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Wirre Gedanken? Angst; Schizophrenie ?

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  • Wirre Gedanken? Angst; Schizophrenie ?

    Guten Abend,

    Vor einigen Tagen hatte ich einmal ein Thema eröffnet, welches sich mit der Angst vor Schizophrenie beschäftigte :

    ( https://www.onmeda.de/forum/angst_zw...-schizophrenie )

    Seitdem war ich für 4 Stunden erneut beim Psychotherapeuten und habe ihm folgendes Problem erklärt :

    Da ich mich in den letzen 3 Monaten extrem oft und viel über das Thema Schizophrenie beschäftigt habe ( vor allem über subjektive Sichten, wie bspw. Erfahrungsberichte oder Anzeichen ), habe ich mir irgendwie die Wahrnehmung oder die Gedanken, von jemanden der diese Krankheit hat, angeeignet.
    Seit ca. einer Woche habe ich "kranke" Gedanken, welche mir extreme Angst machen.
    Ich habe mir so viele Gedanken über diese "kranken" Gedankengänge gemacht, dass ich selber schon denke krank zu sein.
    Ich versuche das Problem anhand von ein paar Beispielen zu beschreiben, welche hoffentlich helfen um mein Problem zu verstehen:

    In der Therapie habe wir über eine Person aus meinem Kollegenkreis gesprochen, welcher evtl. schizophren sein könnte. Ich habe meinem Therapeuten erzählt, dass er oft Gedankengänge hat, welche "verrückt" sind, so z.B, dass Flugzeuge gar nicht fliegen und alle Nachrichten nur aus Lügen bestehen und einem nur etwas vorgespielt wird.
    Nun habe ich mir irgendwie exakt diese Gedanken angeeignet und habe Angst, dass dies so ist. Der Therapeut meinte, dass ich diese Realitätsprüfung machen soll bzw. machen kann um so zu sehen, ob dies wirklich der Fall ist. Nun kann ich diese Realitätsprüfung nur noch irgendwie schwer machen. Ich habe das Gefühl, dass ich meiner Wahrnehmung nicht mehr trauen kann. Das einzige, wie ich diese Realitätsprüfung machen kann ist folgende:
    Wenn ich jemanden erzählen würde, dass Flugzeuge gar nicht fliegen können oder alle Nachrichten gelogen sind, dann würde die Person denken, dass ich verrückt wäre. Trotzdem machen mir diese Gedanken extreme Angst davor Schizophren zu sein oder in naher Zukunft zu werden. Ich hab das Gefühl, dass durch diese extreme Angst davor, schizophren zu sein, ich meiner Wahrnehmung nicht mehr trauen / glauben kann.

    Ein weiteres Beispiel wäre:
    Ich war neulich in einer Besprechung, in der sich zwei "Gegenpartein" gestritten haben und ich auf einmal den Gedanken hatte, dass alles Lüge und abgespielt ist. Ich weiß aber nicht, woher dieser Gedanke kommt und ich weiß auch tief innen, dass der Gedanke eigentlich komplett unlogisch ist und eigentlich gar nicht der Wahrheit entsprechen kann. Aber woher kommen diese Gedanken? Ist das ein Zeichen, dass ich langsam durchdrehe?
    Ich beziehe diese Gedanken fast immer auf Sachen, welche ich zuvor mal
    gelesen haben.

    Z.b habe ich auch gelesen, dass Leute die Schizophren sind, sich verfolgt fühlen.
    Nun schaue ich immer in den Rückspiegel, wenn ich Auto fahre um zu schauen, ob ich wirklich verfolgt werde, was nicht der Fall ist, ich aber Angst habe, dass ich das irgendwann denke.

    Oder wenn ich mir was zu Essen bestelle oder mir meine Freundin was zubereitet, denke ich, dass das Essen vergiftet sein könnte, esse es aber trotzdem. Hört sich irgendwie richtig krank an und ich weiß

    Ich habe Angst davor, dass ich diese Realitätsprüfung nicht mehr machen kann und das dann auch denke usw.; bzw. bin ich mir nicht mal sicher, ob ich schon wirklich so krank denke oder ob einfach nur meine extreme Angst davor, schizophren zu sein, dies alles auslöst.

    Mein Therapeut meinte, dass dies alles eine Art " hypochondrische Zwangsgedanken " sind und trotzdem beruhigt mich das alles nur sehr schwach bzw. kann ich mir nur sehr schwer vorstellen, dass dies alles von der extremen Angst her kommt. Bin ich schon schizophren oder ist das auch wieder nur eine Veränderung der Wahrnehmung durch meine diagnostizierte Angststörung?

    Es gibt Phasen, da kann ich mich eigentlich relativ gut ablenken, vor allem wenn ich daran denke, dass es evtl. doch "nur" Zwangsgedanken sind.

    Meinem Therapeuten vertraue ich eigentlich, aber dennoch habe ich Angst, dass er evtl. falsch liegt und ich eine Schizophrenie entwickele bzw. schon eine habe.
    Diese "gegoogle" werde ich in Zukunft lassen, weil ich weiß, dass es sehr schädlich für mich ist und ich mir dadurch nur mehr Gedanken mache.

    Wäre schön, wenn sich hier zu nochmal einer melden würde, und ich weiß wie verrückt das alles klingt, aber diese Angst lässt mich einfach nicht los.

    Mit freundlichen Grüßen


  • Re: Wirre Gedanken? Angst; Schizophrenie ?

    Hi Respekta,
    dein Therapeut hat da recht, das hört sich eher nach Zwang und überhaupt nicht nach Psychose an.

    Durch dein Sammeln von Informationen hast du dich anscheinend total rein gesteigert, auch typisch für Angsterkrankungen.

    Informiere dich doch mal über Angststörungen und ZG, da wirst du mehr Übereinstimmungen finden als mit einer Schizophrenie.

    Soweit ich das beurteilen kann, schauen Leute mit Psychose weder in den Außenspiegel ob sie verfolgt werden, noch denken sie das Essen könnte vergiftet sein, oder ein Flugzeug fliegt nicht und weiter geht es, ohne dass dies viel weitreichendere Folgen hätte.
    Der Wahn löst ein Verhalten und Denken aus, das ist kaum vorstellbar und nicht zu übersehen, es würde sowohl hier im schriftlichen als auch ganz sicher deinem Therapeuten auffallen wenn da was wäre.
    Nur Leuten die schon lange eine Psychose haben, könnte es ansatzweise gelingen diese vor einem nicht geschulten Auge zu verbergen, sie würden aber dennoch komplett anders ticken als du.

    Also, Infos zu der Diagnose die hast zu sammeln ist sicher eine gute Idee, Infos zu Diagnosen die du nicht hast ist eine schlechte Idee.

    Entspann dich, es sind "nur" deine Gedanken die Verwirrung stiften und Angst machen, aber dein Geist ist kerngesund.
    Die Angst ist es die dir diese Streiche spielt, die ist mächtig und kann einiges bewirken, bei Schizophrenie ist es eher umgekehrt, die Angst ist eine Folge der Psychose und hat nichts mit rein steigern zu tun, bei dir ist das Reinsteigern eine Folge der Angst und Gedanken.
    Leute mit so einer Psychose, denen geht es nicht wirklich besser wenn sie sich ablenken und sich sagen es wären nur Gedanken, die vergessen niemals wo der Feind sitzt und Ablenkung ist in einer Phase eher nicht möglich.

    Bei dir funktioniert alles wie es funktionieren soll, nur dass du eine Angsterkrankung hast.

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    • Re: Wirre Gedanken? Angst; Schizophrenie ?

      Danke nochmals, es beruhigt mich wirklich ungemein sowas zu lesen
      Ich fange ab Mittwoch mit meiner Therapie zur generalisierten Angststörung an und hoffe, dass es bald besser wird!

      Vielen Dank nochmal..

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      • Re: Wirre Gedanken? Angst; Schizophrenie ?

        es beruhigt mich wirklich ungemein sowas zu lesen
        Noch ein Beleg für die Angststörung.;-)

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        • Re: Wirre Gedanken? Angst; Schizophrenie ?

          "Ich fange ab Mittwoch mit meiner Therapie zur generalisierten Angststörung an und hoffe, dass es bald besser wird!"

          Dann wird es ganz bestimmt besser.
          Und für eine schizophrene Psychose gibt es keinen Anhaltspunkt in Ihrer Schilderung!

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          • Re: Wirre Gedanken? Angst; Schizophrenie ?

            Ich glaube Ihnen, aber hört sich das nicht trotzdem stark nach Psychose an oder wieso nicht ?

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            • Re: Wirre Gedanken? Angst; Schizophrenie ?

              Ich glaube Ihnen, aber hört sich das nicht trotzdem stark nach Psychose an oder wieso nicht ?
              Du glaubst eben nicht, sondern suchst nach dem Fehler und Versicherungen.
              Dagegen musst du angehen.

              Du solltest zu dem Thema möglichst gar nicht mehr fragen, zu deinen Ängsten ist ja ok, aber diesen zweifelnden Gedanken nachzugeben gibt der Sache nur noch extra Futter.

              Du willst die Kontrolle haben, es gibt aber keine absolute Sicherheit im Leben und damit muss man die Kontrolle auch mal ein Stück weit abgeben und dementsprechend vertrauen.
              Warum du das nicht kannst wird sicher ein Teil der Angststörung sein und da wird die Therapie auch weiter helfen.

              Kommentar



              • Re: Wirre Gedanken? Angst; Schizophrenie ?

                Das war aber nicht böse gemeint Respekta, das ist halt die Natur von Zwängen, dass sie schlimmer werden wenn man ihnen nachgibt.

                Soweit ich das beurteilen kann, sind die Ängste und Gedanken von Leuten mit Psychose, eher nicht damit beschäftigt bei sich selber nach solch einer Erkrankung zu suchen und sie zu befürchten, sie richten sich vor allem nach Außen, suchen solche Erkrankungen, Gefahren und Befürchtungen bei den anderen, aber nicht bei sich selber.
                Sie selber sind gefühlt psychisch gesund, die anderen sind krank und nur das macht sie krank.

                Bei dir ist es ja so dass sich deine Gedanken und Befürchtungen auf dich selber richten, du fürchtest krank zu sein und die Welt drumrum ist es nicht, du suchst bei dir den Fehler in Form einer schweren Psychose.
                Bei dir ist alles komplett umgekehrt wie bei einer Psychose.

                Wieso hört es sich denn stark nach einer Psychose an?
                Wer sagt das?
                Google?
                Du?
                Sicher niemand der sich damit auskennt?

                Es hört sich nach nichts anderem als nach Ängsten und den daraus entstehenden Gedanken an, bei Psychosen entstehen aber die Ängste meist aus der Psychose heraus und betreffen vor allem die anderen, man selber ist vollkommen ok.
                Bei dir hört sich gar nichts nach Psychose an, es hört sich ganz genauso an wie es sich eben anhört, wenn jemand an einer Angststörung/Zwangserkrankung leidet!

                Dazu kommt noch, dass meiner Meinung nach eine Paranoia nicht wirklich unbedingt einer Psychose zuzuordnen ist, Angsterkrankungen sind ja auch irgendwo paranoid und von daher ist es gar nicht möglich bestimmte Symptome in einen Topf zu werfen und zu sagen es muss eine Psychose sein, so wie du das machst.
                Nein, solche Wahrnehmungen wie du sie hast kommen bei sehr vielen Ursachen vor und bei einer Psychose ist es eben komplett anders, als wie du das erlebst.

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                • Re: Wirre Gedanken? Angst; Schizophrenie ?

                  Danke nochmal für die ausführliche Antwort !
                  Gestern habe ich gemerkt, nachdem ich etwas Alkohol getrunken habe, dass es leicht besser geworden ist, dann hatte ich noch einmal solch einen Zwangsgedanken, wieder mit der Krankheit etc. und als ich dann unterwegs war, hatte ich für ca. 5 Stunden keinen einzigen Zwangsgedanken oder Angst. Ich war im Endeffekt wieder genauso wie früher; Ich hab sogar absichtlich versucht, solche Gedanken in irgendeiner Form "hochzuholen", selbst dies hat aber nicht geklappt und wenn dann waren diese Gedanken nur für 1-2 Sekunden.
                  Ich denke dies ist eher als "gutes" Zeichen zu werten oder?
                  Mir sagte mein Therapeut, dass Alkohol bei Angsterkrankungen sehr gut hilft, langfristig natürlich aber kein Medium ist, welches Abhilfe schafft..
                  Trotzdem geht es natürlich nach dem Aufwachen wieder los mit den Sorgen, Zwangsgedanken etc.
                  Aber diese 5 Stunden, in denen man wirklich kurz sorgenfrei ist, sind schon echt wieder etwas was einen Hoffnung macht, dass es irgendwann wieder so ist, wie es mal war.

                  Grüße

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                  • Re: Wirre Gedanken? Angst; Schizophrenie ?

                    Ja, Alkohol hat eine Angst lösende Wirkung und hilft definitiv, zumindest solange man nicht süchtig ist und übertreibt, aber auch genau deshalb gibt es so viele Alkoholiker. Die meisten dürften vor allem mit dem Trinken angefangen haben, weil ihre Leiden dadurch (vermeintlich) erträglicher sind.

                    Bei einer Psychose wäre das sicher anders, da es dort um Tatsachen geht die nicht mit dem Alkohol verschwinden.

                    Es zeigt auch dass dir dieser Mechanismus hilft, ich denke wenn es für dich zu schlimm wird hätte auch ein Medikament mit ähnlicher Wirkung gute Aussicht auf Erfolg und zumindest kein Suchtpotenzial.
                    Also nur falls du mal an einem Punkt sein solltest, wo es wichtig wird eine solche Lösung ins Auge zu fassen.

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                    • Re: Wirre Gedanken? Angst; Schizophrenie ?

                      Genau diese Möglichkeit habe ich schon mit dem Therapeuten besprochen und dieser meinte, dass er mir schon fast empfehlen würde, ein schwaches Beruhigungsmittel zu nehmen. Ich denke er meinte etwas von SSRI. Ich bin schon länger am überlegen, ob es wirklich nicht sinnvoller wäre, so etwas zu nehmen aber dieser Schritt ist natürlich nicht einfach.

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                      • Re: Wirre Gedanken? Angst; Schizophrenie ?

                        Soweit ich weiß werden in vielen Fällen die besten Erfolge erzielt, wenn ein Medikament genommen wird und eine Psychotherapie stattfindet.

                        Es ist vor allem immer die Frage, ob sich jemand ohne Medikament richtig auf die Psychotherapie einlassen kann, oder seine Zweifel, Dr. Google und die Angst dies verhindern.
                        Wenn die Angst durch ein Medikament gelindert wird, dann fallen so Sachen wie nicht googlen und weniger Gedanken machen leichter, so dass man sich besser auf die nötigen Strategien konzentrieren kann, sie leichter erlernt.

                        Bei Zwängen und Ängsten ist es meiner Meinung nach sehr schwierig die Strategien umzusetzen, wenn sie schon so einen großen Einfluss auf das Leben haben und dann auch noch bewirken dass der Zweifel an der Richtigkeit der Diagnose überwiegt.

                        Du kannst dich ja mal unverbindlich von einem Psychiater beraten lassen, dann weißt du was mit einem Medikament auf dich zukommen würde und kannst das besser beurteilen.

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                        • Re: Wirre Gedanken? Angst; Schizophrenie ?

                          Da mein Therapeut mir empfohlen hat, einen Psychologen aufzusuchen, welchen ich mein Problem schildern kann, würde ich gerne wissen, ob ich da zu einem speziellen Psychologen gehen muss, oder ob ich da keine Unterschiede machen muss. Außerdem wollte ich wissen, ob jemand Erfahrungen mit Früherkennungszentren hat und wie lange man dort ca. auf einen Platz warten muss?

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                          • Re: Wirre Gedanken? Angst; Schizophrenie ?

                            Wieso sollst du denn zu einem Psychologen?

                            Kommentar


                            • Re: Wirre Gedanken? Angst; Schizophrenie ?

                              Bei was für einem Therapeuten bist du denn?

                              Kommentar


                              • Re: Wirre Gedanken? Angst; Schizophrenie ?

                                Wieso sollst du denn zu einem Psychologen?
                                Mein Therapeut meinte, dass es spezielle Psychologen gibt, welche sich ausschließlich mit dieser Erkrankung beschäftigen und relativ schnell eine sehr genaue Diagnose stellen können, da sie, sehr viel Kontakt bzw. Erfahrung zu dieser Krankheit haben.

                                Zu der Frage, bei welchem Therapeuten ich bin:

                                Mein Therapeut hat Psychologie studiert, anschließend eine Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten mit Approbation zum Psychologischen Psychotherapeuten. ( Lebenslauf auf der Homepage )

                                Somit ist er Dipl.-Psych.

                                Hoffe das beantwortet die Frage, oder wie war das gemeint?

                                Kommentar


                                • Re: Wirre Gedanken? Angst; Schizophrenie ?

                                  Ja, so war das gemeint.
                                  Ein reiner Psychologe, ist ja eher nicht auf solche Krankheitsbilder spezialisiert, im Sinne von Qualifikationen.

                                  Es scheint ja so, dir kann die ganze Welt sagen dass du keine Psychose hast und du glaubst dennoch dass es eine ist.
                                  Was machst du nun wenn dir so ein Psychologe sagt dass du keine Symptome für eine Psychose zeigst?
                                  Denkst du dann du hast es nur nicht richtig rüber gebracht, oder die Antworten wurden nicht richtig aufgefasst, oder es ist einfach noch zu früh als das man das messen könnte du es aber dennoch spürst?

                                  Jedenfalls gibt es solche Stellen in manchen Unikliniken, in den Ambulanzen der Psychiatrien.
                                  Ich denke wenn du danach googlest, dann wirst du fündig werden.
                                  Nur dem Ergebnis solltest du dann auch glauben und dann auch die Diagnosen die dort sicher noch einmal bekommen wirst akzeptieren, dich darauf konzentrieren.
                                  Du hast keinen Wahn, sondern wahnsinnige Angst und alles was du hier geschrieben hast passt dazu wie die Faust aufs Auge.

                                  Außerdem, wenn es so wäre dass deine Gedanken zu Vergiftungen und verfolgt werden in einer Psychose begründet wären, dann wäre sie ja schon aktiv und du würdest hier ganz anders auftreten, auch dein Therapeut hätte dann keine Schwierigkeiten sie zu erkennen und darüber wärst du wahrscheinlich sehr entrüstet.

                                  Kommentar


                                  • Re: Wirre Gedanken? Angst; Schizophrenie ?

                                    Von Tag zu Tag wird es eigentlich immer besser und ja ich versuche die Diagnose "Angsterkrankung" zu akzeptieren.

                                    Für 3-4 Wochen konnte ich das auch eigentlich sehr gut, nur durch die Pause von 1 Monat haben sich noch Zwangsgedanken gebildet, welche aber seit dem gestrigen Abend, als ich ein wenig alkoholisiert war, gebessert haben, da ich dadurch weiß, dass es eigentlich "nur" die Angsterkrankung sein kann.

                                    Bei einer Psychose würde der Alkohol, soweit ich das beurteilen kann, eher nicht helfen.

                                    Zudem war ich schon, seitdem ich 14 bin, sehr anfällig für irgendwelche eingebildeten Krankheiten, sehr oft Krebs, Herzinfarkt etc.
                                    Nun sind diese Ängste auf psychische Krankheiten "umgestiegen", da ich vermutlich schon fast alle schwerwiegenden somatischen Krankheiten ausschließen konnte.

                                    Ich denke du hast auch recht, dass es mir sehr schwer fällt, Kontrolle abzugeben und dies wird auch ein Grund sein, wieso ich sooft Angst habe.

                                    Falls es dich interessiert kann ich dir ja mal schreiben, wie sich alles entwickelt hat und was bei den Gesprächen in Zukunft rausgekommen ist.
                                    Bedanken möchte ich mich aber jetzt schon mal, da es wirklich ungemein hilft, die Meinungen von anderen zu hören! :-)

                                    Durch Zufall bin ich auch nochmal auf einen anderen Thread gestoßen, in dem jemand das exakte Problem benennt, in einem Früherkennunszentrum war und ihm mitgeteilt wurde, dass aktuell keine Gefahr ausgeht!

                                    Sowas zu lesen beruhigt immer sehr stark, dennoch typisch für die Angststörung, ist dies nur von temporärer Dauer, dennoch bin ich zuversichtlich ( mein Therapeut ) auch, dass ich irgendwann wieder genauso leben kann wie davor; oder zumindest nahezu !

                                    Kommentar


                                    • Re: Wirre Gedanken? Angst; Schizophrenie ?

                                      Im Grunde weißt du ganz genau was Sache ist, in dem Beitrag schreibst du alles sehr richtig und es ist eben "nur" die Angst, die die Gedanken zu immer neuen Schrecken treibt.

                                      Das Problem dass Beruhigung selten lange anhält hast du auch erkannt, im Prinzip hast du schon sehr viele Infos gesammelt um der Angst etwas entgegensetzen zu können, nämlich die Gedanken die du in deinem letzten Beitrag schreibst und eben durch das zusätzliche versuchen den Ängsten nicht so extrem zu folgen, was sonst in einer Absicherung nach der anderen ausufert und am Ende mehr schadet als nutzt.
                                      Solche Sachen werden meist erst besser wenn man gelernt hat sie auszuhalten, ihnen die richtigen Argumente entgegenzusetzen und nicht auf das was sie als Absicherung verlangen einzugehen, da sie wie bei einer Sucht immer mehr wollen und sich dadurch nur noch steigern.

                                      Klar, sicher sind hier alle daran interessiert wie es dir weiter ergeht und was bei den Gesprächen raus kommt, auch wenn ich da keine Überraschungen erwarte.;-)
                                      Du siehst ja auch wie ältere Beiträge dir geholfen haben, also wird dein weiter berichten auch wieder anderen helfen.
                                      Und ich freue mich immer, wenn jemand über längere Zeit berichtet und ich erfahren darf wie es mit dir weiter geht.

                                      Kommentar


                                      • Re: Wirre Gedanken? Angst; Schizophrenie ?

                                        In den letzten Tagen habe ich sehr viel mit Psychiatern und Früherkennungszentren telefoniert, wobei ich einen Termin bei einem Früherkennungszentrum für Psychosen ausmachen konnte. Der Herr am Telefon meinte aber, dass ich mir den Termin eigentlich fast sparen kann, da er, nachdem ich ihm meine Symptomatik geschildert habe, ziemlich sicher war, dass dies keine Prodromalsymptome sind.
                                        Die anschließenden Tage hatte ich auch nur noch sehr selten diese Zwangsgedanken, sodass ich eigentlich fast wieder "normal" leben konnte..

                                        Durch Zufall bin ich nun in ein Gespräch mit einem Kollegen verwickelt worden, welcher sich mit dem philosophischen Thema " Solipsismus " beschäftigte.. Und wer hätte es gedacht? Meine Angst legt sich nur genau auf dieses Thema.. Sodass ich wieder neue Zwangsgedanken entwickelt habe, welche sich damit beschäftigen.. Meinen Therapeuten habe ich auch schon auf dieses Thema angesprochen und er meinte, dass dies auch wieder "nur" Zwangsgedanken sind, aber die Vorstellung über diese Theorie, obwohl ich sie in keiner Weise glaube, macht mir wieder Angst. Vermutlich aber auch nur aus dem Grund, weil man nicht das Gegenteil beweisen kann.
                                        Ich habe mir diesmal sogar das "googlen" verboten, nachdem ich aber leider schon 30 Minuten darüber gelesen habe.

                                        Ich hoffe nur, dass ich durch die V-Therapie endlich alle meine Sorgen und Gedanken ausschalten kann und wieder ganz "normal" leben kann..

                                        Das Problem ist aber, sobald meine Zwangsgedanken oder Sorgen über das eine Thema verblassen, kommen neue Ängst und Zwangsgedanken, auch wie in diesem Fall, komplett unrealistische/ absurde Ängste. Ich glaube nicht mal an solche Theorien, aber der Gedanke und die Vorstellung, dass dies so wäre, macht mir wirklich Angst.

                                        Kommentar


                                        • Re: Wirre Gedanken? Angst; Schizophrenie ?

                                          Lustig.
                                          Mit Solipsismus habe ich mich schon gedanklich beschäftigt, da wusste ich ich gar nicht dass es einen Namen dafür gibt.
                                          Ich glaube da war ich eher noch Kind, Theorien der einzige Mensch zu sein und die anderen sind nur geschaffen, um zu suggerieren man sei nicht der einzige.
                                          Oder ob wirklich alle gelb gelb sehen, oder nur der Name uns verbindet, die Farbe selbst für andere grün, oder blau ist, nur haben sie gelernt dass man sie gelb nennt.

                                          Respekta, solche Überlegungen sind normal!
                                          Das denkt man weil man im Grunde genommen ein Individuum ist, sich von anderen unterscheidet, sich selber fühlt aber die anderen nicht, weil man in sich selber ganz alleine ist und weils auch spannende Gedanken sind.
                                          Diese Überlegungen sind so verbreitet weil wir uns dann doch alle ähnlich sind und jeder mal zu solch einem Thema kommt, die die dran kleben bleiben die haben aber ganz sicher keine Angst vor dem wovor du Angst hast, die sind Könige in einer Welt, wo alle anderen da sind um sie zu unterhalten.

                                          Du vermutest mehr hinter der Angst/Zwangsstörung, weil es dir so komplex erscheint dass es keine einfache Störung sein kann.
                                          Das wissen aber die meisten gar nicht, die sich nicht damit auseinandergesetzt haben, oder nicht drin stecken, dass solche Störungen sehr komplex sind und sich eben genauso schlimm anfühlen wie eine Psychose, Irrsinn, Krebs, was auch immer, eben total schlimm und übelst.

                                          Mach dir das bewusst, dass eine solche Störung schlimm ist und solche Symptome macht, dazu braucht es keine noch schlimmere Erkrankung um sich das alles zu erklären, alles was du schreibst ist absolut typisch für diese Erkrankung.
                                          Auch dass du jetzt über das nächste Thema nachdenkst ist typisch, da steckt nix anderes dahinter und jeder der mit dir gesprochen oder dich gelesen hat, hat dir das ja auch so gesagt.
                                          Je weniger Angst du hast, je mehr du dich beruhigen kannst indem du annimmst dass es die Angst und die Gedanken sind, umso besser wird es dir gehen.

                                          Gut dass du dir das Google untersagen konntest, das nutzt aber nur halb so viel wenn du das erst machst nachdem du entsprechende Informationen aufgesaugt hast, du musst versuchen erst gar nicht zu googlen, egal wie sehr du denkst dass du was bestimmtes haben könntest.
                                          Das ist ein Kreislauf, der alles nur verschlimmert!
                                          Oder hat dich googlen jemals beruhigen können?

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                                          • Re: Wirre Gedanken? Angst; Schizophrenie ?

                                            Vielen Dank für die Worte!

                                            Wie mein Therapeut auch sagte, beruhigt einen das "gegoogle" nur kurz ( wenn überhaupt ), aber auf lange Sicht schadet mir das "gegoogle" mehr, als das es mir nutzt. Das stimmt also, das Recherchieren bringt mir absolut gar nichts.

                                            In 2 Wochen werde ich den Termin für das Früherkennunszentrum wahrnehmen, obwohl ich in Bayern lebe und der Termin in Köln ist.
                                            Beruhigt hat mich auch sehr, dass der Arzt schon via Telefon meinte, dass eigentlich keine Gefahr ausgeht..

                                            Hoffentlich habe ich bald wieder die Kontrolle über meine Ängste, wenn ich im nächsten Jahr die Therapie anfange; dachte eigentlich dass das etwas schneller geht, aber irgendwie gabs da Probleme, wegen Kasse und Privatzahlung etc.
                                            Die Stunden, die ich bis jetzt hatte, waren aber auch schon ganz hilfreich, weil er mir viel über die Krankheit Angststörung sowie Schizophrenie erzählen konnte.
                                            Es gibt leider aber auch Tage, an denen man denkt, dass man nicht mehr so leben kann wie früher bzw. nahe an dem, wie es mal war.

                                            Trotzdem freue ich mich, dass ich so schnell einen Platz beim Therapeuten bekommen habe und dass dieser sehr kompetent und emphatisch ist.

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                                            • Re: Wirre Gedanken? Angst; Schizophrenie ?

                                              Ja, da hast du Glück so schnell einen Termin bekommen zu haben.

                                              Schlechte Tage gibt es halt, du weißt ja dass die guten darauf folgen.

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