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Mir geht es sehr, sehr schlecht

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  • Mir geht es sehr, sehr schlecht

    Ich kann Geräusche nicht mehr ertragen, keine Zeitung mehr lesen, nicht mehr kochen. Alles stresst mich so sehr, dass ich nur noch wie ziellos durch die Gegend renne.
    Ich bekomme keinen Termin in der Institusambulanz, d.h. erst zum Jahreende, piauch erst in ein paar Monaten beim Psychiater, die Thera ist in Urlaub.
    Der Hausarzt hat mir über die Apotheke Duoxipin verschrieben. Ich habe solche Ängste, dass ich mich nicht mehr aus dem Hause traue, bin auch zu agitiert.
    Nun hat mich heute Nacht, zusätzlich zu diesem Stress noch etwas sehr schockiert.
    Ich bin gegen 12.00 Uhr nachts aufgewacht, es ging ein solches Gewitter durch meinen Kopf, ich konnte nicht mehr klar denken, auch nicht schreien, auch nicht davonlaufen.
    So etwas hatte ich noch nie und ich dachte, dass das nun mein Ende sei. Ansonsten bin ich aber ein sehr realistischer Mensch, aber dieses Erlebnis, das ich nicht deuten kann, macht mir sehr zu schafffen.

    Ich nehme nun das Medikamt Doxepin ein, obwohl ich eine absolute Gegnerin von Medikamenten bin, weil sie mir immer schlimme Nebenwirkungen beschert haben, aber es geht einfach ums Überleben.

    Sorry, für diesen dramatischen Bericht, der wohl meine derzeitige Gefühlslage wiederspiegelt,

    meine Frage wäre, was dieses Nachterlebnis zu bedeuten könnte,.und wie ich evtl. weiterverfahren kann?

    Wo kommen nur diese inneren Spannungen her, ist mein Stoffwechsel im Eimer?. Ich stelle mir die Frage ob das eine Depression ist oder doch nur Ängste sind.

    Danke schon mal im Voraus für eine Antwort

    Es ist einfach nicht gut, wenn in der heutigen Zeit niemand da ist, der sozusagen erste Hilfe leisten könnte.

    VSV






  • Re: Mir geht es sehr, sehr schlecht

    Hallo VSV,

    ich würde auf Ängste tippen, wahrscheinlich auch ein Zusammenspiel und von allem etwas.

    In die Institutsambulanz müssest du eigentlich auch ohne Termin gehen können, einfach sagen dass es pressiert und du unbedingt einen Arzt sehen musst.

    Ich wünsche dir dass es bald besser wird und das Medikament vielleicht doch noch so wirkt wie es soll, die NW dieses mal erspart bleiben.

    Ich denk an dich und hoffe dass noch jemand eine Idee hat die dich wirklich weiter bringt.

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    • Re: Mir geht es sehr, sehr schlecht

      Hallo tired, noch einmal.. Wie beurteilst du die nächtliche Episode? Ich kann mich an keinen Albtraum erinnern. Es ist, als ob etwas in mir explodieren würde. Ängste?

      Was glaubst du, was ich in der Institusambulanz gebittelt und gebettelt habe?
      Aussichtslos, Termin erst in drei Monaten. Wir nehmen niemanden vorher.Wir haben Aufnahmestopp, wohlgemerkt in der Ambulanz.. Dieses BKH hier steht ohnehin sehr oft in der Presse, weil der kaufmännische Leiter einige krumme Dinge gedreht hat zugunsten der Finanzen, zulasten der Patienten..Es ist wie es ist, zunächst kommt alles andere, und dann erst der Mensch, wenn überhaupt..

      Auf meine Frage, wie es nun weitergehen solle? Wenden Sie sich an ihren Hausarzt, oder wenn es gar nicht anders geht, an den Notarzt. .

      Alles Liebe, VSV






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      • Re: Mir geht es sehr, sehr schlecht

        Geh in ein normales Krankenhaus und sag halt, du hast wahnsinns Kopfweh oder so. Es ist einfach wichtig, dass du, wo du in einem solchen Notzustand bist, versorgt wirst, untersucht, auf Herz un Nieren geprüft.
        Lass dein Blut gründlich untersuchen, poche auf alle möglichen Testverfahren- rein dadurch, dass du mal erfährst, dass du organisch kerngesund bist. ( was dich sicher mal auch beruhigen wird).

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        • Re: Mir geht es sehr, sehr schlecht

          Weißt du, liebe VSV, dass ich das kenne? Ich meine, so einen absolut schlimmen Zustand, dass man für gar nichts mehr fähig ist. Ich hätte damals mal wo anrufen sollen, aber nicht einmal die Ziffern konnte ich mehr aufnehmen im Kopf, ich habe mir keine zwei Zahlen mehr merken können, so unkonzentriert war ich, so durch die Rolle, ganz schrecklich beunruhigt, gestresst, verzweifelt, nervös und aufgewühlt.

          Heute zucke ich nicht mehr aus, ich kann mich bei weitem nicht mehr so reinsteigern und fürchten, wie anno dazumal. Dazu bin ich einfach nicht mehr in der Lage- ich denke ganz anders, wie früher, deshalb.

          Angst, so habe ich erst kürzlich gelesen, ist das Ergebnis von dem, was man denkt.

          Ich vermute bei dir, dass du schon länger mit Problemen zu kämpfen hast, oder?
          Erzähl mal, wie es dazu gekommen ist, dass du ganz viele Sorgen hast gerade. Was ist los bei (euch), bei dir im Umfeld, im Leben, Arbeit etc...?

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          • Re: Mir geht es sehr, sehr schlecht

            Ich kann Geräusche nicht mehr ertragen, keine Zeitung mehr lesen, nicht mehr kochen. Alles stresst mich so sehr, dass ich nur noch wie ziellos durch die Gegend renne.


            Ich bin gegen 12.00 Uhr nachts aufgewacht, es ging ein solches Gewitter durch meinen Kopf, ich konnte nicht mehr klar denken, auch nicht schreien, auch nicht davonlaufen.
            So etwas hatte ich noch nie und ich dachte, dass das nun mein Ende sei.

            meine Frage wäre, was dieses Nachterlebnis zu bedeuten könnte,.und wie ich evtl. weiterverfahren kann?


            VSV



            Wenn man zu wenig Magnesium hat, habe ich gelesen, dann empfindet man Geräusche doppelt so stark, ist sehr nervös und ganz leicht angerührt, weint schnell, ist verkrampft und so weiter- so kann sich zum Beispiel etwas auswirken, nur weil ein winziger Stoff fehlt. ( nur als Beispiel angeführt).

            Gewitter in meinem Kopf hatte ich auch damals, ich habe mich durchgebogen, gekrampft, wie wenn ich einen epileptischen Anfall gehabt hätte, die Augen verdreht, die Gliedmaßen verdreht, den Kopf ganz unnatürlich nach hinten gebogen, mein Becken hab ich krampfhaft nach oben geschoben und mich hat es geschüttelt und gebeutelt.
            Ein Arzt hat damals meinen Hormonstatus nicht glauben können, so überhöht waren die Werte, tausendfach höher, als normal.

            Meinst du nicht, dass du gut aufgehoben bist einmal in einem normalen Krankenhaus, das alles durchcheckt mal, ob nicht dort auch viel fürs Erste getan werden könnte für dich?
            Beruhigen musst du dich erstmal, das geht doch in einer Klinik besser, als wenn du daheim bist. Leg dich mal hin und lass dich erst mal runterkommen, versorgen, ruhig stellen, durchuntersuchen! Das kannst du so nicht lassen!

            Was ganz bestimmt ganz und gar schlimm für dich ist, das ist, länger als nötig so gestresst zu sein- das musst du nicht. Geh ins Spital und selbst, wenn du mal eine Wurschtigkeitsspritze kriegst, irgendwas, das deinen Stress abstellt, das würde schon Notversorgung sein, weil Stress alleine schon ganz krank machen kann.



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            • Re: Mir geht es sehr, sehr schlecht

              Hallo liebe Elektraa
              Wie wahr, dass Stress alleine schon ganz krank machen kann!.
              Ich will dir ein bisschen von mir erzählen, wie es bei mir so weit kommen konnte, eventuell.
              Man wird von diesen Zuständen ja immer so überfallen, dass man sich an jeden Strohhalm klammern möchte, nur um zu wissen, was wirklich mit einem los ist. Da man keine Antwort findet, trotz aller größtem Nachdenken, wird man immer mehr verunsichert und glaubt schlußendlich nicht mehr an die Psyche, sondern immer mehr daran, dass man tatsächlich ein schweres, "Nervenleiden" habe, dem nicht beizukommen ist. Dieses Gefühl der absoluten Hilflosigkeit, Überforderung und Ausgeliefertsein, gibt einem noch den Rest. Dass es mitten in der Nacht kam, machte mir noch zusätzlich Angst, weil ich absolut nichts mehr begriff.

              Ich war schon Tage zuvor, so aufgedreht, dass ich fast nicht mehr auf dem Stuhl sitzen konnte, total unruhig hin - und hergelaufen bin, mal zum Kühlschrank um etwas zur Beruhigung zu essen, und... und. und. Einmal habe ich in diesem Psychobuch gelesen, dann in jenem, so als sollte darin des Rätsel Lösung stehen. Hatte ich einmal nichts zu tun, bekam ich es noch mehr mit der Angst zu tun. Eine gute Bekannte hat mir dann auch noch bestätigt, dass genau auf diese Art und Weise ihre Depression zurückgekommen sei, ich selbst hatte tatsächlich auch schon mal eine schwere Depression und so nahm das Unheil offenbar seinen Lauf.
              Da ist so eine Botschaft wie die deine und die von Alex wirklich sehr segensreich. Es beruhigt mich, dass man durch eine andere Denkweise, der Sache vielleicht etwas beikommen kann. Das ist schon mal der Strohhalm, nach dem ich suche.

              Ich war früher, heute bin ich eine alte Frau, zwar vielleicht immer ein bisschen ängstlich, nervenschwach schon, aber eigentlich auch sehr lebenslustig und habe mich wacker durchs Leben geschlagen.
              Schlimm war die schwere Erkrankung meines Mannes, die sich über 10 Jahre hinzog bis zum Ende. Ich habe im Nachhinein betrachtet diese Zeit nur durchgestanden, weil ich alle meine Gefühle zurückgenommen habe, nur um ihn nicht zu belasten. Ich war wie erstarrt. Heute denke ich, dass ich ihm hätte besser helfen können, wenn ich die Frau geblieben wäre, die er geheiratet hat.

              Mein Mann und ich waren durch die schizophrene Erkrankung unseres jüngsten Sohnes tief getroffen, weil wir keine Ahnung von dieser Krankheit hatten. Heute weiss ich, dass es ihn mit bisher drei Schüben in einem Zeitraum von 13 Jahren nicht ganz so schlimm getroffen hat. Er hat auch Bezugspersonen, an die er sich wenden kann. Leider gehört sein einziger Bruder nicht dazu.

              Trotzdem lebe ich in ständiger Angst vor neuen Schüben oder neuem Unheil und kann es mir auch nicht abgewöhnen. Da ist so etwas in mir, was mich immer in ständiger Alarmbereitschaft , jetzt, wo ich mich eigentlich zurücklehnen könnte. Das sind die Erklärungen, die ich mir zurechtmache, keine Ahnung ob das überhaupt so stimmt.
              Jetzt soll auch noch eine Staroperation hinzukommen, huhu, ganz allein, niemand steht dir zur Seite, ich muss das alles ganz allein bewältigen. Das wird schon nicht gut gehen. Herr im Himmel, lass mich doch etwas anderes denken!

              Unerklärlicherweise geht es mir zur Zeit wieder etwas besser, Gott sei Dank, meine Blutwerte sind alle in Ordnung einschließlich Elektrolythe, Vitamin D ist etwas erniedrigt, Schilddrüse auch o.K..
              Danke, dass du mir die Augen geöffnet hast, ich schätze deine in die Tiefe gehenden Beiträge sehr, und ich hoffe, dass du keine Trauer wie Elektraa tragen musst, VSV

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              • Re: Mir geht es sehr, sehr schlecht

                Ich halte das Nachts auch für Stress, dein Körper ist immer angespannt und auf Gefahren eingestellt, was sich nachts entlädt.
                Soweit meine Theorie.

                Das ist unmöglich von der Ambulanz, aber die psychiatrische Notaufnahme "muss" sich kümmern, also im Notfall sollte das gehen.
                Ansonsten verstoßen die gegen ihren Berufsethos und die Regeln der Notfallversorgung, wozu die Ambulanzen ja eigentlich auch da sind, unfassbar.

                Ich habe leider im Moment nicht so viel Zeit und Gelegenheit zu schreiben.

                Ich drücke dir aber weiterhin ganz fest die Daumen, dass sich das wieder legt.

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                • Re: Mir geht es sehr, sehr schlecht

                  "dass ich fast nicht mehr auf dem Stuhl sitzen konnte, total unruhig hin - und hergelaufen bin, mal zum Kühlschrank um etwas zur Beruhigung zu essen, und... und. und."

                  Solche Zustände kommen auch bei einigen Enzügen von Medikamenten vor.
                  Kann das eine Rolle spielen?

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                  • Re: Mir geht es sehr, sehr schlecht

                    Hallo Herr Dr. Riecke,

                    bitte entschuldigen Sie, wenn ich wie getrieben rüber komme. Seit heute Morgen geht es mir genau so schlecht wie vor zwei Tagen. Unruhe, Getriebenheit.
                    Gestern abend hat es sich schon angekündigt, nach einem überaus lebhaften Traum bin ich nachts gegen 1.00 Uhr aufgewacht, habe es geschafft irgendwei weiter zu schlafen und heute morgen dann nach dem Aufwachen. Ein ungeheuerer Spannungszustand, ich könne schreien und toben, keine Zeitung lesen. Engegefühl im Hals und Spannungsgefüh in den Armen, eine Anspannung wie vor einem großen Sturm..
                    Es kann aber sein, dass sich dieser Zustand im Laufe des Tages bessert und alles von mir abfällt, als wäre nichts gewesen.
                    Ich habe von 2005 bis 2013 Antidepressiva (Mirtazipin und Venlafaxin) ausser einmal kurzzeitig, Escitalopram, in niedriger Dosis eingenommen aufgrund einer Depression und Angstzuständen. Keine Benzos oder dgl.
                    Diese Zustände sind aber mit dem was jetzt geschieht nicht vergleichbar. Ich nehme keine weiteren Medikamente ausser Metformin ein.

                    Ich hatte Jahre nach dem Absetzen noch Entzugserscheinungen,was soll es sonst gewesen sein, Es waren Agressionen, Schwindel, Benommensein, Nasenbluten, Hautausschläge, Ängste, Gelenkschmerzen, Inkontinenz, vermutlich auch Schleim im Rachen und zuletzt dann auch noch Tinnitus, der auch heute noch besteht.. Diese Zustände waren nicht alle auf einmal da, die einen gingen und die anderen kamen.
                    . ,.
                    Bemerkenswert ist auch, dass jedes Medikament, sei es auch nur ein homöpathisches wie Neurexan, gleich Wirkung zeigt, im Gegensatz zu früher.

                    Das alles ist irgendwie furchtbar und für mich völlig unverständlich aber ich kann nur berichten wie es ist, es scheint aus dem Nichts zu kommen.

                    Danke für Ihre Hilfe, VSV





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                    • Re: Mir geht es sehr, sehr schlecht

                      Hallo Herr Dr. Riecke,

                      mir kam gerade die Idee, ob es sich bei einigen der beschriebenen Symptome hätte evtl. um Restsymptome der vorangegangenen Depression hätte handeln können. Das wäre die Zeit gewesen, in der mein Mann so schwer krank war.

                      Ich werde noch bald wahnsinnig, hoffentlich nicht wirklich, weil es mir nicht gelingt, hinter das Ganze zu blicken.

                      Ich kann nicht sagen, wodurch meine Psyche eigentlich jetzt noch belastet wird, und das macht mich hilflos und verzweifelt. Ich will, aber ich kann nicht.

                      VSV

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