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Angst vor dem Reisen

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  • Angst vor dem Reisen

    Hallo zusammen,

    kurz zu mir, 32 Jahre, männlich, verheiratet, Sohn 4 Jahre.

    Ich habe seit 2016 eine Angststörung ausgelöst durch eine einmalige Panikattacke. Ein Jahr zuvor habe ich aufgrund von Stress Somatische Symptome gehabt, diese Symptome habe ich regelmäßig gegoogelt bis 2016 die erste Panikattacke kam.

    Wurde im Krankenhaus durchgechekt. Alles Prima.

    Also ab zum Psychologen. Habe da Escitalopram bekommen und eine Überweisung zur Therapie.

    In der Therapie kam ich gut vorran sodass ich frei von Panikattacken bin.

    Jetzt mein akutes Problem.

    Escitalopram habe seit 14 Wochen ausgeschlichen. Jede 6 Wochen ein bisschen weniger.

    Ich fliege mit Frau und Kind am Mittwoch 9 Tage nach Mallorca.

    Jetzt kommen meine Ängste zurück sobald ich nur an den Urlaub denke.

    Keine Panik, nur dauerhaftes Angstgefühl inkl. Appetitlosigkeit, höherer Ruhepuls, Schlafprobleme etc. Habe auch schon 2 Kg in 7 Tagen abgenommen da ich keinen Appetit habe.

    Mein Psychiater meinte, es wäre der nächste Schritt in Richtung Freiheit und da müsste ich jetzt durch. Zum absoluten Notfall habe ich Tavor bekommen.

    Hat jmd Erfahrungen mit Reisen und seiner Angststörung?



  • Re: Angst vor dem Reisen

    Wovor hast du denn Angst, vor dem Flug oder dem Urlaub insgesamt und welche Gedanken dazu machen dir Angst?

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    • Re: Angst vor dem Reisen

      Hallo Tired,

      ich weiß es nicht. Weit weg vom sicheren Zuhause. Kann mich nicht im PKW setzten und nach Hause Fahren.

      Sowas in der Art. Hier Zuhause kann ich alles machen ohne Einschrenkungen. Ins Stadion Fussball gucken, Shoppen, Arbeiten etc.

      Ich kann schlecht einschätzen ob meine Grundkrankheit wieder rauskommt und der ganze Mist von vorne Anfängt, oder ob es Situationsbedingt ist wegen der Reise.

      Angefangen hat es Mittoch auf der Arbeit nach einer SMS von meiner Mama "7 Tage noch dann Mallorca".

      Da habe ich glaube ich erst richtig realisiert das es losgeht mit der Reise

      Das Escitalopram hat mir geholfen, deckelt aber nur die Angstsymptome. Deshalb auch meine Therapie.

      Bin seit 14 Wochen auf null. Mit wenigen Absetzsymptomen

      Kommentar


      • Re: Angst vor dem Reisen

        Ich denke es hat vor allem damit zu tun, dass du in bestimmten Bereichen die Kontrolle abgeben musst, zuhause hast du diese Kontrolle die dir hilft keine Angst zu haben.
        Es wird das Ungewisse sein, was sich wahrscheinlich wieder verliert sobald du dort bist und spüren kannst das alles okay ist, es nicht anders ist als zuhause.

        Vielleicht kannst du deine Denkweise darüber beeinflussen?
        Es kann nichts passieren was dir gefährlich werden würde.
        Im Notfall hast du das Tavor.
        Und du kannst dir auch im Notfall einfach einen Flug buchen und nach hause fliegen, das ist zu machen.
        Du bist dort nicht alleine.
        Es ist dort nicht viel anders als zuhause, du hast einen Standort der sicher ist und zu dem du jederzeit zurück kehren kannst wenn was ist, genauso wie du in Deutschland einfach nach hause gehen kannst, kannst du auch auf Mallorca dort hingehen wo ihr wohnt.

        Überlege was das schlimmste Szenario für dich wäre, das kannst du sicher durch eine nüchterne Betrachtungsweise entkräften.
        Dort gibt es nichts was gefährlicher ist als hier, nichts wo du bleiben müsstest obwohl du nicht willst und auch die Kontrolle wirst du genauso haben wie hier.

        Kommentar



        • Re: Angst vor dem Reisen

          Ich denke es hat vor allem damit zu tun, dass du in bestimmten Bereichen die Kontrolle abgeben musst, zuhause hast du diese Kontrolle die dir hilft keine Angst zu haben.
          Es wird das Ungewisse sein, was sich wahrscheinlich wieder verliert sobald du dort bist und spüren kannst das alles okay ist, es nicht anders ist als zuhause.

          Vielleicht kannst du deine Denkweise darüber beeinflussen?
          Es kann nichts passieren was dir gefährlich werden würde.
          Im Notfall hast du das Tavor.
          Und du kannst dir auch im Notfall einfach einen Flug buchen und nach hause fliegen, das ist zu machen.
          Du bist dort nicht alleine.
          Es ist dort nicht viel anders als zuhause, du hast einen Standort der sicher ist und zu dem du jederzeit zurück kehren kannst wenn was ist, genauso wie du in Deutschland einfach nach hause gehen kannst, kannst du auch auf Mallorca dort hingehen wo ihr wohnt.

          Überlege was das schlimmste Szenario für dich wäre, das kannst du sicher durch eine nüchterne Betrachtungsweise entkräften.
          Dort gibt es nichts was gefährlicher ist als hier, nichts wo du bleiben müsstest obwohl du nicht willst und auch die Kontrolle wirst du genauso haben wie hier.
          Hallo Tired.

          Du triffst es gerade am Anfang deines Post voll auf den Punkt.

          Mir macht deine Aussage Mut.

          Das schlimmste was mir da passieren könnte, wäre so ein zusammenbruch wie bei meiner ersten Panikattacke. Inkl. Notarzt und Krankenhaus.

          Und der Gedanke bringt mich den Tränen nahe.... gerade wenn mein Sohn dabei ist 2016 war er noch klein und hat nicht viel mitbekommen.


          Hier Zuhause weiß ich das ich hier meine Ansprechpartner und Ärzte habe.
          Hier ist mir seitdem nix mehr passiert.

          Kommentar


          • Re: Angst vor dem Reisen

            Mal angenommen du bekommst einen Zusammenbruch, dann nimmst du eine Tavor und es wird sich sehr schnell wieder beruhigen.
            Du kannst auch im Netz schauen wo es in eurer Näher Ärzte gibt, welche für Touristen erreichbar sind usw.
            Dann hast du auch dort Anlaufstellen für den Notfall und gegen Panik leistet Tavor einen guten Dienst.

            Hast du die früher schon mal genommen?

            Kommentar


            • Re: Angst vor dem Reisen

              Ja. Im Krankenhaus zum runterkommen damals. Haben gut geholfen

              Kommentar



              • Re: Angst vor dem Reisen

                Dann hast du ja schon die praktische Erfahrung gemacht und kannst dich darauf verlassen das die Tavor helfen.
                Das ist doch schon mal viel wert.

                Kommentar


                • Re: Angst vor dem Reisen

                  Da hast du Recht.

                  Aber ist das bei Angstpatienten normal das die bei einem Urlaub so eine Panik schieben?
                  Sollte doch eigentlich das schönste im ganzen Jahr sein

                  Kommentar


                  • Re: Angst vor dem Reisen

                    Noch was....

                    Meine letzte kleine PA hatte ich auf der Hinfahrt in den letzten Urlaub im Auto..... habe Sie aber weggeatmet bekommen relativ schnell.

                    Vielleicht deshalb meine Angst momentan?

                    Kommentar



                    • Re: Angst vor dem Reisen

                      Ja, kann man als normal bezeichnen.
                      Jede Veränderung, alles was nicht so unter Kontrolle ist wie normalerweise, alles was neu ist, kann Angst machen.
                      Urlaub gehört dazu, weil er die üblichen Strukturen durchbricht, Veränderungen sind unberechenbarer und machen deshalb Angst.

                      Kommentar


                      • Re: Angst vor dem Reisen

                        Noch was....

                        Vielleicht deshalb meine Angst momentan?
                        Sicher mit ein Grund, aber auch weil du die negative PA in den Vordergrund stellst.
                        Du hast sie aber unter Kontrolle bekommen, was zeigt dass du damit umgehen kannst und es gibt keinen Grund warum du das nicht wieder so hinbekommen solltest.
                        Verlass dich auf diesen Erfolg, auf deine Fähigkeiten.

                        Kommentar


                        • Re: Angst vor dem Reisen

                          Ja, kann man als normal bezeichnen.
                          Jede Veränderung, alles was nicht so unter Kontrolle ist wie normalerweise, alles was neu ist, kann Angst machen.
                          Urlaub gehört dazu, weil er die üblichen Strukturen durchbricht, Veränderungen sind unberechenbarer und machen deshalb Angst.
                          Noch was....

                          Meine letzte kleine PA hatte ich auf der Hinfahrt in den letzten Urlaub im Auto..... habe Sie aber weggeatmet bekommen relativ schnell.

                          Vielleicht deshalb meine Angst momentan?

                          Kommentar


                          • Re: Angst vor dem Reisen

                            "Vielleicht deshalb meine Angst momentan?"


                            Ihre Befürchtungen sind völlig einfühlbar - nachdem, was Sie berichten.

                            Aber tatsächlich haben Sie inzwischen Übung mit der Angst und außerdem eine Art Talismann als Tavor in der Tasche.

                            Es ist übrigens von Vorteil, wenn man schon mal eine positive Erfahrung mit dem Mittel hatte.
                            Das verstärkt den Talismann-Effekt.

                            Kommentar


                            • Re: Angst vor dem Reisen

                              "Vielleicht deshalb meine Angst momentan?"


                              Ihre Befürchtungen sind völlig einfühlbar - nachdem, was Sie berichten.

                              Aber tatsächlich haben Sie inzwischen Übung mit der Angst und außerdem eine Art Talismann als Tavor in der Tasche.

                              Es ist übrigens von Vorteil, wenn man schon mal eine positive Erfahrung mit dem Mittel hatte.
                              Das verstärkt den Talismann-Effekt.
                              Hallo Herr Dr. Riecke,

                              vielen Dank für die Antwort.

                              Ist es denn normal das Angstpatienten sowas vor einem Urlaub empfinden?

                              Habe Angst das das Gefühl nicht mehr weggeht

                              Kommentar


                              • Re: Angst vor dem Reisen

                                "Escitalopram habe seit 14 Wochen ausgeschlichen. Jede 6 Wochen ein bisschen weniger"

                                "Meine letzte kleine PA hatte ich auf der Hinfahrt in den letzten Urlaub im Auto..... habe Sie aber weggeatmet bekommen relativ schnell.!"

                                "Das Escitalopram hat mir geholfen, deckelt aber nur die Angstsymptome. Deshalb auch meine Therapie.

                                Bin seit 14 Wochen auf null. Mit wenigen Absetzsymptomen"

                                Lieber Pawel, Du hast hier 3 sehr wichtige Sätze geschrieben und kannst stolz auf Dich sein, dass Du es ohne Mittel geschafft hast, Deine Angst auszublenden.

                                Bei mir haben sich Körper und Seele jahrelang an die Substanzen gewohnt, nachdem ich es einst genommen habe, um zu überleben.

                                Ich hatte einen guten Hausarzt, der dann irgendwann den Stop gesetzt hat, weil meine Organe schon stark angegriffen waren.

                                Wir haben das TAVOR zusammen ausgeschlichen und er bot mir an, ihn sofort anzurufen, wenn ein Drang käme.

                                Das tat ich mehrmals und ich war froh und dankbar, dass ich diese Möglichkeit hatte, durch den Arzt wieder auf die Ebene der Realität zurückzukehren und das Mittel auszuschleichen.

                                Ruf jemand an in dem Moment, spreche von Deiner Angst, egal wer das ist. Du kehrst dann wieder auf die Realitätsebene zurück. Das sind nur Momente.

                                Diese Angst hängt bei mir mit Altlasten zusammen, die sich in aktuellen Belastungssituationen immer wieder mal meldet.

                                Nich zuletzt kommt noch hinzu, dass Selbstzerstörung einkehrt, wenn es Dir so richtig gut geht. Das sind die inneren Verbote, es Dir gutgehen zu lassen.

                                Hier könnte es die Freude auf den Urlaub sein. Die kann man sich durch Verbote und negative Gedanken so richtig vermiesen, indem man sich unbewusst eine unbegründete Angst an Land zieht.

                                Halte durch. Dein Wunsch nach Lebensfreude ist stärker als dieses destruktive Luder.

                                Die Angst lässt im Laufe der Jahre nach und verschwindet fast gänzlich.

                                Wenn ich so richtig tief in Lebensfreude abtauche, passiert es manchmal noch, dass ich plötzlich überempfindlich reagiere und wegen 1 Satz von einem unbedeutenden Mensch in eine Depression falle.

                                Da bin ich halt mal wieder extrem empfindlich und muss gut auf mich aufpassen. Wenn Du gut geschlafen hast, regeneriert sich die Seele und die Angst verschwindet.

                                Geb ihr keine Chance und verjag sie. Sie ist deplaziert und gaukelt Dir eine Notsituation vor.

                                Dir alles Liebe.




                                Kommentar


                                • Re: Angst vor dem Reisen

                                  P.S. Solche Zustände werden durch irgendetwas ausgelöst. Ich hatte damals ein Telefonat, wo sich bei mir eine Mordswut aufgebaut hat. Als das Telefonat zu Ende war, bekam ich 3 Stunden lang einen Sucht-Druck, wo ich damit kämpfte, mir eine Flasche Wein zu kaufen.

                                  Das Ganz wurde beendet, als mich eine Kollegin aus der Firma anrief und wir über die Arbeit sprachen.

                                  Der Suchtdruck, mir was zu holen, war damit beendet.

                                  Es ist egal, um welches Mittel es sich handelt.

                                  Es ist der höllische ZWANG, einen Zustand zu haben, den man nicht aushalten will.

                                  Aber durch ein Telefonat oder ein Gespräch mit jemand, kann das sofort beenden. Sag zu demjenigen: "Ich habe diesen höllischen Druck und muss mit Dir reden".

                                  Egal wer das ist. Kann auch der Pfarrer oder der Busfahrer sein. Das hilft.

                                  Kommentar


                                  • Re: Angst vor dem Reisen

                                    Wenn man von den Substanzen nach längerem Gebrauch abhängig geworden ist, hilft nur noch totale Abstinenz. Obwohl Aspirin ungefährlich ist, kriege ich sogar noch heute davon Entzug und Zittern.

                                    Bei starken Belastungen - wie fremde Umgebung - hilft nur noch Kontakt mit Anderen.

                                    Ich hatte mal eine extreme Situation und bin nach Israel geflogen. Da guckte ich im Telefonbuch nach Selbsthilfgruppen und fand die NA Narcotics Anonymous. War nicht einmal mehr in der Lage, auf die Strasse und in die Gruppe zu gehen. So höllisch war die Angst.

                                    Die Freunde haben mich täglich vom Hotel abgeholt, ins Meeting gebracht und wieder nach Hause gebracht. 7 Tage lang.

                                    Die Angst ist dann vollends von mir abgefallen, als ich wieder zuhause war. Deshalb heisst es ja, man solle in instabilen Phasen fremde Umgebungen meiden. Das steigert die Angst.

                                    Aber ich habe Dir jetzt aufgezeigt, dass es Hilfe auch im Ausland gibt. Auch hier in Deutschland gibt es Selbsthilfegruppen von Narcotics Anonymous und viele Junkees sind dort seit langem clean geblieben.

                                    Das Hauptproblem ist die ANGST und die ZWÄNGE, etwas nehmen zu müssen. Aber es geht irgendwann auch ohne.

                                    Glaub mir.

                                    Kann ja sein, dass es bei Dir nicht so ist. Aber irgendwie wollte ich Dich das wissen lassen.

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                                    • Re: Angst vor dem Reisen

                                      P.S. SUCHT - ich möchte noch bemerken, dass es nicht die Mittel waren, die mich in eine Sucht getrieben haben sondern die SUCHTSTRUKTUR selbst hat bereits schon als Kind anlagebedingt in mir geschlummert. Das Ganze hat sich dann hochgeschaukelt bis nix mehr ging.

                                      Wichtig ist, dass Du Dir ein Ziel setzt. Gruppe gehen und jemand anrufen und darüber sprechen. Das hilft definitiv.

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                                      • Re: Angst vor dem Reisen

                                        Hi Pawel,
                                        es ist einfach die Angst die entsteht wenn man seinen Trott und bekanntes Areal verlässt, Urlaub hat eine Unbekannte, außerhalb der eigenen Kontrolle und das macht die Angst.

                                        Die Angst verliert sich wenn positive Erfahrungen gemacht werden, du lernst darauf zu vertrauen dass es nicht so schlimm ist und dir nicht mehr passieren kann als irgendwo anders.
                                        Bei Angst bleibt man sogar manchmal in Situationen die einem nicht gut tun, nur weil man diese kennt und berechnen kann, daraus auszubrechen macht Angst selbst wenn man weiß dass es einem dann besser gehen wird, es ist eben etwas das man nicht so gut absehen kann als das was man in und auswendig kennt.
                                        Es ist nur das Neue, das was du nicht vorausplanen kannst, was das Gefühl macht, aber keine wirkliche Gefahr.
                                        Da ist es dann wichtig sich darüber hinweg zu setzen, weil diese Furcht aus den Fugen geraten ist, keine Funktion hat wie die normale Angst.
                                        Es wird dir besser gehen, wenn du erst einmal im Urlaub bist und merkst dass du damit klar kommst und mit dem Tavor kann es sowieso nicht ausarten, du kannst dich jederzeit wieder heraus holen aus einer Attacke, vertraue darauf.

                                        Kommentar


                                        • Re: Angst vor dem Reisen


                                          "Ist es denn normal das Angstpatienten sowas vor einem Urlaub empfinden?"

                                          Ja, es ist fast die Regel.

                                          Jede anstehende größere Veränderung - bevorzugt Reisen - löst die Empfindungen aus.
                                          Sie sind manchmal sofort mit der Landung oder beim Einzug in Hotel oder Ferienhaus verschwunden.

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                                          • Re: Angst vor dem Reisen

                                            Hi Pawel,
                                            ........ und mit dem Tavor kann es sowieso nicht ausarten, du kannst dich jederzeit wieder heraus holen aus einer Attacke, vertraue darauf.
                                            Tired, ich wäre da mal sehr vorsichtig als Nicht-Süchtiger und als Laie mit derartigen Rat-Schlägen und Besserwisserei. Ich finde es ganz einfach verantwortungslos. Aber Du kannst nichts stehen lassen, was ein Anderer schreibt. Das ist auch eine Art Zwang, wofür es keine Medizin gibt. Auch nicht, wenn Dr. Riecke hinter Dir steht und alles Andere nicht gelten lässt, was reine Erfahrung und Lebenshilfe bedeutet.


                                            http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-65089118.html


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                                            • Re: Angst vor dem Reisen

                                              Hallo zusammen,

                                              danke für die Antworten.

                                              das Tavor ist für absolute Notfälle. Ich weiß wie schnell man davon abhängig wird.

                                              Kommentar


                                              • Re: Angst vor dem Reisen

                                                Antidepressiva macht nicht süchtig (da geht es um Gewöhnung, er nimmt es aber nicht mehr und hatte keine Probleme damit), Tavor als Notfallmedikament auch nicht.
                                                Außerdem wurde es vom Arzt verschrieben, eben mit dieser Empfehlung es im Notfall zu nehmen.
                                                Deine Beiträge stehen auch alle noch da, darauf bezogen habe ich mich auch nicht.
                                                Einmal verbreitest du im Forum ich wäre süchtig und nicht Herr meiner Sinne, dann passt es woanders besser zu schreiben ich hätte keine Ahnung.

                                                Der Link hat ein ganz anderes Thema, Pawel ist weder süchtig, noch nimmt er 20 Tabletten am Tag und er ist auch nicht auf dem Weg dorthin, denn Bedarf ist ein Unterschied zum regelmäßigen Konsum, so entsteht keine Sucht.

                                                Lass mich in Ruhe,meine Meinung hat nichts mit dir zu tun und ob ich zwanghaft, süchtig bin oder nicht, das spielt für meine Meinung doch keine Rolle.
                                                Es spielt aber eine Rolle wenn du du mir immer wieder so etwas unterstellst und dann noch gegensätzlich, je nachdem wie gut es gerade passt, das nervt.

                                                Also schreib doch einfach deine Meinung und ich meine, ich kann aber nichts dafür wenn du denkst dass deine Meinung für die TE nichts mehr wert ist sobald ich meine geschrieben habe, das ist nicht meine Baustelle.
                                                Eigentlich sind die alle erwachsen und können sich das passende für sich heraus ziehen, egal wer was schreibt.

                                                Und dies ist auch nicht unser Thread, hier geht es um Pawel und dabei sollten wir auch bleiben.

                                                Schönen Tag noch

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                                                • Re: Angst vor dem Reisen

                                                  Hallo Pawel,

                                                  Ist es denn normal das Angstpatienten sowas vor einem Urlaub empfinden?
                                                  ich habe seit knapp fünf Jahren mit Depris und Ängsten zu schaffen. Und ich kann Dir aus wenigstens meiner Erfahrung sagen: Es ist (leider) normal, offenbar.

                                                  Es kann auch passieren, daß es Dir da in den ersten ein zwei drei Tagen relativ bescheiden geht. Da will ich Dir nichts vormachen.

                                                  Aber:
                                                  Dein Verstand ist ein ebenso mächtiges Werkzeug wie Deine Angst stark ist: Mach Dir klar, wie von den Vorpostern bereits geschrieben, daß Dir im Urlaub wirklich nichts passieren kann. Du bist trotzdem in Sicherheit!
                                                  Selbst, wenn Du nach Fernost, Südamerika oder sonst-wohin reisen würdest, wärest Du immer noch in Sicherheit. Angst- und Panikattacken fühlen sich richtig schei**e an, und man hat in dem Moment immer das Gefühl, es hört nie wieder auf. Aber da kann ich Dir nach jahrelanger Erfahrung sagen: Es hört immer wieder auf. Immer!
                                                  Atmen hilft da sehr. Ruhiges und tiefes Atmen. Sich auf den Atem konzentrieren. Immer wieder, ganz in Ruhe.
                                                  Dir klarmachen, daß Dir absolut nichts passieren kann. Gar nichts.
                                                  Selbst, wenn Du eine Panikattacke bekämest oder es vor Angst nicht mehr aushalten könntest, wärest Du von Mallorca aus innerhalb eines halben Tages wieder Zuhause, wenn es unbedingt erforderlich wäre. Das kann man aushalten, auch, wenn es schwerfällt.

                                                  Es erfordert allerdings zugegebenermaßen erstens den Willen, es zu probieren und aushalten zu wollen, und zweitens Übung, Übung, Übung, Geduld, Geduld und Geduld.

                                                  In meinen Augen ist das aber immer noch der bessere Weg, als direkt davor zurückzuscheuen. Akut-klinische Fälle immer außen vor - es gibt Leute und Situationen, die so tief in der Angst- und Panikschleife drinstecken, daß sie da kaum herauskommen.
                                                  Aber solange Du es aushalten kannst und willst, solltest Du es auch probieren. Nur so verhinderst Du so frühzeitig wie möglich, daß sich die Angst vor allem möglichen richtig feststetzt und Dich mehr und mehr lähmt.

                                                  Du kannst mit Angst arbeiten, den Haushalt machen, spazieren gehen, joggen, spielen und eben sogar reisen. Auch wenn es weniger oder keinen Spaß macht, anstrengend ist, teilweise richtig ätzend und zum Kotzen und Du einfach nur alles hinwerfen willst.

                                                  Aber es geht


                                                  Ich habe mich in all den Jahren auch noch mit zwei drei anderen Betroffenen ausgetauscht, denen es ähnlich geht.


                                                  Ich hoffe, ich konnte Dir mit meinen Worten ein wenig Mut machen, obwohl bzw. gerade auch, weil ich kein Blatt vor den Mund genommen habe


                                                  In jedem Fall: Du bist viel viel stärker, als Du glaubst - es recht in solchen ängstlichen Zuständen. VIEL stärker


                                                  Liebe Grüße,
                                                  Alex

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