• Sie können sich hier registrieren, um Beiträge zu schreiben. Registrierte Nutzer können sich oben rechts anmelden.
  • Liebe Forennutzer,
    wir möchten unser Forum noch besser an Ihre Bedürfnisse und Wünsche anpassen. Dazu haben wir eine kurze Online-Umfrage erstellt. Die Teilnahme ist selbstverständlich anonym und dauert nur wenige Minuten. Vielen Dank!

    Hier geht's zur Umfrage

Geschwollene Handrücken

Einklappen

X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Geschwollene Handrücken

    Hallo an das Onmeda-Team,
    hallo an alle,

    ich schreibe zunächst in die Rheuma-Rubrik, da ich mir nicht sicher bin, wo genau die Krankheit einzuordnen ist.
    Patient ist in diesem Fall mein Freund. Er ist 25 alt und hat seit über einem Jahr Beschwerden in den Händen, allmählich treten die gleichen Symptome auch in den Füßen auf.

    Symptome:
    Die Handrücken sind geschwollen, die Handgelenke sind ebenfalls geschwollen und er kann sie nicht voll bewegen.
    Eine Faust mit den Händen zu machen ist nicht möglich, da er die Finger nicht ganz schließen kann.
    Wenn er versucht eine Faust zu machen, kann er die Handgelenke gar nicht mehr bewegen.
    Schreiben, Flaschen aufdrehen und andere feinmotorische Fähigkeiten fallen ihm sehr schwer und verursachen Schmerzen. Er persönlich hat das Gefühl, dass die Schmerzen immer schlimmer werden.
    Muss er längere Texte per Hand schreiben, bekommt er Krämpfe. Auch die Arbeit mit der Tastatur ist immer nur über kurze Zeiträume hinweg möglich. Gelegentlich treten auch Taubheitsgefühle und Kribbeln auf, meist morgens nach dem Aufstehen. Morgens ist die Bewegungsfähigkeit ohnehin stark eingeschränkt. Über den Tag bessert es sich meist etwas.
    Was uns außerdem aufgefallen ist, dass sich die Handgelenke und die Handrücken im Vergleich zu anderen Körperteilen immer etwas wärmer anfühlen. Außerdem sind die Beschwerden permanent da, also nicht witterungsbedingt.

    Bisherige Untersuchungen:
    Zunächst bestand unser persönlicher Verdacht auf Rheuma, da seine Großmutter ebenfalls Rheuma hat, und daher die Vermutung nahe lag. Untersucht wurde dies auch von einem Rheumatologen, inklusive drei Bluttests (1. Bluttest „normale“ Werte, 2. Bluttest Rheumawerte, 3. Bluttest Zeckenbiss). Seine Blutwerte sind völlig in Ordnung und Rheuma wurde vorerst ausgeschlossen.
    Er bekam dann eine Überweisung zu einem Handchirurgen, der ihn zunächst eine Überweisung für eine Röntgen-Aufnahme ausstellte, die aber keine Ergebnisse lieferte. Die Knochen sind in Ordnung.
    Danach wurde er zu einem Neurologen geschickt um die Nervenströme zu untersuchen. Es wurden dafür Elektroden an Kopf, Händen und Füßen angeschlossen. Auch hier ist alles in Ordnung.
    Anschließend wurde ein MRT veranlasst (bis jetzt wurde nur eins für die rechte Hand erstellt, Beschwerden sind aber in beiden Händen).
    Dabei kam folgender Befund raus:
    „Deutlicher Tendovaginitis der Streckensehnenscheide des Musculus extensor digitorum am Handrücken, und auch mäßiggradige Tendovaginitis der Beugesehnenscheide im Bereich des Karpaltunnels, mit diffuser Flüssigkeitsansammlung. Die Sehnen selbst sind unauffällig, keine Ruptur.
    Unauffälliger knöcherner Befund und Gelenkbefund, keine Bandläsion, keine Fehlstellung. Unauffälliges umgebendes Weichteil. Kein Ganglion.“
    Die Aussage des Arztes gegenüber meinem Freund war, dass jede Sehne in der Hand entzündet sei.
    Als wir mit dem Befund + Aufnahmen des MRT zum Handchirurgen zurück kehrten, wollte dieser sich der Meinung seines MRT-Kollegen zunächst nicht anschließen. Er verwies meinen Freund auf einen weiteren Handchirurgen, den er aufsuchen sollte, bevor der jetzige Handchirurg weitere (ggf. operative) Schritte in die Wege leitet. Bei dem zweiten Handchirurgen waren wir bis jetzt noch nicht, der Termin (im März) steht aber.

    Da wir von der Schulmedizin bisher keine eindeutige Diagnose bekommen haben, haben wir es zusätzlich mit einem Heilpraktiker probiert. Nach eingehender Untersuchung stellte er starke Muskelverspannungen und kleine Knoten im Rücken (insbesondere im Nacken- und Schulterbereich) fest. Seine Vermutung ist, dass die Nervenbahnen, die von der Wirbelsäule in die Hände und Füße gehen, blockiert sind, und dass daher die Bewegungseinschränkungen und Schmerzen kommen.
    Letzten Endes hat er uns wieder an die Schulmedizin verwiesen, da er dies nicht behandeln kann. Er hat meinem Freund aber empfohlen, es mit Massagen und Gymnastik-Übungen zu versuchen.
    Er war inzwischen ein paar mal zur Rückenmassage, die zumindest etwas Linderung im Rücken verschafft hat, aber die Schmerzen in den Händen und geschwollenen Handrücken sind nach wie vor da. Die Masseure (keine Physiotherapeuten!) haben die Muskelverhärtungen im Nacken- und Schulterbereich bestätigt. Die Gymnastik-Übungen, die der Heilpraktiker uns mitgegeben hat, kann mein Freund aufgrund der Schmerzen und Bewegungseinschränkungen in den Händen nicht ausführen.
    Wir haben nun seinen Hausarzt um eine Überweisung zu einem Ganzkörper-MRT gebeten, um die Vermutung des Heilpraktikers, dass die Ursache des Problems im Rücken liegt, bestätigen zu lassen bzw. ausschließen zu können. Dies hat er aber abgelehnt, und gesagt, wir sollen erst mal warten, was der zweite Handchirurg sagt.

    Angefangen haben die Schmerzen während mein Freund seine Diplomarbeit geschrieben hat. Diese Zeit war sehr stressig, und das Stresslevel nahm mit Übergang zum Berufsleben nicht ab, da er jeden Tag meist mehrere Überstunden macht (Bürojob). Die Schwellungen in den Handrücken waren auch nicht von Anfang an voll da, sondern sind im Laufe der Zeit immer schlimmer geworden. Tätigkeiten bzw. Hobbys die mein Freund vor den Handproblemen gerne ausübte, wie z.B. Klavier spielen und am Auto basteln, sind inzwischen so gut wie nicht mehr möglich.

    Unsere Fragen daher: Könnte allein der Stress Verursacher der Krankheit sein?
    Und welche Krankheiten wären denn, abgesehen von Rheuma, denkbar? Möglicherweise die Sehnenentzündung, die der MRT-Arzt vermutet hat, oder könnte die Ursache vielleicht doch in der Wirbelsäule/Rücken liegen?

    Vielleicht haben Sie noch einen Tipp, in welche Richtung man noch forschen könnte.
    Vielen Dank im Voraus für Ihre Antworten und Hilfestellungen!


  • Re: Geschwollene Handrücken

    Eine rheumatische Ursache für die Beschwerden ist zunächst eher unwahrscheinlich. Vielmehr sollte ein Orthopäde die Sache einmal ansehen. Eine Sehnenscheidenentzündung könnte durchaus sein, dann ist Ruhigstellung eine wichtige Maßnahme. Mehr kann der Orthopäde sagen. Ein Handchirurg sollte erst konsultiert werden, wenn ein solcher Eingriff Mittel der Wahl ist.

    MfG,

    Ulrichs

    Kommentar


    • Re: Geschwollene Handrücken

      Hallo Herr Dr. Ulrichs,

      vielen Dank für den Rat.
      Wir werden jetzt einen Termin beim Orthopäden vereinbaren.

      Viele Grüße

      Kommentar