• *** Aus aktuellem Anlass ***

    Haben Sie Fragen zum Coronavirus, die Sie gerne von einem Experten beantworten lassen würden? In unserem neuen Corona-Forum beantwortet unsere Expertin Frau Dr. med. Athanassiou kostenlos all Ihre Fragen zum Thema!

  • Sie können sich hier registrieren, um Beiträge zu schreiben. Registrierte Nutzer können sich oben rechts anmelden.

diagnostischer Stellenwert

Einklappen

X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • diagnostischer Stellenwert

    Hallo Hr. Dr. Ulrichs und natürlich auch alle anderen,
    ich habe vor einigen Tagen in einem Forum gelesen, dass die Ganzkörper-Skelett-Szintigrafie nur unzureichend bei der Diagnose rheumatischer Erkrankungen einschl.Morbus Bechterew sei. Man war der Auffassung das ein kontrastmittelgestütztes MRT hier aussagekräftiger wäre. Persönlich sehe ich aber auch das MRT nicht immer als aussagekraftig genug an, da es hier auch Patienten gibt welche das Kontarstmittel nicht genügend anreichern. Wenn ich jedoch an das Szintigramm denke, welches bei mir angefertigt wurde, bin ich der Auffassung das dies ausreichend wäre. So wurde zuerst ein Ganzkörperbild angefertigt und im Nachgang auffällige Stellen einzeln und gezielt aufgenommen. Da ich an vielen Stellen Beschwerden habe wurden so ziemlich alle Extremitätengelenke und die WS in BWS, LWS und Becken einzeln betrachtet.
    Hinzufügen muss ich, dass diese Praxis immer sehr effektiv arbeitet. Das soll heissen, dass der Arzt hier sich viel Mühe gibt und versucht den Patienten nur einmal zu sehen. Im Detail, wenn ein Patient wegen Schilddrüsenbeschwerden kommt und er einen Knoten erkennt, dann wird dieser gleich(mit Einverständnis des Patienten) punktiert. So erspart er dem Patienten weitere Besuche und Kontrastmittelgaben.
    Um nochmals auf die Szintigrafie zu kommen, bei mir hat diese Untersuchung sehr geholfen eine Diagnose zu finden. Denn meine Symptome waren sehr deutlich, aber ohne Rheumafaktoren im Blut. Einzig erhöht waren Entzündungszeichen wie CRP, BSG, Ferritin, TNF-a und Amyloid sowie der ANA-Titer. Hinzu kamen diverse vegetative Symptome die eigentlich typisch für eine rheumatische Erkrankung sind. Etliche Ärzte haben sich schwer getan um die Ursache zu finden. Nunmehr befinde ich mich in der Uniklinik Dresden bei Prof. Aringer in Behandlung. Auf ihn gestossen bin ich über die Rheumaliga die diesen Arzt empfohlen hatte.
    So nun bin ich etwas abgeschweift von der ursprünglichen Frage.

    Also wer kann hier etwas dazu sagen. Skelettszintigrafie mit Detailaufnahmen oder MRT mit Kontrastmittel - was ist überlegener oder sind beide gleichwertig in der Diagnostik?

    LG
    LaSa


  • Re: diagnostischer Stellenwert


    Das kommt sehr auf die zu erwartende Entzündungsaktivität an. Bei der Skelettszintigrafie sind besonders aktive Spots gut zu erkennen. MRT kann lokal begrenzte Prozesse besser darstellen.

    MfG,

    Ulrichs

    Kommentar


    • Re: diagnostischer Stellenwert


      Hallo,

      ich habe mal ein Frage, weil ich gelesen habe, dass Sie bei Prof. Aringer in der Uniklinik Dresden behandelt werden.

      Kann man dort in der ambulanten Sprechstunde mit einem Überweisungsschein vom Hausarzt drankommen? Oder muss man sogar einen Überweisungsschein vom Rheumatologen vor Ort haben?

      Muss man die Befunde, die man schon hat dort erstmal einreichen?

      Kommentar


      • Re: diagnostischer Stellenwert


        Hallo,
        @Dr. Ulrichs, danke für die verständliche Aussage, somit haben beide Maßnahmen ihre Berechtigung und man kann somit auch nicht sagen das das Eine besser ist wie das Andere.

        @kk9979 Prof. Aringer
        Kurz mal mein Werdegang, ich habe hier vor Ort nach einem Rheumadoc gesucht. Einer hat altersbedingt aufgehört undder zweite nimmt niemanden mehr dran. Es sei denn man hat genügend Zeit(cs.6 Monate). Nun wurde mir ein Arzt genannt, der eine Praxis am Fichtelgebirgsklinikum hat. Leider war dieser Arzt ein kompletter Reinfall. Ich könnte lange schreiben, doch bringen tuts mir nichts. Also habe ich weitergesucht und durch die Rheumaliga um Rat gebeten. So kam der Professor ins Spiel.

        Also am besten schreibst du dem Professor eine Mail:
        Prof. Aringer
        und erklärst warum du zu ihm möchtest. Er wird dir dann sagen was er noch benötigt um deinen Fall einzuschätzen. Du kannst natürlich auch gleich im Anhang relevante Unterlagen beifügen. Jedoch sollte man dabei mit daran denken das es sich u.U. um sensible Daten handeln kann(Datenschutz). Eine Überweisung vom HA ist ausreichend, da die ganze Sache dann über die Rheumaambulanz läuft(Chipkarte + Ü-Schein). Sollte der Professor selbst keine Zeit haben, so kannst du ruhigen Gewissens auch die anderen dort tätigen Ärzte aufsuchen. Herr Dr. Stender ist auch sehr zu empfehlen.
        Aber wenn du ein Problemfall bist, kann es sein das sich der Prof selbst ans Werk macht. Persönlich fühle ich mich hier recht gut aufgehoben, auch wenn der Weg nach Dresden weiter ist als wie nach Marktretwitz. Doch dort wurde ich als ausreichend therapiert eingeschätzt und mich mit meinen Schmerzen alleingelassen. Nö, auch wenn der Doc auf Jameda mit einer 2 beurteilt wird ist er nicht kompetent. Ich denke mit Problemfällen ist er überfordert.

        Da wünsche ich Dir viel Glück mit dem Professor und seinem Team. Dort wurde mir endlich nach langer Zeit weitergeholfen. Und keine Angst wegen der Mail. Er fühlt sich dadurch nicht belästigt. Ich habe um mir Wege zu ersparen schon mit vielen Ärzten per Mail Austausch gehalten. So auch als der Verdacht einer Amyloidose im Raum stand. Einzig in Heidelberg gibt es gute Spezialisten für diese Erkrankung die sehr häufig zum Tod führt.

        LG
        LaSa

        Kommentar



        • Re: diagnostischer Stellenwert


          Hallo,

          danke für den Tipp. Habe auch gleich alle Befunde zum Prof. geschickt. Eine Lesebestätigung der Mail habe ich schon bekommen.

          Wie war das weitere Verfahren bei Ihnen? Hat man Sie angerufen bezüglich eines Termins oder haben sie eine Mail bekommen?

          Wie lange hat eine richtige Antwort gedauert?

          Kommentar


          • Re: diagnostischer Stellenwert


            Also der Professor hat die Unterlagen gesichtet und entsprechend einen Kollegen aus seinem Team beauftragt. Denn wie gesagt, alle die in dieser Abteilung tätigen Ärzte sind top. Nun etwas Zeit sollte man schon lassen. Ich spreche hier in etwa von 1 Woche. Je nachdem wie groß der Fundus an Befunden ist, wird dieser mit den dazugehörenden Fachabteilungen (z.B. Radiologie) besprochen. Auf Grund dieser Gegebenheit habe ich mir ein OP ersparen können.
            In der Rheumaambulanz ist immer Betrieb. Von daher etwas Gedult bewahren. Am Ende zählt das Ergebnis! Und glaube mir, ich habe schon Einiges erlebt. Man kann selbst mancher Aussagen von Unikliniken nicht vertrauen. Nur meinem Starrsinn habe ich es zu verdanken, dass ich nun eine entsprechende Therapie erfahren darf. Von Verschleiß bis Psycho hatte ich alle Diagnosen am Hemd! Von daher bin ich ein gebranntes Kind und traue nicht mehr blind den Ärzten. Vor allem denen nicht die sich arrogant geben und denken sie haben immer Recht. Aus dieser Haltung heraus habe ich bereits mehrere Spätschäden.

            Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg!
            LG
            LaSa

            Kommentar


            • Re: diagnostischer Stellenwert


              Hallo,

              hat sich die Rheumaambulanz dann bei Ihnen per Mail/Post gemeldet, wann sie einen Termin bekommen? Oder haben Sie nach gewisser Zeit selbst in der Uniklinik angerufen?

              Waren Sie dann in der Ambulanz oder mußten Sie danach auch stationär dort bleiben?

              Kommentar