.


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                      • Re: Fragen zur Diagnose

                        Hi -

                        die SD-Funktion ist offensichtlich völlig normal.

                        Also nun SD-Szinti abwarten.

                        MfG - Ihr oej

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                        • Re: Fragen zur Diagnose

                          Sehr geehrter Herr Professor Janßen

                          Ich möchte ein kurzes Update geben. Gestern war ich in der Uniklinik Halle/Saale zur Szintigrafie.
                          Ich habe den schon bekannten Knoten im Ishmus , der kalt ist und zwei kleine in einem Schilddrüsenlappen. Die Schilddrüse ist 31 ml groß, aber wächst nicht nach innen. Die Schilddrüsenlappen sind normal groß, die "Übergröße " kommt von dem großen Knoten.

                          Der Knoten ist im Ultraschall unauffällig, die Ärztin meinte, da hätte sie schon ganz andere gesehen. Als nächstes steht eine spezielle Szintigrafie an, ich glaube, dass nannte sich MiBi-Szitigrafie.

                          Laut Ärztin ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Knoten bösartig ist, sehr gering, wenn diese Szintigrafie unauffällig ist.
                          Der Termin ist aber erst Anfang Juli.

                          Obwohl sich das Ganze jetzt schon fast ein Dreivierteljahr hinzieht und ich den Knotenschon längerhabe ( die Stelle ist auf alten Fotos gut zu sehen), mache ich mir zunehmend Sorgen, dass da doch was ist.

                          Die Ärztin hat mich etwas beruhigt und meinte, dass kalte Knoten sehr oft vorkommen und nur ein Bruchteil bösartig ist.

                          Ich würde gern noch wissen, wie schnell ein Schilddrüsenkrebs wächst, da sich ja die Untersuchungen so lange hinziehen.

                          Allerdings sah man keine Notwendigkeit jetzt zu operieren, weil die Drüse macht, was sie soll und die Werte okay sind.

                          Vielen Dank fürs Lesen und für Ihre Hilfe, ich halte sie auf dem laufenden.

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                          • Re: Fragen zur Diagnose

                            Hi -

                            da der Knoten ja kalt ist: wurde eine Feinnadelpunktion gemacht ?

                            Ein medulläres SD-CA ist es ja schon einmal sicher nicht, da das Calcitonin negativ war.

                            Mit freundlichen Grüßen - Ihr oej

                            Kommentar


                            • Re: Fragen zur Diagnose

                              Nein eine Punktion wurde nicht gemacht. Erst soll diese spezielle Szintigrafie gemacht werden, mit der man eine Bösartigkeit wohl zu einem hohen Prozentsatz ausschließen kann, sollte diese gut ausfallen . Dann kommt eventuell eine Punktion oder gleich eine OP.
                              Die Ärztin meinte, dass man wohl bei einem großen Knoten auch mal vorbei punktieren kann.
                              Die Szintigrafie misst wohl den Stoffwechsel der Zellen in dem Knoten und wenn sich dieser deckungsgleich mit der normalen Szintigrafie verhält, dann ist er wohl gutartig, wenn nicht, dann besteht eine bis zu 20%ige Wahrscheinlichkeit, dass er bösartig ist. So habe ich das verstanden.

                              Ich hoffe doch auf Gutartig, schon weil man die Vorwölbung am Hals, da wo der Knoten sitzt, schon seit Jahren sehen kann, ich hatte nur nie was gesagt und die Ärzte haben es bei den Routineuntersuchungen nicht gesehen.
                              Mittlerweile denke ich, hätte ich die Klappe gehalten, wäre der Ärtztemarathon ausgeblieben:-)

                              Kommentar


                              • Re: Fragen zur Diagnose

                                Ich meine natürlich, sollte die Szintigrafie schlecht ausfallen, dann kommt die Punktion.

                                Kommentar


                                • Re: Fragen zur Diagnose

                                  Noch kurz die Größe der Schilddrüse, sie betrugen 32 ml

                                  Kommentar


                                  • Re: Fragen zur Diagnose

                                    Hi -

                                    das Vorgehen ist ungewöhnlich.

                                    Nach Sono lässt sich über FNP entscheiden, ggf kann ein "normales" Tc-Szinti gemacht werden, ein kalter Knoten wird dann punktiert. Ein Mibi-Szinti hat in der Primärdiagnostik nix verloren, das wird nur bei speziellen Fragestellungen gemacht, zB medulläres SDCA, das Sie ja nicht haben da Calcitonin negativ ist.

                                    Empfehlung: FNP machen lassen, bei einem großen Knoten kann ja wohl kaum daneben gestochen werden - und der Knoten ist auch nicht teils gut- und teils bösartig. Ggf. müssen Sie dafür woandershin gehen, zB zu einer Endokrinologin oder einem SD-Zentrum.

                                    letztendlich aber aus der Ferne nicht richtig zu beurteilen - Abklärung, egal wie, und dann weitersehen.

                                    MfG - Ihr oej

                                    Kommentar