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SLE dann Fibromyalgie

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  • SLE dann Fibromyalgie

    Lieber Herr Dr. Ulrich,

    ich hatte meinen Termin beim Rheumatologen zur Abklärung von SLE! Anfang April wurde Blut abgenommen, ein Fragenkatalog ausgefüllt, Urin abgegeben und ein Besprechungstermin für Mitte Juni festgelegt....
    Zwischenzeitlich bekam ich 250 mg Urbasion, da ich mit Verdacht auf Lungenembolie in der Klinik lag und ein CT erforderlich war. Leider bin ich gegen Jodhaltiges Kontrastmittel allergisch. Das Ergebnis war glücklicherweise negativ.
    Lt. Rheumatologen sind meine Blutwerte gut. Das vorher verabreichte Kortison würde an den Werten nichts ändern. Auf Anraten meines Arztes, habe ich meine gesamte Krankengeschichte aufgeschrieben inkl. Untersuchungen und Medikationen. Ich war also vorbereitet. Der Arzt fragte mich einige Dinge ab - die ich überwiegend verneinen konnte, bei der Frage nach meinen Beschweren fiel mir meine gesamte Krankengeschichte ein und ich wusste nicht wo ich beginnen sollte......also blieb die ganze Zettelwirtschaft in der Tasche. Ich kam mir ziemlich doof vor. Ich schilderte, dass ich nur mit Anstrengung meinen beruflichen Tag rumkriege so dass ich am Abend nur auf die Couch kann. Er sagte, warum solle es mir besser gehen als anderen....da hat er auch wieder recht.....weiterhin erzählte ich ihm von den starken Schmerzen in beiden Beinen von mehreren Stunden gefolgt von einem Fieberschub für 2 Stunden. Während des Fiebers waren die Schmerzen in den Beinen besser. Der Arzt sagte, da war der Körper wohl abgelenkt?
    Dann eine kurze körperliche Untersuchung mit einigen Druckpunkten. Ergebnis kein Lupus sondern Fibromyalgie. Ich bekam ein Infoblatt, sollte mir keine Gedanken machen da nicht Lebensbedrohlich, Medikamente hält er nicht für angebracht, sondern Sport und sich von den Beschwerden nicht beschneiden lassen. Ich sei jung und gesund und solle wild, hart und risikoreich leben. vielen würde bereits helfen, wenn Sie wissen würden was sie haben. ....Na denn.
    Ehrlich gesagt, ich hatte als Kind immer Blinddarmreizungen bis ich auf eigene Faust das Ding hab entfernen lassen und ein Neuroendokriner Tumor von über 10 cm Größe zum Vorschein kam. Ich hatte als Teenager Luftnot, saß senkrecht im Bett bis man Jahre später ein chronisches Asthma diagnostizierte aufgrund einer nichtbehandelten Allergie. Bei der Untersuchung der Tachykardien wurde erstmals Schilddrüsenantikörper bestimmt und schubs - ein Hashimoto kam zum Vorschein. Meine Dauerdurchfälle führte man auf einen Reizdarm zurück bis man die ausgeprägte Fructoseintoleranz feststellte,.....will sagen, ich halte Fibromyalgie für eine Verlegenheitsdiagnose. Die erhöhten ANA Werte seien dann so und ich hätte ja auch Hashimoto da könne das mal sein. Die Missempfindungen und Sehstörungen könnten allerdings auch in Richtung MS gehen - wenn da im MRT und im Liquor nichts sei, könne man das jedoch ausschließen.....Weder Schädel-MRT noch eine Punktion wurden durchgeführt.

    Bin ratlos.

    HG
    BB

  • Re: SLE dann Fibromyalgie

    In der Tat ist die Diagnose Fibromyalgie eine Verlegenheitsdiagnose. Wenn ein SLE sicher ausgeschlossen werden konnte, sollte weiter nach anderen möglichen rheumatischen Ursachen gefahndet werden. Wenn alles negativ ist - das kann auch vorkommen - muss das Ganze beobachtet werden mit regelmäßigen Kontrollen.
    Parallel sollten andere Ursachen für die Beschwerden, z.B. in der Endokrinologie (Hormonstörungen) untersucht werden.

    MfG,

    Ulrichs

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