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Autoimmunerkrankung ja oder nein?

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  • Autoimmunerkrankung ja oder nein?

    Sehr geehrter Herr Dr. Ulrich, vor knapp 15 Jahren wurde bei mir, weiblich, (ich bin jetzt 33 Jahre alt) mittels Biopsie eine membranöse Glomerulonephritis festgestellt mit nephrotischen Syndrom. Die Ursache der GN ist unbekannt. Behandelt wurde dies ausschließlich mit Lipocol und Captopril. Kein Kortison, kein Immunsupressiva. 1 Jahr später hatte ich dann nur noch ca. 150-220 mg Eiweiß im Urin in 24 Stunden. Heute liegt das Gesamteiweiß bei 0,03 g/Tag, das ist lt. Labor der Normbereich. Jedes halbe Jahr gehe ich zum Nephrologen zur Kontrolle.

    Jetzt habe ich ein paar Fragen:
    1) Zählt eine idiopathische membranöse Glomerulonephritis zu den Autoimmunerkrankungen? Das habe ich irgendwie in den ganzen Jahren nie verstanden. Es wurde ja auch in der Forschung herausgefunden, dass diese Patienten Antikörper gg. PLA2-Rezeptor haben, habe ich beim Nephrologen in einer Zeitschrift gelesen.
    2) Wenn ich jetzt keine Wasseransammlungen mehr habe und kein Eiweiß im Urin außerhalb des Normbereichs, kann man denn davon sprechen, dass man geheilt ist? Oder ist so etwas nicht heilbar. Ich habe immer Probleme beim Ausfüllen der Formulare für Untersuchungen, z. B. beim MRT mit Kontrastmittel wird nach Nierenerkrankungen gefragt, soll ich dann die GN hinschreiben oder nicht? Ist sie nun geheilt oder nicht? Verstehen Sie was ich meine?
    Können Sie mir da ein wenig weiterhelfen?

    3) Kann eine membranöse Glomerulonephritis einen erhöhten Ana-Titer (1:320) machen? Hier streiten sich bei mir die Ärzte: einer sagt "ja" der andere "nein". Eine rheumatische Erkrankung wurde nicht nachgewiesen, es sind sämtliche Tests stationär in einer Rheumastation gelaufen.
    Vielen Dank im Voraus für die Beantwortung meiner 3 Fragen.


  • Re: Autoimmunerkrankung ja oder nein?

    Zu Frage 1: "Idiopathisch" heißt, man kennt die Ursache nicht und kann die Krankheit als solche lediglich beschreiben. Deshalb ist eine eindeutige Zuordnung zu einer bestimmten Krankheitsgruppe wie dem rheumatischen Formenkreis nicht ohne weiteres möglich, auch wenn bereits einiges darauf hindeutet.
    Zu Frage 2: Die Werte sind im Normbereich, aber ursächlich ist die Krankheit nicht geheilt. Allerdings ist sie soweit unter Kontrolle, dass Normwerte erzielt werden, und das ist ein großer Erfolg! Trotzdem sollte immer angegeben werden, dass diese Erkrankung vorlag (und ziemlich wahrscheinlich immer noch vorliegt.
    Zu Frage 3: Die membranöse GN kann von sich aus keinen erhöhten ANA-Titer machen. Allerdings kann sie manchmal mit rheumatischen Erkrankungen vergesellschaftet sein, sodass regelmäßige Kontrollen sinnvoll sind. Ein erhöhter ANA-Titer allein hat aber keinen Krankheitswert.

    MfG,

    Ulrichs

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    • Re: Autoimmunerkrankung ja oder nein?

      Sehr geehrter Herr Dr. Ulrichs,

      momentan habe ich wieder Probleme mit schlimmen Unruhezuständen. Am schlimmsten ist es, wenn ich sitze, liege oder still stehe. Also gerade nicht in Bewegung bin. Es kommt urplötzlich und ich könnte dann aus der Haut fahren. Es ist als ob ich an einem Stromkabel angeschlossen bin. Ich kann mich dann auf nichts mehr konzentrieren und muss mich ständig bewegen. Das lindert es ein wenig. Es fängt meißt in den Beinen an, aber auch der ganze Körper ist dann unruhig. Beim Hausarzt war ich schon. Der meinte es wären Restless legs. Was mich irritiert, dass es sich ja auch meist durch den ganzen Körper zieht. Missempfindungen oder Schmerzen habe ich nicht an den Beinen. Wenn dann nur Juckreiz, aber dann keine Unruhe.
      Ich habe öfter mit Eisenmangelanämie zu kämpfen. Kann es auch damit zu tun haben? Um Ursachen für die Eisenmangelanämie auf den Grund zu gehen wurde eine Magen- und Darmspiegelg. durchgeführt. Diese ergaben nur Schleimhautveränderungen im Rektum, aber keine Blutungen.
      Außerdem habe ich eine zu kleine Schilddrüse, aber man konnte Hashimoto oder anderes nicht nachweisen, alle Werte i.O.
      Desweiteren leide ich unter Rosazea, chronischer Urtikaria mit Angioödemen, chron. membranöser Glomerulonephritis. Wegen eines erhöhten Antinukleären Antikörpers (ANA 1:1280) wurde ich untersucht wegen Kollagenosen, aber es konnte keine gefunden werden.
      Seit langen habe ich tägl. Schwellungen im Gesicht. Meist über und unter dem rechten Auge. Geht auch mit Allergietabletten in höchstmöglicher Dosis nicht weg. Also kann es an der Urtikaria/Angioödeme nicht liegen.
      Oder könnte sich aus der Zusammenfassg. aller Symptome eine schlüssige Lösung für diese Unruhe/Bewegungsdrang ergeben? Welchen Arzt könnte man noch aufsuchen, um die Ursache zu finden? Könnte das doch mit einer rheumatischen Erkrankung zu tun haben?

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      • Re: Autoimmunerkrankung ja oder nein?

        Erhöhte ANA-Werte kommen auch bei Gesunden vor. Trotzdem sollte regelmäßig kontrolliert werden, insbesondere wegen auffälliger Schilddrüse und Glomerulonephritis, zwei Bereiche, die mit rheumatischen Erkrankungen assoziiert sein können.

        Bezüglich der restless legs habe ich leider auch keine Idee.

        MfG,

        Ulrichs

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