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Polymyalgia rheumatica

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  • Polymyalgia rheumatica

    Meine Mutter leidet seit ca. 7 Wochen unter reißenden Muskelschmerzen. Da sie gleichzeitig Statine nimmt, wurde zunächst auf NW dieser Therapie getippt und das Präparat zunächst gewechselt und dann abgesetzt. Da die Schmerzen blieben, wurde weiter geschaut und eine extrem hohe BSG plus erhöhte Leberwerte führte nach ca. 4 Wochen zur Einweisung ins Krankenhaus. Dort ist sie nun seit ca. 1 Woche und man versucht eine gleichzeitge Tumorerkrankung und den beobachteten Leberschaden abzuklären. Nach Lebersonographie, CT und Knochenszintigramm (alles o.B.) steht für die kommende Woche noch eine Magen- und eine Darmspiegelung auf dem Programm, bevor die Therapie mit Glucocorticoiden eingeleitet werden kann. Eine Untersuchung der Schläfenarterie hingegen wurde zwar diskutiert, ist aber bis jetzt noch nicht terminiert. Die Schmerzen sind furchtbar und Standardschmerzmittel helfen nicht mehr.
    (Das von ihr über 5 Wochen eingenommene Paracetamol könnte verantwortlich sein für den beobachteten Leberschaden, der zum Glück nur oberflächlich zu sein scheint. Die Leberwerte sinken bereits wieder.)
    Meine Bedenken sind jetzt, dass zumindest ein Teil dieser weiteren Untersuchungen eher einem akademischen Interesse folgen und dass durch die weitere Verzögerung des Therapiebeginns die Krankheit weiter fortschreitet und sich die Prognose unnötig verschlechtert. Meine Fragen an den Experten sind daher: Welche Untersuchungen sind wirklich relevant und wichtig und können (wann?) nach Therapiestart mit Glucocorticoiden nicht mehr zuverlässig durchgeführt werden? Ist diese Verzögerung im Therapiestart in Anbetracht der Verfassung meiner Mutter vertretbar? Wie wäre Ihr Vorschlag für ein weiteres Vorgehen und wie kann ich ggf. an Stelle meiner Mutter die Argumentation mit den Ärzten gestalten? Herzlichen Dank.

  • Re: Polymyalgia rheumatica


    Falls tatsächlich eine Polymyalgia rheumatica vorliegt, dann wird der Therapieversuch mit Glukocorticoiden rasch Besserung bringen, sodass dies sogar als Bestätigung der Verdachtsdiagnose gesehen werden kann.

    Starke Schmerzen müssen nicht sein. Dennoch kann es sinnvoll sein, weitere diagnostische Untersuchungen zu veranlassen. Die Biopsie der Schläfenarterie gehört zur Diagnosesicherung dazu.

    MfG,

    Ulrichs

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