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Immer wieder Durchfall nach Gastritis

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  • Immer wieder Durchfall nach Gastritis

    Dank der Unterstützung von Diclofenac hatte ich Ende November eine Gastritis mit fiesen Magenschmerzen. Alleine habe ich es mit Iberogast nicht in den Griff bekommen. Mein Arzt hat mir nach zwei Wochen Esomeprazol verschrieben - die ersten drei Tage morgens und abends, dann nur noch abends. Das habe ich für eine Woche genommen und die Magenschmerzen waren auch weg. Nun komme ich allerdings immer noch nicht von der Schonkost weg. Ich bestehe eigentlich nur noch aus Haferflocken mit Wasser, trockenen Brötchen, Kamillentee & ab und zu Kartoffeln, Nudeln oder Möhrensuppe. Immer wenn ich etwas mageres Fleisch probiere, habe ich Durchfall. Heute rumpelte mir der Bauch bereits vor dem Abendessen und danach kam ebenfalls gleich wieder etwas heraus (auch ohne Fleisch) - vielleicht weil ich zu hungrig war?

    Dauert die Regeneration wirklich so lange? Beim Arzt war ich in der ersten Dezember Woche und seitdem immer wieder. Von meiner Theorie, dass es Nebenwirkungen vom Protonenpumpenhemmer sein könnten, hält er nichts, weil es ein lange erprobtes Medikament sei. Ich hatte allerdings auch den unter den Nebenwirkungen aufgelisteten trockenen Mund/Hals sowie Kreislaufprobleme mit Stechen in der Brust. Ich wäre für eine zweite Meinung hierzu dankbar.

    Ultraschall wurde wegen Schmerzen unter dem rechten Rippenbogen ebenfalls gemacht - die Ursache könnte eine leicht vergrößerte Leber sein. Blutwerte waren unauffällig.

    Kann es auch einfach an zu langer Schonkost liegen? Mir gehen definitiv die Ideen aus, was ich noch essen und vertragen könnte.
    Wenn es nicht besser wird, wurde mir bereits mit Stuhlprobe und letztendlich Darmspiegelung "gedroht". Vielleicht hat die Expertin hier noch einen Tipp, wie ich meine Verdauung wieder in Ordnung bringe. Mein Arzt hat mir auf Nachfrage nur Perenterol genannt, was ich mir morgen holen werde.


  • Re: Immer wieder Durchfall nach Gastritis

    Das Perenterol hilft zumindest solange bis ich vorsichtig versuche meinen Speiseplan zu erweitern. Oder woran es auch immer liegen mag ... Wäre auch zu schön gewesen, wenn sich die Sache endlich mal erledigt hätte.

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    • Re: Immer wieder Durchfall nach Gastritis

      Ich würde zu einer Magenspiegelung raten, da die Schmerzen fortbestehen.
      Zusätzlich können Sie Karminativa in Tropfen versuchen, z.B. Carminativum.
      MfG
      Dr.E.S.

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      • Re: Immer wieder Durchfall nach Gastritis

        Danke für ihre Antwort.

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        • Re: Immer wieder Durchfall nach Gastritis

          Ich bin immer noch ohne Diagnose, aber inzwischen etwas weiter - zumindest was die Ernährung angeht:

          Natürlich war ich, sobald die Praxis nach Neujahr wieder geöffnet hatte, bei meinem Hausarzt. Allerdings bei einer Kollegin des bis dahin behandelnden Arztes (Urlaub). Diese wusste auch keinen Rat und hat mir Loperamid verschrieben. Mit den zwei Starttabletten war es auch gleich besser und seitdem habe ich zumindest keinen Dauerdurchfall mehr.

          Ich konnte nun auch wieder etwas anderes Essen als Haferbrei und Brötchen, allerdings musste sich mein Magen anscheinend erst wieder an "richtiges" essen gewöhnen: Der fühlte sich nach dem Essen zu voll an, auch wenn es gar nicht viel war, dazu Magenschmerzen und nächtlicher Reflux. Mit Spezialtee zur besseren Verdauung hat sich das aber gebessert. Außerdem schlafe ich nur noch auf der linken Seite liegend - rechts ist immer noch irgendwie unangenehm. Als wäre eine Verbindung zwischen Herzgegend und unter dem rechten Rippenbogen, die gereizt ist.

          Was ich aber seitdem (auch Dank eines Ernährungstagebuchs) festgestellt habe: Mein Verdauungstrakt reagiert auf so ziemlich alles: Fruktose, Laktose, Gluten, Histamin, Fett, Stress, Wärme/Kälte
          Erst dachte ich, es sei nur Fruktose, aber die Beschwerden sind wesentlich weniger, wenn ich mich nach dem lowFODMAP Konzept ernähre und dabei auf fruktosearme Lebensmittel achte sowie gereifte Käse meide.
          Die Mangelerscheinungen haben sich seitdem auch gebessert. Zwischendurch litt vor allem meine Konzentration und mein Hautbild. Letzteres könnte zwar definitiv noch besser sein und auch PMS macht mir derzeit sehr zu schaffen, aber es ist nicht mehr so viel "Nebel im Kopf". Die Nerven sind aber immer noch dünn.

          Inzwischen war ich bei einem Arzt, der auf Magen, Darm & Leber spezialisiert ist. Ich weiß allerdings nicht, ob er einfach gestreßt war oder wirklich nur "ich habe alle Unverträglichkeiten, die gerade in Mode sind, und bin ein Hypochonder" verstanden hat. Nach dem Gespräch kam ich mir ziemlich unerwünscht und unverstanden vor. Aber es stehen zwei Atemtests auf Laktose und Fruktose an, Magen- und Darmspiegelung folgen Mitte Mai.

          Ich habe nun Angst, dass wirklich nichts bei den Untersuchungen herauskommen könnte. Denn von diesem Arzt habe ich wohl keine weitere Hilfe zu erwarten. Ich hatte schon die Befürchtung, dass er mir jede Untersuchung verweigert, als ich ihn gefragt habe, ob es eine Dünndarmfehlbesiedlung* sein könnte. Natürlich bin ich kein Arzt, aber wenn man über einen Monat auf einen Termin warten muss und noch länger unter Beschwerden leidet, kann man sich schließlich nicht keine Gedanken machen. Irgendwas muss der Grund für die Überreaktionen sein, die vorher in diesem Ausmaß nicht vorhanden waren.

          Also, aktueller Status:
          Weiterhin Beschwerden wie Aufstoßen und Blähungen. Die Schmerzen im Oberbauch liegen vermutlich daran und sind mit an lowFODMAP (plus oben genannter Extras) angepasster Ernährung erträglicher geworden (manchmal fühlt man sich sogar kurz fast "normal"). Der Stuhlgang hat sich ebenfalls normalisiert, bleibt allerdings größtenteils schmierig.
          Schmerzen, Sodbrennen, Durchfall oder vermehrtes Aufstoßen sowie stärkere Blähungen treten auf, wenn ich etwas erwische, was ich nicht vertrage (besonders gemein: Cheddar & Gouda - auf Histamin kam ich nicht gleich). Esse ich zu viel Gemüse mit mehr Fruktose als ?, bekomme ich Mundgeruch. Sodbrennen und Durchfall stellen sich bei Unverträglichkeit recht schnell ein - innerhalb einer halben Stunde.
          Die Stärke der Beschwerden passen meist auch zum Grad der vermuteten Unverträglichkeit: Alter Gouda ist zum Beispiel schlimmer als Cheddar, Süßkartoffeln unverträglicher als Kartoffeln, Dinkelbrot besser als Weizenbrot und glutenfreies Brot beschwerdefrei.
          Gewichtsverlust seit Ende Dezember: -6kg (zwischendurch auch mal -2kg in 3 Tagen, seit der Ernährungsumstellung geringere Gewichtsabnahme)


          Vielleicht hilft mein Beitrag wenigstens irgendwann mal jemand anderem.



          *Man findet die Dünndarmfehlbesiedlung häufig in Berichten von plötzlich aufgetauchten Unverträglichkeiten und die Symptome passen auch. Ebenso würde es dazu passen, dass es mit dem Protonenpumpenhemmer schlimmer wurde und Perenterol mit der Zeit immer weniger gewirkt hat. Der aktuelle Magen-Darm-Leber-Arzt verteidigte auch wieder den Protonenpumpenhemmer, weil es an im Medikament enthaltener Laktose liegen würde - mein Medikament ist aber defintiv laktosefrei (ganz doof ist mein Hausarzt auch nicht).
          Darüber kam ich auf die lowFODMAP Ernährung, die generell bei Reizdarm empfohlen wird.
          Und es ist besser sich an irgendetwas harmloses zu klammern, als sich mit tausend anderen Möglichkeiten verrückt zu machen ...

          An Frau Dr. Schönenberg: Ganz großes Dankeschön, wenn sie das wirklich alles gelesen haben!

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          • Re: Immer wieder Durchfall nach Gastritis

            Nachtrag: Eine Stuhlprobe war im Januar ebenfalls ohne pathologischen Befund.

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            • Re: Immer wieder Durchfall nach Gastritis

              Wasserstoff Atemtests mit Laktose & Fructose sind durchgeführt: Beide positiv.
              Bei Fructose lag der gemessene Wert nach 30 Minuten bereits um die 50 herum. Der behandelnde Arzt meinte, es könnte die vermutete Dünndarmfehlbesiedlung sein. Anscheinend waren aber auch bei Laktose die Werte früh erhöht & ich muss dafür noch einen Atemtest mit Glucose machen.

              Leider fiel mir zu spät ein, dass Glucose bei tiefsitzender Fehlbesiedlung nicht so zuverlässig sein soll. Ein Test mit Laktulose wäre vermutlich besser? Aber vielleicht ist der nächste Test auch einfach positiv & endlich überzeugend genug.

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              • Re: Immer wieder Durchfall nach Gastritis

                Der Atemtest mit Glukose war negativ.
                Die Zeit bis zur Spiegelung wird für zwei weitere Stuhlproben genutzt - jetzt in Hinblick auf die Bauchspeicheldrüse.

                Dieses Mal konnte ich ein wenig über bisherige Beschwerden mit meinem Verdauungstrakt erzählen. Darauf kam der Kommentar, dass sich das ziemlich nach Reizdarm anhört - damit ist er der erste behandelnde Arzt, der das Wort überhaupt ausspricht. Bisher war alles immer Einbildung, ein Nebeneffekt der Regelblutung oder eines womöglich vorherigen Infekts ... Oder Stress.

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                • Re: Immer wieder Durchfall nach Gastritis

                  Seit bald zwei Wochen plagt mich eine hartnäckige Erkältung. Dadurch habe ich noch weniger Energie & nervlich bin ich sowieso ziemlich am Ende. Zuvor genannter Glukose Atemtest wurde in 45 Minuten Abständen gemessen - anscheinend kann es aber gut sein, dass eine Dünndarmfehlbesiedlung wirklich nur in der ersten halben Stunde messbar ist? Ich weiß nicht, ob ich den Arzt überzeugen kann die Messung zu wiederholen. Die Spiegelungen machen mir natürlich ebenfalls Sorgen. Und das Ergebnis - vor allem, wenn ich an die Probleme mit dem Protonenpumpenhemmer denke ...
                  Bei den Blut- & Stuhlproben gab es anscheinend keinen auffälligen Befund - die Praxis hat sich zumindest nicht gemeldet.

                  Ich hoffe, dass der Infekt bis zur Spiegelung verschwunden ist. Danach werde ich mir wohl meine Ergebnisse mitgeben lassen & mir einen Arzt für eine Zweitmeinung bezüglich der vermuteten Dünndarmfehlbesiedlung suchen, sollte der Glukose Atemtest nicht mit anderen Parametern wiederholt werden. (Jetzt müsste ich mich nur halb so entschlossen & zuversichtlich fühlen ...)

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                  • Re: Immer wieder Durchfall nach Gastritis

                    Zu meiner Überraschung bekam ich in der Uniklinik schnell und unkompliziert einen Termin für einen zweiten Atemtest - dieser war positiv hinsichtlich einer Dünndarmfehlbesiedlung:

                    Ausgangswert: 3
                    Nach 20 Minuten: 32
                    Nach 40 Minuten: 49

                    Heute waren Magen- & Darmspiegelung. Aufgefallen ist dem Arzt nichts, darum habe er extra viele Proben genommen.
                    Über das Ergebnis des zweiten Atemtests mit Glucose war er natürlich nicht erfreut, hat mir aber trotzdem zähneknirschend ein grünes Rezept für Xifaxan (Rifaximin) mitgegeben. Kein Wort zu Ernährung oder Vitaminmangelausgleich. Mitte Juli habe ich noch einen Termin zur Nachbesprechung.

                    Sollte ich nun meinen Hausarzt aufsuchen, um einen Vitamin-/Mineralienmangel feststellen & gegebenenfalls behandeln zu lassen?
                    Ich lese immer wieder, dass andere Betroffene zusätzlich zum Antibiotikum Nyastin verschrieben bekommen - ist das notwendig?

                    Was die Ernährung angeht, werde ich wohl noch ein paar Monate bei lowFODMAP bleiben & versuchen Kohlenhydrate so weit es geht zu reduzieren.

                    Muss ich noch auf etwas anderes achten?

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                    • Re: Immer wieder Durchfall nach Gastritis

                      Von einer Pilztherapie rate ich unbedingt ab, Pilze in der Darmflora sind völlig normal, die Nebenwirkungen, die man sich einhandeln kann, wäre wirklich überflüssig.
                      MfG
                      Dr. E. S.

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                      • Re: Immer wieder Durchfall nach Gastritis

                        Seit der Antibiotikatherapie kann ich ein paar Lebensmittel mehr essen. So sind fettreichere Käsesorten oder auch etwas Lachs wieder okay. Ein halbes Dinkelbrötchen macht ebenfalls keine Probleme mehr, aber ein ganzes ist wie eine Badekugel in meinem Bauch & lässt mich lange Zeit aufstoßen (aber kein Durchfall mehr!!). Rohkost ist ein Problem - ein kleiner Salat (Salatblätter, Paprika, Gurke, Tomate) führen zu Durchfall. Etwas Gurke, Tomate und Paprika zu anderen Lebensmitteln dazu, werden problemlos vertragen. Das Problem mit Fructose scheint mir unverändert zu bestehen. Weiterhin habe ich nach Aubergine oder einer Erdbeere Mundgeruch.
                        Ich soll nun zu einem anderen Gastrologen, der sich mit Ernährung besser auskennt. Organisch hätte der bisherige Gastrologe nichts feststellen können. Allerdings habe ich nun meine Untersuchungsergebnisse erhalten und die pathologisch-anatomische Begutachtung hat eine chronisch-entzündliche Duodenal- bzw Dickdarmschleimhaut festgestellt, sowie eine leichtgradige chronische Gastritis ohne Entzündung. Kann ich etwas gegen diese Entzündungen tun? Während der Einnahme des entzündungshemmenden Antibiotika habe ich mich endlich einmal wieder körperlich fit und normal gefühlt. Inzwischen zwackt meine Wade allerdings wieder ab und zu. Auch bin ich wieder etwas müder und weniger belastbar. Ich hoffe, dass das keine Rückkehr der Bakterien bedeutet.

                        Die Schmerzen an der immer gleichen Stelle sind immer noch ein Thema. Seit der Spiegelung sind sie intensiver, mit relativ kohlenhydratarmer lowFODMAP Diät kann ich aber starke Gasentwicklung und damit auch Schmerzen halbwegs vermeiden. Mit Pausen sind auch leichte Ausflüge ohne große Probleme machbar. Bislang führte auch Bewegung zu Schmerzen.
                        ​​​​​Meine Gesichtshaut kommt inzwischen wieder mit der sensitiven Hautcreme aus und braucht nicht mehr unbedingt mehrmals täglich die antibakterielle Akutcreme.
                        Dafür habe ich das Gefühl mehr Haare als bisher zu verlieren. (Hat sich allerdings wieder etwas verbessert bzw schwankt)

                        Ohne die Ergebnisse der letzten Untersuchungen konnte ich nur einen Test auf Vitamin B12 Mangel machen lassen - der Wert ist am unteren Rand, aber im normalen Bereich.

                        Insgesamt ist alles ein bisschen besser, aber von gesund kann nicht die Rede sein.

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