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unklare Monarthritis linke Hüfte

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  • unklare Monarthritis linke Hüfte

    Hallo,

    Angefangen hat alles mit einem leichten „Ziehen“ in der Leistengegend links, bzw erst dachte ich es wäre ein muskuläres Problem so im Adduktorenbereich. Eines Morgens konnte ich aber schon nicht mehr aufrecht stehen und spürte einen gewissen Druck im Hüftgelenk.

    Diagnose:

    unklare Monarthritis linke Hüfte
    V.a. Zerrung im Ursprungsbereich des M.obturator ext. Links, begleitend bone bruise im Schambein links

    Therapie:

    Hüftgelenkspunktion linke Hüfte (Punktat steril)
    Intravenöse Antibiotikatherapie (Cefazolin)
    MRT linke Hüfte
    Rheumatologische Konsil
    Beginnend orale Steroidtherapie

    Sonographisch zeigt sich ein deutlicher Hüftgelenkserguss mit Kapseldistension. MRT zeigt im Seitenvergleich einen Erguss Hüfte links bei unauffälligem Knochenmarksignal. Corticalis glatt. Weiterhin ein Knochenmarködem im Bereich ossis pubis links symphysennah und kleinflächige Signalanhebung im M. obturator ext. Im kleinen Becken keine freie Flüssigkeit.

    Kann mir jemand sagen was das im Einzelnen bedeutet?

    Seit ca. 4 Wochen nehme ich nun schmerzstillende und Entzündungshemmende Medikamente,(Diclofenac 40mg) da ich sonst vor Schmerzen nicht schlafen kann.
    Im Krankenhaus riet man mir zu einer Cortisontherapie, also nehme ich seit knapp 2 Wochen Tabletten mit dem Wirkstoff Prednison 20mg Angefangen hab ich mit 40mg pro tag, das dann 3 Tage, dann 30 mg täglich 3 Tage, dann 20 mg dann 15 mg. Mittlerweile nach 2 Wochen bin ich bei 10 mg angelangt, aber die Schmerzen sind noch genau so wie sie vorher waren, es hat sich keine Verbesserung eingestellt, obwohl ich das Bein kaum bewege und wenn nur mit Unterarmgehstützen.

    Ich hoffe mir kann vielleicht jemand weiter helfen, da keine Besserung in Sicht ist und ich auch nicht weiß was es noch für Therapiemaßnahmen gibt?

    Die Ärzte im Krankenhaus haben mich mit der Cortison Therapie nach Haus entlassen und alles was ich weiß hab ich aus meinem Entlassungsbrief (wie oben beschrieben)
    Ich bin 25 Jahre alt und habe immer viel Sport betrieben vor allem laufen und Radfahren, aber seit einem halben Jahr nicht mehr (aus beruflichen Gründen) also kann es nicht durch eine Überbelastung entstanden sein oder?
    Ich hoffe sie können mir helfen und ich danke Ihnen schon einmal im Voraus

    Viele Grüße

  • Re: unklare Monarthritis linke Hüfte


    Zunächst sollte abgewartet werden, ob die antientzündliche Therapie nicht doch hilft.

    Die Befunde von MRT und Punktion helfen nicht richtig weiter. Sicher ist schon mal, dass eine infektiöse Gelenkentzündung auszuschließen ist. Eine Monarthritis kann durch Fehlbelastung im Sinne einer begleitenden Entzündung einer Arthrose oder aber als rheumatische Erkrankung gedeutet werden, falls lokale Ursachen ausscheiden.

    Entzündungsparameter im Blut und der Nachweis von Autoantikörpern können hier weiterhelfen.
    Der Erguss und die Beeinträchtigung des Muskels lassen indes an ein lokales (orthopädisches) und damit vorübergehendes Problem denken.

    MfG,

    Ulrichs

    MfG,

    Ulrichs

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    • Re: unklare Monarthritis linke Hüfte


      Hallo,

      vielen Dank für Ihre Antwort.

      Zum Blutbild:

      CRP (0-0,5 mg /dL) wurde beim ersten Bluttest mit 0,84 mg/dL gemessen, nach Antibiotika ging der Wert auf 0,61 zurück (6 Tage später). Beim ersten Blutbild wurde auch ein leicht erhöhter ASL-Wert festgestellt.
      Rheumafaktoren waren allesamt im Normalbereich.
      Was mir ein wenig Sorgen macht, sind die Werte der Synovialflüssigkeit:
      leicht trüb und kernhaltige Zellen (0,0 - 0,2 /nL) 1,2.
      Ist das bei einer Gelenkentzündung normal?

      Ich wurde zuerst mit Verdacht auf bakterielle Coxitis ins Krankenhaus überwiesen und dann sofort mit Antibiotika behandelt. Laut dem neuesten Blutbild bin ich positiv auf Yersinien getestet worden:

      Yers.enter.-IgG-Ibl positiv
      Yers.enter.-IgA-Ibl negativ

      Kann das evtl. der Auslöser für die Entzündung sein?

      Vielen Dank schon einmal im Voraus.

      Viele Grüße

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      • Re: unklare Monarthritis linke Hüfte


        Hallo,

        einen sehr ähnlichen Befund hatte ich vor gut 20 Jahren mal bezüglich meiner rechten Hüfte, wobei damals der ASL-Titer deutlich erhöht war (kein Wunder, hatte zuvor Angina). Ein crP unter 1 mg/dl gilt bei uns in Tirol übrigens überwiegend noch als negativ. Das wird von Labor zu Labor unterschiedlich gehandhabt.

        Bei mir war die Ursache damals eine Fehlbelastung des rechten Beins aufgrund eines Gehgipses, den ich wegen Durchrisses aller Sprungsgelenksbänder über 6,5 Wochen trug und damit viel zu oft und ohne Höhenausgleich rumturnte. Die Folgen der Fehlbelastung machten sich erst ein knappes halbes Jahr später bemerkbar, möglicherweise durch die Angina ausgelöst (ich reagiere höchst sensibel auf Streptokokken). Gleichzeitig schmerzten auch andere Gelenke. Nach einer antibiotischen Behandlung über 3 Wochen gingen die Beschwerden wieder zurück.

        Gute Besserung und liebe Grüße!
        Angie

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