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Unklare Krankheit/ -en

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  • Unklare Krankheit/ -en

    Sehr geehrter Dr. Ulrichs, sehr geehrte Leser/innen,

    ich habe schon seit längerem schlechte Blutwerte:
    Das IgM ist seit über 5 Jahren am ansteigen; aktuell ca. 6,40 g/l (norm 0,40-2,30). Meine Blutsenkung ist durchschn. mit 35/70 auch oft erhöht. Bei einem Krankenhausaufenthalt im Herbst letzten Jahres wurde ein leicht erhöhter AMA-AK Subtyp 2 festgestellt; somit glaubte man, dass ich evtl. (Leberwerte sind i.O.) eine Primär billiäre Zirrhose (PBC) hätte, weil diese wohl auch mit erhöhtem IgM einhergeht. Jedoch war dieser AK in weiteren Untersuchungen bei meinem Internisten negativ. Auch meine Leberwerte sind und waren bisher im Normbereich. Meine weiteren Blutwerte waren: Doppelstrang-DNS-AK mit 1:80 (Nom <10), ANA negativ, ENA negativ, Kryoglobuline negativ, Immunfixation: kein Anhalt für Paraproteinämie.
    Desweiteren wurde in diesem KH-Aufenthalt eine diskrete Polyneuropathie der Beine vom Markscheidentyp, mikrozytäre Hypochrome Eisenmangelanämie, Helicobacter positive Gastritis, "funktionell" bikuspide Aotenklappe mit leichter Insuffizienz (vor 9 Monaten und vor 4 Jahren war nichts am Herz bzw. an den Herzklappen! und trotzdem will man mir weis machen, dass es angeblich von Geburt an wäre?!), wieder dünne Stellen auf meiner Netzhaut (bereits vor 4 Jahren eine Netzhautlaserung wg. Netzhautablösung gehabt), ...
    Die Knochenmark-Punktion ergab, zum Glück nichts schlimmes: Das morphologische Bild wäre mit einer reaktiv entzündlichen Veränderung vereinbar.

    Als bekannte Diagnosen galt die HLA-B27-Posivität, kalter Knoten in der Schilddrüse, rez. Bronchitis, Infektastma, Harnwegsinfekte,
    Mandelentzündungen, abgelaufene Pneumonie, Streptokokken-Angina mit Arthritis als Kind, Mandel-Op 99, Tinnitus, Netzhautablösung, Arthralgien.

    Nach mehrmaligem Hinweis, das vorher nichts am Herz war und weil ich auch seit Sommer 2002 ab und an leichtes Fieber habe, wurde der Verdacht auf eine subakute Endokarditis gegeben. Die abgenommen Blutkulturen (ohne Fieber) sind aber negativ.

    Ich habe selbst Privat-Blutuntersuchungen durchführen lassen, mit der Hoffnung, endlich eine eindeutige Diagnose zu bekommen und dementsprechend behandelt werden zu können oder den "Übeltäter" zu erwischen, der die ganzen Beschwerden macht (leider ist mir das auch nicht gelungen!).
    In dieser Untersuchung war der AK gegen glatte Muskulatur 1:1240 (Norm <1:20) sehr erhöht, AK gegen Actin 1:320 (Norm <1:20) auch erhöht, ANA-Screening war hier postiv: ANA-Isotypen IgG-ANA war mit 1:80 positiv (gesprenkelt fine), Doppelstrang-DNA war hier negativ.
    Mein Internist meinte, Ak gegen glatte Muskulatur allein würde keine Diagnose machen. Aber ich lese in so vielen Laborseiten, dass das für eine Autoimmune Hepatitis sprechen würde!?

    Als Diagnose-Schlüssel bei der Krankmeldung für die Krankenkasse bzw. auf dem KH-Befund (Serum-IgM-Erhöhung unklarer Genese ICD D47,2) steht "monoklonale Gammopathie". Wenn ich mit diesem Begriff in die Internet-Suchmaschine gehe, kommen dadrunter alle möglichen "schlimmen" Krankheiten raus!

    Kann man denn nichts gegen die Beschwerden und die schlechten Blutwerte tun. Die Polyneuropathie würde wegen Entzündung im Blut entstehen und Sie ist auch schon schlimmer (werde wieder beim Neurologen untersucht).

    Ich weiß wirklich nicht mehr weiter!
    Ich habe es auch satt, noch irgendwelche körperlichen Untersuchungen über mich ergehen zu lassen.
    Ich kriege Nichts, damit es mir besser geht bzw. damit das Ganze gestoppt wird.
    Im KH wurde gesagt, um eine Behandlung zu machen, müßten Sie 1. genau wissen, was ich habe und 2. könne man mir nur immununterdrückende Mittel geben - aber dafür wäre ich viel zu jung (wg. Nebenwirkungen und Kinderwunsch).

    Was könnte es denn sein?
    Gibt es Zusammenhänge mit meinen bestehenden Krankheiten/ Diagnosen?
    Kann es der kalte Knoten in der Schilddrüse sein, der das ganze verursacht (wurde innerhalb 9 Mon. 3 mal punktiert)?

    Ich wäre auf Antworten/ Hinweise sehr sehr dankbar.

    Liebe Grüße und nochmals im voraus vielen Dank!

    Sara (28 Jahre)


  • RE: Unklare Krankheit/ -en


    Diese vielen verschiedenen Symptome und Beschwerden sollten in der Tat zuerst zu einer eindeutigen Diagnose führen, bevor man sich zu dem Schritt entschließt, mit einer immunsuppressiven Therapie zu beginnen.

    Zu empfehlen wäre hier der Besuch bei einer universitären Rheumatologie. Dort können dann auch benachbarte Fachdisziplinen (wie die Augenheilkunde) konsiliarisch zur Seite stehen.

    Isolierte IgM Erhöhungen finden sich selten als angeborene Immundefekte, sind jedoch häufiger als Begleitsymptome bei autoimmunen Erkrankungen zu finden.

    MfG

    Ulrichs

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    • RE: Unklare Krankheit/ -en


      Hallo Sara,
      Sie können sich auch einen Termin bei einem ganzheitlich arnbeitenden Arzt geben lassen.
      Alle Krankheiten haben Ursachen.
      Wennd ie Ursachen geklärt sind, kann man behandeln. Die Ursachen können in der Lebensgeschichte des Menschen liegen,, die Umweltfaktoren spielen eine Rolle und die Ernährung ist meistens die Ursache von vielen Erkrankungen. Sie können gerne an meine e-mail-Adresse schreiben, vielleicht kann ich Ihnen weiterhelfen.

      Kommentar


      • RE: Unklare Krankheit/ -en


        Hallo Dr. Ulrichs!

        Vielen Dank für Ihren Beitrag.

        Zwischenzeitlich habe ich neue Laborwerte.
        Vor 3 Mon. wurde der Kreatinin-Clearance-Wert im 24h-Urin gemessen. Der war nur "17" (Norm 98-156). Weil einige Ärzte meinten, dass das bestimmt eine Fehlmessung wäre, wurde dieser mitte Juli wieder bestimmt: jetzt ist dieser "65" - also immernoch niedrig.
        Meine aktuellen "auffälligen" Blutwerte sind:
        Blutsenkung 60 / 1h (sonst 30-40)
        + GPT 52 (Norm <32)
        + Y-GT 107 (Norm 35-104)
        + IgM 599 (Norm 40-230)
        + RF 35.,1
        + Cardiolipin-AK 106 (Norm <30)
        - Album 52,7% (norm 54.0-64.2)
        - TSH 0,02 (Norm 0.35-5.50)
        + FreiesT3 6.83 (Norm 2.3-4.2)
        + FreiesT4 2.77 (Norm 0.9-1.8)
        + TPO 60.70 (Norm 60-100)
        und wieder eine Anämie.

        Was für mich hier auffällig ist, dass meine Leberwerte (außer schwachpositiver AMA-AK-Subtyp 2) , Schliddrüdenwerte (nur kalter Knoten) und dieses Cardiolipin-AK noch nie auffällifg waren.
        Die vorletzte Blutuntersuchung (ohne Cardiolipin-AK) war vor etwa 3-4 Monaten, und da waren diese Werte im Norm; sogar die SD-Szintigraphie war i.O.!
        Das mit dem niedigen Kreatinin-Clearance würde doch für eine Nierenfunktionsstörung sprechen?!

        Ich verstehe mittlerweile garnichts mehr!
        Kann man denn mit diesem Werten (aktuell und von früher) und dem Beschwerdebild immernoch nicht eine konkrete Erkrankung deuten und diese behandeln.

        Hätten Sie eine Idee/ Verdacht, was ich haben könnte?

        Vielen Dank für Ihre Mühe!

        Sara (28 Jahre)

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        • RE: Unklare Krankheit/ -en


          Die Kreatinin-Clearance kann durch andere Nierenfunktionsparameter überprüft werden.

          Bezüglich der anderen Werte und des Verdachts einer autoimmunologischen Erkrankung empfielt sich die Bestimmung von Autoantikörpern, etwa gegen Schilddrüsenantigene, ANA, sowie weitere.
          Dies kann bei einem Rheumatologen druchgeführt werden.

          Die Schilddrüsenwerte sollten aber darüber hinaus weiter internistisch abgeklärt werden.

          MfG

          Ulrichs

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          • RE: Unklare Krankheit/ -en


            Hallo!

            Vielen Dank für Ihren Beitrag!

            Was kann ich mit Ernährungsumstellung heilen?

            Ich muß Ihnen ehrlich sagen, dass ich kaum glauben kann, dass eine Ernährungsumstellung meine "vielen" Erkrankungen/ Beschwerden heilen könnte.
            Es hat mich noch nie ein Arzt darauf hingewiesen, dass ich auf eine bestimmte Ernährung achten soll.
            Ich höre nur von allen, dass ich zu jung für so viel bin und das alles "diffus" ist (= Lieblingswort meiner Ärzte :-) ) . Viele geben auch gleich auf, wenn es bißchen komplizierter wird.

            Was für eine Erkrankung hatten Sie denn und wie ist sie weggegangen?

            Viele liebe Grüße!

            Sara

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            • RE: Unklare Krankheit/ -en


              Hallo Sara 1, ich habe heute nicht viel Zeit, aber ich melde mich auf jeden Fall wieder, sobald es geht.
              Soviel noch im Vorfeld, die Ernährung kann viele Erkrankungen bessern, sehr viele, nur wissen es die Ärzte nicht, oder sorum. Es gibt leider noch zu wenige, die sich damit auseinander setzten.
              In der Uni bekommen sie das Wissen über Ernährung nicht.
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