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Citalopram - Wann tritt so richtig die Hauptwirkung ein

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  • Citalopram - Wann tritt so richtig die Hauptwirkung ein

    ch nehme jetzt gut 2 Wochen Citalopram.

    5 Tage 10mg und 13 Tage 20mg. Es wurde mir von einem Facharzt für Psychiatrie verschrieben. Ich hatte es schon in der Vergangenheit des öfteren genommen.

    Heuer dürfte ich es zu schnell abgesetzt haben weshalb ich durch Arbeit und privaten Umstände wieder einen Rückfall hatte. Meine Beschwerden sind eine Kombination aus Ängsten, Überforderung und Depression.

    Im Moment schwanke ich noch sehr mit meinem Empinden. Ein Tag so ein Tag so. Besonders das Aufwachen und den bevorstehende Tag zu meistern kostet mich immer eine Überwindung.

    Innere Unruhe habe ich teilweise schon noch sehr, zeigt sich in brennende, kribbelnden Unterarmen. Teilweise Kopfweh, grundlose Nervosität und ich bin zum Teil sehr unkonzentriert und habe so ein leichtes Benommenheitsgefühl. Das ein wenig neben sich stehen hat schon vor der Einnahme von Citalopram begonnen. Soll eine Begleiterscheinung der Depression sein. Ich denke und grüble noch viel und die große Motivation fehlt mir auch noch ein wenig.

    Im Moment nehme ich die Citalopram am Morgen ein mit einer halben Bromazepan. Am frühen Abend auch noch mal eine halbe Bromazepan.

    Ich hoffe sosehr das ich bald über das gröbste hinweg bin, habe aber im Gegensatz zu früher eine enorme Erwartungshaltung. Fallweise habe ich ja kurze Momente wo ich das Gefühl habe jetzt stimmt's.

    Früher waren vordergründig eher die körperlichen Beschwerden das beeinträchtigende. Jetzt sind es diese Konzentrationsschwierigkeiten, öfters neben sich stehen. Ich gehe arbeiten, merke aber, dass ich aufgrund meines Befinden außerhalb der Arbeit wenig unternehme und viel Ruhe benötige. Speziell die Abende wenns ruhig ist und finster geht's mir recht gut


    Zu meiner Frage:

    1.Nach 13 Tagen 20mg Dosis darf ich mir noch nicht so viel erwarten oder? Geht es in Wellen aufwärts. Wann merkt man die Wirkung richtig?

    2.Die teilweise Unkonzentriertheit ist doch sehr störend gerade unter Menschen. Vergeht das wieder hoffentlich, habt da irgendwer Erfahrung damit.

    LG und danke für eure Antworten.


  • Re: Citalopram - Wann tritt so richtig die Hauptwirkung ein

    Nochmal hi

    und willkommen im Forum.

    Machst du eigentlich Sport, vielleicht auch Entspannungstechniken?
    Besonders Sport kann dabei helfen die vordergründigen Symptome bis zur Wirkung zu lindern, er hat durchaus eine ähnlich gute Wirkung wie Medikamente und auf jeden Fall bei der Stabilisierung helfen.
    Machst du auch eine Psychotherapie?

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    • Re: Citalopram - Wann tritt so richtig die Hauptwirkung ein

      Ja ich bin Mountainbiker und fahre 3-4x die Woche.
      Entspannung ist mit Vorsicht zu genießen da man dadurch auch zu sehr auf sich selbst reflektiert.

      Ja ich mache eine Therapie bei einer Koryphä in Bezug auf Angststörungen. Hatte auch früher schon eine klientenzentrierte Gesprächstherapie gemacht aber das hatte mir zwar gut getan aber die Wurzel liegt woanders nämlich in nichtverarbeiteten Kindheitserlebnissen und einem Mangel an Selbstvertrauen in den eigenen Körper. Bis vor kurzem habe ich jede Veränderung meines Befindens als potentielle Bedrohung wahrgenommen.

      Und jetzt bin ich dabei dies alles aufzuarbeiten.

      Lg

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      • Re: Citalopram - Wann tritt so richtig die Hauptwirkung ein

        Da scheint sich ja schon einiges positives getan zu haben, wichtig ist dass du dies auch immer wieder versuchst in den Vordergrund zu stellen, auch wenn es mal wieder eine schwierige Phase gibt.

        Ja, das Problem mit der Entspannung kenne ich, da wäre es wichtig etwas zu wählen wo man entweder beschäftigt ist, wie progressive Muskelentspannung, oder sich durchzubeißen bis die Übung es möglich macht wirklich den Kopf leer zu bekommen, ohne dass die Gedanken wandern wie sie wollen.
        Ich finds aber auch recht schwierig und habe es immer wieder aufgegeben.
        Ich denk mal in so Fällen braucht es vielleicht jemanden der Anleitet, einen Kurs, um nicht statt zu entspannen zur Grübelei überzugehen.

        Du scheinst aber wirklich schon sehr weit gekommen zu sein, damit dass die Schritte zwischendurch mal größer und mal kleiner sind, manchmal auch wieder etwas zurück gehen muss man sich leider arrangieren.
        Wenn du bedenkst dass du seit der Kindheit deine Päckchen zu tragen hast, die wirft man nicht so schnell wieder über Board, die haben dich geprägt, dein Denken, dein Fühlen, deine Persönlichkeit.
        Gerade bei solchen Erkrankungen ist die Geduld und das nicht verzweifeln weil es mal wieder anders als erwartet läuft, eine der wichtigsten Grundlagen.

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        • Re: Citalopram - Wann tritt so richtig die Hauptwirkung ein

          PS
          Wenn es gerade schwierig ist, versuch es zwischendurch mal mit einem Waldlauf, mal was anderes um auch die Routine zu durchbrechen.

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          • Re: Citalopram - Wann tritt so richtig die Hauptwirkung ein

            Danke, das im Moment störenste ist einfach diese mangelnde Konzentrationsschwäche, mangelnde Aufmerksamkeit, fallweise neben sich stehen. Man nennt dies auch Depersonalisation/ Derealisation. Habe mich mit anderen Forenmitglieder in einem anderen Forum ausgetauscht und die hatten das als Begleiterscheinung des Burnout oder der Depression. Ist nicht angenehm dieses nicht bei sich sein, vielleicht wird s dann auch mit der vollen Wirkung der Antidepressiva besser.

            Schönen Abend noch

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            • Re: Citalopram - Wann tritt so richtig die Hauptwirkung ein

              "Wann merkt man die Wirkung richtig?"

              Das kann vielleicht noch 2-3- Wochen dauern.

              Neben des individuell sehr unterschiedlichen Ansprechens, gibt es auch beim selben Individuum situative Unterschiede. Wenn es z.B. beim letzten Mal schon nach drei Wochen seine volle Wirksamkeit entfaltet hat, muss das jetzt nicht wieder so sein.

              Über das "Warum" gibt es ein paar Hypothesen, ganz genau weiß man das aber noch nicht.

              Und das Derealisationsphänomen haben Sie schon richtig eingeordnet.

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              • Re: Citalopram - Wann tritt so richtig die Hauptwirkung ein

                S.g. Herr Dr. Riecke!

                Danke für Ihre Antwort. Auch meine Ärztin (Facharzt für Psychiatrie) meinte, dass wenn man rezidivierende Depressive Episoden hat, kann es durchaus sein, dass das Medikament entsprechend länger braucht bis der Wirkspiegel aufgebaut ist.

                Was ich im Gegensatz zu früher nicht hatte ist dieses wirklich blöde Morgentief nach dem Aufwachen das aber dann zum Teil sehr rasch auch wieder vergeht.
                Und dieses Morgentief ist ja auch nur, weil ich es ja selbst an mir merke und spüre, das ich im Moment nicht Gesund bin.

                Das komische ist einfach, dass ich diesen Zustand nicht will, ich merke ja selbst dass ich nicht der Alte bin. Alles strengt mich im Moment einmal mehr einmal weniger viel an. Wie ich schon vorher geschrieben habe, beeinträchtigt mich im Moment am meisten das fehlende Konzentrationsvermögen und das sich nicht in seiner Mitte fühlen.

                Ich setzte mich, gebe ich zu, auch selbst sehr unter Druck dass ich wieder in die Spur komme. Ich glaube auch dass der Stress der letzten Monate (Privat/Beruflich) Auslöser von 2-3 Panikattacken war und die Entfremdungsgefühle daraus resultierten.

                Ich arbeite daran, dass ich diese übertriebene Körperfokussierung abstelle. Ich habe seit kurzem einen sehr guten Therapeuten. Auch der meinte, ich müsste das Vertrauen in meinen Körper wieder finden.

                Ich kann ja auch nicht sagen ob das alles jetzt ein Burnout ist oder eine Depression oder Reaktionen auf nicht verarbeiteten Angst/Panikreaktionen.

                Eine Frage stellt sich mir auch noch

                "Entstanden diese Konzentrationsschwierigkeiten und die Depersonalisationssituationen aus der Depression heraus, oder der Depressionszustand aufgrund der Konzentrationsschwierigkeiten und der Depersonalisationssituationen".

                Was kann ich den selbst beitragen dass ich wieder Gesund werde?





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                • Re: Citalopram - Wann tritt so richtig die Hauptwirkung ein

                  Eine Frage hätte ich noch zusätzlich.

                  Im Zuge des Beginnes des Einschleichens eines Antidepressivums bekam ich von meiner Fachörztin für Psychiatrie auch Beruhigungstablette (Lexotanil - Bromazepam 3mg). Da ich großen Respekt und auch ein wenig bammel habe nicht in die Abhängigkeit zu rutschen schleiche ich das Medikament wieder aus.

                  Die ersten 10 Tage nahm ich je eine Halbe 1,5mg am Morgen und am Abend

                  Die nächsten 4 Tage nahm ich je eine Vierteltablette 0.75mg am Morgen und am Abend

                  Und in den letzten 4 Tagen eine Achteltablette 0.38mg
                  am Morgen und am Abend.

                  Ich werde jetzt noch die nächsten 7 Tage jeweils nur mehr am Morgen eine Achteltablette nehmen und dann aufhören.

                  Habt ihr Erfahrungen dazu bzw. gehe ich davon aus, das ich keine Entzugs/Absetzerscheinungen habe werde.

                  LG und danke für eure Antworten



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                  • Re: Citalopram - Wann tritt so richtig die Hauptwirkung ein

                    Ich kann ja auch nicht sagen ob das alles jetzt ein Burnout ist oder eine Depression oder Reaktionen auf nicht verarbeiteten Angst/Panikreaktionen.
                    Hi,
                    genau genommen ist ein Burnout eine Depression, er wird halt an bestimmten Ursachen fest gemacht, was aber bei einer Depression nicht anders ist.
                    Wenn du auf die Diagnose bei AU's schaust, dann wird dort kein Schlüssel für einen Burnout stehen (noch nicht), denn den gibt es nicht, sondern für eine Depressionsform wie z.B.Erschöpfungsdepression.
                    Ich selber halte es eigentlich für egal ob die Depris aus einer Erschöpfung heraus, durch Ängste oder Überfordernde Begebenheiten im Beruf und Privatleben kommen, es ist für den Betroffenen ein Unterschied die Trigger zu kennen um daran arbeiten zu können, aber eine Depression ist es so oder so.

                    Medikamente passen sich den Schwankungen der Stimmung ja auch nicht an, sie können nur so viel wirken wie es der Wirkstoff zulässt.
                    Ist die stärke der Depression gleichbleibend, dann wird sie durchweg verbessert, aber da meist Schwankungen dabei sind kann auch ein Medikament nicht verhindern das diese spürbar sind.
                    Was aber auch bei gesunden so ist, auch bei ihnen schwankt die Stimmung.

                    Dass es dir morgens schlechter geht ist eigentlich auch recht normal, die Intensität der Stimmung ist oft tagesabhängig und ein Morgentief ist da weit verbreitet.

                    Konzentrationsschwierigkeiten gehören auch zu einer Depression dazu, ist ein typisches Symptom.
                    Auch dieses Gefühl neben sich zu stehen, dass sich manchmal alles surreal anfühlt.
                    Im Grunde läuft dein Denken und Fühlen nicht mehr in der Spur, deine Psyche ist dadurch sehr belastet und braucht eine Menge Energie die an anderer Stelle abgezogen wird.
                    Ist man mit einer Depression beschäftigt, fehlt einfach die Kraft sich noch konzentrieren zu können, der Organismus und das Denken richten ihre Aufmerksamkeit auf Befindlichkeiten die gerade im Vordergrund stehen, da ist man voll konzentriert und bei anderem eben nicht mehr, denn man kann sich nicht auf mehrere Dinge gleichzeitig konzentrieren.
                    Der Körper spürt auch dass er krank ist und es ist eine gesunde Reaktion dass er dann Ruhe einfordert, einen Rückzug um sich zu erholen.
                    Ich denke dass ist ein Programm eines jeden Menschen , fühlst du dich schlecht dann verkrieche dich an einem ruhigen Ort um dich zu erholen, morgens liegt der ganze anstrengende Tag noch vor einem und das kann auch bedrückend sein, da die Energie einfach nicht voll da ist.
                    Nur ist dieses Programm aus den Fugen geraten, Ruhe hilft nur bedingt, dennoch sehnt man sich danach und muss trotzdem funktionieren, da ist es kein Wunder wenn alles miteinander kollidiert und das seltsame Symptome mit sich bringt.
                    Man muss sich überwinden, da gerade das wozu die Energie nicht zu reichen scheint, dass ist was auf Dauer hilft, was nochmal zusätzlich schlaucht, müde macht, das Hirn lähmt (sediert) und die Wahrnehmungen verändert.

                    Versuch dir da nicht zu viele Gedanken zu machen, wenn sich ein Symptom bessert wird es wie bei einer Kettenreaktion sein und sich auch alles andere bessern.
                    Das Grübeln über das was nicht eindeutig zu beantworten ist (Huhn oder Ei), hemmt eher als dass es nutzt.
                    Einfach alles probieren was helfen könnte und bei dem bleiben was gut tut, vor allem solltest du darauf vertrauen dass es wieder besser wird (das wird es eigentlich fast immer), denn auch Vertrauen auf Verbesserungen, diese wahrzunehmen und in den Fokus zu stellen, hilft bei weiteren Verbesserungen.

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                    • Re: Citalopram - Wann tritt so richtig die Hauptwirkung ein

                      Habt ihr Erfahrungen dazu bzw. gehe ich davon aus, das ich keine Entzugs/Absetzerscheinungen habe werde.
                      Über längere Zeit habe ich Benzos noch nicht genommen, es ist aber so dass diese auch eine längere Zeit brauchen um abhängig zu machen.
                      Ich denke da bist du noch gut in der Zeit und da du schon ausschleichst dürftest du keine größeren Probleme bekommen.

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                      • Re: Citalopram - Wann tritt so richtig die Hauptwirkung ein

                        Danke Tired für die vielen und aufmunternden Zeilen.
                        Wenn man meine Vergangenheit kennt, dann ist es auch nach vollziehbar das die Energie bei mir alle ist.

                        Ich habe ja trotzdem richtig reagiert. Zum Facharzt, Tabletten und zum neuen Therapeuthen mit der richtigen Therapie begonnen.

                        Ich weiß auch das Burnout "noch" nicht im ICD10 als eigenständige Krankheit angeführt ist. Es ist auch eine Erschöpfungsdepression.

                        Da ich Selbstständig bin unterliege einer gewissen Regelmäßigkeit in der Arbeit und so anstrengend es auch zum Teil noch ist, ist es gut das ich eine Aufgabe habe.

                        Ich habe in den letzten 3 Jahren für 4-7 Monate Citalopram genommen aber anscheinend immer zu früh oder rasch abgesetzt. Kleinere und größere Ereignisse führten dazu, das ich immer wieder in die Situation kam, dass es ohne Medikamente nicht geht. Man sagt Ja, dass man noch mindestens 6-12 nach abklingen aller Symptome das Antidepressivum nehmen soll. Das habe ich von 2006-2008 gemacht und hatte dann Ruhe bis 2014.

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                        • Re: Citalopram - Wann tritt so richtig die Hauptwirkung ein

                          "Entstanden diese Konzentrationsschwierigkeiten und die Depersonalisationssituationen aus der Depression heraus..."

                          Ja, sie sind klassische Symptome einer Depression - wie das Morgentief auch.

                          Und das Ausschleichen des Benzos machen Sie richtig. Es ginge bei dieser Substanzgruppe sogar kürzer, wenn man das Mittel nur kurze Zeit genommen hat.

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                          • Re: Citalopram - Wann tritt so richtig die Hauptwirkung ein

                            S.g. Herr Riecke!

                            Danke für ihre nochmalige Antwort! Somit sind meine Fragen beantwortet und ich hoffe das mein Genesungsprozess weiterhin voranschreitet.

                            Kommentar


                            • Re: Citalopram - Wann tritt so richtig die Hauptwirkung ein

                              Eine Frage noch Herr Dr. Riecke!

                              in welchem Fachgebiet sind Sie als Experte oder Arzt tätig?

                              LG und danke nochmals für ihre Antworten.

                              Kommentar


                              • Re: Citalopram - Wann tritt so richtig die Hauptwirkung ein

                                S.g. Dr. Riecke!

                                Seit Beginn der Einnahme von Citalopram ist es mir ein paar mal passiert, das ich während oder kurz nach dem Einschlafen abrupt munter geworden bin das Herz fing an fast zu rasen und in dem Augenblick kennt man sich für den Augenblick nicht recht aus, kann auch sein, dass man das Gefühl hat schlechter Luft zu bekommen?

                                Ich vermute mal das sind so Ansätze einer Panikattacke die auch nach dem Einschlafen auftauchen können, wenn sich der Körper etwas intensiver entspannt. Muskelzucken oder Gliederzucken wäre hier dann eher die harmlosere Variante.

                                würde das zutreffen?

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                                • Re: Citalopram - Wann tritt so richtig die Hauptwirkung ein

                                  Hallo an alle!

                                  Frage an euch. habt ihr am Anfang der Einnahme des Medikamentes auch diese Schwankungen des Befindens gehabt. Warum ist das so. Bei mir ist das oft auch unter Tage sehr unterschiedlich. Manchmal komme ich nicht so schnell aus dem Bett, einmal ist der Vormittag okay, einmal ist der Nachmittag besser, der Abend ist zu 90 Prozent immer schön und mir geht es gut. Ich nehme seit 2,5 Wochen Citalopram 20mg. Es wird in Summe schon besser aber sehr, sehr langsam. Teilweise bin ich oft noch recht unkonzentriert, gerade in Anwesenheit von Menschen bzw. auf Terminen.

                                  Vielleicht stresse ich mich und mache mir selbst zuviel Druck dass ich schnell Gesund werde. Das im Moment mein Selbstvertrauen und der Glaube an Besserung noch nicht gerade überwältigend ist sorgt mich auch. Gerade das sich selbst beobachten und checken wie es mir gerade geht sollte man ja nicht machen. Oft habe ich auch noch das Gefühl ein wenig neben mir selbst zu stehen, dass wechselt aber auch und ist Tagesabhängig je Situation.

                                  Wie ging es euch in den ersten 8 Wochen nach Beginn der Einnahme von Antidepressiva

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                                  • Re: Citalopram - Wann tritt so richtig die Hauptwirkung ein

                                    Morgen Alex

                                    Danke für deine wiederum detaillierten und interessanten ZEILEN.
                                    Ich möchte vorausschicken, dass ich im Grunde nach kein Problem habe mit meinem Antidepressivum.

                                    Im Gegensatz zu vielen anderen Patienten, habe ich ja so gut wie überhaupt keine Nebenwirkungen durch die Einnahme des Medikamentes.

                                    Mein Hauptproblem und das rüttelt auch sehr an meinem Ego, ist einfach der Umstand, dass ich durch durch dieses Medikament leider immer wieder an Gewicht zunehme.

                                    Wenn ich parallel zu den Citalopram kein Krafttraining mache, dann hält sich die Gewichtszunahme in Grenzen von maximal zehn Kilogramm.

                                    Bisher war in der Vergangenheit auch dies jener Umstand, warum ich das Medikament mitunter rasch ausschlich.

                                    Gerade im letzten Jahr muss ich sagen hab ich alles, wirklich alles, alles, alles unternommen, recherchiert, probiert um eine Gewichtszunahme zu verhindern.

                                    Es ist so, es gibt definitiv nichts, was man dagegen tun kann.

                                    Ja doch ein tägliches Kalorien Volumen von maximal 1000 Kalorien zu Essen und das ist sicherlich nicht gesund. Das greift erst wiederum die Nerven und den Körper an.

                                    Somit gibt es nur zwei Möglichkeiten/Situation, so wie es etzt ist zu akzeptieren oder einen Weg zu finden das Medikament richtig auszuschleichen und nachhaltig nicht mehr darauf angewiesen zu sein.

                                    Ich habe bei vielen Menschen die Antidepressiva einnehmen das Gefühl, dass sie dieses Medikament in den Himmel loben und nicht nehr ohne können oder wollen. Ich sehe das nicht so, für mich ist dieses Medikament nicht einmal ein notwendiges Übel, weil ich mittlerweile davon überzeugt bin, dass es ohne dem Medikament auch gehen würde aber die Ärzteschaft keine besseren Lösungen und Methoden hat und dann sagt "na dann nehmen sie halt mal wieder ein Antidepressivum, weil es wird Ihnen dann bestimmt besser gehen".

                                    Antidepressiva lösen nichts, das ist vielen auch schon bewusst. Nur meine Situation ist einfach folgende, dass ich in der Vergangenheit viel zu schnell das Antidepressivum ausgeschlichen habe und dadurch einen Rebound-Effekt hatte und die Symptome die wieder daher kamen, dem schnellen absetzen mehr geschuldet sind als der Ursprungs Krankheit.

                                    Kommentar