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Einstellung nach Total-OP

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  • Einstellung nach Total-OP

    Hallo!

    Ich hoffe, dass mir jemand Tipps geben kann. Vielleicht bin ich einfach nur ungeduldig, aber ich glaube dass es mir wesentlich schlechter geht, als es sein sollte.

    Am 2.1.18 hatte ich eine SD-OP. Die Schilddrüse wurde komplett entfernt (Struma Multinodosa), die Nebenschilddrüsen blieben erhalten. Die OP verlief gut, keine Komplikationen, die Wunde verheilt auch gut. Ein ziepen bei Halsbewegungen und kleine Schluckprobleme werden sich wohl mit der Zeit noch geben.

    Was mir wirklich große Probleme bereitet, ist mein "Wohlbefinden".
    Am Tag nach der OP bin ich im KH rumgewandert, mir ging es wirklich gut. Am 4.1. war die Entlassung - auch da ging es mir noch gut. Ab 5.1. sollte ich Euthyrox 75ug nehmen.
    Die ersten Tage zu Hause war ich müde und abgeschlagen - ok, ich wurde operiert..
    Jetzt ist die OP fast 3 Wochen her und ich laufe völlig neben der Spur. Kann mich nicht lange auf etwas konzentrieren, ständig müde, selbst kleine Ausflüge (zB. einkaufen, Besuche ...) schlauchen mich dermassen, dass ich im sitzen einfach einschlafe, ohne etwas dagegen tun zu können. Nachdem ich inzwischen auch 2kg zugenommen habe (jetzt 88kg bei 170cm), schränke ich mich beim Essen sehr ein, damit es nicht noch mehr wird- wobei das mit mehr Bewegung sicher kein Problem wäre. Nur dazu fehlt mir schlicht und ergreifend die Energie.
    Ich fühle mich, als hätte ich eine gewaltige Erkältung - nur eben ohne Schnupfen und co, irgendwie in Watte gepackt, lustlos...

    Kann es sein, dass die Tabletten zu schwach sind? Oder hat die OP so lange Nachwirkungen? Was kann ich tun, damit es mir wieder besser geht?

    Ich möchte einfach nur wieder "normal" sein, wieder einen Tagesablauf zusammen bekommen, wieder arbeiten gehen können... einfach wieder ein Lebensgefühl haben.

    Liebe Grüße, Iri



  • Re: Einstellung nach Total-OP

    PS: Noch ein paar Infos, die vielleicht wichtig sind:

    ich bin weiblich, 41 Jahre alt

    meine Werte VOR der OP (Dezember 2017):
    TSH basal: 1.31 (0.20-5.00)
    freies T4: 1.44 (0.71-1.85)
    Trihodthyronin (T3): 121 (60-208)
    Gesamtthyroxin (T4): 13.6 (4.5-12.0) - war immer schon erhöht, wird seit Jahren kontrolliert, ich hatte keine Medikamente für die SD eingenommen.

    Eine Autoimmunerkrankung wurde ausgeschlossen.
    Die OP wurde dringend angeraten, da die Schilddrüse massiv vergrößert war, sich das Wachstum beschleunigte und der größte kalte Knoten mit 3,5cm Durchmesser bereits gegen den Kehlkopf drückte. Generell war die SD mit mehreren kalten Knoten durchzogen. Ein Karzinom wurde per Schnellschnitt ausgeschlossen - den Endbefund habe ich bisher nicht erhalten. Das dauert angeblich bis zu 8 Wochen, bis man den bekommt.

    Ich hoffe, ich habe an alles gedacht. Falls noch etwas wichtig wäre, bitte melden.
    Hoffe sehr, dass hier jemand ein paar Tipps für mich hat.

    LG, Iri

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    • Re: Einstellung nach Total-OP

      Hallo Iri,

      hört sich als ob Sie jetzt eine Unterfunktion haben: bitte lassen Sie TSH und FT4 kontrollieren. Möglicherweise brauchen Sie etwas mehr Schilddrüsenhormon. Das ist ein träges System - bis das dann wirkt können 2 oder mehr Wochen vergehen.

      Gute Besserung - Ihr oej

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      • Re: Einstellung nach Total-OP

        Sehr geehrter Herr Prof. Janßen,

        vielen Dank für Ihre Antwort.
        Für eine Blutuntersuchung ist es noch viel zu früh, meinte mein Hausarzt. Die OP ist jetzt erst 3 Wochen her - nach 6 Wochen soll / möchte er die 1. Kontrolle vornehmen. Vorher würde es keinen Sinn machen.
        Nachdem es mir dermaßen schlecht geht, hat er die Dosis auf mein Drängen auf 100ug /tägl. erhöht. Ich hoffe, dass es bald besser wird und sich wieder so etwas wie ein Lebensgefühl einstellt.
        Dass die Wirkung auf sich warten lässt, weil es dauert bis der Körper das Hormon umsetzen kann, hat er mir auch gesagt - Geduld ist leider keine meiner Stärken.
        Hinzu kommt, dass mir im KH beim Informationsgespräch gesagt wurde, dass es mir 2-3 Wochen nach der OP wieder soweit gut gehen sollte, um auch wieder arbeiten gehen zu können. Darauf war ich eingestellt und daher glaube ich, dass irgendetwas schief läuft.

        Vielen Dank nochmal!
        Liebe Grüße, Iri

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        • Re: Einstellung nach Total-OP

          Hallo -

          leider wird es etwas dauern, das ist normal: zunächst weiter gute Besserung und Kontrolle beim HA abwarten.

          Mit freundlichen Grüßen - Ihr oej

          Kommentar


          • Re: Einstellung nach Total-OP

            Sehr geehrter Herr Prof. Janßen,

            vielen Dank.
            Eine Frage hätte ich noch: Kann es mir schaden, wenn ich trotz Unterfunktion arbeiten gehe?
            Die ersten Tage kann ich mit Zeitausgleich meine tgl. Arbeitszeit reduzieren (Vollzeit), allerdings nur für max. 1,5 Wochen. Ich arbeite im Büro, zeitweise gehört Stress und Druck zum Alltag - ist nicht vorherzusehen, wie sich der Tag entwickelt.
            Ich werde in der Firma gebraucht (kleiner Familienbetrieb) und ich möchte meine Chefin natürlich auch nicht hängen lassen.

            Die Erhöhung der Dosis hat eine Verbesserung gebracht. Ich habe zwar noch immer Probleme mich längere Zeit auf etwas zu konzentrieren und schleiche teilweise wie ein Schlafwandler durch die Gegend, aber zumindest schlafe ich nicht mehr einfach so ein im sitzen ein. Auch diese extreme Erschöpfung, bei kleinsten Tätigkeiten ist nicht mehr so schlimm.

            Ich möchte nur wissen, ob es mir schaden kann, wenn ich quasi über meine Grenzen hinausgehe und vermutlich auch überfordere.
            Bis die Einstellerei fertig ist, kann ich unmöglich daheim bleiben. Das scheint sich ja noch länger hinzuziehen. :-/

            Mit freundlichen Grüßen, Iri

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            • Re: Einstellung nach Total-OP

              Hallo - nach 1 bis 2 Wochen sollten Sie wieder mehr oder weniger arbeiten können. Weiter gute Besserung - Ihr oej

              Kommentar