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Allopurinol-Einnahme seit über 30 J. - zu lang?

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  • Allopurinol-Einnahme seit über 30 J. - zu lang?

    Hallo Hr. Dr. Ulrichs,

    ich bin 51 J. u. nehme seit meinem 18. Lebensjahr Allopurinol wg. meiner Gicht bzw. erhöhten Harnsäurewerte ein. Also schon über 30 J.. Allerdings mit einer Unterbrechung von vor 10 J. Wg. erhöhten Leberwerten bekam ich damals dann Benzbromaron verschrieben. Darauf bekam ich allerdings massivsten Durchfall. Erst nach einem halben Jahr wurde festgestellt, daß die Benzbromaron daran schuld waren. Leider haben diese Tabletten meinen Darm total kaputt gemacht u. es hat sich danach ein Reizdarm-Syndrom entwickelt, welches mir noch immer zu schaffen macht.

    Da ich die Allopurinol schon so lange einnehme u. ich meinte, daß ich sie gut vertrage, habe ich natürl. den Beipackzettel nicht mehr durchgelesen. Diese Wo. habe ich allerdings mehr zufällig da mal wieder rein geschaut u. war irgendwie geschockt. In den NW ist u.a. grauer Star aufgeführt. Denn vor 8 Wo. habe ich mich am grauen Star operieren lassen müssen u. ich habe mich gewundert, daß ich mit Abstand die Jüngste war, die beim Augenarzt operiert wurde. Ich habe mich auch schon seit langem gefragt, weshalb ich so früh einen grauen Star entwickelt habe. Können die Allopurinol nach der langjährigen Einnahme daran schuld sein?

    Weiterhin waren als NW noch Makula-Entartung, Diabetes mellitus, Gleichgewichtsstörungen, Schwindel u. Muskelschmerzen aufgeführt.

    Geschockt war ich auch, als ich was von „Makuladegeneration„ las. Wg. meinen erhöhten Augeninnendruck gehe ich zwar eh ¼-jährl. zur Kontrolle zum Augenarzt, aber dennoch beschleicht mich jetzt die Angst, in einigen Jahren zu erblinden od. noch dazu an Diabetes zu erkranken.

    Und mit Schwindel u. Gleichgewichtsstörungen habe ich auch schon seit Jahren zu kämpfen. Ebenso an Muskelschmerzen bzw. seit über 10 J. habe ich noch die Diagnose Fibromyalgie dazu.

    Ich wollte Sie nun fragen, ob es außer den Allopurinol inzwischen was Besseres gibt, um die Harnsäure zu senken, denn ich denke, daß ich ohne Medikamente damit nicht klar komme? Allerdings dürfen and. Tabletten auch nicht weiter meinen Darm kaputt machen, denn sonst weiß ich überhaupt nicht mehr, was ich noch essen soll.

    Meine Harnsäurewerte waren bisher durch die Allopurinol allerdings gut eingestellt u. ich achte durch die Ernährung auch darauf, nicht zu viele Purine zu mir zu nehmen. Leider wurde vor gut einem Jahr noch eine Fruktoseunverträglichkeit bei mir festgestellt, was mich im Essen noch etwas mehr einschränkt als bisher.
    Meinen letzten Gichtanfall hatte ich wahrscheinl. im Alter v. 10 J., noch bevor ich die Diagnose Gicht bekam. Bei einem Rheumatologen war ich schon lange nicht mehr. Ich bekomme die Tabl. immer von meinem Hausarzt verschrieben.
    Ich nehme jeden 2. Tag eine halbe Tabl. von „Allopurinol 300 Heumann“ ein. Die Dosis ist seit langen Jahren schon gleich geblieben. Nur die Tabl.-hersteller haben sich durch die Rabattverträge der KK ständig geändert.

    Ich hoffe, daß Sie meine Fragen beantworten können u. freue mich schon auf Antwort v. Ihnen!

    Mit freundlichen Grüßen
    Roseanne1


  • Re: Allopurinol-Einnahme seit über 30 J. - zu lang?

    Wie sicher war/ist denn die Diagnose Gicht? Die betrifft nämlich v.a. Männer und wäre bei Frauen (zumal bei jungen) eher ungewöhnlich.

    Wurde die erwähnte Unterbrechung der Allopurinol-Einnahme auch dazu genutzt, einen Auslassversuch zu machen, d.h. nachzusehen, ob die Hanrsäurewerte ohne Medikamente wieder ansteigen?

    Es gibt in der Tat Alternativen zu Allopurinol. Ob die erwähnten Augenbeschwerden eine Nebenwirkung der Allopurinol-Einnahme sind, kann von hier aus nicht festgestellt werden.

    Aber es wäre sicher sinnvoll, die Allopurinol-Einnahme und damit die Diagnose Gicht generell einmal kritisch zu überprüfen.

    MfG,

    Ulrichs

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    • Re: Allopurinol-Einnahme seit über 30 J. - zu lang?

      Hallo Hr. Dr. Ulrichs,

      erst mal vielen Dank für Ihre schnelle Antwort!

      Die Diagnose Gicht ist ziemlich gesichert. Ich weiß, daß die Gicht vor allem Männer im mittleren Alter betrifft. Ich scheine hier ein Sonderfall zu sein u. ich habe bisher auch noch niemanden getroffen, der wie ich, wahrscheinl. schon als Kind od. in jungen Jahren daran erkrankt ist. Wobei ich mal welche kennenlernen möchte!

      Ja, während der Unterbrechung bzw. nach der Einnahme v. Brenzbromaron wurde ein Auslassversuch unternommen u. dabei festgestellt, daß ohne Medikation meine Harnsäurewerte wieder ansteigen. Leider!
      Das war allerdings das letzte Mal vor 10 J. Seither habe ich mir nur immer ein Rezept vom Hausarzt geholt u. meine Blutwerte werden 1/2-jährl. untersucht.

      Was meinen Sie damit, daß meine Diagnose Gicht einmal kritisch überprüft werden sollte? Sollte ich doch noch mal einen Rheumatologen aufsuchen? Nur leider habe ich das Problem, daß es in unserer Stadt keinen gibt u. ich ohne Auto in die nä. Stadt fahren müßte.
      Und leider habe ich auch das Gefühl, daß mein Hausarzt mich damit nicht richtig ernst nimmt u. es ihm lieber wäre, weiterhin nur ein Rezpet ausstellen zu können. Wobei ich es nochmal probieren könnte, ihn darauf anzusprechen.

      mfg
      Roseanne

      Kommentar


      • Re: Allopurinol-Einnahme seit über 30 J. - zu lang?

        Ja, bitte den Hausarzt auf die Problematik ansprechen! Mit ihm können mögliche Alternativen besprochen werden - oder er überweist zu einem Spezialisten.

        MfG,

        Ulrichs

        Kommentar



        • Re: Allopurinol-Einnahme seit über 30 J. - zu lang?

          Vielen Dank nochmal für Ihre Antworten!
          Das werde ich machen!

          Kommentar


          • Re: Allopurinol-Einnahme seit über 30 J. - zu lang?

            Hallo Dr. Ullrichs,
            ich habe diese Problematik letzte Woche nun mit meinem Hausarzt besprochen. Da meine Harnsäure-Werte bisher immer sehr gut waren, meinte er, daß ich die Allopurinol mal weg lassen soll. Erst vorletzte Woche hatte ich eine Blutuntersuchung.

            Meine Frage ist nun: Wann sollte ich wieder die Blutwerte kontrollieren lassen, weil ich auch Angst habe, einen Gichtanfall zu bekommen, falls die Harnsäurewerte wieder stark ansteigen sollten?

            Denn als ich das letzte Mal ohne Medikation deswegen war, kann ich mich erinnern, daß meine Werte wieder rauf gingen. Aber so genau weiß ich das auch nicht mehr, weil ich die letzten 10 J. od. länger die Allopurinol ununterbrochen eingenommen hatte. Die nächste Blutuntersuchung ist voraussichtl. erst wieder in 6 Monaten geplant.

            Nochmal vielen Dank für Ihre Bemühungen!

            lg Roseanne

            Kommentar


            • Re: Allopurinol-Einnahme seit über 30 J. - zu lang?

              Das ist bei diesem Hintergrund eine lange Zeit. Vielleicht sollte der Hausarzt engmaschiger kontrollieren und ggf. VOR einem möglichen neuen Gichtanfall eine Harnsäuresenkung anstreben.

              MfG,

              Ulrichs

              Kommentar



              • Re: Allopurinol-Einnahme seit über 30 J. - zu lang?

                Hallo Dr. Ullrichs,
                würde es ausreichen, meine Blutwerte Ende Sept./ Anf. Okt. nochmal kontrollieren zu lassen od. lieber früher? Denn jetzt ist auch Urlaubszeit u. ich weiß nicht ab wann mein Hausarzt in Urlaub ist.

                Bei der letzten Kontrolle Anf. Juli lagen meine Harnsäurewerte bei 4,1 od. so.

                lg Roseanne

                Kommentar


                • Re: Allopurinol-Einnahme seit über 30 J. - zu lang?

                  Das ist ja erstmal beruhigend. Aber sinnvoll wäre in der Tat, engmaschiger zu kontrollieren und dies auch mit dem Hausarzt zu besprechen und zu vereinbaren - nach dessen Rückkehr.

                  MfG,

                  Ulrichs

                  Kommentar


                  • Re: Allopurinol-Einnahme seit über 30 J. - zu lang?

                    Hallo Dr. Ullrichs,
                    nochmal vielen Dank für Ihre Antworten!

                    Wie ich jetzt erfahren habe, muß ich mich Mitte Sept. d.J. wg. eines grauen Stars am Auge operieren lassen. Ungefähr 1 Wo. vorher (10.09.18) muß ich mich einer Voruntersuchung mit Blutentnahme beim Hausarzt unterziehen. Ich werde dann darauf bestehen, daß an diesem Tag meine Harnsäure mit kontrolliert wird.

                    Leider ist zu diesem Zeitpunkt mein Hausarzt in Urlaub, aber eine 2. Ärztin, die mich leider nicht so gut kennt, ist noch in der Praxis dabei. Dann hoffe ich mal, daß diese Ärztin sich auch so gut auskennt, daß sie bei evtl. wieder erhöhten Werten was unternehmen kann u. will.
                    Und ich hoffe mal, daß ich in nächster Zeit keinen Gichtanfall bekommen werde. Wobei ich mich schon seit sehr langer Zeit möglichst Gichtfreundlich versuche zu ernähren, was leider nicht immer so einfach ist, da letztes Jahr noch ein Reizdarm mit Fruktoseunverträglichkeit festgestellt wurden.

                    mfg
                    Roseanne

                    Kommentar



                    • Re: Allopurinol-Einnahme seit über 30 J. - zu lang?

                      Das sind schon mal gute Maßnahmen! Ein Hinweis bei den Ärzten kann die Sache beschleunigen.

                      Viel Erfolg!

                      MfG,

                      Ulrichs

                      Kommentar


                      • Re: Allopurinol-Einnahme seit über 30 J. - zu lang?

                        Hallo Dr. Ulrichs,
                        gestern war nun die Blutuntersuchung mit Voruntersuchung wg. Augen-Op beim Hausarzt bzw. der Vertretung. Obwohl bei dieser Voruntersuchung eigentl. keine Testung der Harnsäure vorgesehen ist, habe ich darauf bestanden u. die Ärztin hat auf dem Laborschein dies angekreuzt.

                        Heute habe ich nun das Ergebnis bekommen. Wie ich fast erwartet habe, ist die Harnsäure leider wieder angestiegen. Lt. meinen Aufzeichnungen nehme ich seit 19.07.18 kein Allopurinol mehr bzw. ist der Auslaßversuch gestartet.

                        Anfang Juli hatte ich einen Harnsäurewert von ca. 4 mg/dl; gestern wurde 5,99 mg/dl gemessen.

                        Ich habe mir den Wert von der Arzthelferinnen nennen lassen u. gleich gefragt, was nun ist. Sie hat daraufhin die Ärztin gefragt u. die meinte, daß der Wert grenzwertig ist u. wenn mein Hausarzt wieder zurück kommt, soll dann nochmal eine Kontrolle gemacht werden u. der soll dann entscheiden wie es weiter geht. Also mein Hausarzt kommt am 27.9.18 wieder aus dem Urlaub zurück u. ab diesem Zeitpunkt soll ich nochmal einen Termin zur erneuten Blutkontrolle vereinbaren. Allerdings habe ich die Befürchtung, daß ich für einen Termin dann erstmal nochmal 3 Wochen warten darf.

                        Jetzt zu meiner Frage: Ab wann wird es mit den Harnsäurewerten gefährlich, einen Gichtanfall zu bekommen u. wie äußert sich so ein Gichtanfall?
                        Den letzten hatte ich wahrscheinl. im Alter von 10 J. Bin jetzt 51 J. alt.

                        Da ich ja noch mit Fibromyalgie u. Arthrose zu kämpfen habe, kann ich nicht immer unterscheiden woher meine Schmerzen kommen. Ich habe auch gestern der Hausarzt-Vertretung deutlich gesagt, daß ich wg. meiner Augen-Op auch jetzt absolut keinen Gichtanfall gebrauchen kann u. sie meinte, wenn er zu hoch wird, muß ich wieder was nehmen.
                        Ich muß sagen, ich bereue es, den Auslaßversuch gemacht zu haben bzw. meinen Hausarzt deswegen im Juli angesprochen habe, weil ich lt. Beipackzettel, den ich schon seit langem nicht mehr durchgelesen hatte, festgestellt habe, daß sich durch die Allopurinol meine Augen verschlechtert haben bzw. der graue Star so früh entstanden ist.

                        Über Ihre Antwort freue u. bedanke ich mich schon jetzt!

                        mfg
                        Roseanne

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                        • Re: Allopurinol-Einnahme seit über 30 J. - zu lang?

                          Mögliche Nebenwirkungen an den Augen sollten ernstgenommen werden - dagegen wäre ein Gichtanfall das kleinere Übel.
                          Ein Gichtanfall tritt wie schon besprochen eher bei Männern auf, nur selten bei Frauen. Als kritische Harnsäurekonzentration wird 6,5 bis 7 mg/dl angenommen. Wenn schon lange kein Gichtanfall mehr aufgetreten ist trotz "normaler" Ernährung, dann ist die Prognose gut. Und es gibt ja wie gesagt auch Alternativen zum Allopurinol

                          MfG,

                          Ulrichs

                          Kommentar


                          • Re: Allopurinol-Einnahme seit über 30 J. - zu lang?

                            Hallo Dr. Ulrichs,
                            ich hatte heute eine Telefon-Sprechstunde mit meinem Hausarzt u. ich habe mit ihm nochmal meine Harnsäurewerte nach dessen Urlaub besprochen.

                            Er meinte auch, daß 5,99 mg/dl nur leicht erhöht ist u. ich solle mir keine Sorgen machen. Denn ich habe ihn auch nochmal extra darauf aufmerksam gemacht, daß meine Werte seit dem 19.7. bis 10.9. um 1,99 mg/dl angestiegen sind u. mir das zieml. hoch erscheint in so kurzer Zeit.
                            Und die nä. Blutkontrolle solle ich im Januar 2019 machen lassen. Ist das nicht aber etwas zu spät bzw. nicht engmaschig genug?
                            Und eine andere Medikation als Alternative zu Allopurinol stand nicht im Raum. Er meinte nur, wenn ich Beschwerden bekommen sollte, kann man auch vorher nochmal kontrollieren. Aber ich habe durch meine Fibromyalgie schon genug Schmerzen!
                            Und auch Weihnachten steht vor der Tür u. da werde ich vorher noch einige Essenseinladungen bekommen u. an den Feiertagen möchte ich auch nicht unbedingt beim Notfall-Arzt sitzen!

                            Ich werde auch meine Augenärztin nochmal wg. Augenschäden durch das Allopurinol fragen. Dann sehe ich weiter!
                            Denn ich kann mir auch nicht vorstellen, daß ich meine Gicht nur alleine durch die Ernährung in den Griff bekommen werde, da ich ja schon als Jugendliche darauf diagnostiziert wurde u. ich annehme, daß das bei mir auch genetisch bedingt sein könnte. Nur eine Vermutung! Da auch meine Eltern daran erkrankt waren, aber erst im Alter von ca. 40 J., u. ich hatte es wahrscheinl. schon als Kind.

                            Ich bedanke mich nochmal für Ihre Bemühungen u. Antworten!

                            lg Roseanne

                            Kommentar


                            • Re: Allopurinol-Einnahme seit über 30 J. - zu lang?

                              Das hört sich nach einem vernünftigen Plan an. Außerdem gibt es Medikamente, die bei einem akuten Gichtanfall genommen werden können, um die Beschwerden schnell zu lindern. Am besten sollte der Hausarzt das Vorgehen für die kommenden Wochen bis zur Blutkontrolle mit Ihnen besprechen und planen.

                              MfG,

                              Ulrichs

                              Kommentar


                              • Re: Allopurinol-Einnahme seit über 30 J. - zu lang?

                                Hallo Dr. Ullrichs,
                                und welche Medikamente sind das, die man bei einem aktuten Gichtanfall einnehmen kann bzw. verschrieben bekommt? Oder kann ich auch was freiverkäufl. aus der Apotheke kaufen?

                                Und wie ich Sie jetzt richtig verstanden habe, soll ich mir jetzt schon was verschreiben lassen, damit ich bei einem akuten Gichtanfall was zuhause habe? Od. habe ich da was falsch verstanden?

                                Ich habe mich die letzten Tage mal intensiv im Internet erkundigt wie so ein Gichtanfall ausschauen kann. Wie ich schon geschrieben habe, hatte ich wahrscheinl. den letzten im Alter v. 10 J.. Ich kann mich noch daran erinnern, daß ich damals sehr starke Schmerzen im Großzehengrundgelenk hatte, die so stark waren, daß ich auf einem Bein durch die Wohnung hüpfen mußte. Was ich mit 10 J. auch noch konnte! Und bei einem Gichtanfall hat man ja so starke Schmerzen, daß schon die kleinste Berührung zu starken Schmerzen führt.

                                Den genau das ist auch meine größte Sorge, daß ich nicht auftreten kann. Denn ich bin den ganzen Tag alleine zu Hause u. könnte dann nicht mal zum Arzt gehen u. ob ein Hausarzt heutzutage überhaupt noch ins Haus kommt (auch wenn es der Name sagt) weiß ich nicht mal.

                                Das nächste Problem ist, ich vertrage wg. meinem Magen u. Darm auch keine Schmerzmedis mehr. Und Colchicin, wie ich gelesen habe, löst anscheinend massiv Durchfall aus. Denn ich habe meinen Darm schon mit Benzbromaron kaputt gemacht. Das habe ich bei einem früheren Auslaßversuch v. dem Allopurinol mal verschrieben bekommen. Ich hatte damals so starken Durchfall, so daß ich den ganzen Tag zur Toilette mußte u. auch bis zu 6x in der Nacht. Erst nach einem halben Jahr wurde herausgefunden, daß das Benzbromaron daran Schuld war.

                                Darum dachte ich eben, mittlerweile ist die Forschung doch etwas weiter u. es gibt bessere Medikamente zur Behandlung der Gicht. Sonst hätte ich das nie bei meinem Hausarzt angesprochen!

                                Na ja, dann schaue ich mal, was meine Augenärztin dazu sagt u. nä. Wo. habe ich noch einen Termin bei meinem Orthopäden. Allerdings wg. was anderem. Den frage ich auch mal! Vll. weiß der auch was! Ansonsten gehe ich einfach nochmal zu meinem Hausarzt u. versuche d.J. nochmal eine Blutkontrolle zu bekommen.

                                lg Roseanne

                                Kommentar


                                • Re: Allopurinol-Einnahme seit über 30 J. - zu lang?

                                  Regelmäßige Kontrollen sind eine gute Idee. Und bezüglich der akut wirkenden Medikamente bei einem möglichen Gichtanfall sollte mit dem Hausarzt Rücksprache gehalten werden, denn er kennt die Vormedikation, mögliche Unverträglichkeiten etc.
                                  Und die genannten Medikamente wie Colchizin sind ja nur dann einzusetzen, um einen Gichtanfall zu beenden.

                                  MfG,

                                  Ulrichs

                                  Kommentar


                                  • Re: Allopurinol-Einnahme seit über 30 J. - zu lang?

                                    Hallo Dr. Ullrichs,
                                    nochmals vielen Dank für Ihre Antworten!
                                    Ich werde dann mit meinem Hausarzt nochmal darüber sprechen.

                                    Ich war die letzten Wochen auch nochmal bei meiner Augenärztin wg. Abschlußuntersuchung (Katarakt-OP) u. beim Orthopäden u. beide meinten, daß eigentl. nicht davon auszugehen ist, daß der graue Star von dem Allopurinol gekommen sein könnten.

                                    Schönes Wochenende Ihnen noch!

                                    lg Roseanne

                                    Kommentar


                                    • Re: Allopurinol-Einnahme seit über 30 J. - zu lang?

                                      Regelmäßige Kontrollen sind wie gesagt hier zu empfehlen.
                                      Viel Erfolg!

                                      MfG,

                                      Ulrichs

                                      Kommentar


                                      • Re: Allopurinol-Einnahme seit über 30 J. - zu lang?

                                        Hallo Dr. Ullrichs,
                                        vielen Dank!

                                        Ich war Anfang letzter Wo. nochmal bei meinem Hausarzt, u.a. auch wg. einer Darmgeschichte u. ich habe ihn nochmal darauf angesprochen, daß ich noch vor Weihnachten eine erneute Blutkontrolle möchte, weil ich große Angst habe, einen Gichtanfall zu bekommen. Und er meinte, er glaubt, daß ich die Allopurinol nicht mehr benötige. Wie kann er das wissen, wenn er sich weigert Blutkontrollen engmaschig zu machen. Er meinte noch, ich solle ihm beim nä. Besuch nochmal drauf ansprechen.

                                        Ich werde auf jeden Fall dran bleiben u. versuchen, noch vor Weihnachten die nä. Blutkontrolle zu bekommen. Denn ich habe, wie schon vorher gesagt, keine Lust an den Feiertagen in einer Notfallpraxis zu sitzen.

                                        Ihnen noch ein schönes Wochenende!

                                        lg Roseanne

                                        Kommentar


                                        • Re: Allopurinol-Einnahme seit über 30 J. - zu lang?

                                          Sicher sein kann man sich nicht, aber wenn der letzte Harnsäurewert Anlass zu Optimismus geben sollte, dann wäre das ja gut. Vielleicht sollte mit dem Hausarzt eine "Notfallmedikation" besprochen werden, also bei Auftreten eines Anfalls.

                                          MfG,

                                          Ulrichs

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                                          • Re: Allopurinol-Einnahme seit über 30 J. - zu lang?

                                            Hallo Dr. Ullrichs,
                                            endlich habe ich es erreicht, daß nochmal eine Blutkontrolle beim Hausarzt gemacht wird. Heute habe ich nun das Ergebnis bekommen.

                                            Mein Harnsäurewert derzeit ist 5,7 mg/dl ohne Medikation (Allopurinol). Juhu!

                                            Im Juli d.J. lag er bei 4,0 mg/dl mit Medikation u. im Sept. d.J. bei 5,99 mg/dl ohne Medikation. Der Wert ist seit Sept. sogar etwas leicht gesunken. Hätte ich nicht gedacht!

                                            Von einer Notfallmedikation meinte mein Hausarzt, sei nicht nötig. Ich habe letzte Wo. mal in einer Apotheke nachgefragt u. sie meinten Cranberrys-Tabl. würden sich zur Senkung der Harnsäure eignen u. sie haben mir auch noch eine Teemischung aus Birkenrinde, Mädesüß u. Alraunenwurzeln empfohlen.

                                            Ist das als freiverkäufl. Notfallmedikation ausreichend, für den Fall, daß doch noch was wäre? Was ich natürlich nicht hoffe!

                                            Ihnen dann noch eine schöne u. besinnliche Adventszeit!

                                            lg Roseanne

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                                            • Re: Allopurinol-Einnahme seit über 30 J. - zu lang?

                                              Ich gratuliere. Die Harnsäurewerte sind ziemlich in Ordnung. Gut, dass die Allopurinol-Einnahme einmal in Frage gestellt wurde.
                                              Die weichen Harnsäuresenker sind ok, allerdings helfen sie nicht bei einem etwaigen tatsächlichen Gichtanfall. Aber der ist ja nun unwahrscheinlicher geworden.

                                              MfG,

                                              Ulrichs

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