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HLA-B27 positiv.

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  • HLA-B27 positiv.

    Hallo an alle die hier das lesen, hallo Herr Ulrichs,
    ich entschuldige mich im Voraus für den langen Text und hoffe auf Ihre Hilfe.
    Ich bin männlich 28 Jahre alt, leide seid ca. 3 Monaten an starken Gelenkschmerzen, vorallem an den Händen, Füße, und Knie. Manchmal an der HWS, Hüfte, Kiefer und Schultern. Letzte Woche nun war ich beim internistischen Rheumatologen. Nach kurzer Betrachtung meiner Gelenke, sagte er dass ich keine Arthritis hätte, weil ich keine synovitischen Schwellungen hätte. Mir wurde gnädigerweise trotzdem Blut abgenommen..
    Heute habe ich den Befundbericht erhalten, der an meinen Hausarzt ging. Der Rheumatologe hat folge Diagnose gestellt: Arthralgien derzeit ohne Nachweis einer peripheren Arthritis, HWS-Syndrom, Adipositas, Erhöhte Transaminasen, HLA-B27 positv.

    Laborbefunde: BSG 6/-mm n. W., CRP 0,24 mg/dl (0,5), RF <20 U/ml (bis 25), CCP-AK Ratio 0,2 (bis 1,0), ANA neg, Ferritin 78 ng/ml (20-250), HLA-B27 positiv, HLA-B7 neg.

    folgende Werte die nicht der Norm entsprechen werden zu weiteren noch aufgeführt:
    MCHC (mittlere Hb-Konz.) 37 (Norm 40-130)
    MCV (mittl. Ery. Vol) 77 (Norm 78-98)
    Erythroyten 5.83 (Norm 4,2 – 5,8)

    Gamma Gt 142 (Norm bis 60)
    GFR nach CKD-EPI 117 ml/min (Norm ab 60)
    GPT 135 (Norm 50)

    Therapieempfehlung: Aktuell fanden sich keine synovitischen Gelenkschwellungen. Die Entzündungsparameter sind nicht erhöht. Bei anhaltenden Beschwerden HWS unter Berücksichtigung des positiven HLA-B27 eine MRT der HWS. Die Transaminasen sind deutlich erhöht a.e unter NSAR einnahme. Eine Kontrolle der Leberwerte ist empfehlenswert.

    Soviel dazu, also laut meinem Rheumatalogen ist die Sache gegessen. Er hatte weder meine Gelenke geröntgt, noch sich meine Wirbelsäule angeguckt. Deshalb bin ich noch am gleichen Tag zu einem Radiologen und habe mir meine Hände röntgen lassen, weil ich spürte dass da was nicht in Ordnung ist. Heute habe ich mir aus der Radiologie auch den Befundbericht abgeholt:

    Beurteilung der Rechten und Linken Hand: Zystoide Aufhellung im OS lunatum beidseits.
    Rechter u. Linker Fuß: Zystoide Aufhellung im proximalen Grundglied D4, links sowie angedeutet in den Köpfchen des 4. und 5. MFK beidseits und ferner in der Basis des Endgliedes D1 rechts. Zusätzlich Weichteilschwellung der 1. Zehe rechts.Insgesamt ist dieser Befund kompatibel mit rheumatoider Arthritis.

    Der Rheumataloge sagt kein Rheuma, der Radiologe sagt könnte sein.

    Ich glaube, dass es nichts bringen würde, wenn ich dem Rheumatalogen diesen Röntgenbericht zeigen würde, er hat bei mir keinen patientenfreundlichen Eindruck hinterlassen. Ich wollte heute mit ihm sprechen, aber das sei nicht möglcih, ich solle mit meinem Hausarzt reden, aber ich glaube der ist überfordert mit dieser Sache..
    Bis ich wieder einen Termin bei einem anderen Rheumatalogen kriege, werden bestimmt wieder Monate vergehen, ich habe Angst so lange ohne Therapie zu sein. Jetzt habe ich starke Schmerzen, habe Angst entzündungshemmende Medikamente (hatte aufgrund der geringfügigen Wirkung schon einige Medikamente eingenommen: Ibuprofen, Naproxen Diclofenac, Indometacin, Acemetacin) zu nehmen, wegen meinen Leberwerten, die noch vor diesen Beschwerden noch in Ordnung waren. Auf der anderen Seite habe ich Angst das ohne diese entzündungshemmende Medikamente sich die Beschwerden noch mehr ausweiten.

    Meine Frage an Sie wäre, ob ich aufgrund des positiven HLA-B27 Morbus Bechterew haben könnte. Aber wieso habe ich dann vermehrt Schmerzen an den Gelenken und nicht an der Wirbelsäule? Oder könnte es auch aufgrund des Röntenbefunds Rheumatoide Arthritis sein. CCP-Ak ist zwar noch unter 1 aber dennoch im Blut enthalten, oder hat der geringfügige Anteil nichts zu sagen? Die oft erwähnte Morgensteifigkeit fehlt mir, aber die Schmerzen sind schon da.
    Soll ich jetzt nichts gegen meine Schmerzen unternehmen? Wenn ich wüsste dass sich die Beschwerden nicht verbreiten, dann würde ich meine Zähne zusammenbeißen und die Schmerzen irgendwie aushalten bis ich wieder einen Termin bei einem Rheumatalogen bekomme. Welches Medikament könnten Sie mir empfehlen, was entzündungshemmend ist ud wenig schädlich für die Leber ist? Mein Hausarzt verschreibt mir jedes mal ein anderes NSAR.


  • Re: HLA-B27 positiv.

    Ich warte heute bei meinem HA, er meinte ich solle die Schmerzmittel absetzen, da sie mir ja eh nicht helfen würden. (dennoch habe ich seit ca. 3 Monaten täglich NSAR eingenommen, falls die Beschwerden denn entzündungsbedingt sind, und habe mir so erhofft, so die Entzündung aufzuhalten, dass sie sich nicht erweitert, doch leider nehmen die Beschwerden Tag für Tag zu.. Meine Hausärztin meinte, sie glaube zzwar nicht, dass die erhöhten Werte duruch die Medikamente kommen, (weil vor nem halben Jahr waren die noch normal), die Werte sollen nochmal mitte Januar überprüft werden. In Zusammenhang von Gelenkbeschwerden u. erhöhtem Leberwert bin ich auf Pfeifferisches Düsenfieber und Hämochromatose gestoßen. Mein Ferritin-Wert liegt allerdings in der Norm. Da es nach meinem Empfinden alles zu langsam geht, suche ich seit Monaten, nach den Ursachen meiner Beschwerden.. Ich bin zwar vor Monaten mit einer Einweisung für die Diagnostik ins Krankenhaus, doch ich wurde nicht augenommen, da ja mein CRP in der norm war.... aber immer liest man, das Entzündungsprozesse auch seronegativ sein können...... meine Hausärztin meinte allerdings meinte, meine Rheumawerte wären super, bis auf HLA-B27 positiv, deshalb müsse man bei anhaltenden Beschwerden schauen ob sich die Werte ändern... Aufgrund dieser Beschwerden und dieser Ungewissheit bekomme ich nichts auf die Reihe, habe leider alles vernachlässigt....

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    • Re: HLA-B27 positiv.

      Ich bin heute mit den Röntgenbildern zu dem Rheumatalogen. Er hat sich den Befund durchgelesen und sich die Bilder angeguckt, und hat gesagt das ist kein Arthritis und hat mich gefragt was ich jetzt bei ihm will. Ich habe ihm dann nochmals meine Schmerzen genannt, und dass das nicht übliche Schmerzen sind, die man mal ab und zu hat, sondern dass ich jeden Abend und Jeden morgen verstärkt darunter leide, das ich weder lange sitzen noch stehen kannn usw. das ich meine Hände nicht schmerzenfrei nutzen kann.. Ich fragte ihn dann ob es denn nicht eine seronegative Arthritis sein könnte, dies verneinte er man sehe ja nix. Ich fragte ihn ob ein Knocheninsitagramm oder eine Ultraschall-Untersuchung nicht möglich wäre? Dies verneinte er wieder mit dem Argument, dass ich keine Arthritis hätte. Er hat mir eine Übeweisung für eine MRT der HWS ausgestellt. Alle die Morbus Bechterew hätten, wären auch HLA-B27 positiv. Aber die hätten dann vermehrt Probleme an der Wirbelsäule..wo meine Schmerzen hingegen in fast allen Gelenken wandernd sind. Das wiederum kam ihm auch komisch und unüblich vor. Für ihn wäre es durchaus möglich, dass die Lebberwerte aufgrund der NSAR so gestiegen sind. Ich soll jetzt nichths nehmen. Kortison würde er mir nicht geben wollen, weil das starke Immunsupprisva wären. Das könnte sogar tödlich enden. Ich weiß nicht soll ich jetzt warten bis die Krankheit bei mir ausartet, dass sich meine Werte verschlechtern oder dass sich meine Knochen zerstören? Es muss doch irgendwie möglich sein zu finden woher meine Beschwerden kommen. Der Orthopäde ist auch ahnungslos... Borreliose wurde auch ausgeschlossen. Fibromyalgie ist es auch nicht. Ich habe noch Weißheitszähne und Amalganfüllungen im Internet habe iich gelesen, dass es auch der Auslöser seine könnte. aber ich glaube wohl kaum, dass das Problem sein könnte, weil jeder Zweite hatte doch ähnliche Zähne. Würden sie mir raten meine Weißheitszähne ziehen zu lassen und die Füllungen zu ändern. Ich weiß leider auch nicht mehr weiter.. das ist das einzige was mir noch einfällt.

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      • Re: HLA-B27 positiv.

        Ob eine rheumatische Ursache hinter den Beschwerden steht, kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht abschließend geklärt werden.
        Aber folgende Dinge sind für die eigene Beurteilung wichtig:
        - HLA B27 allein macht keinen Morbus Bechterew. Gesunde können auch erhöhte Werte haben. Entscheidend sind Veränderungen an den Gelenken zwischen Becken und Kreuzbein.
        - Weißheitszähne und Amalgam haben jedenfalls keine ursächliche Beziehung zu den genannten Beschwerden.
        - Schmerzmittel wie NSAR sollten nicht ohne Diagnosestellung über lange Zeiträume hinweg eingenommen werden.

        Es bleibt nur, weiter zu suchen und regelmäßig die Blutwerte etc. zu kontrollieren. Eine Schmerzmedikation muss der Rheumatologe beurteilen.

        MfG,

        Ulrichs

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