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Polymyalgia rheumatica

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  • Polymyalgia rheumatica

    Hallo

    bei mir wurde aufgrund entsprechender Symptomatik und deutlicher Entzündungszeichen ( Blut ) eine Polymyalgia rheumatica diagnostiziert. Allerdings bin ich laut meinem Arzt eigentlich zu jung.
    Die Schmerzen lassen nach bei 20 mg Cortison, bin ich bei 15 mg angelangt nehmen sie wieder zu.
    Immer noch habe ich deutliche Entzündungszeichen im Blut.
    Mein Arzt sagte nun das er mich nicht weiterhin mit Cortison vollstopfen kann und die Entzündungszeichen nicht weniger werden.
    Das Cortison soll ich nun absetzen und er möchte mich zu einem Pet - CT schicken.
    Meine Fragen:
    Kann man durch solch ein Pet - Ct eine Polymyalgia rheumatica sicher diagnostizieren bzw. sicher ausschliessen?
    Ist es ungewöhnlich das die Entzündungswerte wenn man seit Monaten 15 mg Cortison nimmt immer noch zu hoch sind?

    Viele Grüße
    Nordwind


  • Re: Polymyalgia rheumatica


    Hallo nordwind!
    Ich habe auch PMR seit 2007. Ich bin eigentlich auch zu jung für diese Krankheit. Ich nehme seit 2007 Cortison. Meine Höchstdosis war 25 mg täglich. Jetzt bin ich seit kurzem bei 5 mg täglich gelandet. Mein Entzündungswerte wechseln sehr. Ich habe auch sei 2008 MTX nehmen müssen. Leider vertrage ich es sehr schlecht , obwohl es geholfen hätte. Seit Juni 2010 nehme ich tägl. 2 mal 1 Tabl. IMUREK . Das MTX haben wir ausgeschliechen. Momentan geht es mir einigermassen ganz gut damit. Ich darf mich halt ja nicht überanstrengen, denn dann sind meine Entzündungswerte wieder sehr hoch und ich muß das Cortison wieder erhöhen, denn das ist das einzige Mittel das mir sofort innerhalb weniger Stunden hilft. Ich habe mir auch schon eine zweite Meinung von einem Rheumatologen eingeholt.Er gab mir die gleiche Antwort" PMR ist sehr heimtückisch, leider habe sie eine sehr agressive Form erwischt, wahrscheinlich auch chronisch. "
    Liebe Grüße mandoline!

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    • Re: Polymyalgia rheumatica


      Hallo Mandoline

      vielen Dank für deine Antwort:-)
      Wie wurde die PMR bei dir diagnostiziert? Wie kann sich der Arzt sicher sein das es sich um diese Erkankung handelt? Soviel ich weiss ist es eine Ausschlussdiagnose?

      Viele Grüße
      Nordwind

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      • Re: Polymyalgia rheumatica


        Die Diagnose kann auch durch eine Gewebeprobe gesichert werden.

        Mittel der Wahl ist Cortison. die Krankeitsaktivität kann sehr schwanken, sodass die Dosierung immer wieder angepaßt werden muss. Ziel ist aber, mit der niedrigstmöglichen Dsoierung einzustellen.

        MfG,

        Ulrichs

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        • Re: Polymyalgia rheumatica


          Hallo Nordwind!
          Bei mir wurde keine Gewebsprobe gemacht!
          Meine typischen Schmerzen und die sehr hohe Blutsenkung sprechen dafür. Ausserdem geht es mir sehr viel besser mit Cortison. z.B.: wenn ich wieder einen Schub habe muß ich die Cortisondosis sofort für zwei Tage mindestens verdoppeln. Mein Rheumatologe sagt, ich muß nicht unbedingt eine Gewebeprobe machen, weil sie auch seiner Meinung nicht 100 % ig ist. Wenn man etwas neben der Entzündung entnimmt, ist sie negativ obwohl vielleicht ein paar Millimeter daneben ein großer Entzündungsherd ist. Ich habe auch an der linken Schläfenzeite eine Vaskulitis dabei. Die hat mir sehr starke Schmerzen gemacht, die jetzt schon sehr viel besser geworden sind, manchmal spüre ich auch gar nichts mehr.
          Es schaut jetzt fast so aus als würden wir die Krankheit in den Griff bekommen.
          Lg mandoline!

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          • Re: Polymyalgia rheumatica


            Das ist richtig, eine Gewebeprobe ist nicht unbedingt erforderlich, wenn die übrigen Hinweise zur Diagnosestellung ausreichend sind.

            Und in der Tat ist auch die sofortige Besserung unter Cortisoneinnahme ein Hinweis auf die Diagnose.

            MfG,

            Ulrichs

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            • Re: Polymyalgia rheumatica


              Mein Arzt war sich ziemlich sicher das es sich um eine PMR handelt.
              Symptome und Blutwerte sprachen dafür. Schmerzen hatte ich bei 20 mg Cortsion auch nicht mehr. Wurde es runter dosiert kamen auch die Schmerzen wieder.
              Wie bereits erwähnt sind die Entzündungswerte aber nach wie vor oben, darum das Pet - Ct.

              Vielen Dank
              Nordwind

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              • Re: Polymyalgia rheumatica


                Die Besserung unter Cortisoneinnahme ist wie gesagt auch ein diagnostisches Zeichen.
                Die weiterführenden Untersuchungen wie beschrieben sind angesichts der hohen Entzündungswerte sinnvoll.

                MfG,

                Ulrichs

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                • Re: Polymyalgia rheumatica


                  Hallo Herr Dr. Ulrichs

                  das Pet - Ct wurde inzwischen gemacht, es war ohne Befund.
                  Sind nicht alle Entzündungen im Pet - Ct zu sehen, oder wie erklärt sich das trotz hoher Entzündungswerte und Schmerzen?
                  Gibt es entzündliche rheumatische Erkrankungen die nicht im Pet - Ct zu sehen sind und auch nicht durch andere bildgebende Verfahren diagnostiziert werden können?

                  Mit freundlichen Grüßen und einen großen Dank für ihre Mühe
                  Nordwind

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                  • Re: Polymyalgia rheumatica


                    Es stellt sich die Frage, was die Fragestellung für die bildgebende Untersuchung war. Denn für die Diagnosestellung an sich wäre es nicht notwendig gewesen.
                    Viele Entzündungen lassen sich nicht mit bildgebenden verfahren darstellen.

                    Wenn aber bei bereits diagnostizierter rheumatischer Krankheit das ausmaß z.B. einer Gelenkschädigung bestimmt werden soll, kann ein Bild sinnvoll sein.

                    MfG,

                    Ulrichs

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                    • Re: Polymyalgia rheumatica


                      Hallo Herr Dr. Ulrichs

                      mir wurde vor der Untersuchung gesagt das man in einem Pet - CT alle! Entzündungen sieht.
                      Fragestellung war:
                      unklares Krankheitsbild mit polymyalger Klinik, Steroid - Reponse nur bei hoher Dosierung, subfebrile Temperaturen, DD Großgefäßvaskulitis.

                      Interessant finde ich das im Befund steht: 60 min p.i. des Radiopharmakons.....
                      tatsächlich wurde das Pet - Ct erst nach über 2 Std nach dem Spritzen des Radiopharmakons gemacht,
                      Habe gelesen das dieses Radiopharmakon eine sehr kurze Halbwertzeit hat, sind nach dieser Zeit denn noch Entzündungen nachweisbar, oder hat sich da dieses Radiopharmakon schon wieder verflüchtigt?

                      Viele Grüße
                      Nordwind

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                      • Re: Polymyalgia rheumatica


                        Da bin ich leider überfragt.
                        Aber sicherlich wurde bei der Untersuchung alles richtig gemacht.
                        Bildgebende Verfahren können leider nicht alle Entzündungen sichtbar machen. Deshalb sollte gründlich mit anderen Verfahren untersucht werden.

                        MfG,

                        Ulrichs

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                        • Re: Polymyalgia rheumatica


                          Hallo,
                          ich bin 60 Jahre und habe seit Ende 2009 PR. Zu Beginn der Krankheit bekam ich 20 mg. Cortison. Heute bin ich bei 7 mg und
                          fühle mich gut. Keine Schmerzen und mein BSG ist auch im Normalbereich. Eine Reduktion des Cortisons auf 6 mg schlug jedoch fehl. Ich bekam wieder starke Schmerzen. Meine Frage ist, wie lange ich noch Cortison nehmen darf (ich habe keine Nebenwirkungen) und ob ich sehr anstrengende sportliche Betätigungen ausüben darf?

                          Kommentar


                          • Re: Polymyalgia rheumatica


                            Cortison ´kann über längere Zeit gernommen werden, wenn die Dosis nicht zu hoch ist und es gut vertragen wird.

                            Sport kann ohne Probleme durchgeführt werden.

                            MfG,

                            Ulrichs

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                            • Re: Polymyalgia rheumatica


                              Habe mal noch eine Frage, ist es möglich, dass mein vermehrtes Schwitzen ( manchmal sogar nachts ) etwas mit dem Krankheitsbild PR zu tun hat?

                              Kommentar


                              • Re: Polymyalgia rheumatica


                                Das könnte sein. Falls das Schwitzen erst in letzter Zeit aufgetreten ist, bitte beim nächsten Besuch mit dem behandelnden Rheumatologen besprechen.

                                MfG,

                                Ulrichs

                                Kommentar


                                • Re: Polymyalgia rheumatica


                                  (8))

                                  mein Onkel leidete seit langen Jahren an Rheumatica,lebte früher in Deutschland,konnte früher etwa 200 meter zu Fuss gehen,dann machte Pause und machte sich weiter.Sein Leben war so.

                                  Jetzt ist er 61 Jahre alt,er wurde geheilt,kann taeglich 6 km laufen.
                                  Er hat Samen eines Baumes entdeckt,hat gegessen und jetzt ist sehr gesund.

                                  viele Gruesse

                                  Kommentar


                                  • Re: Polymyalgia rheumatica


                                    [quote Dr. Ulrichs]Es stellt sich die Frage, was die Fragestellung für die bildgebende Untersuchung war. Denn für die Diagnosestellung an sich wäre es nicht notwendig gewesen.

                                    MfG,

                                    Ulrichs[/quote]

                                    Hallo Herr Dr. Ulrichs

                                    sorry, das verstehe ich nicht ganz. Die PMR wird ja aufgrund typischer Symptome und Beschwerden gestellt. Es gibt ja aber auch andere rheumatische Erkrankungen die ähnliche Beschwerden verursachen und bei denen auch die Blutwerte ähnlich verändert sind.
                                    Wenn es eine Untersuchung gibt ( Pet- Ct), warum soll es keinen Sinn machen die Erkrankung nachzuweisen oder auszuschliessen? Ist das nicht allemal besser als ewig, vielleicht unnötigerweise Cortison zu nehmen?

                                    Viele Grüße
                                    Nordwind

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                                    • Re: Polymyalgia rheumatica


                                      Selbstverständlich sind alle Hinweise wertvoll, die die Einnahme von Cortison oder von Basismedikamenten bei der Behandlung von rheumatischen Erkrankungen in Frage stellen oder überflüssig machen.

                                      Im vorliegenden Fall wurde die Diagnose ja eindeutig gestellt, deshalb war mir nicht klar, wofür das CT gemacht wurde.

                                      MfG,

                                      Ulrichs

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                                      • Re: Polymyalgia rheumatica


                                        mein Arzt war sich( fast) sicher, ja. Ist jetzt aber (fast) sicher das es keine PMR ist.

                                        Fakt ist das die gleichen Symptome und auch die Auffälligkeiten im Blut zu ganz vielen anderen ( rheumatischen ) Erkrankungen passen. Genauso ergeht es ja auch anderen Patienten, nicht nur mir.
                                        Warum also keine bildgebenen Verfahren anwenden um die Krankheit bei der man immerhin jahrelang Cortison nehmen muss, entweder zu bestätigen oder auszuschliessen.
                                        Das Problem bei einem Pet -Ct sind natürlich die hohen Kosten, drum scheuen sich die Ärzte.

                                        Grüße
                                        Nordwind

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                                        • Re: Polymyalgia rheumatica


                                          Dann hatte ich das zu Anfang falsch verstanden und bitte um Entschuldigung - ich dachte, die Diagnose wäre bereits gesichert.

                                          In diesem Fall ist selbstverständlich alles gerechtfertigt, was zur Diagnosefindung beitragen kann.
                                          Diese ist leider bei rheumatischen Erkrankungen zuweilen sehr langwierig und schwierig.

                                          MfG,

                                          Ulrichs

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                                          • Re: Polymyalgia rheumatica


                                            Hallo, Herr Dr. Ulrichs
                                            Habe am 03.05.11 die Diagnose bekommen - Blutwerte stehen noch aus - aber die Symptome währen so eindeutig, dass ich sofort mit Decorthin H 20 beginnen sollte.
                                            Heute ist Freitag, der 6.05. und ich merke noch keine Verbesserung - ist das normal ? Wie lange braucht Kortison, bis es anfängt zu wirken oder ist die Einstiegsdosis zu gering ???

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                                            • Re: Polymyalgia rheumatica


                                              Hallo Moppel59

                                              vielleicht wäre es sinnvoller wenn du zu deinem Thema einen eigenen Thread eröffnest?
                                              Mittlerweile schreiben in diesem Thread mehrere und ich denke auch für Dr. Ulrichs wäre es einfacher ( auseinanderzuhalten ) wenn jeder zu seiner Erkrankung in einem eigenem Thread schreibt?

                                              Viele Grüße
                                              Nordwind

                                              Kommentar


                                              • Re: Polymyalgia rheumatica


                                                Danke, bin neu hier und ebenso meine Diagnose
                                                werde deinen Rat befolgen
                                                l.G.
                                                moppel59

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