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Rückfall Generalisierte Angststörung

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  • Rückfall Generalisierte Angststörung

    Hallo,

    ich habe unter einem anderen Thread bereits einen Beitrag, den ich schon über mehrere Jahre führe. Nun hat mich ein Admin darauf aufmerksam gemacht, dass ich meine Problematik ruhig auch hier noch einmal einstellen dürfte, um weitere Hilfen zu bekommen.

    Damit ich nicht alles noch einmal genau erläutern muss, hieß es ich könne meinen Beitrag verlinken. Ich hoffe das ist in Ordnung. Und ich bedanke mich herzlichst für Ihren Expertenrat.

    https://www.onmeda.de/forum/stress-n...3%B6rung/page2

    Ein kurzes Update zur aktuellen Situation:

    Ich hatte gestern endlich meinen lang ersehnten Termin bei meiner ehemaligen Psychotherapeutin.
    Sie erwähnte dass ich wohl eine Depression hätte. Und das die Angststörung der letzten Jahre diese wohl nur überlagert hätte. Auch die Zwangsgedanken hätten wahrscheinlich die Funktion die Depression abzuwehren.

    Dass ich letzte Woche verzweifelt in einer Klinik angerufen hatte, weil ich glaubte suizudal zu sein (ich wachte morgens plötzlich mit dem Gedanken auf "Du willst nicht mehr". "Es ist dein Schicksal, es wird in der Katastrophe enden und du kannst nichts dagegen tun. Das wovor du dich so viele Jahre gefürchtet hast, trifft jetzt ein. Ohne Bilder, ohne Pläne, nur eine schrecklich schwarze Angst.) führt meine Therapeutin darauf zurück, dass ich wieder einmal nach dem Engel suche, eine Macht die mich im Leben beschützt, mir Sicherheit gibt, Kontrolle.

    Sie riet mir sofort das Johaniskraut abzusetzten, dass ich seit 2 Wochen nehme, da es auch zu paradoxen Wirkungen kommen kann. Dazu eine dringende gynakologische Abklärung. Denn ich leider unter einer starken Form der PMS bzw. wird meine Angsterkrankung erheblich dadurch getriggert. Da ich während meines Urlaubs leider 1 Pille vergessen habe zu nehmen, sei es sehr wahrscheinlich, das die dadurch bedingten Hormonschwankungen einen weiteren Faktor darstellen.

    Dazu käme die Überforderung durch die neue Arbeitsstelle und der geschaffte Flug, der mich auch alles abverlangt hat.

    Ich habe wieder versucht Opipramol zu nehmen. Das Mittel dass ich im August nach 5 Jahren recht aprupt abgesetzt hatte (damit fing die Negativschleife eigentlich an). Doch nach 3 Tagen merke ich, dass es mich wahnsinnig müde macht. Eine unangenehme Müdigkeit, die Angst jedoch noch deutlich spürbar ist. Es fühlt sich an, als würde nur eine Decke darüber liegen. Da ich das als sehr unangenehm empfand, hatte ich die Einnahme danach wieder beendet. Ich war auch so froh eigentlich davon weg zu sein. Wie in meinem Beitrag nämlich auch beschreiben hatte ich mit starken Entzugserscheinungen zu kämpfen.

    Citalopram solle ich erstmal nicht nehmen. Und das verunsichert mich, da es ja heisst, dass gerade das bei Zwangsgedanken angezeigt ist. Ich habe allerdings auch selbst Angst, dass dadurch die Gedanken sogar verstärkt werden könnten (hier gehen wieder all meine Alarm-Glocken an: Der Germanwings-Pilot bekam 7 Tage vor dem Absturz Escitalopram verschrieben.) Auch habe ich damals durch das Medikament 6 kg zugenommen. Darunter habe ich sehr gelitten.

    Ich habe Citalopram 2 Jahre genommen. Nämlich als ich diese Gedanken schon einmal hatte, zu Beginn meiner Angsterkrankung. Als ich das Medikament dann vor 2 Jahren absetzte, kamen diese Gedanken plötzlich wieder...und gingen nach 2 Wochen, so wie sie gekommen sind.

    Zum jetzigen Zeitpunkt kann ich nichtmals sagen, ob diese Gedanken wirklich da sind, oder ob ich nur schreckliche Angst davor habe.
    Ich ertrage den Gedanken nicht, dass ich das meinem Kind antun könnte. Einfach weil ich die Krankheit nicht mehr aushalte. Ich hatte an diesem besagten Tag aber das Gefühl, dass es ein Zwangsimpuls ist und nicht nur ein Gedanke. Da war etwas, was mir das Gefühl gab, es müsste so sein. Natürlich habe ich danach auch wieder mit der Angst zu tun gehabt doch psychotisch zu sein und meine 5 Jahre Angsterkrankung stellten nur eine Prodromalphase dar.

    Im Moment schaut es so aus, dass ich am Morgen mit einem fürchterlichen Grübelzwang und Angstgefühlen wach werde. Auf der Arbeit versuche ich die Gedanken zu verdrängen und mich der Ablenkung und Leidenschaft für meinen Beruf hinzugeben. Auf dem Heimweg aber überkommt mich wieder die Angst vor meinen Gedanken und die Abwärtsspirale nimmt ihren Lauf. Den Nachmittag verbringe ich mit quällenden Angstzuständen. Ich würde mir sogar wünschen sie würden in einer Panikattacke münden, so wie früher. Denn danach hat man meißt etwas Ruhe. Aber sie schaukeln sich immer für 1-2 Stunden auf um dann 30 Minuten runter zu gehen. In diesen 30 Minuten kann ich positiv denken. Keine depressiven Gedanken. Ich sage dann immer "ich bin so dankbar. Ich habe gerade keine Schmerzen auf der Brust. Keine Angst. Warum kann das nicht einfach so bleiben."

    Dann geht es wieder von vorne los. Abends ab 21 Uhr habe ich plötzlich Ruhe. Zeit um Kraft zu schöpfen und Hoffnung. Ich versuche zu meditieren, die Zeit mit meinem Mann zu genießen und ich bete innerlich, das diese Krankheit doch bitte endlich von mir ablässt. Das ich begriffen habe, das ich nicht sterben möchte. Dass ich an meiner Selbstliebe arbeiten muss und an meinen Ansprüchen und auch der Angst vor der Zukunft und meinem Schicksal. Das mir das die Angst aber doch bitte nicht mehr so massiv vor Augen führen soll.

    Meine Therapeutin weiss noch gar nicht, ob sie mir zur Zeit helfen kann. Wahrscheinlich sind noch keine 2 Jahre seit meiner letzten Behandlung vergangen.

    Ich hatte dieses Jahr eine Phase, in der ich dachte das alles überwunden zu haben. Sonst hätte ich auch das Opipramol nicht abgesetzt. Die Angstzustände zeigten sich schließlich nur noch als PMS. Damit konnte ich umgehen.

    Aber jetzt kann ich nur noch daran denken, dass die Angstzustände nicht mehr aufhören und ich mein Leben lang gegen diese aggressiven Zwangsgedanken ankämpfen muss.

    Ich finde da darf auch ich mal etwas Hoffnungslos sein und muss keine Lösung wissen. So war ich nämlich nie...




  • Re: Rückfall Generalisierte Angststörung

    Hallo Vivien,

    ich habe eben Ihre gesamten Beiträge gelesen, gut, dass Sie den Link aus dem Stressforum hier eingestellt haben.

    Insgesamt scheint die Kombination aus Angst und Zwang bei Ihnen so ausgeprägt zu sein, dass es ohne Medikamente z.Z. sicher nicht gehen wird.
    Das Basismittel sollten Sie mit Ihrem Psychiater besprechen, aber situativ würde Ihnen ein Benzo (wie übrigens auch von Tired empfohlen) ganz sicher über ein Panikattacke hinweg helfen.
    Ich empfehle in Foren sehr ungern konkret Medikamente, weil ich in das Therapieregime des behandelten Kollegen nicht eingreifen möchte. Aber für den Notfall sei es wohl ausnahmsweise gestattet: Sie haben Tavor und Diazepam in einem Beitrag erwähnt.
    Diazepam hat ein breiteres Wirkungsspektrum u.a. auch muskelrelaxierende Anteile, die eher bei körperlicher Verspannung (sogar Krampfanfällen) sinnvoll sind.

    In Ihrem Fall wäre bei den erwähnten akuten Angstsituationen Tavor besser geeignet.
    Es gibt davon auch eine Expidet Form, die auf die Zunge gelegt, schnell resorbiert wird.

    Wenn Sie dann die erhoffte Wirkung mehrmals verspürt haben, bekommt das Mittel rasch eine Art Talismannfunktion. D.h. wenn Sie unterwegs sind mit der Gewissheit, dass Sie jederzeit eine Möglichkeit bei sich haben, sofort die Angstgedanken zu verscheuchen, hilft das oft schon allein, die Situation auch ohne das Mittel zu überstehen.

    Natürlich haben alle Benzos ein Suchtpotenzial, das bei regelmäßigem Gebrauch fast immer zum Tragen kommt. Aber bei Ihrer Vorbildung und der selektiven Indikation besteht diese Gefahr sicher nicht.

    Ich hoffe sehr, dass Sie bei Ihrer Psychotherapeutin bleiben können, denn nach Ihrer Beschreibung ergänzen Sie sich offenbar recht gut.

    Alles Gute und beste Grüße

    Dr. Riecke

    Kommentar


    • Re: Rückfall Generalisierte Angststörung

      Guten Abend Herr Dr. Riecke,

      ich danke Ihnen so sehr für Ihre schnelle Antwort! Denken Sie also auch, dass es sich wirklich "nur" um Zwangsgedanken handelt? Das Problem ist, ich kann mich mittlerweile kaum auf etwas anderes konzentrieren. Ich habe sofort mit Merken der Symptome vor 2 Wochen einen Termin beim Psychiater gemacht. Leider habe ich erst einen Termin für Mitte Dezember bekommen.

      Können Sie mir denn Hoffnung machen, dass ich die Krankheit nach wie vor heilen kann oder geht es jetzt immer nur noch ums "Aushalten"?

      Können Sie mir vielleicht auch sagen, wie es dazu kommen konnte, dass die Negativspirale so tief geht. Ich dachte es würde sich bessern und nicht das eine neue Erkrankung, die Zwangserkrankung, dazu kommt.

      Vielen Dank!

      Kommentar


      • Re: Rückfall Generalisierte Angststörung


        Können Sie mir vielleicht auch sagen, wie es dazu kommen konnte, dass die Negativspirale so tief geht. Ich dachte es würde sich bessern und nicht das eine neue Erkrankung, die Zwangserkrankung, dazu kommt.

        Ein umfangreicher neuer Beitrag aus dem Oktoberheft des Ärzteblattes ist sicher interessant und hilfreich für Sie:

        https://www.aerzteblatt.de/treffer?m...sterkrankungen

        Kommentar



        • Re: Rückfall Generalisierte Angststörung

          Hallo,

          ich schreibe heute nach genau etwa einem Monat wieder. Ich habe gute Momente, diese sind aber zu wenig. Ich schäme mich so für meine Erkrankung. Sie fühlt sich wie eine einzige Niederlage an.

          Ich habe in meinem Leben schwere Schicksalschläge erleben müssen...mehrmals. Sie sind wahrscheinlich der Grund für meine Angsterkrankung. Das Gefühl das Leben ist gefährlich, es ist nicht kontrollierbar.

          Aber ich war immer stark und fröhlich. Habe mich nie unterkriegen lassen. Doch heute, wo ich alles habe, was man braucht (Liebe, Erfolg und Sicherheit) werde ich die Dämonen nicht los. Ich hatte im Sommer noch geglaubt, das alles liege hinter mir. Ich bin auf dem Weg der Heilung. So kann mich die Angst nie wieder packen. Aber sie hat sich jetzt das gesucht, was das wichtigste ist. Ich habe immer schon befürchtet, dass sie mich verrückt machen will. Aber jetzt habe ich manchmal das Gefühl, fast wie ein Wahn, dass sie mich umbringen will.

          Ich weiß noch, dass ich vor einigen Jahren am Anfang meiner Erkrankung auf einer Urlaubsreise mit meinem Mann das Hörbuch "der Junge muss an die frische Luft" gehört habe. Harpe Kerkeling berichtet hier sehr dramatisch von seiner depressiven Mutter, die sich am Ende selbst suizidierte. Ich bekam drauf hin eine Panikattacke und hatte das Gefühl mich übergeben zu müssen. Es fühlt sich an wie eine schlimme Vorahnung.

          Wenn ich heute das Gefühl einer Panikattacke habe, wobei die Übergänge so furchtbar fliessend geworden sind, habe ich das Gefühl wirklich nicht mehr zu wollen, nicht mehr zu können. Dazwischen kann ich mir diese Gefühle nicht erklären. Ich habe gegoogelt über Suizidhinweise, über sich aufdrängende Gedanken und tödliche Ausgänge von Depressionen und über wahnhafte Depressionen. Damit habe ich mich in einen Kreislauf gebracht. Ich habe das Gefühl, mich im wahrsten Sinne des Wortes selbst verrückt zu machen. Und ich kann nichts dagegen tun. Ich versuche mich abzulenken, jeden guten Moment zu genießen. Nach wie vor vermeide ich nichts. Ich isoliere mich nicht und versuche mir immer wieder Mut zuzusprechen. Dass es die Angst ist die Kontrolle zu verlieren, die Angst vor mir selbst, die Angst vor dem Leben. Aber das beruhigt mich nur kurz. Dann kommt der Gedanke auf, dass ich mit einer Depression eine tödliche Krankheit habe. Und dann hätte ich lieber Krebs. Dann ist man am Ende zumindest nicht selbst schuld, wenn man stirbt.

          Jedenfalls habe ich lange mit mir gekämpft und letzte Woche einen Termin beim Psychiater erhalten. Er fragte mich, ob ich Symptome einer Depression habe. Ich sagte ich hätte keinerlei Probleme beim Antrieb, ich könne auch noch lachen (wenn auch nicht mehr unbedarft), und ich hätte keine Gefühl der Leere, Schlafprobleme auch nicht. Ich habe aber unerträgliche Angst und Gefühle der absoluten Hoffnungslosigkeit, Verzweiflung. Mal nur wenige Minuten am Tag, und dann denke ich im Nachhinein "Aha, das war wohl eine Panikattacke". Dazwischen liegt eine unerträgliche Erwartungsangst, dass ich noch einmal wie vor einigen Wochen denken könnte "Ich will nicht mehr"... Die Schuldgefühle die damit verbunden sind, sind schier unerträglich. Der Psychiater tippte auf Zwangsgedanken. Sicher könne man sich aber ja nie sein. Das könne nur ich klar sagen. Und das hat mich noch mehr verunsichert.

          Zwischendurch versuche ich mir zu sagen "Angst, Gefühl der Verzweiflung, was möchtest du mir sagen?", denn ich kenne meine Trigger und die werden zur Zeit absolut bedient. Ich bin an mehreren Stellen derzeit überfordert.

          Jedenfalls habe ich mich nun entschieden auf den Psychiater zu hören und ab morgen Escitalopram zu nehmen. Ich habe bis vor 2 Jahren schon einmal Citalopram genommen, nur 5mg. Ich hatte nur das Gefühl, dass es mich aggressiv macht. Und ich habe so Angst, dass alles nur noch schlimmer wird. Dass das ein Fehler ist.

          Aber irgendeinen Weg muss ich beginnen zu gehen. Meine Therapeutin kann mich derzeit nicht betreuen.

          Ich habe so Angst durch das alles meine Arbeit zu verlieren, meine Familie. Ich kann das kaum kontrollieren. Heute Nacht bin ich um 5 Uhr schweißgebadet aufgewacht und wusste nicht mehr wohin mit mir. Ich habe es dennoch geschafft mich zu beruhigen und meinen Tag wie gewohnt anzugehen. Auf der Arbeit funktioniere ich, sie lenkt mich ab. Ich möchte das auch, meinen Tag genießen. Ich wünsche mir nichts mehr als das. Aber im Moment schaffe ich es nicht. Ich wüsste einfach gerne was mit mir los ist.

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          • Re: Rückfall Generalisierte Angststörung

            Hi Vivien

            Ich glaube ein Teil deines Problems ist auch, dass du ein so schlechtes Bild von deiner Erkrankung hast.

            Wenn es tatsächlich ZG sind, dann ist es normal dass diese sich einen Weg suchen der besonders quält, aber sie werden dadurch nicht zur Realität.
            Das solltest du dir immer wieder sagen, es sind Gedanken aufgrund einer schweren Erkrankung, genauso wahr und unerbittlich wie Krebs, aber die Folge ist nicht der Tod.
            Da muss noch mehr hinzu kommen, um lebensbedrohlich zu werden!

            Ich glaube auch nicht dass man auch nur bei einem einzigen Suzid, der aus psychischen Gründen begangen wird, sagen kann dass derjenige selber schuld ist.
            Es gibt immer einen guten Grund, die Krankheit ist schuld, es gibt also keinen Suizid der irgendwie abzuwerten wäre.
            Im Sinne davon dass eine tödliche physische Erkrankung in irgendeiner weise mehr Berechtigung hätte zum Tode zu führen, als eine psychische Ursache, oder auch eine Entscheidung bei voller Zurechnungsfähigkeit.

            Was ich damit sagen will, siehe deine Erkrankung nicht als minderwertig an, nur weil der Irrglauben herrscht alles wäre eine Willensfrage um da wieder raus zu kommen, das ist es eben nicht mehr wenn es einen voll erwischt hat.

            Du bist in deinen Gedanken gefangen und "nicht" im Plan einen Suizid machen zu wollen, oder in Gefahr zu sein einen zu machen.
            Ich denke das fühlt sich fast immer anders an, die Gedanken machen dass du Angst davor hast weil du es nicht willst, ist man suizidal dann kehrt sich das eher um, es ist etwas das erstrebenswert wird, wonach man sich sehnt, wo der Gedanke sich zu trauen erleichternd ist und nicht "mehr" Angst machend.

            Ich glaube nicht dass da für dich eine Gefahr besteht, es sind Gedanken über den Suizid, aber keine suizidalen Gedanken.

            Versuch es mit dem Escitalopram, es hilft vielen sehr gut gegen Ängste und diese Chance ist wert es zu probieren.

            Du kannst dir zusätzlich dazu, dass du deine Erkrankung als Erkrankung und nicht als Schwäche siehst und die Gedanken als Folge dieser Erkrankung wie ein Krebsgeschwür, aber ohne dass es auf dein Handeln übergreifen kann, auch noch versuchen dich im Notfall damit zu beruhigen dass du jederzeit in eine Notaufnahme gehen kannst und solange dir das klar ist auch nichts passieren kann.

            Machst du Sport, Entspannungstechniken, Autosuggestion.........?

            Kommentar


            • Re: Rückfall Generalisierte Angststörung

              PS,
              hast du als Notfallmedikament schon mal ein Benzo versucht, oder Promethazin (das macht nicht abhängig)?
              Wurde mal nach den Hormonen geschaut, wie z.B. nach den Werten der Schilddrüse?

              Kommentar



              • Re: Rückfall Generalisierte Angststörung

                Lieber Tired,

                ich könnte deine Antwort immer und immer wieder durch lesen. Ja, ich glaube sogar ernsthaft das werde ich tun, wenn die Panik mal wieder da ist und der Verstand "dicht" macht. Ich danke dir von Herzen.

                Ich habe mir selbst heute wieder gedacht...du Schisser, von wegen umbringen, du hast ja sogar totale Angst davor Citalopram zu nehmen. Wenn dem wirklichso wäre, würde dir gar nichts mehr Angst machen und du würdest auch nicht so darum kämpfen, dass es dir wieder besser geht.

                Ein Problem bei mir ist, dass ich irgendwie das Gefühl habe, dadurch dass ich so Gedanken habe ein ganz schlechter Mensch zu sein. Als hätte ich mich versündigt (und dabei bin ich nichtmals religiös). Oder auch, wenn man einmal solch schlimmen Gedanken hatte, kommen sie in Stressitutionen mmer wieder. Das treibt mich noch tiefer in die Panik. Und das ich mir auch keine freudigen Momente gönne, weil ich ja so etwas nie und nimmer denken darf. Wenn ich mit Liebe und Ruhe versuche in mich hinein zu horchen, ohne der Panik zu verfallen, dann ist da etwas das mir sagt "Was ist so schlimm auch mal zu denken, das man nicht mehr kann und keinen Ausweg weiß. Deine Seele möchte dir sagen, höre auf dich zu überfordern. Du bist wieder in alte Muster verfallen. Überall 150% geben zu wollen. "

                Ich werde versuchen daran zu arbeiten und den Gefühlen nicht mehr so viel Aufmerksamkleit zu schenken. Das nehme ich mir oft vor. Aber das ist halt schwer. Bei mir wechselt die Stimmung leider stündlich. Und auch das ist sehr anstrengend und ich habe das Gefühl dadurch manchmal gar nicht mehr ich selbst zu sein. So als hätte ich 2 Persönlichkeiten in mir (nicht im klinischen Sinne).

                Kommentar


                • Re: Rückfall Generalisierte Angststörung

                  Zu deinen Fragen:

                  Ich mache derzeit nichts dergleichen. Sport, Entspannungstechniken (ich mache abends geführte Meditationen, die mir sehr gut tun), Autosuggestion (würde ich gerne, aber ich weiss nicht, wo ich da an etwas gutes ran komme).

                  Zur Schilddrüse: Ich habe die immer wieder im Verdacht, da ich einen Schilddrüsenknoten habe. Letzes Jahr musste ich deswegen auch Thyroxin nehmen, was aber meine Unruhe irgendwann noch verstärkt hatte. Heute noch habe ich gedacht, dass ich die erstmal noch checken lassen sollte,bevor ich AD´s nehme. Aber damit würde ich mich auch wieder im Kreis drehen. Mein Hausarzt meint, das sei nicht nötig.

                  Kommentar


                  • Re: Rückfall Generalisierte Angststörung

                    Nochmal Hallo, Vivien.

                    Nur nebenbei, ich bin eine sie, ich hoffe das macht nix;-).

                    Ich finde deine Gedanken vollkommen normal, nur was deine Psyche draus macht, lässt das aus den Fugen geraten, da sie allem nachspürt, weiter denkt, zerdenkt und erdenkt, bis nicht mehr das da ist was wahr ist, sondern das was sein könnte und vor dem du besonders Angst hast, egal wie unwahrscheinlich das ist.
                    Dann ist man in so einem Pulk aus diesen Gedankensträngen gefangen, denkt nur noch in diese Richtung und das Rationale wird immer wieder zerpflückt und widerlegt, hat keine Chance die Oberhand zu gewinnen, ein bisschen wie das System von Verschwörungstheorien die die Denkzentrale geentert haben.

                    Woher kommt das Gefühl ein schlechter Mensch zu sein, wenn man so etwas denkt?
                    Vielleicht weil es von Außen nicht wirklich ernst genommen wird und man selber von dem was von Außen darüber gedacht wird gelernt hat, damit aufwuchs und geprägt wurde.
                    Auch ohne dass irgendeiner dieser Kontakte wusste wie so etwas wirklich ist, dennoch aber immer wusste dass sich solche Leute anstellen und sich ihr Elend selber machen, weil sie undankbar sind für das was sie haben:
                    Dir geht es doch gut, hast eine tolle Familie, genug zu essen, bist reich an Zuwendung, Freunden, Arbeit und geliebt werden, warum stellst du dich also so an und willst unbedingt das Schlechte in deinem Leben finden und dich darin suhlen, anderen geht es viel schlechter!".

                    Da ist es kein Wunder, dass sich mancher lieber eine schlimme physische Erkrankung herbei wünscht, als eine psychische, denn da gibt es mehr Verständnis, auch von einem selber.
                    Es hat sich noch nicht herum gesprochen dass physische und psychische Erkrankungen gleichwertig sind, wenn man bei Erkrankungen überhaupt von einem "Wert"" sprechen kann, aber leider wird man danach bewertet und tut es auch selber.
                    Nur dass die meisten einschließlich man selber, keine Ahnung davon haben wie fies und tiefgreifend solche Erkrankungen sein können, ohne dass man dem etwas entgegensetzen kann, es also auch keine Verantwortung dafür gibt dass man krank wird und trotzdem ist man im festen Glauben zu wenig Rückgrat zu haben und undankbar zu sein.
                    Auch Undankbarkeit ist keine Ursache dafür, sondern Prozesse die man durchaus als physisch ansehen kann, so ist es am Ende doch eine physische Erkrankung, da Physis und Psyche untrennbar sind, zu viele WW bestehen als dass man beide Seiten gegeneinander aufwiegen könnte.

                    Das Gefühl undankbar zu sein, ist einfach ein Produkt der gesellschaftlichen Meinung und Prägung, aber es ist nicht wahr, sondern von Unwissenden erfunden und leider hat es sich bis heute gehalten, dass jene denen es materiell und im Leben relativ gut geht, keinen Anspruch darauf haben dass es ihnen psychisch schlecht gehen darf.
                    Vollkommener Mumpitz, dem aber viele Glauben schenken, auch jene die psychisch krank geworden sind.

                    Mit den zwei Persönlichkeiten hast du meiner Meinung nach vollkommen recht, diesen Gedanken kenne ich auch gut und denke sogar dass es mehr sind als nur zwei.
                    Im Grunde ist es eine sehr komplexe Persönlichkeit, die aber nie vollkommen sichtbar ist, wir sehen immer nur einen Teil der Persönlichkeit, auch von unserer eigenen kennen wir nicht alle Facetten.
                    Dein Mann und auch du, wird sich bei der Arbeit anders verhalten als auf Feiern, oder zuhause, bei Stress, bei Entspannung, für jede Gelegenheit kommt ein anderer Teil der Persönlichkeit stärker hervor, als der Teil der sichtbar wird wenn wir mit uns alleine sind.
                    Wir tragen fast immer Masken, passen uns an, das geht nur wenn unsere Persönlichkeit aus vielen unterschiedlichen Teilen besteht.
                    Dazu gehören auch Wut, Trauer, Verzweiflung, Gedanken, Angst, Aggression, u.v.m.

                    Im Moment ist deine Angstpersönlichkeit am agieren, eine die die wenigsten ausgiebig kennen lernen, du musst sie gerade sehr ausgiebig kennen lernen, so bist du wenn du Angst hast.
                    Die anderen Anteile sind aber immer noch da, die bedachten, die beruhigen können, die rational denken, die keine Angst haben, die wissen dass es nichts bedrohliches ist.
                    Die müssen sich erst mal wieder Gehör verschaffen, aus dem Nebel der vielen zerfleddernden Gedanken hervor kommen können.

                    Sieh es als einen Kampf, die Angstgedanken wollen einfach an die Macht, weil sie glauben dich so schützen zu können, sie denken so viel um den anderen Gedanken jede Chance zu nehmen wieder die Kontrolle zu übernehmen.
                    Durch Beständigkeit dich darin zu üben, den Angstgedanken möglichst wenig Wert beizumessen, dich in eine andere Richtung denken zu lassen wenn sie sich wieder Gehör verschaffen wollen, sie vorüberziehen zu lassen ohne ihnen nachzuspüren, wenn du das hin bekommst, dann werden sie weniger.

                    Dazu bräuchte es aber wahrscheinlich therapeutische Unterstützung, um die richtigen Strategien zu entwickeln und was ganz wichtig ist, dass du einfach weißt dass dir diese Gedanken und Gefühle nichts anhaben können egal was sie dir Einflüstern, du bist "nicht in Gefahr".
                    Das Wissen kann schon etwas helfen, um sich Gedankenkonstrukte zu erdenken, die dann beruhigend wirken und wie ein Schutzschild die Angst im Zaum halten.

                    Kommentar



                    • Re: Rückfall Generalisierte Angststörung

                      Sprich mal den Psychiater auf die Schilddrüse an, ob er eine weitere Untersuchung für nötig hält.
                      Sport solltest du machen, anfangs fällt es schwer mit den Gedanken, aber irgendwann merkst du dass sie während des Sports weniger werden und dass das dann auch länger anhält.

                      Schau mal bei den VHS Kursen, vielleicht ist da was dabei, von wegen Selbsthypnose, die man ja auch auf alle möglichen Gedanken anwenden kann.
                      Im Grunde könntest du dir auch Gedanken zusammen suchen, die eine positive Wirkung haben sollen, wie z.B. "es kann nichts passieren" "im Notfall kann ich sofort Hilfe bekommen" "Es sind nur Gedanken, denen ich nicht folge", so in der Art und je öfter du dir das vor sagst und auch in Akutsituationen anwendest, desto mehr werden die negativen Gedanken verdrängt.
                      Mehr hat es mit Autosuggestion nicht auf sich, also solange etwas zu denken, es sich immer wieder zu sagen, bis es sich im Gehirn einen festen Platz erobert hat und dadurch die negativen Gedanken verdrängt.
                      Auch dafür gibt es in der Therapie Übungen.
                      Dir in Angstsituationen Texte durchzulesen die helfen können, ist auch nichts anderes, beständige Wiederholung sorgen dafür dass diese Maßnahmen immer besser greifen.
                      So kannst du dir auch aufschreiben was hilft, immer wieder durchlesen und damit dir selber suggerieren dass alles wieder gut wird.

                      Es braucht aber Geduld und ein konsequentes dran bleiben.

                      Und wie gesagt, mit der Schilddrüse mal einen Psychiater fragen und ich würde sie wahrscheinlich so oder so checken lassen, nicht unbedingt vom Hausarzt sondern von jemanden der da wirklich Fachmann ist und sich auch mit den Folgen die entstehen können gut auskennt.

                      Kommentar


                      • Re: Rückfall Generalisierte Angststörung

                        Sorry für die langen Texte, das wurde definitiv ein bisschen viel............

                        Kommentar


                        • Re: Rückfall Generalisierte Angststörung

                          Nein, das ist doch völlig OK. Ganz im Gegenteil. Ich danke dir sehr!

                          Kommentar


                          • Re: Rückfall Generalisierte Angststörung

                            Hallo zusammen,

                            erst einmal möchte ich natürlich jedem hier ein frohes, glückliches und gesundes 2019 wünschen.

                            Ich wende mich heute wieder an das Forum, an einem Punkt, an dem ich mal wieder nicht richtig weiter weiß.

                            Ab Mittwoch wird meine Therapie weiter fortgeführt. Ich kann es kaum erwarten, dort endlich meine Sorgen, meine Ängste raus zu lassen. Die Weihnachtstage waren nach außen hin fürmich wirklich wundervoll. Ich schaffe es tatsächlich Dinge in meinem Leben zu ändern. Ansprüche herunter zu schrauben sowie den Perfektinismus. Und somit waren die Tage voller Entpsannung.

                            Für mich leider zu viel Entspannung. Mein Grübelzwang hatte mich fast zu jeder Sekunde im Griff. Er ergreift jede meiner Zellen. Und das obwohl ich so vielversuche positiv zu denken, die Hoffnung nicht zu verlieren. Ich habe begonnen einen Online-Anti-Depressions-Kurs zu machen. Seit dem wende ich Achtsamkeits- und Entspannungsübungen an. Es ist nach wie vor nicht klar, inwiefern ich eine Depression habe und das ist auch somit Inhalt meines Grübelzwangs.

                            Ich möchte hier einmal meinen Tag darstellen, in der Hoffnung, dass Sie Herr Dr. Riecke und/ oder die gute Tired noch einen Tipp für mich haben.

                            Wenn ich abends einschlafe, tue ich das meist mit guten Gedanken. Denn meine Ängste lösen sich meist zum späten Abend. Ich versuche das gute Gefühl mitzunehmen. Schlafprobleme hatte ich nie. Wohl auch nicht durch das Opipramol, das ich einmal Mittags nehme.

                            Heute morgen war es plötzlich so: Ich wurde wach mit einer difusen Angst. Ich versuchte mir beruhigend zu zureden. "Es ist OK. Das Gefühl darf da sein. Du kennst das schon." Direkt darauf folgt "Ist das Gefühl nicht mehr sein zu wollen noch da? Nein. Doch....da ist es." Wieder Beruhigungsversuche "OK. Auch wenn das so ist, will dir dein Geist nur etwas sagen. Du hast Angst vor dem Leben. Angst vor dem Schicksal. Deine Psyche will dich eigentlich nur davor schützen. Sie will dir sagen, du musst noch weiter an deiner Einstellung zum Leben arbeiten. Du hast viele, viele Schicksalsschläge erlebt. Du kannt nichts dafür. Es ist dein inneres Kind, das einfach nur Angst hat. Aber nun denke an etwas positives. Genieße den Tag mit deinen Liebsten."

                            Dann bin ich aufgestanden und ins Bad gegangen. Und urplötzlich.....wie ein Impuls, eine kurze Überzeugung: "Nein, du willst nicht mehr. Du weisst nur nicht, wie du das deiner Familie antun solltest." Ich sitze dann da mit absoluter Panik und kann nicht mehr unterscheiden, was wahr ist. Ich war doch gerade noch so zu versichtlich. Ich tue doch wirklich alles. Wieso will meine Psyche das ich sterbe? Wieso tut sie mir das an. Ich halte das wirklich nicht mehr aus. Warum kann mir denn keiner helfen seit Jahren? Warum muss ich so leiden? Ich kann nicht mehr.

                            Ich atme ein paar mal tief durch und gehe den Tag an. Auf der Arbeit bin ich abgelenkt. Versuche stolz auf mich zu sein. Versuche mir zu sagen, dass es wohl nur eine von vielen Panikattacken am Tag war, die sich nur mittlerweile anders zeigt.

                            Zu Hause angekommen kommt der Grübelzwang. Was ist denn nur los mit mir? Ich google unbemerkt über Depressionsgeschichten mit schrecklichem Ausgang. Über chronische Fälle, die nicht geheilt wurden. Suizidgeschichten, Vorzeichen und der Entwicklung von aggressiven sich aufdrängenden Suizidideen. Ich kann das nicht mehr verarbeiten. Wenn es mir gut geht, versuche ich mich allerdings auch bewusst damit auseinanderzu setzen, in der Hoffnung, dass es den Schrecken verliert. Ich versuche das mittlerweile zu vermeiden. Ich versuche mir zu sagen: "Du bist kein Robert Enke, du bist eine eigenständige Person und im Internet steht nichts über dein Schicksal und du wirst dort auch nicht die Lösung finden, die du dir erhoffst. "Aber auch das ist wie ein Zwang.

                            Mein Hausarzt und der Psychiater rieten mir zum Citalopram. Ich habe es hier. Aber ich traue es mich nicht zu nehmen.

                            Ich denke ständig: "Wer kann mir den sagen, ob ich wirklich einen Seretoninmangel habe? Warum kann das keiner mal messen??? Ich sollte meine Schilddrüse noch einmal überprüfen lassen, vielleicht hängt es damit zusammen. Und man weiß doch, dass sich aufdrängende Suizidgedanken sich darunter auch verschlimmern können?! Und: Ich werde wieder 8kg zunehmen und dann geht mein Selbstwert noch mehr runter. Und: Das Absetzen vor 2 Jahren war so schwierig, das schaffe ich nicht nochmal. Und: Was ist wenn mir das gar nicht hilft? Dann gibt es gar keine Hoffnung mehr.

                            Und ich hatte Anfang letzten Jahres wirklich gedacht, die Angsterkrankung hinter mich gebracht zu haben. Ich hatte sie als meinen Freund ansehen können, der mich beschützen möchte, aber einfach etwas hochsensibel ist. Panikattacken (und der damit einhergehende Gedanke verrückt zu werden, die Kontrolle zu verlieren) konnten mir keine Angst mehr machen. Weil die Gefühle meist nur wenige Minuten anhielten.


                            Update: Ich habe gerade, während ich das hier schreibe, einen Rückruf von meiner Therapeutin erhalten.

                            Sie meinte "Jetzt mal ganz offen: Alles wird gut. Aber ich habe mir das jetzt eine Weile angeschaut und muss Ihnen sagen, Sie haben eine Handfeste Depression." Und diese Gedanken sind nunmal ein Symptom. Bisher hatte ich es für besser gehalten, dass sie keine weiteren Medikamente nehmen. Aber ich möchte nun, dass sie das Citalopram wieder nehmen nach 2 Jahren. Dann deken sie doch ruhig an Robert Enke. Das ist eine Erkrankung. Dafür können Sie nichts. Aber sie müssen sich davor schützen."

                            Ich nehme gleich die erste Citalopram (Escitalopram als Tropen. Erst mal soll ich einen nehmen. Da ich damals mit Citalopram nur 5mg genommen hatte.)


                            Bisher war das nur eine große Angst, dass ich Depressionen bekommen könnte aus der schweren generalsierten Angst heraus. Aber jetzt ist es Realität geworden.

                            Ich habe gerade das Gefühl ohnmächtig zu werden vor Angst, weil mir jemand gesagt hat, dass ich eine potenziell tödliche und chronische Erkrankung habe!!!!!

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                            • Re: Rückfall Generalisierte Angststörung

                              Hi,
                              dir auch ein gutes und gesundes 2019, im Moment fühlt es nicht so an, aber ich bin sicher dass wird wieder.

                              Eine Depression ist keine potenziell tödliche Erkrankung, sicher, manchmal kommt es soweit, aber dazu gehört mehr als Gedanken wie du sie hast.
                              Es ist auch vollkommen normal dass Leute mit Ängsten und ZG eine Depression entwickeln, schließlich ist das ja auch eine sehr deprimierende Sache.

                              Der Gedanke dass du das nur nicht machst weil du es deiner Familie nicht antun willst, der zeigt dass du es auch nicht möchtest, denn bei akut suizidalen Menschen spielt dieser Gedanke nicht wirklich eine Rolle und sie haben auch nicht so eine große Angst davor es umzusetzen, nur weil sie andere Menschen zurücklassen.
                              Du hast Angst vor einem Suizid, du strebst ihn nicht an!

                              Es sind die Gedanken die das so schlimm machen, ganz gezielt weil sie deine Schwachstellen kennen, deine Angst.
                              Gedanken töten dich aber nicht, auch wenn sie dir suggerieren du würdest das tun wollen, so können sie doch nicht dafür sorgen dass du es auch tatsächlich willst, da du nicht der Typ dafür bist, alles was du über deine Gedanken dazu schreibst lässt einen Suizid nicht zu.

                              Citalopram ist ein gutes Mittel, die Warnung vor Suizid betrifft meist Menschen die aufgrund der Antriebslosigkeit nicht dazu in der Lage sind und dadurch dass zuerst der Antrieb gesteigert wird, sie aber immer noch suizidal sind, werden sie in die Lage versetzt das auch durchziehen zu können.

                              Bei dir ist das aber nicht so, weil dein Leben soweit gut ist, du keinen Grund hast der mehr wiegt als das Leben, es sind einzig die Gedanken die aber nicht handeln können, sondern nur verwirren.

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                              • Re: Rückfall Generalisierte Angststörung

                                Danke Tired!!! Danke!!!

                                Ich habe nun 2 Tropfen Escitalopram genommen. Ich hoffe die Nebenwirkungen werden sich in Grenzen halten. Aber ich möchte Verantwortung übernehmen. Für mich und meine Familie. Ich habe in den letzten Wochen alles dafür gegeben aus eigenen Kräften gesund zu werden. Wie Phönix aus der Asche zu steigen. Aber mir ist mein Leben viel zu lieb, als dass ich das weiter aus falschem Ehrgeiz heraus aufs Spiel setze.

                                Für mich ist die Depression eine Niederlage.... damit muss ich zunächst lernen irgendwie umzugehen. Ich habe Angst mein Leben lang nun auf Medikamente angewiesen zu sein. Das Opipramol hat meine Leberwerte immer in die Höhe schießen lassen. Aber wenn es so sein muss, muss ich wohl irgendwie lernen das anzunehmen. Zu akzeptieren. Ich wünsche mir so sehr nicht mehr in meiner Gedankenwelt gefangen zu sein. Das ging alles so schnell. Angefangen hat alles erst im Oktober.

                                Weißt du, ich habe so viele negative Berichte gelesen über die Langzeitfolgen von Antidepressiva. Dass durch die Ansammlung von Seretonin im Gehirn dazu führt, das im peripheren System (also im Blutkreislauf) der Seretoninwert abnimmt. Wodurch sich ganz andere Probleme entwickeln können. Und dadurch der gesamte Homonkreislauf eigentlich noch mehr gestört wird.

                                Schrecklich dieses Für und Wieder in meinem Kopf.

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                                • Re: Rückfall Generalisierte Angststörung

                                  Im Internet stehen vor allem die negativen Erfahrungen, hier im Forum gibt es die auch, aber mein Eindruck ist dass die positiven (hier in den Foren) bei weitem überwiegen und die negativen nur selten so große Probleme machen.

                                  Ich habe das auch mal genommen und kann nicht sagen, dass sich irgendwas rapide verschlechtert hätte, ganz und gar nicht.

                                  Meist kann man auch gut gegensteuern, es werden regelmäßig Untersuchungen gemacht und wenn man mit einer NW nicht klar kommt, gibt es noch etliche Alternativen, das Medikament wäre also nicht deine letzte Chance sondern eine Möglichkeit von vielen.
                                  Du hast es ja auch schon mal genommen und wie es sich anhört auch ganz gut vertragen, wieso sollte das jetzt anders sein?

                                  Das mit dem Blutkreislauf und abnehmenden Wert habe ich noch nicht gehört, aber in die Tiefe kenne ich mich natürlich auch nicht besonders aus.
                                  Du solltest aber nicht mehr googlen, du hast dich entschlossen das Mittel zu nehmen, da ist es nur verunsichernd nach Berichten zu suchen die das Mittel zerreißen, die findest du übrigens zu jedem Medikament und sei es noch so gut.

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                                  • Re: Rückfall Generalisierte Angststörung

                                    Du hast Recht! Danke!!

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                                    • Re: Rückfall Generalisierte Angststörung

                                      Was ich immer noch nicht verstehe:

                                      Ich habe auch Tage da geht es mir gut. Ich kann meinen Zustand nur direkt wieder herauf beschwören, indem ich im mich hinein höre: Sind die aggressiven Zwangsgedanken noch da? Und los geht die Abwärtssprirale. Ich habe keine Antriebslosigkeit. Freudlosigkeit kann ich nicht mehr wirklich beurteilen. Da ich die meiste Zeit latente Angstzustände habe, ist die Freude blockiert. Aber sie ist grundsätzlich noch da.

                                      Gestern z.B. haben wir Silvester, wie jedes Jahr, mit unseren Freunden verbracht. Den ganzen Tag war ich angespannt, ob ich das alles schaffen würde. Entsprechend wenig konnte ich mich auf den Abend freuen. Ich habe sozusagen im Moment jede Sekunde Angst vor diesem Gefühl "Du willst nicht mehr." In Richtung Jahreswechsel wurde die Anspannung immer größer. 10 Minuten vorher musste ich auf die Toilette, um zu weinen. Angst vor 2019. Angst vor dieser Erkrankung. Angst, dass ich mein Leben verliere. Es nicht mehr aushalte. Es keine Hoffnung mehr gibt.

                                      Plötzlich aber war der Gedanke wieder weg. Ich sah in den Spiegel und überlegte: Was ist das? Sind das Panikattacken, die nur viel subtiler statt finden?

                                      Ich verstehe das einfach nicht. Vor 2 Jahren konnte ich sie wie Wellen fühlen. Aber mittlerweile fühle ich darunter kaum noch etwas.

                                      Ich bin raus gegangen und konnte den Abend sogar noch tanzend mit meinen Freunden verbringen. Ich schlief mit guten Gedanken ein und "Dankbarkeit". Das mir das Jahr 2019 ein erstes gutes Zeichen geschickt hat.

                                      Aber gleich am nächsten Morgen ging ja der Horror wieder von vorne los...wie oben beschrieben.

                                      Es ist ja auch egal, ob Generalisierte Angststörung oder Depression oder eben beides. Die Therapie ist ja ähnlich. Und viele Symptome überlappend. Ich werde aber das Gefühl nicht los, das hier ein Faktor auch "Selbsterfüllende Prophezeiungen" seien könnte. Ich hatte im Sommer so Angst vor Depressionen, habe jeden Tag gegoogelt. Und jetzt das?

                                      Und eben diese schnell wechselnden Stimmungen. Heisst das meine Depression ist einfach sehr lebendig, was man sogar als positiv betrachten könnte? Ich habe in den letzten 2 Monaten auch eine Woche gehabt in der ich dachte, das ganze ist vorbei. Nur das Gefühl nach einem Alptraum ist noch da. Die Angst vor der Angst. Diese war wohl so stark bei mir, dass sie das Ganze am laufen hält.


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                                      • Re: Rückfall Generalisierte Angststörung

                                        Vor allem solltest du nicht mehr versuchen diese Gedanken herauf zu beschwören und auch nicht mehr googlen.
                                        Beides läuft meiner Meinung nach, nach dem gleichen Schema ab.
                                        Das Versichern wollen dass alles gut wird, die Gedanken weg sind, oder weg gehen werden und gerade durch den Versuch das immer wieder zu testen werden sie wieder belebt und vertieft.

                                        Das dürfte auch eine Art Versuch sein, die Kontrolle zurück zu gewinnen, durch Testen und durch Informationen, das bewirkt aber das Gegenteil, weil die Angst die Gelegenheit sofort ergreift und wieder zuschlägt, in Form der Gedanken.
                                        Versuch die Gedanken nicht zu bewerten, vorbei ziehen zu lassen, nicht zu beachten.
                                        Sie als einen Teil der Erkrankung hin zu nehmen und egal was du an Kontrollversuchen unternimmst, sie sind dennoch ein Teil der Erkrankung solange diese besteht.
                                        Das wäre eigentlich nicht schlimm, wenn sie nicht so eine Angst machen würden, die aber unnötig und überzogen ist, das solltest du dir auch immer wieder klar machen.

                                        Oft sind solche Sachen auch Ausdruck von ganz greifbaren Konflikten und Ängsten, Zukunftsangst, Verlassensängsten, das Resultat aus lang zurück liegenden Erfahrungen.........

                                        Je besser du das als sehr belastendes, aber im Prinzip nicht gefährliches, Symptom sehen kannst, je besser du die Mechanismen verstehst, durchschaust und annimmst, damit auch meiden kannst, desto eher flacht das wieder ab.
                                        Je weniger Angst vor der Angst, desto weniger Angst.......

                                        Es ist leicht gesagt und ich weiß dass es alles andere als leicht ist, aber wenn du da dran bleibst macht die Übung den Meister, auch den Meister über die Angst.

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                                        • Re: Rückfall Generalisierte Angststörung

                                          Ja das stimmt. Meinst du es gibt für mich noch Hoffnung auf ein Symptomfreies, normales Leben?

                                          Ich wünsche mir so sehr, dass ich morgens wieder wach werde ohne Angst vor meinen Gednaken und Gefühlen. Das ich wieder im Außen bin. Mein Kind genießen kann ohne mir die ganze Zeit Vorwürfe zu machen, dass ich durch meine Erkrankung subtil bei ihm etwas kaputt mache. Meine Erkrankung fing an, als ich meinen Sohn bekam. Er war 2 Jahre alt, als mich die Angst überkam, ich könnte ihn verlassen, wie meine Mutter mich mit nur 14 Jahren wegen Krebs erlassen hat. Und dann 8 Jahre später mein Vater an Krebs.

                                          Und jetzt tue ich ihm so etwas an. Weil ich es nicht geschafft habe, meine Lebensangst dauerhaft in den Griff zu bekommen, habe ich Sorge, dass ich ihm Unterbewusst Schaden zufüge. Indem ich manchmal mit meinen Gedanken woanders bin und häufig gereizt reagiere. Dabei wollte ich alles besser machen. Und jetzt gehe ich an meinen eigenen Idealen zu Grunde. Obwohl ich das gar nicht möchte und so an mir arbeite. Bei meinem Kind wurde mit Schuleintritt der Verdacht einer ADS-Störung diagnostiziert. Ich bin leider davon überzeugt, dass mein Kind nur Symptomträger einer "verrückten" Mutter ist. Mein Mann will mich dann jedes Mal schütteln, wie ich so etwas nur denken könne, da besonders ich immer so verständnisvoll zu ihm sei und doch wirklich alles dafür täte seit Jahren, dass er so wenig wie möglich von der Erkrankung seiner Mutter mit bekommt. Auch ein Grund, weswegen ich eine Klinische Behandlung bisher ausgeschlossen habe.

                                          Ich wünsche mir so sehr, dass ich meine Lebenseinstellung ändere. Mein Mann ist ein absoluter Optimist. Ich freue mich so sehr für ihn. Und bin so dankbar einen solchen Fels in der Brandung an meiner Seite zu haben. Er sieht das Glas wirklich immer als halb voll an. Und ich als "halb leer".

                                          Auch in Zeiten in denen ich dachte alles würde besser werden, hatte ich immer mit somatischen Problemen zu kämpfen. Entweder wochenlang Kopfschmerzen über Stunden, Nackverspannungen, Schmerzen und Unruhe in den Beinen. Ich bin Sängerin. Letztes Jahr versagte plötzlich meine Stimme zusehends. Meine Stimmlippen schließten nicht mehr richtig. Der Phoniater meinte, das könne durchaus psychisch bedingt sein. Durch enorme Anspannung könnten die Stimmlippen ncht mehr richtig arbeiten. Dazu kam die Diagnose mit einem großen Knoten an der Schilddrüse. Es hieß, vielleicht müsse er operativ entfernt werden. Für mich als Sängerin eine absolute Horrorvorstellung, da dadurch wichtige Stimmbandnerven verletzt werden könnten. Von da an dachte ich wirklich, dass mir die Angsterkrankung einfach alles nehmen will, was mir lieb ist. Egal wie sehr ich versuche an mir zu arbeiten.
                                          Ich muss sagen: Hier liegt auch ein ganz, ganz gravierender Grund für meine Erkrankung:

                                          Ich habe als Mädchen den Traum gehabt, wie viele Mädchen, einmal Sängerin zu werden. Gerade in schweren, traumatischen Phasen war das mein Lebensziel. Das was mir das Gefühl gab, etwas großartiges stünde mir bevor.

                                          Ich arbeitete hart an diesem Ziel. Mit 20 wurde mir ein Stipendium angeboten zur Ausbildung als Musicaldarstellerin. Das Stipendium wäre aber nur für ein Jahr gelaufen. Meiner Patentante, die sich nach dem Tod meiner Eltern (den ich jedes Mal bis aufs letzte begleitet habe) um mich gekümmert hat, wollte ich diese finanzielle Belastung nicht antun. Ich entschied mich dagegen und verschwieg mein Stipendium. Von dort an begleitete mich Nacht für Nacht der Gedanke, was wäre gewesen wenn du das andere Tor genommen hättest?? Mein Mann sagt heute noch: "Du bist doch glücklich in deinem Beruf. Du musst das Buch schließen!!!" Aber irgendwie habe ich das nie richtig hin bekommen. Heute habe ich keine großen Träume in diesem Sinne mehr. Ich habe wirklich, wirklich nur noch den Traum gesund zu werden, und ein Leben in Ruhe und Zuversicht zu führen.

                                          Was ich damit sagen möchte: Die Baustellen hören einfach nicht auf.
                                          2017 bemerkte ich, dass meine Probleme absolut getriggert werden durch meinen Hormonstatus bzw. meinen Zyklus. Ich hatte die Hoffnung, das wenn ich wieder die Pille nehme, sich diese Probleme erledigen. Doch seit dem ich sie nehme, verschlechterte sich eigentlich alles nur (seit März 2018). Zumindest glaube ich das. Nur mein Gynäkologe will keinen Hormonstatus machen lassen, weil er meint er hätte nunmal keine Aussagekraft. Es gäbe keine wirklichen Normwerte für Hormone.

                                          Ich hatte bis vor ein paar Wochen noch den Plan, erst einmal die Pille abzusetzen und dann zu schauen, ob sich die Psyche wieder stabilisiert. Ich hatte aber auch Angst davor, in einer akuten Phase meinen Hormonhaushalt noch zusätzlich zu belasten.

                                          Und jetzt nehme ich seit heute also wieder Citalopram. Ich hab so Angst, dass das ein Fehler ist. Das meine Probleme hormonell bedingt sind. Ich hab so Angst, dass mir AD´s langfristig schaden. Dass ich mich unter der Gewichtszunahme hasse. Das es noch mehr Chaos in meinen Hormonhaushalt bringt.


                                          Ihr seht, es dreht sich alles bei mir im Kreis. Genau das scheint mein Problem zu sein. Würde ich das bei jemand anderem beobachten, ich wüsste was ich ihm raten würde. Bei mir selbst aber kann ich es nicht.

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                                          • Re: Rückfall Generalisierte Angststörung

                                            Du machst es dir aber auch selber nochmal besonders schwer.
                                            Sind denn alle Leute mit psychischen Erkrankungen Versager?
                                            Menschen die ihren Kindern das antun und die Kinder, Kinder von verrückten?
                                            Siehst du das so, oder trifft das nur auf dich zu und warum wärst du dann die Ausnahme?

                                            So etwas kann jeden treffen, Genetik, äußere Einflüsse, nichts anderes wie ein Herzinfarkt, oder Diabetes.
                                            Es erwischt einen und niemand kann was dafür.

                                            Du kannst dem ein anderes Gesicht geben, ein offenes Gesicht.
                                            Auch deinem Kind gegenüber, das lernen kann damit umzugehen, indem du offen mit dieser Erkrankung umgehst wie du es mit jeder anderen Erkrankung auch tun würdest.
                                            Dein Kind wird immer mehr verstehen können und wenn es das versteht dann ist es auch in der Lage sich abzugrenzen.
                                            Du bist in der Lage es nicht negativ zu beeinflussen, da ist ein zwanghaftes Verbergen manchmal nicht so gut wie ein Erklären warum die Mama gerade so war wie sie war.
                                            Die Krankheit wie ein Tabu zu behandeln ist nicht gut, dass ist auch ein Teil des Problems, ein Grund warum du selber so über dich denkst.

                                            Natürlich besteht Hoffnung!
                                            Du hast keine unheilbare Krankheit und du hast auch keine Charakterschwäche!
                                            Nimm es als Phase die es zu überwinden gilt, ohne damit zu hadern und nach einer Schuld zu suchen, sondern mit dem Wissen dass du einfach Pech gehabt hast welches nicht in deinem Einfluss lag.

                                            Auch die Gedanken zu dem Medikament, es hat schon so vielen geholfen, warum sollte es dir nicht helfen?
                                            Und wenn es hilft, dann ist es doch auch egal wie lange du es nehmen musst, solange es dir damit gut geht.

                                            Freu dich dass es heute solche Medikamente gibt, die wesentlich ungefährlicher und verträglicher als ihre Vorgänger sind.
                                            Freu dich dass sie dir helfen können und die Gedanken zurückdrängen.
                                            Freu dich, dass selbst wenn sie nicht helfen, es noch viele Alternativen gibt von denen dann eine helfen wird.
                                            Freu dich dass depressive Phasen immer vorüber gehen, egal ob mit oder ohne Medikament.
                                            Freu dich, dass du nicht unheilbar krank bist, sondern dich "nur" so fühlst.

                                            Wieso solltest du davon zunehmen?
                                            Ist dir das mit dem Cita schon passiert?
                                            Bei diesem Medikament ist das eher selten, das wäre bei dem Opipramol wahrscheinlicher und da scheint ja alles gut zu sein?
                                            Versuche das alles positiv zu sehen, wir leben nicht mehr in den fünfzigern, wo die Leute mit Beruhigungsmitteln abgespeist wurden und es ansonsten keine Hilfe gab, Therapien viel seltener stattfanden und noch unausgereift waren.
                                            Du hast die besten Voraussetzungen!

                                            Mach dich selber nicht runter für etwas an dem du schuldlos bist, zeig den Gedanken dass du es besser weißt und dich nicht von ihnen unterkriegen lässt.

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                                            • Re: Rückfall Generalisierte Angststörung

                                              "Genau das scheint mein Problem zu sein."

                                              Nein, das Problem besteht darin, dass Sie ein falsches Bild von der Depression haben.

                                              Sie ist nicht nur die häufigste psychische Erkrankung, sondern auch die mit den besten Behandlungsmöglichkeiten.

                                              Nehmen Sie möglichst ohne Vorbehalte das AD und seien Sie froh, dass Sie sowohl eine psychiatrische, als auch eine psychotherapeutische Betreuung haben.

                                              Das ist das Optimum, das leider nicht allen Betroffenen zur Verfügung steht.

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