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Schmerzender Bewegungsapparat

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  • Schmerzender Bewegungsapparat

    Hallo Dr. Ulrichs, hallo alle weiteren Forenmitglieder,

    ich (m, 29 Jahre, Normalgewicht) versuche es möglichst kurz zu machen. Mittlerweile bin ich total verzweifelt und weiß nicht weiter.

    Im Frühling begann meine Muskulatur im gesamten Körper bei Betätigung zu Schmerzen (glich einem Muskelkater - jedoch ohne vorangegangene Belastung). Die Schmerzen wurden über den Sommer diffuser, der gesamte Bewegungsapparat schmerzte nun und ich konnte nicht genau sagen, was eigentlich schmerzt (oder umgekehrt: nicht schmerzt). Es fühlte sich an, als würden nun auch die Knochen schmerzen. Seit Herbst kann ich die Schmerzen oder zumindest einen signifikaten Teil davon auf die Gelenke zurückführen. Vom Bewegungsappart fühl ich mich wie 80.

    In der Zwischenzeit habe ich mehrere Ärzte aufgesucht, jedoch ohne, dass mir bisher geholfen werden konnte. Einmal war ich auch in der Notaufnahme, weil die Schmerzen nicht mehr auszuhalten waren.

    Vorerkrankung: Schilddrüsenunterfunktion, wahrscheinlich Hashimoto, derzeit aber negative Antikörper (habe meine Zweifel, dass die L-Thyroxin Dosis in den letzten 15 Jahren optimal war)

    Allgemeinmediziner 1 / Internist: Entzündungswerte wurden geprüft, war jedoch unauffällig. Arzt hatte ansonsten selbst nicht viele Ideen, hat mir aber Überweisung zu Neurologen, Nuklearmediziner und Rheumatologen gegeben. Laut Neurologen ist aus neurolog. Sicht alles in Ordnung mit mir, laut Nuklearmediziner hat sich an meiner Schilddrüsenlage nichts geändert (diese ist mittlerweile sehr klein), die Schmerzen stehen laut ihm nicht im Zusammenhang zur Schilddrüse (Muskelschmerzen laut ihm ja, Gelenkschmerzen nein) und den Rheumatologen schildere ich extra.

    Rheumatologe / Orthopäde (ist beides): Hat noch einmal Entzündungswerte machen lassen und diese waren wieder unauffällig, ebenso ist das HLA-B27 Gen negativ, also sind diverse rheumatische Erkrankungen laut ihm äußerst unwahrscheinlich. Er ging gleich am Anfang von Morbus Bechterew aus, warum kann ich allerdings nicht sagen. Nachdem er die Befunde hatte, sagte er mir, dass man nun prüfen könnte, ob es etwas degeneratives statt entzündliches an den Gelenken ist. Da das laut ihm aber per Szintigraphie mit radioaktiver Substanz gemacht wird, will er das erst mal nicht machen (lassen) sondern stattdessen erst mal ein halbes Jahr abwarten. Die Idee find ich nicht prickelnd, da sich die Lage ja immer weiter verschärft. Im Grunde war der Gang zum Rheumatlogen und die sehr weite Anfahrt (statt langer Wartezeit) ziemlich unnütz. Dass es nichts entzündliches ist, war vorher bekannt. Auch scheint es eine Vielzahl an Möglichkeiten zu geben, nicht nur Szintigraphie (laut Buch zum Thema Arthrose).

    Allgemeinmediziner 2 / Internist: Hat die Nebennierenwerte geprüft und festgestellt, dass die Milz vergrößert ist. Als Ursache hat er eine EBV Infektion (vor langer Zeit scheinbar) festgestellt. Weiße Blutkörperchen waren im Blutbild auffallend niedrig, im Urin sollen auch welche gewesen sein. Dann war er, aus mir unerklärbaren Gründen, direkt auf das Thema Psyche eingeschossen und wollte mir Antidepressiva andrehen. Verstehen Sie mich nicht falsch - ich will es nicht kategorisch ausschließen aber bisher sind die Gelenke nicht mal untersucht und ich würd doch gern an der Ursache etwas machen und nicht an den Symptomen.

    Bin für jeden Rat sehr dankbar. Beim Rheumatologen saß im Wartezimmer eine Frau, die sagte, dass sie nach 15 Jahren mit Schmerzen nun endlich die Diagnose hat und damit weiß, woher die Schmerzen kommen. Bei mir läuft es gerade auf dasselbe hinaus, wenn das mit den Ärzten so weitergeht (wobei ich dann eher irgendwo runterhüpfe ...).

    Kurzer Nachtrag zu Gelenken: Betroffen sind gefühlt alle Gelenke im Körper, speziell schmerzen Knie, Hüfte, Handgelenk ... also das sind die Klassiker, die immer "doof" sind, andere Gelenke schwanken in ihrer Intensität.

    Besten Dank


  • Re: Schmerzender Bewegungsapparat

    Bei Gelenkbeschwerden ist die Diagnosefindung manchmal sehr schwierig. Und auch wenn ein Orthopäde nix gefunden hat, heißt das noch nicht, dass internistisch/rheumatologisch nicht etwas zugrundeliegt.
    Ein Versuch, die Schmerzen mit Cortison zu behandeln, könnte von einem Rheumatologen erwogen werden.

    MfG,

    Ulrichs

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