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Depersonalisation/Derealisation überwunden Erfahrungen

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  • Re: Depersonalisation/Derealisation überwunden Erfahrungen

    Elektraa

    Danke Elektraa für deine Antwort. Genauso wie du das beschreibst war es auch bei mir. Mittlerweile ist das erheblich besser geworden,. natürlich auch durch das Antidepressivum. Vorgestern war ich wie gesagt Schneeschuhwandern den ganzen Tag an Berg rumgestapft und es war einfach nur geil. Der volle Angsttest. Kein Handyempfang und alleine mit einem guten Freund in der unberührten Natur. Was ich festgestellt habe ist, das ich, wenn ich speziell die letzten 10 Jahre betrachte immer zwischen Oktober und April vermehrt in eine Art Winterdepression komme und es dann im April oft auf einmal sehr rasch besser wird. Ich habe aber auch lebensgeschichtlich auch schon einiges mitgemacht das mich geprägt hat siehe https://www.onmeda.de/forum/depressi...t-s-lang/page3

    Ich habe schon sehr viel darüber gelesen und auch der Überzeugung das es viele Komponenten sind die bei Angsterkrankungen/Depressionen und Überforderung mitspielen.

    Erbfaktoren - Kindheit - Ernährung - Beruf - Familie - Wohnort - Lebenssinn (wenn man einen hat) - antrainierte Verhaltensweisen (bewußte sowie vielmehr auch unbewußte) usw.

    LG

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    • Re: Depersonalisation/Derealisation überwunden Erfahrungen

      Nimm noch den Leistungsdruck und die komplette Lebensweise unserer westlichen, modernen Industrie- und "Spaß"gesellschaften dazu, und das Bild ist komplett...
      Wir haben die biologische Evolution längst überholt - mit dem, was uns bewußt und unbewußt, absichtlich und unabsichtlich tagtäglich serviert wird, ist der Mensch als Lebewesen zunehmend überfordert.

      Das Schlimme daran ist, daß man wirklich erst in einer Krise wie der unseren stecken und mit entsprechenden Ansichten, Lehren und Büchern in Kontakt kommen muß, ehe man anfängt, langsam "aufzuwachen". Weil einem ansonsten jeder immer nur erzählt, das wäre eben normal in der heutigen Zeit und das ginge allen so...
      => Ja, mag sein. Glaube auch, daß das sehr sehr vielen bzw. allen so geht, ja.

      Das heißt aber nicht gleichzeitig, daß ich das Spielchen noch länger in der Form so mitspielen muß. Zum kompletten Aussteiger zu mutieren, können sich wahrscheinlich die wenigsten leisten, und ich würde es auch nicht wollen. Aber zwischen dem Aussteigen und dem blinden Mitlaufen gibt es einen Goldenen Mittelweg, und den versuche ich zu finden

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      • Re: Depersonalisation/Derealisation überwunden Erfahrungen

        Was brauchen wir den wirklich um glücklich zu sein - Was den wirklich? Eigentlich nicht viel!

        Ein gesunder Mensch hat hunderte Wünsche - ein kranker Mensch nur einen - ratet mal welchen?

        Viele von uns befinden sich in abgepackten Lebensstilen und kommen irgendwann, meist in der Mitte ihres Lebens darauf, ob all dies sie noch glücklich macht. Viele haben einfach ihr Lächeln verloren.

        Ein jeder von uns sollte sich einmal Gedanken darüber machen was für Ihn die Definition "des Guten Lebens bedeutet"?

        Interessant dabei ist auch jene Erkenntnis, die man anhand von Studien und Recherchen mit Menschen jenseits der 65 Jahre machte. Wenn man diese Fragte: "Wenn Sie ihr Leben nochmal leben könnten,was würden Sie heute anders machen", kristallisierten sich 3 Antworten heraus die bei allen befragten vorkamen.

        1.Mehr nachdenken.
        2.Mutiger sein.
        3.Sich früher über ihren Lebenssinn klar werden.

        Also ich kann das vollkommen unterschreiben. Das mit dem nachdenken, da bin ich schon mitten drinnen.

        Das mit den abgepackten Lebensstilen habe ich mal gelesen und wenn man so nachdenkt trifft das doch auf fast alle Menschen zu. Die meisten beschreiten in ihrem Leben einen vorgezeichneten Weg.

        Nach der Schule oder dem Studium ist doch die wichtigste Frage bzw. wird man vor die Entscheidung gestellt "was ich arbeiten werde - wie werde ich mein Geld verdienen"?

        Die berufliche Karriere und Berufsalltag beginnt.
        Freundin/Freund irgendwann Heirat
        Arbeiten bis zum nächsten Sommer und Winterurlaub
        Kinder kommen
        Kindererziehung. Aus Mann und Frau werden Mama und Papa (diese Anrede wird dann auch oft von den Paaren übernommen!)
        Ein eigenes Heim muss her wenns finanziell drin ist und dadurch auch die ersten gemeinsamen Schulden. Man stellt fest, dass vieles finanziell nicht mehr so leicht geht als zu zweit davor
        Schleichend stellt sich auf allen ebenen bei vielen ein Alltag ein.
        Hobbys werden aus verschiedensten Gründen vernachlässigt und auch der eigene Körper
        Kinder werden Erwachsen verlassen das Haus - Das leere Nestsyndrom stellt sich ein.
        Frau und Mann kommen oft zu diesem Zeitpunkt drauf, dass Sie im Gegensatz zu vor 20 Jahren "fast" nichts mehr gemeinsam haben und man sich sprichwörtlich auseinandergelebt haben. Gerade zwischen 40 und 50 werden die meisten Ehe geschieden und scheitern die meisten Beziehungen.
        Jenseits der Mitte 50 denken und arbeiten viele nur mehr auf die Pension oder Rente zu, unter der irrigen Meinung, wenn ich dann mal in der Rente/Pension bin, habe ich endlich Zeit viele lang gehegte Dinge/Wünsche/Hobbby endlich umzusetzten. Manch einer erreicht die Pension/Rente gar nicht mehr. Ich habe beschlossen nichts mehr auf die Pension/Rente aufzusparen.

        Die geilste Zeit war für viele zwischen 15 und 20 Jahren. Keine Verantwortung, keine finanziellen Sorgen geschweige den Verantwortung, zuhause im Hotel Mutti und sowieso war man in dieser Zeit "unsterblich und unzerstörbar"!

        Und ehe man sich versieht, hat man 70/80 Prozent Lebenszeit verlebt, aber an seinem wahren, eigentlichen Lebenssinn hat man eher vorbeigelebt. Der Mensch ist auf der Welt um Freude zu haben!

        Ich will mich nicht als großer Philosoph aufspielen und befinde mich selbst als bald 40jähriger mitten in meinem eigenen Entwicklungs- und Erkenntnisprozess. Wie schon Alex_77 geschrieben hat, die Hälfte seines Lebens hat man mit Anfang 40 statistisch schon verbraucht.

        Ich befinde mich am Anfang meines "Lebensnachmittages". Würde mich freuen wenn wir die Diskussion vertiefen könnten.

        LG


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        • Re: Depersonalisation/Derealisation überwunden Erfahrungen

          Ich bin da im wesentlichen 100% Deiner Meinung.

          Ein gesunder Mensch hat hunderte Wünsche - ein kranker Mensch nur einen - ratet mal welchen?
          Nun ja - stellt sich nur die Frage: Wer von den beiden Menschen ist jetzt wirklich gesund? Und welcher ist krank?

          In diesem Sinne mal ein weiterer Lektüre-Tipp => Irre - Wir behandeln die Falschen von Manfred Lütz
          Das regt definitiv zum Nachdenken an

          Ansonsten kann ich das, was Du über den Verlauf des Lebens schreibst, gerade während der rund 30-40 Jahre Berufstätigkeit und Familiendasein, voll unterschreiben. In dieser Zeit kommt heutzutage einfach zuviel unter die Räder. Und ich kenne keinen meiner älteren Kollegen, der sich nicht darauf freut, eben ab der Rente wieder mehr Zeit für sich, seine Frau und seine Hobbies zu haben. Ausnahmslos alle. Manch einer von denen guckt sogar, daß er zwei drei Jahre früher über Altersteilzeitregelungen rauskommt.

          Fakt ist, daß ich für mich auch beschlossen habe: Wenn es die Finanzlage nur halbwegs hergibt, ist auch bei mir irgendwann zwischen 60 und 65 herum Ende Gelände. Das wird nicht einfach zu erreichen sein, und vielleicht klappt es auch nicht. Vielleicht ist es aber auch gar nicht so schwierig, wenn man nur etwas bescheidener ist und dem Rummel "da draußen" nicht immer hinterherrennt.

          Die geilste Zeit war für viele zwischen 15 und 20 Jahren. Keine Verantwortung, keine finanziellen Sorgen geschweige den Verantwortung, zuhause im Hotel Mutti und sowieso war man in dieser Zeit "unsterblich und unzerstörbar"!
          Hmm, meine geilste Zeit war die zwischen 20 und 25: Aus'm Haus, keinen Krach mehr zwischen den Eltern und meinem Bruder mitgekriegt, das erste Mal auf eigenen Beinen mit ein wenig Verantwortung, aber nur für sich selbst und davon nicht zuviel, Studium, Freunde, 12-19 Stunden die Woche HiWi-Tätigkeit ohne Überforderung, und ansonsten mehr als genug Zeit, den Rest des Tages tun und lassen zu können, wozu man Lust hatte. Hotel Mama hat immer den Nachteil, daß man sich auch an die Regeln von anderen halten muß - allein zwischen 20 und 25, zwar "querfinanziert" aber auch mit etwas eigenem Geld in der Tasche, ner Mensa, Pizza, Dosenravioli und Spaghetti Bolognese im Vorratsschrank - da konnte man frühstücken, Mittagessen, Abendessen, wann man wollte... Und wenn man nicht wollte, hat man eben nicht gegessen, oder später. Und es hat niemanden gestört, es hat sich deswegen auch niemand Sorgen gemacht und man wurde auch nicht gerügt etc., eben weil niemand da war, den es stören, der sich Sorgen machen oder der einen rügen konnte. Tagsüber immer wieder Freunde in der Uni getroffen, natürlich auch gebüffelt, aber dazwischen auch ganz entspannt mal nen Kaffee getrunken ohne schlechtes Gewissen und ohne permanenten Blick auf die Uhr. Ein- zweimal die Woche mit wirklich guten Freunden abends in der mexikanischen Kneipe getroffen, lecker gegessen, zwei drei Bierchen getrunken, Zigarre geraucht und Spaß gehabt. Fahrrad gefahren, wann man wollte und solange man wollte.
          Usw.

          Klar - in der Zeit war auch nicht alles perfekt... manches Mal hab ich mich auch da verloren gefühlt. Und einsam, unter anderem wegen des auseinandergebrochenen Elternhauses, bei dem ich nach jedem, möglichst kurzen Besuch immer wieder froh war, wegzukommen. Und auch wegen noch ein zwei anderen Dingen...

          Trotzdem war es meine "unsterblichste und unzerstörbarste" Zeit
          BTW Stichwort "Zeit": In der "Zeit" verging auch die "Zeit" gefühlt noch in einem normalen Tempo. Manches Mal sogar noch zu langsam Heute fängt der Tag an, dann ist schon Mittag, dann Abend, ehe man es sich versieht... kommt mir zumindest manchmal so vor.

          Ich will hier nicht endlos ins Schwärmen geraten - die Zeit war schön und ist vorüber
          Aber irgendwie ist es gerade so aus mir herausgeflossen, das schrieb sich quasi von selbst, so wie die Erinnerungen hochkamen *g*

          Umgekehrt hat die Zeit und Lebensphase heute auch ihre schönen Seiten, und davon auch eine ganze Menge - zwischen 20 und 25 hatte ich noch keine liebe Frau und keinen lieben, tollen Sohn
          Aber sie hat eben doch auch eine Menge mehr Verantwortung mit sich gebracht und damit eine Reihe von Schattenseiten, auf die ich in der Fülle nicht vorbereitet gewesen bin.

          Deswegen umso mehr:
          Der Mensch ist auf der Welt um Freude zu haben!
          Das kann ich so voll und ganz unterschreiben

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          • Re: Depersonalisation/Derealisation überwunden Erfahrungen

            Und ehe man sich versieht, hat man 70/80 Prozent Lebenszeit verlebt, aber an seinem wahren, eigentlichen Lebenssinn hat man eher vorbeigelebt.
            Ja, ich denke das ist, zumindest bei mir, eines der großen Themen/Probleme.
            Eben noch unkaputtbar und plötzlich zerbrechlich, der Zahn der Zeit nagt an allen Ecken und es kann ganz schnell im rasanten Tempo bergab gehen.

            Im Rückblick ist natürlich die Zeit in jungen Jahren die beste gewesen, bei mir etwas später als zwischen 15 und 20, denn gerade diese Zeit war sehr beständig negativ prägend und daraus habe ich wohl auch einen gut Teil meiner nicht besonders gesunden Lebenseinstellung mitgenommen.
            Wobei sich die Phasen des besser Gehens, auch gesplittet haben, ein bisschen was für jedes Jahrzehnt.:-)
            Die bessere Zeit gab es vor allem als gewisse Faktoren weg fielen, leider bestanden diese Faktoren u.a. auch aus Menschen die dann durch ihren Tod weg fielen, was dann wieder ein ungemein schlechtes Gewissen macht, sobald bewusst wird dass es vom seelischen Befinden her ohne sie viel besser ging.

            Ich glaube aber auch dass der Rückblick in die gute alte Zeit ein wenig vernebelt ist, vieles unter dem gelitten wurde nicht mehr so präsent ist wie es damals war und einzig die Jugend versetzt einen ja auch in die Lage vieles beiseite schieben zu können, was dann später wieder aufflammt.
            Was auch erklärt warum ältere Menschen sehr oft von dem was war schwärmen, während das was ist gar nicht richtig angenommen wird, eben weil es einem als junger Mensch besser gelingt mit den Begebenheiten klar zu kommen.

            Du kennst sicher auch schon die Pyramide nach Maslow, wo diese Entwicklungen ganz gut beschrieben werden.
            Man hat eben meist erst in fortgeschrittenerem Alter das Bedürfnis und die Zeit um über die großen Fragen des Lebens nachzudenken, vorher gilt: Schaffe, schaffe, häusle baue und Zeit zum Nachdenken bleibt nicht viel.
            Mal davon abgesehen dass die Zweifel auch erst mit einem wachsenden Horizont auf fruchtbaren Boden fallen können.
            In meiner Jugend gab es aber auch das große Nachdenken und Philosophieren, ich denke aber es war trotz aller tiefe nicht so existenziell wie später, eben weil die Lebenspanne dann abnimmt und die Frage ob das alles gewesen sein soll größer wird.
            Das woran du glaubst, oder nicht glaubst, wird immer relevanter je weniger Zeit du hast um es zu finden, das was inneren Frieden verschafft.

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            • Re: Depersonalisation/Derealisation überwunden Erfahrungen



              Hallo! Ich heiße Maria, bin 21 Jahre alt und vor drei Jahren habe ich unter Derealisation, Angstzuständen und aufdringlichen irrationalen Gedanken, die ich aber erfolgreich bewältigt habe. Erst nach 3 Jahren (lieber später als nie) habe ich mich dafür entschieden, darüber, was mir geholfen hat, zu schreiben.

              Der Beitrag ist etwas zu lang, deswegen lasse ich hier einfach den Link zu meiner Publikation auf calameo: https://www.calameo.com/read/005789911af8a77c4edbe

              Kann sein, dass manche aus meinem Post nichts Neues lernen, oder dass nicht alles für euch relevant ist, aber ich finde, dass eine Erfahrung geteilt werden kann und soll, besonders wenn sie positiv ist.


              Liebe Grüße,

              Maria



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              • Re: Depersonalisation/Derealisation überwunden Erfahrungen

                Hallo :-)
                Ich habe ca. seit meinem 16 Lebensjahr Derealisation.
                Das einzige was mir dauerhaft hilft ist Hanföl ( THC Gehalt < 0,01%) Es geht um die Canaboide im Hanf.
                Seit dem ich es nehme geht es mir zu 70% besser.
                Als Selbsttest habe ich es zwischenzeitlich ein paar Wochen weggelassen und die Derealisation kam volle Breitseite wieder.

                Hanföl ist kostenintensiv aber das ausprobieren lohnenswert:-)

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                • Re: Depersonalisation/Derealisation überwunden Erfahrungen

                  Hallo Maria kann man sich vllt mit dir in Kontakt setzen weil ich habe genau das gleiche und ich brauche Hilfe mit diesen Gedanken umzugehen

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                  • Re: Depersonalisation/Derealisation überwunden Erfahrungen

                    Sei aber vorsichtig, wenn Kaufempfehlungen kommen.

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