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Gelenkschmerzen

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  • Gelenkschmerzen

    Hallo,

    Ich bin w, 25 und leide seit ein paar Wochen unter Gelenkschmerzen vor allem in den Knien, aber auch in den Knöcheln, Handgelenken, Ellenbogen und manchmal in einzelnen Fingern. Die Schmerzen sind morgens weniger stark und nehmen oft im Laufe des Tages zu, vor allem, wenn ich mich viel bewege. Teilweise sind die Knieschmerzen so stark, dass ich mich nur humpelnd fortbewegen kann.
    Ich war bei meinem Hausarzt und der hat mein Blut untersucht, inkl. Rheumafaktoren und Harnsäurewert sowie Borreliose, alles im Normalbereich. Meine Gelenke sind nicht geschwollen und die Bewegung ist nicht eingeschränkt. Habe Tramadol verschrieben bekommen, das mäßig hilft.
    Da mein Hausarzt mit seinem Latein am Ende war, hat er mich zu einem Rheumatologen geschickt. Der hat das selbe gemacht wie der Hausarzt (Gelenke untersucht: nicht geschwollen, Blutwerte ok) und meinte, ich müsse mich bis September gedulden, dann würde er den selben Bluttest wiederholen, im Moment könne man nichts diagnostizieren. Er hat mir Prednisolon verschrieben und nachdem ich es genommen habe, wurde der Gelenkschmerz viel schlimmer, konnte nachts kaum schlafen. Ich habe es abgesetzt und nehme jetzt wieder Tramadol, seitdem geht es wieder halbwegs.
    Was soll ich denn jetzt machen?? Bis September warten? Und kann ich meine Gelenke überhaupt belasten oder würde das zu Schäden führen? Was für Ursachen kommen in Frage, kann es Rheuma sein?
    Ich bin einigermaßen verzweifelt und habe Angst, dass es überhaupt nicht mehr besser wird... Die Ärzte scheinen auch nicht zu wissen, was sie mit mir machen sollen...
    Bin für jede Einschätzung dankbar!
    Ach ja, ich glaube zwar nicht, dass es von Bedeutung ist, aber ich erwähne mal, dass ich vor zwei Monaten von einer Katze gebissen wurde (hat sich nicht entzündet) und letztes Jahr im Dezember in Thailand war.


  • Re: Gelenkschmerzen


    Falls bei dem Thailand-Aufenthalt eine Infektion erworben wurde, könnte diese tropenmedizinisch abgeklärt werden. Das sollte auch jetzt noch sicherheitshalber geschehen.

    Das Cortison die Beschwerden verschlimmert, spricht eher gegen eine rheumatische und für eine infektiologische Ursache.
    Trotzdem sollte auch weiterhin in Richtung einer rheumatischen Erkrankung gefahndet werden.

    MfG,

    Ulrichs

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    • Re: Gelenkschmerzen


      Vielen Dank für Ihre Antwort,
      Ich habe meinen Hausarzt auf den Thailandurlaub angesprochen, er hat sich mit einem Spezialisten in Verbindung gesetzt und der hat ihm gesagt, dass es nicht sein könne, dass ich erst 8 Monate nach Ende des Aufenthalts Symptome entwickle. Damit war die Sache für ihn abgehakt.
      Ich habe ab nächster Woche drei Wochen Urlaub, wenn ich zurück bin soll ich wieder zum Bluttest. Sowohl mein Hausarzt als auch der Rheumatologe scheinen zu glauben, dass ich eine rheumatische Erkrankung habe, die bis jetzt nicht im Blut nachweisbar ist. Ich wurde überredet, die Prednisolontherapie noch einmal zu probieren. Ich habe eine höhere Dosis bekommen: 3 Tage 60 mg, 3 Tage 40 mg und 3 Tage 20 mg. Wirklich geholfen hat es nicht. Meine Beschwerden wurden zwar nicht schlimmer, und ich habe mich auch kurzzeitig besser gefühlt, würde das aber nicht unbedingt mit dem Prednisolon in Verbindung bringen. Schließt die Unwirksamkeit von Prednisolon nicht eigentlich Rheuma aus?
      Was bleiben denn überhaupt noch für mögliche Ursachen? Irgendwie ist ja schon so gut wie alles ausgeschlossen worden...
      Ich mache mir langsam Sorgen, dass es was schlimmes ist und / oder überhaupt nicht mehr besser wird. Ich kann doch nicht ewig Tramadol nehmen.
      Was kann ich noch tun?

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      • Re: Gelenkschmerzen


        In der Tat spricht die lange Zeit bis zum Beschwerdebeginn gegen eine Ursache, die im Ausland erworben wurde.

        Bevor man sich auf eine rheumatische Ursache einschießt, sollte der versuchsweise Einsatz von Cortison abgewartet werden. Falls es darunter nicht besser werden sollte, ist eine rheumatische Ursache nicht so wahrscheinlich.

        MfG,

        Ulrichs

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        • Re: Gelenkschmerzen

          Guten Tag,
          Nachdem nun seit Krankheitsbeginn über 3 Monate vergangen sind und es mir zwischenzeitlich besser ging (ca. 10 Tage nach Ende der Kortison-Stoßtherapie, kann es da einen Zusammenhang geben oder ist der Zeitraum zu lang?) sind die Schmerzen nun zurück. Eine Szintigrafie war ohne Befund. Wieder wurde das Blut untersucht und wieder sind Entzündungswerte, Elektrophoreseprofil und Rheumafaktoren unauffällig. Allerdings sind die ANAs grenzwertig positiv (80, Referenzwert: negativ wenn <80), gesprenkeltes Fluoreszenzmuster. Vorher waren die ANAs bei 40. Kann es sich da um eine zufällige, kurzfristige Erhöhung handeln oder ist es wirklich ein Hinweis auf eine Autoimmunerkrankung?
          Ich habe das Gefühl, dass meine Muskeln schwächer sind, wenn ich gerade Schmerzphase habe. Vor allem in den Oberschenkeln und in den Unterarmen und Händen. Das fühlt sich teilweise an wie starker Muskelkater und unterscheidet sich deutlich von den Schmerzen in den / nahe der Gelenke.
          Was kann das sein (Rheuma?) und welche diagnostischen Möglichkeiten gibt es noch, um dem Ursprung meiner Symptome auf die Spur zu kommen?
          Vielen Dank!

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          • Re: Gelenkschmerzen

            Rheumatische Erkrankungen äußern sich in vielen beschwerdebildern: Gelenkschmerzen, aber auch Schmerzen in Muskel- und anderen Gewebearten gehören dazu. Ein rheumatisches Krankheitsbild wäre z.B. die Polymyositis.
            Es wäre also sinnvoll, diese neuaufgetretenen Beschwerden von einem Rheumatologen abklären zu lassen.

            MfG,

            Ulrichs

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            • Re: Gelenkschmerzen

              Hallo Dr. Ulrichs,
              Vielen Dank für Ihre Antwort, ich bin sehr dankbar, dass ich mich mit Fragen an Sie wenden kann, vor allem, da ich gerade ins Ausland gezogen bin und die Sprache noch nicht gut beherrsche. Da sind Verständnisprobleme mit den Ärzten vorprogrammiert.
              Mein Arzt ist mittlerweile der Meinung, dass man bei unauffälliger Szinigraphie und normalen Blutwerten (außer ANA) sowie fehlender Morgensteifigkeit und Schwellungen davon ausgehen kann, dass ich kein Rheuma habe. Er schiebt mich jetzt auf die Psychoschiene, sagt, ich hätte wohl Fibromyalgie, und will mich zum Psychotherapeuten schicken. Das nervt mich total. Ich habe mich geweigert und gesagt, dass ich gerne zu einem internistischen Rheumatologen gehen würde. Er hat mir auch eine Überweisung gegeben, aber ich habe erst einen Termin für September 2014 bekommen. Was soll ich bis dahin machen?? Meine Lebensqualität geht den Bach runter und wenn es so weiter geht, kriege ich auch noch Schwierigkeiten mit dem Job..
              Passen meine Beschwerden zu irgendeiner rheumatischen Erkrankung, oder hat mein Arzt wohl doch recht mit seiner Diagnose?

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              • Re: Gelenkschmerzen

                Fibromyalgie ist hier wohl keine zielführende Diagnose und wurde wohl eher aus Verlegenheit genannt.
                Falls noch nicht geschehen, sollte in der Tat ein internistischer Rheumatologe aufgesucht werden, und es sollte wohl auch im Ausland möglich sein, hier einen Termin vor Jahresfrist zu bekommen.

                Die Beschwerden sprechen für eine rheumatische Erkrankung, und eine solche sollte erst einmal gründlich abgeklärt werden, bevor man psychiatrische Ursachen vermutet.

                MfG,

                Ulrichs

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                • Re: Gelenkschmerzen

                  Schade, dass der Initiator den Topic verlassen hat. Ich habe genau das gleiche Problem. Hatte es in meiner Jugend zwischen 23 und 25, etliche Tests negativ und Röntgen unauffällig. Kortison half nichts, schmerzlindernde Medikamente nur bedingt. Damals habe ich gelernt die "Krankheit" zu ignorieren, sprich den Schmerz mental auszuschalten. Irgendwann vergingen die Beschwerden von selbst. Jetzt bin ich 50 und genau das gleiche Symptombild wieder zurück.
                  Kann die Ursache auch eine Hormonumstellung sein ? Wieder Röntgen in Ordnung. Keine Anzeichen von CP oder sonstige Entzündungen. Harnsäure ist etwas grenzwertig 61, aber Gicht hat mein Orthopäde schon ausgeschlagen. Bin morgen beim Rheumatologen (Blutabnahme). Bin mir sicher, dass hier wieder kein Ergebnis kommt, denn habe vor zwei Wochen ein großes Blutbild beim Hausarzt gemacht, auch auf Rheuma und negativ. Nun gehe ich wieder von einem Arzt zum anderen und keiner weiss Rat.
                  Ich bilde mir aber die Schmerzen doch nicht ein... Bin wieder so richtig wie bei einem Grippalen Infekt erledigt, kaputt, alles tut weh. Am meisten die Hände, Ellbogen und Sprunggelenk (unter anderem). Mit dem Ischias hat es begonnen und habe seit 3 Monaten Schmerzen. Mal wird der Ischias besser, dann schmerzen die kleinen Gelenke, das wandert die ganze Zeit. Im Blut sind die Entzündungswerte auch alle normal.
                  Was kann das noch sein ?
                  Allergie ? Ich habe etliche davon: Katze, Kaninchen, Gräser, Hausstaub.
                  Hormonumstellung ? Bin gerade so im Wechsel, aber noch nicht ganz.

                  Bin schon richtig am verzweifeln. Jammere nicht viel, aber meine Familie sagt schon ich sei ein Hypochonder und bilde mir das nur ein, um manche Dinge aus dem Weg zu gehen. Obwohl die Schmerzen da sind und manchmal unerträglich sind. :-((

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                  • Re: Gelenkschmerzen

                    Ach ja, kein Zeckenbiss oder Biss sonsitger Tiere, Zeckenimpfung ist erst nächstes Jahr fällig. Auch kein Auslandaufenthalt im letzten Jahr. Es ist sowie damals, einfach vom nichts erschienen (auch im Winter und hat ca. ein halbes Jahr angedauert), Schübe kamen dann immer wieder die nächsten 2 Jahre. Kälte tut gut. Wärme verschlechtert die Schmerzen.

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                    • Re: Gelenkschmerzen

                      Erstmal Blutuntersuchung abwarten, aber nach den geschilderten Beschwerden zu urteilen, wäre eine rheumatische Erkrankung hier eher unwahrscheinlich.

                      MfG,

                      Ulrichs

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