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TEMESTA und Sex

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  • TEMESTA und Sex

    Hallo zusammen.

    Meine Frau hat TEMESTA Expidet verschrieben bekommen (Müdigkeit, starke Ambivalenzen, Migräne...). Dabei hat die Psychiaterin ihr/uns für 1 Monat den Sex verboten. Meine Frau ist sehr ambivalent was Sex betrifft, OK. Ist das aber wirklich üblich?

    Und beim Vorgespräch hiesse es, dass „ihr Mann mehr als 50% schuld ist“ bezogen auf die Probleme in der Sexualität die mit ihrer Ambivalenz zusammenhängen. Ist so eine Wertung überhaupt zulässig, ohne auch mit mir ein Gespräch geführt zu haben?


    Danke für Eure Meinungen.


  • Re: TEMESTA und Sex

    So eine Wertung ist vollkommen unprofessionell.
    Sicher haben immer beide einen Anteil daran, aber von Schuld zu reden, oder jemanden diese zuzuweisen und das auch noch in einem Vorgespräch, halte ich für mindestens bedenklich.

    Poste deine Frage doch nochmal hier:

    https://www.onmeda.de/forum/psychiatrie_psychotherapie

    Da können die psychiatrischen und psychotherapeutischen Aspekte besser berücksichtigt werden, die ja nicht identisch mit den gynäkologischen/neurologischen Maßnahmen sein müssen.

    Kommentar


    • Re: TEMESTA und Sex

      Oh sorry, du hast ja im richtigen Forum gepostet.
      Das war wohl eine kleine geistige Umnachtung meinerseits (mehrere Tabs geöffnet).
      Also vergiss meinen letzten Beitrag.

      Kommentar


      • Re: TEMESTA und Sex

        Kleiner Nachtrag. Meine Frau hat noch ein Medikament (Antidepressiva) bekommen. Bei dem setzt die Wirkung erst nach 2-3 Wochen an. Evtl. macht das Sinn, dass wir das leidige Thema "Sexualität" mal reseten und warten bis der Zustand stabil ist....

        Aber gleich, es wäre besser den Verbot für eine Woche auszusprechen (nächster Termin ist für uns beide), erst dann um weitere 3 Wochen zu erweitern. Ich werde die Psychiaterin darauf ansprechen, muss noch 5 Tage warten.

        Kommentar



        • Re: TEMESTA und Sex

          Will deine Frau denn momentan Sex?
          Wenn nicht, dann ist es absolut sinnvoll diesen weg zu lassen, es wäre aber eventuell auch sinnvoll auf Nähe (Kuscheln) zu setzen, mit der Sicherheit das kein Sex stattfindet.

          Es kommt halt darauf an wie deine Frau zu dem Thema steht und ob du sie vielleicht bedrängt hast, vor allem aus ihrer Sicht, dann kommt es oft zu einer Haltung Nähe ganz zu meiden um den daraus resultierenden Sex zu meiden.

          Hast du noch ein paar Infos dazu?
          Pauschal kann man das nämlich nicht sagen, es kommt darauf an wie das bisher bei euch gelaufen ist und wie ihr auf das Verlangen, oder die Abwehr, des anderen reagiert habt.
          Das ist am Ende das was hängen bleibt und zu Problemen führen kann, auch wenn das was hängen bleibt nie beabsichtigt war sondern durch Unwissenheit, mangelnde Kommunikation entsteht.

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          • Re: TEMESTA und Sex

            Meine Frau ist da SEHR ambivalent, sie geht oft über ihre Grenzen um anderen Recht zu machen und vernachlässigt sich selbst dabei. So ist es auch bei der Sexualität. Einerseits findet sie die Sexualität mit mir im Allgemeinen schön, ABER "sie braucht es nicht" bzw. "Meine Art funktioniert nicht... und nach dem Sex heisst es war sehr schön"?! Was soll das heissen kann sie mir nicht sagen, wie ich damit umgehen soll weiss ich auch nicht.

            Momentan ist Sex für uns keine Option. Meine Frau kommuniziert nicht WAS sie will und ich möchte sie nicht unter Druck setzen. Und mit ihren Kommentaren "brauche ich nicht" fühle ich mich nicht willkommen... Die meisten Fragen von mir zu dem Thema bleiben unbeantwortet.

            "Es kommt halt darauf an wie deine Frau zu dem Thema steht..." das würde ich auch gerne wissen.
            In der Schule heisst es auch "Falsch. 2+2 ist nicht 5. 2+2 ist 4" so lernt man dazu und nur so kann man die Fehler vermeiden.

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            • Re: TEMESTA und Sex

              Naja, bei einer Partnerschaft und dem Unwillen Sex zu haben geht es um Emotionen und die sind so komplex, dass jener der keinen Sex möchte oft selber nicht sagen kann warum das so ist.
              Es ist keine einfache Mathematik, zu viele Verschachtelungen und Unbekannte, eben auch für die Betroffenen selbst.
              Man denkt immer die müssten das doch klar sagen können, das ist aber nicht so, weil es eine emotionale und oft auch hormonelle Sache ist, was man kaum rationalgreifen kann.
              Wichtig wäre nur, dass die Bereitschaft da ist dies zu ergründen und dann gemeinsam mit dem Ergebnis Lösungen zu finden, auch wenn es ein langer Weg werden kann.

              Damit dass deine Frau im Moment keinen Sex möchte, ist die Frage der Dauer einer Enthaltsamkeit irrelevant, jeder Versuch Sex von ihr zu bekommen würde eure Situation verschlimmern, also solltest du dich dahingehend vollkommen zurück halten.
              Das Beste was du erreichen könntest, wäre ihr glaubhaft zu versichern dass Sex tatsächlich ein Tabu für dich ist egal was passiert, es wird nicht dazu kommen.
              Wenn sie darauf vertrauen könnte, dann könntet ihr an körperlicher Nähe ohne Sex arbeiten, das ist sehr Vertrauensbildend, stärkt auch die Bindungshormone und ist auch ein schöner vorübergehender Ersatz, wenn man in der Lage ist Nähe, kuscheln, vielleicht auch nicht sexualisierte Massagen zu geben und intensiv genießen zu können.

              Ich denke das wäre ein erster Schritt in die richtige Richtung, auch dass sie darüber lernt ein Begehren nach Sex abzulehnen, ohne dass es dadurch zu einem Konflikt kommt und es von dir ohne Wenn und Aber akzeptiert wird.
              Übrigens, Migräne steht oft in engem Zusammenhang mit Lustlosigkeit, ich meine nicht als Ausrede sondern als psychische Reaktion auf emotionalen Stress.

              Das geht natürlich auch nicht von heute auf morgen, besonders falls sie sich öfter bedrängt fühlte und denkt das jegliche Nähe einzig dem Ziel des Sex habens dient, dann ist da noch viel an vertrauensbildenden Maßnahmen zu leisten.
              Kann das sein, dass sie den Eindruck hat du würdest nur das eine wollen, dass auch bei ganz harmlosen Kuscheln von dir auf die Schlafzimmertür geschielt wird?

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              • Re: TEMESTA und Sex

                Auch komplexe Aufgaben mit vielen Unbekannten können gelöst werden, wenn die Bedienungen definiert sind.

                "Kann das sein, dass sie den Eindruck hat du würdest nur das eine wollen, dass auch bei ganz harmlosen Kuscheln von dir auf die Schlafzimmertür geschielt wird?"
                Alles ist möglich... Nur begründet sind ihre Ängste nicht, mir zu vertrauen wäre es ein Versuch wert. Aber sie malt lieber den Teufel an die Wand.

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                • Re: TEMESTA und Sex

                  Gefühle sind aber keine mathematische Gleichung, es gibt niemals ein eindeutiges Ergebnis mit ewigem Bestand.
                  Mathematik verändert sich nicht, Gefühle und Erfahrungen schon.

                  Ob Ängste begründet sind, das kann nur jener beurteilen der sie hat.
                  Sicher wäre dir zu vertrauen einen Versuch wert, aber wenn es tief erschüttert wurde, dann muss das erst wieder verdient werden von dir und neu gelernt und auch erfahren werden dass es gut sein kann zu vertrauen, von ihr.
                  Es ist nicht so einfach, von wegen: Drüber reden und gut is", das funktioniert nicht immer, es ist nur ein Anfang und niemand kann sich selber verordnen zu vertrauen, da es ein Gefühl ist und nur entstehen kann wenn es mit dem den man vertrauen möchte stimmig ist, was sich auch erst aufbauen muss und viel Arbeit, Toleranz und uneigennützige Liebe braucht.

                  Kommentar


                  • Re: TEMESTA und Sex

                    "Meine Frau hat noch ein Medikament (Antidepressiva) bekommen."

                    Ein Antidepressivum wird i.d.R. nur dann verschrieben, wenn auch eine depressive Symptomatik vorliegt.
                    Ist das der Fall?

                    Dann wäre nämlich auch die Libido betroffen und das Thema Sex nicht aktuell.

                    Aber zu der Erkenntnis sind Sie offenbar schon selbst gekommen.


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                    • Re: TEMESTA und Sex

                      Zu der "Schuldzuweisung" der Ärztin beim Erstgespräch mit Ihrer Frau:

                      Den Begriff "Schuld" sollte man generell vermeiden, sich sprachlich eher an Ursachen orientieren.
                      Aber vielleicht klärt sich die Sache auf, wenn Sie in ein paar Tagen selbst zu Wort kommen.

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                      • Re: TEMESTA und Sex

                        Danke, Dr. Riecke.

                        Symptome für eine Depression sind da, meine Frau wurde vom Hausarzt an die Psychiaterin geschickt und dass das Verlangen damit zusammenhängt bzw. hängen kann ist mir klar.

                        Ja, mir sind die Dinge eigentlich klar und ob die Ärztin alles genau so formuliert hat erfahre ich am Freitag.

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