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Psychologischer Befund für medizinischen Reha-Antrag

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  • Psychologischer Befund für medizinischen Reha-Antrag

    Hallo zusammen,

    ich leide unter Morbus Crohn mit neuaufgetretender Gelenkbeteidigung, Reizdarm und neudiagnostiziertem Diabetes. Deshalb möchte ich auch eine Reha bei der Krankenkasse beantragen. Die letzte ist erst zwei Jahre her, deshalb könnte es schwierig wären.

    Ich bin auch wegen meiner Spritzenphobie in psychotherapeutischer Behandlung. Und wir reden dort auch über die psychische Belastung meiner chronischen Krankheiten. Es sind jetzt keine Depressionen oder so, aber es ist ja doch psychisch nicht gerade leicht mit allem fertig zu werden. Besonders wenn ständig was neues dazukommt...

    Jedenfalls habe ich meine Therapeutin gefragt, ob sie mir für den Rehaantrag nicht auch einen Befund schreiben könnte. Wie es mir halt momentan psychisch geht. Wäre sicher hilfreich. Sie würde es machen, meint aber, sie hat sowas noch nie schreiben müssen. Und ist sich jetzt unsicher bzw. hat Angst es zu heftig zu formulieren, dass die Krankenkasse sagt, dass ich keine medizinische sondern eine psychiatrische Reha brauche, welche ich zum Einen wirklich nicht benötige und zum Anderen auch gar nicht möchte..

    Hat jemand Erfahrung oder irgendwelche Tipps, was man unbedingt vermeiden sollte in diesem Befund, oder ist die Sorge unbegründet?


  • Re: Psychologischer Befund für medizinischen Reha-Antrag

    "..sie hat sowas noch nie schreiben müssen."

    Das stimmt ganz sicher, denn Befunde in der Medizin werden immer nur auf Anforderung verfasst.

    Sie kriegen die psychosomatische REHA auch ohne den Befund der Psychotherapeutin.
    Und es ist tatsächlich auch denkbar, dass eine psychiatrische REHA empfohlen wird, wenn phobische Störungen in einem Befund eine große Rolle spielen.

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    • Re: Psychologischer Befund für medizinischen Reha-Antrag

      Danke erstmal für Ihre Einschätzung.

      Es soll keine psychosomatische, sondern eine rein medizinische Reha sein. Habe mir eigentlich auch schon eine bestimmte Reha-Klinik ausgesucht. Die bieten auch psychologische Gruppen- und Einzeltherapien, sowie spezielle psychologisch geleitete Gruppengespräche für Morbus Crohn-Erkrankte.

      Das Problem ist halt, dass ich vor zwei Jahren bereits eine Reha hatte. Und so schnell wird eigentlich keine Reha mehr genehmigt, normalerweise erst nach vier Jahren. Aber durch das ganze letzte Jahr, bin ich halt auch psychisch ziemlich am Ende. Ein halbes Jahr krankgeschrieben wegen Knieproblemen, schlussendlich hatte ich monatelang Gelenkschmerzen an allen Gelenken, wie sich dann nach Monaten rausstelle vom Crohn. Fast ein Jahr lang Schmerzen, das geht einfach auch auf die Psyche. Vom neudiagnostizierten Diabetes gar nicht zu reden.

      Und dass soll halt irgendwie in diesem Befund von meiner Therapeutin stehen. Die Spritzenphobie geht die Krankenkasse in dem Moment ja eigentlich gar nichts an. Und wäre wahrscheinlich eher noch ein Grund die Reha abzulehnen, wegen fehlender Mitwirkung oder ähnlichen. Deshalb sollte davon auch nicht die Rede sein.

      Ich bin mir jetzt echt unsicher. Hatte eigentlich gemeint, dass es helfen würde beim Antrag? Weil meine Fachärzte schreiben ja nichts über den momentanen psychischen Zustand in die Befunde rein..

      Es ist echt schwierig, da jetzt keine Fehler zu machen.. Ich brauche echt dringend noch mal eine Reha.

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      • Re: Psychologischer Befund für medizinischen Reha-Antrag

        Auch deine Fachärzte könnten in die Befunde hinein schreiben, dass die Erkrankungen einen hohen Leidensdruck aufbauen.
        Eigentlich sollte das für die noch weniger ein Problem sein, als für deine Therapeutin.
        Frag da doch einfach mal nach.

        Du selber bringst die Befunde ja auch nicht bei, du gibst deine Ärzte und eventuell auch die Therapeutin an, ob der Träger einen Befund der Therapeutin anfordert ist dann auch nicht unbedingt gesagt, da der Antrag ja nicht aus psychischen Gründen gestellt wurde.

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        • Re: Psychologischer Befund für medizinischen Reha-Antrag


          Du selber bringst die Befunde ja auch nicht bei, du gibst deine Ärzte und eventuell auch die Therapeutin an, ob der Träger einen Befund der Therapeutin anfordert ist dann auch nicht unbedingt gesagt, da der Antrag ja nicht aus psychischen Gründen gestellt wurde.
          Also das letzte Mal sollte ich alle relevanten Befunde zum Rehaantrag hinzulegen, welche dann beurteilt werden.
          Hat meine Hausärztin gemeint, hab ich auch dann so gemacht..


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          • Re: Psychologischer Befund für medizinischen Reha-Antrag

            Ich habe halt echt Angst, dass der Antrag einfach abgelehnt wird. Wenn die dann noch selbstständig irgendwelche Befunde anfordern müssten, lehnen sie es doch gleich ab...

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            • Re: Psychologischer Befund für medizinischen Reha-Antrag

              Früher war das bei mir auch so.
              Als ich das dann wieder so machen wollte wurde das von den Ärzten abgelehnt, der Träger fordert an und ich glaube das wird dann auch vergütet.
              Aber vielleicht ist es auch einfach unterschiedlich geregelt.

              Da es nicht um die Psyche geht und du Angst hast dass gerade das den Antrag verderben könnte, da ist es vielleicht das Beste wenn der Arzt schreibt dass der Leidensdruck wegen der physischen Grunderkrankungen immens hoch ist.
              Wenn du deine Therapeutin angibst und der Träger da näheres wissen will, dann wird er sich an die Therapeutin wenden.

              Auf der sicheren Seite wirst du nie sein, egal wie du es machst, schon alleine weil vom Träger oft nicht nach Gründen für die Reha, sondern nach Gründen dagegen geschaut wird.
              Glück ist immer dabei, du kannst es nicht kontrollieren.

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              • Re: Psychologischer Befund für medizinischen Reha-Antrag

                Früher war das bei mir auch so.
                Als ich das dann wieder so machen wollte wurde das von den Ärzten abgelehnt, der Träger fordert an und ich glaube das wird dann auch vergütet.
                Aber vielleicht ist es auch einfach unterschiedlich geregelt.
                eine Freundin arbeitet bei einer Internistischen Praxis. Die meint auch, dass da immer gleich alle Befunde mitgeschickt werden.. Vielleicht kommt es aufs Bundesland oder den Kostenträger an..

                Ich werde vielleicht meine Therapeutin bitten auch ein bis zwei Sätze zu schreiben, wegen Leidensdruck und dem Kreislauf, Psyche schllecht verstärkt wieder Reizdarm, dann geht es mir psychisch schlechter, wegen weiteren Symptomen. Angst vorm erneuten Schub, etc. Das sind ja Dinge, die bei Morbus Crohn und Reizdarm eigentlich normal sind.

                Und dann wenn ich das geschrieben in der Hand halte, kann ich immer noch entscheiden, ob es zu krass formuliert ist, dass ich es nicht dazulege, oder ob es meiner Meinung nach passt.
                Kann ja da auch nochmal den Hausarzt fragen, wenn dann was schriftliches vorliegt, was der meint. Ist es ja dann doch einfacher zu beurteilen.


                Danke nochmal allen für eure Antworten.

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