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Erhöhter ANA-titer Grund für Fehlgeburt?

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  • Erhöhter ANA-titer Grund für Fehlgeburt?

    Hallo, ich habe mich grade hier angemeldet, da ich nicht mehr so recht weiß wie es weiter gehen soll.
    Kurz zu mir:
    Ich bin 32 Jahre alt, bin vor kurzem durch künstliche Befruchtung schwanger geworden, habe das Baby aber leider Ende der 9. bzw. Anfang der 10, Woche verloren. Es wurde erst fehlendes/verzögertes Wachstum festgestellt und vier Tage später war kein Herzschlag mehr zu sehen.
    Im Mai wurde bei mir eine "rheumatische Erkrankung" festgestellt. Genaueres weiß ich noch nicht, mein ANA-titer lag aber bei 1:800. Ansonsten waren die Blutwerte nahezu unauffällig.
    Alle Ärzte tun die FG als "Pech" ab und lassen sich auf keine weiterführende Diagnostik ein, zum Rheumatologen kann ich erst im März wieder.
    Da wir nur noch einen "Versuch" haben ein Baby zu bekommen würde mich mal interessieren ob es einen Zusammenhang zwischen den ANA`s und der FG geben kann bzw. ob es sinnvoll wäre weitere Diagnostik zu betreiben (ich denk da z.B. an APS o.ä.).
    Wer könnte/müsste das in die Wege leiten, kann ich da meinen Hausarzt drauf ansetzen? Oder lieber einen zweiten Rheumatologen aufsuchen?
    Ich zerbreche fast an dem Gedanken evtl. "Schuld" an der FG zu sein...
    Ich würde mich über Antworten, Tipps und Anregungen sehr freuen.
    LG


  • Re: Erhöhter ANA-titer Grund für Fehlgeburt?

    Von Schuld kann hier gar keine Rede sein!

    Aber es wäre sicherlich hilfreich, vor dem nächsten Versuch einmal genau mögliche zugrundeliegende rheumatische Erkrankungen abzuklären, die ggf. zur Fehlgeburt geführt oder dazu beigetragen haben. Eine rheumatologische Abklärung wäre also sehr zu empfehlen.


    MfG,

    Ulrichs

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    • Re: Erhöhter ANA-titer Grund für Fehlgeburt?

      Hallo Dr. Ulrichs,

      vielen Dank für Ihre Antwort. Was sollte denn noch genauer betrachtet werden? Ich würde mich gerne auf meinen nächsten Rheumatologentermin im März vorbereiten bzw. ganz speziell nachfragen können? Die "Standard-Blutwerte" geben ja leider anscheinen keine genaue Auskunft bei mir.
      Der Arzt spricht immer von "das ist noch unspezifisch", mein HA meinte das der Rheumatologe von einer (unspezifischen) Kollagenose ausgeht, könnte das die genaue Richtung vorgeben, in die man bzgl. der FG noch schauen sollte? Das ENA-Screening im Mai war negativ.
      Sollte man mal eher in Richtung Gerinnung schauen oder kann so etwas auch von einem Rheumatologen genauer betrachtet werden?

      Grüße

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      • Re: Erhöhter ANA-titer Grund für Fehlgeburt?

        Es sollte bei Verdacht auf Kollagenose auch der Systemische Lupus erythematodes ausgeschlossen werden, gerade mit Blick auf Kinderwunsch. Außerdem sollten neben den Standardblutwerten noch weitergehende gemessen werden, wie z.B. verschiedene sogenannte Autoantikörper.

        Wichtig ist aber auch, das Thema Gerinnung gut abzuklären!

        MfG,

        Ulrichs

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        • Re: Erhöhter ANA-titer Grund für Fehlgeburt?

          Hallo Dr. Ulrichs,

          vielen Dank für die Tipps. Inzwischen war ich bei meinem Hausarzt. Ein echtes Goldstück!!
          Ich habe ihm alles erzählt, er hat selbst lange in der Rheumatologie gearbeitet. Ich denke auch deshalb bin ich schnell zum Rheumatologen gekommen und habe schnell eine Diagnose bekommen.
          Als ich von der FG berichtete wurde er direkt hellhörig und hat mir versprochen mit meinem Rheumatologen Kontakt aufzunehmen, um noch mal abzuklären was an Diagnostik gelaufen ist bzw. noch laufen sollte.
          Jetzt habe ich wieder Hoffnung das was passiert was uns hilft bzw. optimalerweise ein Zusammenhang ausgeschlossen werden kann und es eben doch "nur Pech" war.

          Eine Frage habe ich trotzdem noch, Lupus wurde bei mir wohl ausgeschlossen, kann eine Gerinnungsstörung trotzdem der Grund für die FG sein?
          Gibt es spezielle Blutwerte die man dann überprüfen sollte?

          Vielen Dank.

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          • Re: Erhöhter ANA-titer Grund für Fehlgeburt?

            Dass jetzt rheumatologisch noch einmal genau nachgesehen wird, ist sehr zu begrüßen.

            Gerinnungsstörungen an sich haben eigentlich keinen direkten Einfluss auf den Verlauf einer Schwangerschaft, es sei denn, es kommt zu unstillbaren Blutungen. Das hängt natürlich sehr von der Art des Defektes ab. Sicherheitshalber sollte ein Hämatologe dazu befragt werden.

            MfG,

            Ulrichs

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