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Antriebslos

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  • Antriebslos

    Hallo zusammen,

    vielleicht kann mir hier jemand Tipps geben....und zwar habe ich seit ca 3 Monaten so eine Antriebslosigkeit gepaart mit Zukunftsängsten. Im Moment fühle ich mich als würde ich den Boden unter meinen Füßen verlieren da ich noch nicht weiß ob ich zu meinem Freund ziehe oder er zu mir und ob mein Arbeitsvertrag von einem tollen Job bei dem ich sehr gut verdiene dieses Jahr ausläuft oder weiter geht. Das kann ich erst in einigen Wochen erfragen.
    ich habe immer gerne alles geordnet und geregelt. Sprich eine Ordnung in meiner Wohnung sowie auch im Leben. Mir macht es bedenken wenn ich nicht weiß wie etwas weiter geht. Aber im Moment ist es so schlimm das ich immer nur am grübeln bin was alles passieren kann und was ist wenn ich meinen Job verliere, wie bezahle ich meine Wohnung also die Miete und wie zahle ich weiter mein Auto ab usw.
    Ich habe Angst raus in die Welt zu gehen weil ich immer denke, da gebe ich nur Geld aus oder ich könnte etwas falsch machen. Das hatte ich letztes Jahr rein garnicht. Aber diese Situation das ich evtl zu meinem Freund weiter wegziehen muss und hier alles zurück lasse das schürt meine Ängste. Dort ist weniger los und ich würde meine geliebten Ecken in meiner Stadt vermissen. Ich denke das das der Auslöser für alles ist.
    noch hinzu kommt das ich mich immer so unwirklich und benommen fühle, als wenn ich das alles nur Träume...wie wird man daraus wieder „wach“?
    Ich kann mir das alles nicht erklären.
    Vielleicht habt ihr Tipps?
    liebe grüsse
    Lou ;-(


  • Re: Antriebslos

    Ist das neu, oder hattest du schon früher Ängste und dieses unwirkliche Gefühl?

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    • Re: Antriebslos

      Ängste begleiten mich schon immer aber dieses unwirkliche Gefühl hatte ich noch nie so...was kann das sein?

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      • Re: Antriebslos

        Das kommt vor wenn Sorgen und Ängste die Überhand gewinnen, die Konzentration verändert sich, die Gefühle, das Empfinden.
        Das Hirn schaltet um, ist auf diffuse Ängste Fokussiert und die Realität fühlt sich komisch an.
        Depressive Verstimmungen sind da auch vorprogrammiert und die machen dann ihrerseits merkwürdige Gefühlszustände.

        Was machst du gegen deine Ängste?

        Vielleicht schaust du gerne Videos, in diesem hier ist das Problem des Sorgen machens ganz gut zusammen gefasst.
        Der Körper im Daueralarmzustand, es wäre schon eher komisch wenn sich dies nicht in komischen Gefühlen widerspiegeln würde:

        https://www.youtube.com/watch?time_c...&v=aBzOAZQC5wM

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        • Re: Antriebslos

          "Aber diese Situation das ich evtl zu meinem Freund weiter wegziehen muss und hier alles zurück lasse.."

          Warum muss das sein?

          Kommentar


          • Re: Antriebslos

            Weil mein Freund eine gute Arbeitsstelle bei sich hat und ich kann meine Arbeit von zu Hause aus machen. Ich könnte auch ins Büro aber es hat sich so ergeben das sich aufgrund dessen das ich dann bei meinem Freund arbeiten kann wenn ich bei ihm bin da ich die Option für homeoffice habe.
            Allerdings wurde es irgendwie vorausgesetzt das ich zu ihm ziehe. Es wurde von seinem Vater immer gefragt ob ich mir vorstellen könnte dahin zu ziehen und es werden immer Sätze gesagt wie „wenn du erstmal hier wohnst“ und das sein Sohn auch mal wieder eine Frau brauch die bei ihm wohnt. Er wohnt jedoch in einer viele viel viel kleineren Stadt als ich und er meinte mal das er da nur wegen seinen Eltern wohnt. Bei mir sind halt andere Möglichkeiten, man kann weggehen und man sieht vor der Haustür Leute. Das brauch ich irgendwie das man Leute sieht und das man was unternehmen kann. Hier ist eher wenig los. Deswegen habe ich da jetzt schon Angst vor. Landschaftlich toll aber was nützt mir das..und ich fühle mich hier nicht wirklich frei. Seine Eltern sind ja super lieb und wollen immer helfen aber irgendwie fühle ich mich hier wieder wie ein Kind eben weil sie so lieb sind und ständig helfen. Noch dazu kommt das das Haus seiner Verwandten gehört in dem er die Wohnung hat und man sich immer so gefangen in der Familie fühlt. Meine Wohnung da hab ich einen neutralen Vermieter und da kann mir keiner sagen musst du so und so machen..also man fühlt sich eigenständiger...ich hoffe ich konnte es verständlich machen was mich so verrückt macht. Ich will ja meinem Freund auch nicht Familie und Job nehmen aber zu mir sind’s halt 100 km

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            • Re: Antriebslos

              "..und ich fühle mich hier nicht wirklich frei."

              Es ist also eine Frage der Wertigkeit.

              Freiheit gegen Enge, aber Liebe in der Nähe.

              Menschen können sich an vieles gewöhnen, sich anpassen.
              Die Frage ist in Ihrem Fall, ob die Partnerbindung so stabil und tragfähig ist, dass alle Einschränkungen allmählich verblassen.

              Vielleicht hilft für den Entscheidungsprozess, alle Für und Wider zu skizzieren und dann erst nach reiflicher Überlegung zu handeln.

              Von außen sollten Sie keine Entscheidung erwarten, dazu ist die Angelegenheit zu komplex.

              Kommentar



              • Re: Antriebslos

                !00km sind doch keine Entfernung.
                Wenn du dich da so unsicher fühlst kannst du dir doch alle Optionen offen halten.
                Du wohnst bei ihm ne Woche, wenns schön ist länger und wenn es dir zu eng wird gehst du für eine Weile in deine Wohnung in der Stadt, oder ihr seht euch eine Weile nur am WE.
                Das ist doch heute kein Problem mehr.

                Du musst dir halt überlegen was du willst und dementsprechend planen, nicht nach dem was die anderen wollen.
                Du willst Sicherheit, also bewahre dir beide Optionen bis du sicher bist.
                Er wohnt ja wohl auch nicht gerne da, da wäre auch mal ein Gespräch angebracht wie er sich das in Zukunft vorstellt, ob er dort bleiben will oder woanders hinziehen, bei letzterem wäre es ja auch nur ein Übergang und in einigen Monaten oder wenigen Jahren stehst du wieder vor einem Umzug.
                Richte dich nicht nach dem was die anderen planen, sondern nach dem was du möchtest und dann müssen alle nach Kompromissen suchen.
                Das wäre z.B. vorerst einmal in beiden Städten eine Obdach zu haben und in Ruhe zu schauen wo du leben möchtest, oder ob es sogar das Ideal wäre hin und her zu wechseln je nach Sehnsuchtsort.

                Jetzt funktioniert das doch auch, das Pendeln zwischen den Welten, oder nicht?

                Kommentar


                • Re: Antriebslos

                  Um diesen komischen Zustand im Kopf los zu werden, musst du zu dir sagen, ich entscheide mich gar nicht. Ich nehme BEIDES und werde BEIDES so richtig genießen. Mal hier sein, mal dort und schön ist es, mal Mädchen frei und unabhängig zu sein, mal intensive Beziehung und Nähe auszuleben.

                  Das wird auch deinem Freund gut tun, wenn er bei den Eltern wohnen kann und verwöhnt wird von denen und zugleich "Reichtum" schöpfen kann in aller Ruhe, ohne sich um dich kümmern zu müssen immer.

                  Du hast im Moment ein gutes Einkommen und nichts entspannt mehr, als wenn man ein Polster hat finanziell. Mach einen vernünftigen Sparplan und leb mit ganz wenig, bis du genug gesammelt hast zum Überbrücken von eventuellen Notzeiten.

                  wie wärs, wenn ihr ausmacht, solange du in dieser Firma bist wird nichts getan, mal nur gesammelt. Er von seiner Möglichkeit aus, du von deiner.

                  Dich verunsichern Änderungen, daher bist du auch so durcheinander. Was ist dann zu tun? Änderungen einfach nicht machen. Noch gehts, alles so zu lassen, wie es ist.

                  Für die Eltern musst du halt Argumente bereit halten. Sag denen, für den Moment ist Umsiedeln nicht machbar, du bist wer, der bei Änderungen viel Zeit braucht und hierin nicht so flexibel sein kann, leider, so bist du nun mal.

                  Du musst halt zugeben, dass du auch nur ein Mensch bist und Schwächen hast und leider nichts dafür kannst, dass es so ist. Dann macht halt Kompromisse aus. Zum Wochenende leb ich hier, unter der Arbeitswoche dort.. das muss dir doch ein Vergnügen sein, so einen Luxus zu haben. Eine Wohnung in der Stadt, eine auf dem Land! Genieße es! Du bist reich!

                  Kommentar


                  • Re: Antriebslos

                    Noch was fällt mir ein- Antriebslos geht vorbei, wenn man wirklich konzentriert etwas macht, solange, bis man voll in dieser Sache aufgeht.

                    Da muss man sich sagen, eine halbe Stunde zieh ich das durch, ich höre vorher nicht auf. In dieser halben Stunde etwas tun, sehr sorgfältig und genau und ohne sich ablenken zu lassen passiert ein Vorgang im Kopf, es schaltet etwas um, das Denken und Grübeln hört auf, vom Kopf geht man in die Zone des Handelns.

                    Es geht nicht, sorgfältig handeln und zugleich grübeln. Das sind zwei völlig unterschiedliche Wahrnehmungen.

                    Ich habe viel gelesen drüber und es funktioniert immer wieder, zu meinem großen Erstaunen, ich bin tatsächlich wie ausgewechselt, wenn ich so lange dabei bleibe, bis sich dieser andere Zustand einstellt.

                    Es ist egal, was du da machst, es geht eigentlich nur darum, dass du das, was du machst ganz bewusst gut machst, so gut es nur geht. Zum Beispiel etwas säubern, oder Handschuhe häkeln, oder Fusseln von einem Pulli zupfen, oder Haut eincremen, Fingernägel feilen, etwas zu tun gibt es immer, gehen ist auch tun, die Füße beobachten, wie sie abrollen und wie sie wieder wie von selbst mitmachen beim Hochheben des Beins, beim Abstellen- das nennt man Achtsamkeitsübungen und die holen einen wieder heraus aus der Herumfliegerei des Geistes und dem Gedankenkreisen.

                    Probiers aus, es ist lustig, viele Tricks zu lernen und zu erarbeiten, wie man sich immer wieder einkriegt und aus "furchtbaren" Zuständen herausspringen kann, leicht und locker.

                    Übe, ein gefestigter und starker Mensch zu werden. Das verschafft dir Selbstbewusstsein und ein Sicherheitsgefühl, das mit nichts mithalten kann, wenn du dich und alles, was dich angeht gut im Griff hast. Darum spar, leb gesund und tu viel. Sitzen und grübeln ist was für Rentner.

                    Du hast einen super Job ergattert, also hast du eh schon extrem gut beweisen können, dass du lernfähig bist und gut bist. DAS halte dir vor Augen, dann schaut die Welt schon viel besser aus! Denk immer wieder daran, wo du Sieger warst, da schaltet dein Kopf dann auch auf einen anderen Modus, wenn du dich erinnerst, wie du eine Prüfung geschafft hast, oder etwas bekommen hast, was du extrem magst. Das sind Reisen, die du mit Gedanken machst. Reise nicht mit jeder Idee mit, geh lieber raus, wenn sie anklopfen und dich einladen wollen, diese Ideen. Hab nicht Zeit zum wiederkäuen von Blödsinn.

                    Lieben Gruß

                    Elektraa

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                    • Re: Antriebslos

                      ielen Dank für die Gedankenanstösse. Ich habe schon einige umgesetzt und profitiere von eurer Hilfe. Lieben Dank für dieses tolle und ausführliche Feedback!! Von Herzen Danke :-D
                      Noch habe ich das Gefühl nicht wegbekommen dieses unwirkliche. Alles fühlt sich an wie im Traum. Ich mache mir ständig Sorgen wenn ich daran denke das ich meine Wohnung hergeben muss weil ich gemerkt habe das ich bei meinem Freund in dem kleinen Ort normal glücklich sein würde. Er sagt immer ich soll da mal einen Sportkurs besuchen damit ich Freundinnen da finde aber ich wüsste schon das die mir nicht helfen würden weil mir einzig und allein die vielen Menschen fehlen würden, die Bahn die an meiner Haustür fährt. Dort ist es so ruhig und es passiert da halt nichts. Wenn ich da bin fühl ich mich auch immer wie ein Kind wieder weil seine Eltern ja immer vorbei kommen oder mein Freund dahin fährt. Wenn ich bei mir bin in meiner Wohnung und meine Eltern wohnen auch nicht weit dann wissen wir auch wenn wir uns nicht sehen lange das wir uns lieb haben wir müssen uns das nicht immer mit besuchen bestätigen.Bei ihm denke ich immer die kommen gleich vorbei und klingeln oder so.
                      Naja aber mal zum problem
                      zurück. Ich habe im Moment sich jeden Morgen Angst vor dem was so kommt. Angst das mein Vertrag nicht verlängert wird, Angst das mein Freund nicht zu mir ziehen will, Angst etwas nicht bezahlen zu können, einfach Angst davor was mir jeden Tag passieren könnte.
                      Ich bin auch extrem müde immer und habe dann direkt so albträume.
                      Habe das Gefühl ich lebe garnicht richtig und als wenn mein fester Boden wie meine Wohnung wegfällt und ich an nichts mehr Freude habe.

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                      • Re: Antriebslos

                        "Ich habe im Moment sich jeden Morgen Angst vor dem was so kommt. Angst das mein Vertrag nicht verlängert wird, Angst das mein Freund nicht zu mir ziehen will, Angst etwas nicht bezahlen zu können, einfach Angst davor was mir jeden Tag passieren könnte.
                        Ich bin auch extrem müde immer und habe dann direkt so albträume.
                        Habe das Gefühl ich lebe garnicht richtig und als wenn mein fester Boden wie meine Wohnung wegfällt und ich an nichts mehr Freude habe."


                        Das sind alles Symptome, die zu einer Depression passen.

                        Wäre es für Sie eine große Überwindung, sich mal bei einem Psychiater vorzustellen?

                        Kommentar


                        • Re: Antriebslos

                          Ich habe nun einen Termin beim Psychiater gemacht und bin dankbar für die Tipps von allen hier. Das hilft wirklich. Allerdings konnte ich dieses unwirkliche Gefühl in meinem Kopf nur manchmal loswerden wenn ich abgelenkt war. Die Sorge das von mir erwartet wird in den kleinen Ort von meiner Großstadt wegzuziehen belastet mich schwer und das mein Freund das noch nicht weiß noch mehr aber ich habe noch nicht die richtige Kraft gefunden es zu sagen. Habe Angst das er sagt ja dann müssen wir uns trennen. Verlieren will ich ihn ja nicht. Aber dort zu wohnen da hätte er eine richtig traurige Freundin das weiß ich..es ist schön dort wo er wohnt aber es ist eben sehr wenig los. Es gibt kein Kino Cafés usw...und ich habe für mich selber gemerkt das ich um glücklich zu sein rausgehen muss und Leute sehen muss, einfach wie sie mit mir in der Bahn sitzen oder beim Bäcker oder in der Stadt einkaufen sehe. Das beruhigt mich weil ich dann denke die Leute sind gut drauf warum ich also nicht auch. Komisch oder? Aber darum brauche ich leben um mich. Und bei meinem Freund do d halt die Eltern sehr präsent. Manchmal denke ich das sie erwarten das ihr Sohn immer vorbei kommt und deswegen habe ich sogar mehr Angst vor denen es Ihnen mal sagen zu müssen das ein Umzug für mich dahin nicht in frage kommt. Aber ich frage mich immer, meine Eltern würden mir nie Vorwürfe machen oder an mir Klammern wenn ich sage ich ziehe weg. Wir haben uns auch lieb aber ich fahre nicht jeden Tag dahin und sie senden mir auch nicht täglich Nachrichten so wie bei meinem Freund.
                          Ich merke einfach das ich bei mir zu Hause freier bin weil nicht ständig wer um die Ecke stehen könnte und fragt ob ich vorbei komme oder bei mir stehen die Eltern nicht vor der Tür. Wenn ich daran denke dorthin zu ziehen und ich meine Wohnung aufgegeben habe fühle ich mich wieder als wenn ich in einer fremden Wohnung wohne wo och in den Möbeln meines Freundes lebe und ich da stehe und Wäsche wasche usw.
                          irgebdwie ist dieses Abenteuer leben welches ich vorher hatte da vorbei. Ich habe auch wenn ich bei meinem Freund bin nie das Bedürfnis rauszugehen...bei mir denke ich..mal eben in die Stadt gucken was so los ist..
                          mein Freund sagt ich soll bei denen mal in ein Fitnessstudio das ich Leute kennenlerne...aber ich glaube das würde nicht helfen..
                          jeden Tag wache ich seitdem das Thema so brisant ist mir Gertrauden auf. Aus Angst um meine gemütliche kleine Wohnung die ich nichtmehr haben werde und diesem Gefühl meine Heimat zu verlieren und dennoch liebe ich meinen Freund und habe Angst es ihm zu sagen...er müsste ja dann auch seinen Job wechseln...ich bin echt verzweifelt.

                          Kommentar


                          • Re: Antriebslos

                            "..und habe Angst es ihm zu sagen.."

                            Geben Sie ihm diesen Beitrag zu lesen.

                            Er wird Sie verstehen.

                            Wenn nicht, ist das ein nötiger Belastungstest für Ihre Beziehung.

                            Kommentar


                            • Re: Antriebslos

                              Hallo, ich muss mir ein bisschen meine Sorgen von der Seele schreiben bis ich meinen Psychiater-Termin habe der noch etwas dauert...es tut mir gut hier mir alles von der Seele zu schreiben und hoffe das ist in Ordnung.
                              Im Moment habe ich immernoch ganz massive Probleme...ich habe mich noch nicht getraut meinem Freund zu sagen das ich mi hat zu ihm ins Dorf (kleine Stadt) ziehen möchte. Ich habe große Angst immernoch davor aber irgendwie auch vor seinen Eltern bzw Vater. Mein Freund hat eine enge Verbindung zu denen bzw ich glaube eher die Eltern wollen diese Enge zu ihm.
                              Mich leide momentan still. Irgendwie merken die nicht das ich bei denen im Kaff nicht gut aufgehoben bin. Ich habe da keinen Elan rauszugehen weil ich weiß da sind 4 Läden und sonst nicht viel los. Bei mir Steig ich vor der Tür in die Bahn und bin mitten im Leben in ein paar Minuten. Ich bin 30 und ich habe das Gefühl das mein Leben bei ihm endet. Nichtmehr dieser Spaß dem man in einer Stadt hat sondern nur vereinzelt Leute auf der Straße dann hat mein Freund Nachbarn bei sich im Haus wohnen die immer Streit wollen das macht mich noch fertiger. Diese negative Stimmung da. Bei mir ist die Wohnung kleiner und ohne kleinen Garten aber ich habe da liebe Nachbarn und man hört sie nie. Das müssen doch seine Eltern auch verstehen das man bei denen eingeht.
                              Mich Wache seit einigen Monaten mit herzrasen und Weinattacken auf und habe keine Freude mehr...aber am schlimmsten ist das benommenheitsgefühl. Und mein Freund hat sich einen Fußballverein gesucht in seinem Ort und festigt sich alles weiter da während ich immer ein schlechtes Gewissen habe wenn ich in meiner Heimatstadt in meiner Wohnung bin. Seine Eltern schreiben mit dann immer eine WhatsApp und fragen dann ob bei uns alles in Ordnung ist so nach dem Motto warum bist du nicht bei unserem Sohn wenn du dich keine Termine bei dir hast? Es ist so das ich von zu Hause arbeiten kann und demnach ja immer bei ihm sein könnte.
                              wie es mir geht mit dem Gedanken dahin zu ziehen wird garnicht erst gefragt. Die freuen sich ja wenn ich da bin. Aber kann das jemand verstehen? Mir fehlt die Freiheit das man mal was machen kann ohne das seine Eltern immer alles wissen was man macht und das Leben in einer Stadt da fühle ich mich lebendig. Mein Freund arbeitet nachts und ich sitze dann manchmal am Wochenende da bei ihm im Dorf abends alleine und denke ich verpasse was. Er sagt ich soll mich da irgendwo im Verein anmelden dann hab ich da bald Freundinnen...ich habe das Gefühl ich werde verrückt und habe zu nichts mehr Lust und keine Kraft. Übertreibe ich mit dem Umzug oder kann man das nachvollziehen? Das aber von seiner Familie nie auch nur darauf eingegangen ist ob mein Freund zu mir ziehen könnte...NIE...oder meint ihr ich soll mich zusammenreißen und dahin ziehen? Aus Erfahrung kann ich sagen das ich schonmal 600 km von zu Hause aus weg gewohnt habe und so Heimweh hatte das ich zurück musste.
                              Was ist das? Muss ich mich mehr zusammenreißen?

                              Kommentar


                              • Re: Antriebslos

                                "oder meint ihr ich soll mich zusammenreißen und dahin ziehen?"

                                Die Frage ist hier, was für Sie für das Wesentliche des Lebens halten.

                                Ist der zentrale Inhalt wirklich Ihre Beziehung?

                                Welche Bedeutung hat das Zusammensein mit Ihrem Partner?

                                Ist sie so groß, dass alle negativen Faktoren nach dem Umzug kompensiert werden?


                                Und diese Fragen stehen vor dem Hintergrung, dass auch eine Beziehung sich verändern kann, weniger Bedeutung im Alltag bekommen könnte...

                                Kommentar


                                • Re: Antriebslos

                                  Danke für Ihre Antwort.
                                  was meinen Sie genau mit „Ist der zentrale Inhalt wirklich Ihre Beziehung“?

                                  Das Zusammensein mit meinem Freund bedeutet mir viel! Allerdings hat er täglichen Kontakt zu seinen Eltern, egal zu welchem Thema. Meist melden sich seine Eltern bei ihm wegen irgendwas.
                                  Sie sind herzlich und warmherzig so wie ich es mir immer gewünscht habe aber halt bei jeder Entscheidung dabei. Sie wollen ja nur helfen aber irgendwie habe ich wenn ich bei meinem Freund bin immer das Gefühl gleich melden Sie sich wieder. Sie arbeiten nichtmehr volle Wochen und haben daher Zeit.
                                  ich habe Panikattacken wenn ich bei meinem Freund bin weil ich dann jedesmal in diesem Thema „Umzug“ stecke. Wenn ich bei mir in der Wohnung in der Stadt bin habe ich das Gefühl wieder Luft zu bekommen und wieder atmen zu können und mich frei bewegen zu können.
                                  seine Eltern haben ihren Sohn zur Vorsorge fürs Alter ein Haus gekauft. Dieses soll nun bald für uns sein zur Miete. Ich bin innerlich als ich das hörte zusammengebrochen. Wenn ich meinem Freund erzähle das ich nicht wegziehen will aus der Stadt und nicht in dieses Haus möchte dann wird er sauer sein. Aber am meisten Angst habe ich dann vor den Eltern. Es wird immer alles geplant und ich kann nur zusehen und entweder mitziehen oder gehen.
                                  ich will meinen Freund ja nicht verlieren aber versteht das hier jemand??
                                  es wird ja keine Steigerung mehr geben wenn wir mach einem Jahr Zusammensein in ein Haus ziehen. Noch dazu selbst wenn wir eins wollten wir hatten ja gar keine Wahl eines auszusuchen weil wir dieses an dem Standort nehmen müssen....vergeht ihr was ich meine? :-(
                                  ich liege wieder wach und habe eine Panikattacke nach der nächsten und mein Herz rast und ich muss weinen...
                                  es fühlt sich so endgültig an mit 30 schon. Ich kann nichtmehr....

                                  Kommentar


                                  • Re: Antriebslos

                                    Du musst mit ihm darüber reden.
                                    Entweder ihr findet eine Lösung, vielleicht Fernbeziehung, oder es passt halt nicht.

                                    Was hast du denn davon nichts zu sagen und das alles mitzumachen und darüber zu zerbrechen, da wäre doch Klartext besser und ggf. die daraus folgenden Konsequenzen hinzunehmen.

                                    Wie ginge es dir denn ohne deinen Freund in der Stadt und wie ginge es dir mit ihm und seinen Eltern auf dem Land?
                                    Wähle das kleinere Übel.

                                    Ohne deinen Freund zu sein kannst du überwinden, immer mit seinen Eltern im Dorf zu sein, dem kannst du nicht entfliehen.

                                    Kommentar


                                    • Re: Antriebslos

                                      Hallo zusammen,

                                      ich habe es geschafft mit meinem Freund zu reden. Allerdings geht es mir noch nicht besser dadurch. Er sagte mir das er mich vollkommen versteht das mir die Stadt fehlen wird weil in seiner kleinen Stadt wirklich nichts los ist. Das hätte ihn auch immer gestört aber er hätte sich über die Jahre dran gewöhnt. Mit seinem Vater hat er auch schon darüber gesprochen und er hat es auch verstanden voll und ganz. Ich hatte so eine Angst das die mich dann ablehnen weil die mich doch so lieben. Seine Mutter weiß es noch nicht das es für mich nicht in frage kommt dahin zu ziehen. Ich habe auch überlegt ob ich einfach meinen Allerwertesten zusammenreiße und doch dahin ziehe aber wenn ich daran denke dann bekomme ich Panik und muss weinen. Ich fühle mich bei mir in der Stadt einfach so lebendig was ich da nicht habe...mein Freund hat aber einen guten Job und er ist noch jünger als ich und hat einen Job von dem ältere nur träumen können mit gutem Verdienst und Aufstiegschancen. Daher sagte er könnte er sich das eher nicht vorstellen da weg zu ziehen. Was ich ja auch verstehen kann. Erst sagte er es mache dann ja keinen Sinn mit uns aber er will mich aber nicht verlieren das sagte er auch und ich werde ihn so schnell nicht los sagte er spaßhaft und hat mir sogar Blumen mitgebracht nachdem ich so weinen musste.
                                      Seitdem ich nicht weiß wie es weiter geht habe ich morgendlich Panikattacken und muss immer weinen. Es macht mich so fertig diese Angst ihm zu verlieren nur wegen 100 km Entfernung und doe
                                      angst meine geliebte Heimat zu verlassen und sich meine geliebte Wohnung....in der habe ich meine Ordnung und meine Struktur und ich habe sie mit meiner Familie damals so liebevoll eingerichtet. Deswegen hängt mein Herz an dieser Wohnung. Sie ist Kellner als seine aber man könnte durchaus zu zweit in ihr wohnen.
                                      Wie kann ich mir selber helfen das diese Panikattacken weggehen und ich dennoch einen normalen Alltag früheren kann ohne sich so voller Panik zu fühlen und Angst vor jedem neuen Tag zu haben was dann kommt? Ich bin innerlich am Ende und lustlos die Arbeit schaffe ich gerade so noch..Danke für eure Hilfe!!

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