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Anhaltende Verdauungsbeschwerden

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  • Anhaltende Verdauungsbeschwerden

    Sehr geehrte Frau Dr. Schönenberg,

    ich (29, w) wende mich noch einmal an sie, da mich mein Problem doch zunehmend wieder beunruhigt.
    Ich hatte ja bereits geschrieben, dass ich Ende Dezember vermutlich einen leichten Infekt hatte, der Beschwerden hinterlassen hat.
    Ich hatte damals etwa eine Woche lang sehr weichen, durchfallartigen Stuhl, jedoch nur am Vormittag. Zusätzlich in den ersten Tagen Magenschmerzen.
    Danach war es erstmal wieder weg und als es an einem Tag dann doch wieder auftrat, war ich ab da an morgens immer schon richtig nervös, was das Problem natürlich verstärkte. Das hatte ich so bisher nur vor Prüfungen.
    Manchmal dachte ich auch direkt nach dem Essen, gleich geht's wieder los, was dann natürlich auch so war. An manchen Tagen wiederum war der Stuhlgang normal, dafür hatte ich dann aber den ganzen Tag leichte Bauchschmerzen. Diese Bauchschmerzen sind mal im Magenbereich, dann eher wieder im Unterbauch. Es ist ganz merkwürdig. So geht es nun seit fast 4 Monaten.
    Ich selbst dachte, ok, das ist psychosomatisch. Ich hatte auch viel Stress (zweites Kind im Oktober geboren, großes Kind häufige Infekte wegen erstem Kitawinter).
    Ich bin dann aber doch sicherhaltshalber zum Hausarzt. Stuhlprobe und Bauch abhören und abtasten waren unauffällig. Er empfahl mir einen Darmaufbau mit Bakterien. Das änderte aber kaum was. Ich muss dazu sagen, wir essen sehr gesund und eine Darmsanierung machen wir ohnehin alle 6 Monate über 6 Wochen.
    Nun hatte ich seit diesem Monat das Gefühl, das Problem im Griff zu haben. Ich habe mir angewöhnt, morgens direkt auf die Toilette zu gehen, bevor Nervosität diesbezüglich aufkommt und damit war es besser. Aber nun doch wieder. Erst normaler Stuhlgang, dann 10 Min später wieder Drang und schon etwas weicher, kurze Zeit später wieder und dann breiig-klebrig, aber ganz normale Farbe. Was kann denn das nur sein? Habe ich mir einen Reizdarm quasi antrainiert in den letzten Monaten? Ich kann keinen Zusammenhang zu bestimmten Nahrungsmitteln feststellen. Die Problematik besteht wenn dann auch nur am Vormittag. Muss ich nachmittags nochmal, ist der Stuhlgang immer normal geformt. Da ich in der Vergangenheit immer wieder Eisenmangel hatte, wurde vor zwei Jahren ein Test auf Zöliakie gemacht, da ich auch Hashimoto habe. Der war aber negativ und ich hatte bis vor Kurzem ja auch nie Probleme mit der Verdauung.
    Ich habe im Januar auch sämtliche Vitamine testen lassen, da Schwangerschaft und Stillen ja doch etwas an die Reserven gehen können. Da war aber alles ok (B12 war in der Schwangerschaft an der Untergrenze, da habe ich dann Spritzen bekommen, seitdem war auch Eisen super), bis auf einen ganz leicht unternormigen Magnesiumwert.
    Familär sind wohl alle Brüder meiner Uroma früh (unter 40) an Darmkrebs verstorben. Im Rahmen der Vorsorge beim Frauenarzt wurde vor etwa drei oder vier Jahren mal dieser Stuhltest zur Darmkrebsvorsorge gemacht, bei dem alles ok war.
    Ich fühle mich ansonsten fit und leistungsfähig, habe in der letzten Zeit etwas abgenommen (um die 3kg seit Dezember), tippe da aber eher auf Stress und Stillen.
    Vielen Dank im Voraus!

  • Re: Anhaltende Verdauungsbeschwerden

    Mehrfache weiche Stuhlentleerungen, insbesondere am Morgen sind recht typisch für eine "nervöse" Darmproblematik. Sie könnten Flohsamen versuchen, um die Stuhlkonsistenz zu verbessern.
    Ein familiäres Risiko für Darmkrebs ist unbedingt zu beachten, Uroma ist etwas weit, was ist mit Ihren Eltern ? Machen Sie regelmäßig Stuhltests auf verborgenes Blut, das ist sicher und wenig aufwendig.
    MfG
    Dr. E. S.

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    • Re: Anhaltende Verdauungsbeschwerden

      Herzlichen Dank für ihre Antwort!
      Meine Eltern sind nicht betroffen, auch meine Uroma und ihre Schwestern waren nicht betroffen, wohl nur die Brüder. Sollte ich dennoch auch schon in meinem Alter regelmäßig solche Tests machen lassen? Regelmäßig hieße in welchem Abstand? Es wurde damals beim Frauenarzt nur gemacht, weil ich privat versichert bin und die privaten Kassen das schon ab 25 anbieten, die gesetzlichen wohl erst später.
      Vielen Dank im Voraus!

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      • Re: Anhaltende Verdauungsbeschwerden

        Ich muss nochmal korrigieren. Es waren wohl nicht die Brüder der Uroma, sondern die Brüder meines Uropas. Ob er selbst später auch betroffen gewesen wäre, kann man nicht sagen, da er jung im Krieg verstorben ist. Meine Oma, also seine Tochter, ist gesund.
        Zählt dies dann noch als familiäres Risiko oder bei der Entfernung nicht mehr?

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        • Re: Anhaltende Verdauungsbeschwerden

          Die Entfernung der Betroffenen in der Verwandschaft ist ja schon ziemlich weit, somit ist auch keine EINDEUTIGES familiäres Risiko mehr gegeben.
          Lassen Sie regelmäßig Stuhltests auf verborgenes Blut machen, das gibt dann Sicherheit.
          MfG
          Dr. E. S.

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