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Umstellung von Paroxetin auf Fluoxetin

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  • Umstellung von Paroxetin auf Fluoxetin

    Hallo,

    Ich habe gerade von Paroxetin 40 mg auf Fluoxetin 20 mg umgestellt.
    Ich habe es so gemacht, wie mein Neurologe es gesagt hat. Am Dienstag, den 24.10. habe ich nur noch 20 mg Paroxetin genommen und am Mittwoch dann gar nichts mehr. Donnerstag bin ich mit 10 mg Fluoxetin angefangen und habe Samstag auf 20 mg erhöht.
    Heute ist Sonntag und ich fühle mich seit ein paar Tagen so elendig!!!!! Mir ist speiübel, schwindelig, ich habe Heulattacken, fühle mich grippig und das allerschlimmste sind die Stromschläge im Kopf. Sie ziehen inzwischen durch den ganzen Körper bei jeder Kopf oder Augenbewegung. Es ist kaum noch auszuhalten.

    Ist das alles normal??? Wie lange kann das noch so gehen?

    Ich habe das Gefühl, dass ich gerade Entzugssymptome vom Paroxetin und Nebenwirkungen von dem Fluoxetin auf einmal habe.

    Ich habe eine 3 jährige Tochter zu versorgen und kann nun noch nicht mal mehr Auto fahren.

    Bin ich auf dem richtigen Weg oder sollte ich abbrechen und das Paroxetin wieder nehmen? Falls Ja, wie kann/darf ich wieder zurück umstellen?

    Die Umstellung mache Ich, weil ich vom Paroxetin sehr viel zugenommen hab.


  • Re: Umstellung von Paroxetin auf Fluoxetin

    Ich habe das Gefühl, dass ich gerade Entzugssymptome vom Paroxetin und Nebenwirkungen von dem Fluoxetin auf einmal habe.
    Das kann sein, das Paroxetin wurde ja auch ziemlich abrupt abgesetzt.

    Wie du da jetzt am besten vorgehst kann ich dir leider nicht sagen, da es ja um zwei Wirkstoffe geht, aber du solltest dich morgen auf jeden Fall mit deinem Neurologen in Verbindung setzen.

    Weshalb hast du denn gewechselt, gab es da einen Grund der gegen Paroxetin sprach, außer der Gewichtszunahme?
    Wenn dass der einzige Grund war, dann wäre sicher ein zurück wechseln möglich, dann vielleicht langsamer aus schleichen und ggf. mit dem anderen Mittel in geringer Dosis kombinieren, was dann wiederum langsam erhöht wird.

    Da solltest du aber die Antwort des Experten abwarten, da ich mich mit gleichzeitigem ein und aus schleichen dieser beiden Medikamente nicht auskenne, hab es nur mit anderen Präparaten so gemacht.

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    • Re: Umstellung von Paroxetin auf Fluoxetin

      Ich empfand es auch als viel zu abrupt, aber habe meinem Neurologen vertraut und ärgere mich jetzt darüber! Er ist auch leider erst wieder am Freitag zu erreichen. Bin gerade ziemlich ratlos und fertig, weil ich das alles kaum noch ertragen kann. Liege den ganzen Tag im abgedunkelten Zimmer und kann gar nichts mehr :-(

      Der Hauptgrund war die Gewichtszunahme. Habe innerhalb kürzester Zeit 10 Kg zugenommen, was mich wiederum sehr depressiv gemacht hat. Sport und Ernährungsumstellung haben leider nichts gebracht. Selbst beim Tagelang gar nichts essen, würde es immer mehr.

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      • Re: Umstellung von Paroxetin auf Fluoxetin

        Bei tagelang gar nichts essen wird es immer, immer mehr, da der Körper seine Funktionen herunter fährt und schon ein bisschen reicht dass es mehr wird.
        Das einzige was hilft ist weniger zu sich nehmen als man verbraucht und zwar so dass der Körper trotzdem noch auf die benötigten Kalorien kommt und um alles in Form zu halten Sport machen (hilft ja auch bei Depressionen).

        Aber ich verstehe dich, mir ging es mal genauso und je älter man wird, desto schwieriger dass wieder in Lot zu bekommen.

        Leider kenne ich mich mit diesen Medikamenten nicht so aus, dass ich wissen würde was deinen Arzt zu dem schnellen Wechsel bewogen hat, ob vom einen Mittel vielleicht die Absetzerscheinungen des anderen aufgefangen werden können.

        Ich würde sagen im Prinzip spricht nichts dagegen wieder zur letzten Dosis zurückzukehren und die Umstellung dann langsam anzugehen.
        Da weiß ich aber auch nicht was an NW und WW möglich ist, aber ich denke darauf wirst du sicher noch eine kompetente Antwort bekommen.;-)

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        • Re: Umstellung von Paroxetin auf Fluoxetin

          Ich danke Dir soweit schon mal!
          Mal sehen, was der Experte sagt.

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          • Re: Umstellung von Paroxetin auf Fluoxetin

            "Mal sehen, was der Experte sagt."

            Die rasche Umstellung war ziemlich mutig.

            Auch wenn die beiden Präparate aus der selben Gruppe kommen, sind individuelle Wirkung, NW, sogar die Interaktion miteinander nicht immer gleich und vor allem nicht vorhersehbar.
            Deswegen sollte die "Ausschleichzeit" i.d.R. länger ausfallen.

            Der etwas merkwürdige Begriff "Ausschleichen" soll ja verdeutlichen, so umstellen, dass der Körper es gar nicht merkt ...

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            • Re: Umstellung von Paroxetin auf Fluoxetin

              Ich habe gestern noch mit ein paar Ärzten telefoniert, weil es immer schlimmer wurde.
              Die sagten auch alle dasselbe. Viel zu schnell reduziert!!!!

              Habe nun heute kein Fluoxetin mehr genommen, dafür aber wieder 15 mg von dem Paroxetin.
              Ich spüre leider noch keine Veränderung. Mein zuständiger Neurologe ist erst Mittwoch wieder zu erreichen.

              Gestern war es so schlimm, dass ich 0,5 mg Lorazepam nehmen musste... damit ging es dann einigermaßen.

              Habe heute sogar schon in der Psychiatrie hier angerufen, um dort evtl ein paar Tage zu bleiben, bis ich wieder stabiler bin, aber die haben sich geweigert, mich aufzunehmen, wegen Überfüllung.

              Ich gehe gerade durch die Hölle und kann nur hoffen, dass es bald besser Wird! :-(
              Das alles ist mir eine Lehre!!!!

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              • Re: Umstellung von Paroxetin auf Fluoxetin

                Ich würde annehmen dass eine Erhöhung vom Paroxetin möglich wäre, solange hattest du ja noch nicht abgesetzt, also wenn sich keine Besserung zeigt.
                Wenn du dich bis Mittwoch mit dem Benzo über Wasser halten kannst, ist das ja auch zumindest mal etwas.
                Ist natürlich nur eine Laienmeinung, also ein begrenzter Überblick und lieber nochmal bei einem Arzt nachfragen.

                Wenn es ganz übel werden sollte, womit du aber erst mal nicht rechnen solltest, dann kannst du in die Notaufnahme der Klinik gehen die für dein Zuzugsgebiet zuständig ist.
                So einfach dürfen die dich dann auch nicht mehr weg schicken, dass telefonisch gesagt wird dass sie voll sind ist klar, aber wenn du als Notfall kommst ist es wieder was ganz anderes.
                Daran kannst du dich vielleicht auch etwas festhalten, im Notfall wirst du Hilfe bekommen, du bist dann nicht darauf angewiesen es irgendwie alleine durchzustehen obwohl du das Gefühl hast dass es nicht mehr geht.

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                • Re: Umstellung von Paroxetin auf Fluoxetin

                  Im äußersten Notfall müsste ich mir einen Krankenwagen rufen, dann müssten die mich da behalten. Aber so viel Aufsehen möchte ich auch nicht verursachen:-/

                  Mein Verlobter hat zum Glück frei und ist die ganze Zeit bei mir. Unsere Tochter ist nun bei meinen Eltern... Ich möchte nicht, dass sie mich so sieht.

                  Werde das Paroxetin ganz langsam wieder hoch dosieren und hoffen, dass ich bald wieder die Alte bin.

                  Kommentar


                  • Re: Umstellung von Paroxetin auf Fluoxetin

                    Noch was.
                    Wenn es gerade nicht mehr auszuhalten ist, dann kannst du auch direkt in die Institutsambulanz gehen.
                    Sag einfach dass es dir so schlecht geht dass du es nicht mehr aushältst und mit einem Arzt sprechen musst.
                    Mit Wartezeit müsste das dann klar gehen, zumindest kannst du dann Aug in Aug alles besprechen und der Arzt wird dir dann entweder sagen wie du mit den Medikamenten vorgehen sollst, oder dich tatsächlich aufnehmen.
                    Die Öffnungszeiten musst du aber beachten, meist haben die nur bis ca. 16 Uhr auf, steht vielleicht auf der Homepage.

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                    • Re: Umstellung von Paroxetin auf Fluoxetin

                      Im äußersten Notfall müsste ich mir einen Krankenwagen rufen, dann müssten die mich da behalten. Aber so viel Aufsehen möchte ich auch nicht verursachen:-/

                      Mein Verlobter hat zum Glück frei und ist die ganze Zeit bei mir. Unsere Tochter ist nun bei meinen Eltern... Ich möchte nicht, dass sie mich so sieht.

                      Werde das Paroxetin ganz langsam wieder hoch dosieren und hoffen, dass ich bald wieder die Alte bin.
                      Das ist ja auch schon mal was, es beruhigt wenn die Tochter versorgt ist dein Partner ein Auge drauf haben kann.
                      Versuch darauf zu vertrauen das es sich bald wieder bessert, ich bin sicher das wird auch so sein.

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                      • Re: Umstellung von Paroxetin auf Fluoxetin

                        Das ist eine gute Idee! Ich danke Dir!

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                        • Re: Umstellung von Paroxetin auf Fluoxetin

                          "Mein Verlobter hat zum Glück frei und ist die ganze Zeit bei mir. Unsere Tochter ist nun bei meinen Eltern... "

                          Ganz wichtig ist im Moment für Sie, dass Sie einen Weg gefunden und die Hoffnung auf Besserung nicht aufgegeben haben.

                          In ein paar Tagen können Sie vieleicht schon etwas entspannt auf das Dilemma zurück blicken.

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                          • Re: Umstellung von Paroxetin auf Fluoxetin

                            Hallo Lounika,

                            deine Symptome haben eindeutig mit der Umstellung der Medikamente zu tun, und können dauern, bei dem einen länger, bei dem anderen kürzer. Ich kann ein Lied davon singen.

                            Ich denke mal, dass der Herr Experte und Tired, dir schon nützliche Hinweise für den Medikamtengebrauch gegeben haben. Es ist meiner Erfahrung nach leider so, das manche Psychiater die Wirkung ihrer Medikamente, vor allem aber die Nebenwirkungen und Absetzerscheinungen noch immer nicht richtig einschätzen können, und oftmals sogar behaupten, die Grunderkrankung sei zurückgekehrt.

                            Du kannst ja mal im Antidepressivaforum deutschland nachfragen, das über eine jahrzehntelange Erfahrung mit dem Gebrauch der Medikamente verfügt und sich in den letzten Jahren zu einem sehr guten Forum gemausert hat und auch nicht mehr grundsätzlich gegen die Medikamente eingestellt ist.
                            Paroxetin ist neben Venlafaxin und Mirtazipin eines der Medikamente, das sich sehr schwierig ausschleichen lässt, das ist bekannt. Man kann grundsätzlich davon ausgehen, dass man nach Erreichen von Stabilität das Medikament ganz langsam verringern kann, das kann mehrere Monate, bei mir hat es sogar über ein Jahr gedauert sein, so dass es dann nicht zu so krassen Erscheinungen kommen muss.

                            Im Antidepressivaforum wird einem geraten, es gibt auch Ärzte, die das so empfehlen, immer nur 10 Prozent der urpsprünglichen Dosis abzusetzen, über einen Zeitraum von vier Wochen und bei einer Umstellung notfalls auch einmal ein Benzo zur Überbrückung zu Hilfe zu nehmen. Das ist erheblich langsamer, als dir geraten wurde. Es gibt dort viele Betroffene, die ebenso leiden wie du, und zwar unter den gleichen Symptomen. Viele machen diese Hölle durch, wovon manche Psychiater nichts wahrhaben wollen, warum auch immer. Es ist halt auch immer eine Frage, an welchen Psychiater man gerät

                            Durchhalten ist schon sehr viel und wer weiss, vielleicht geht es auch einmal ohne Medikamente, wie bei mir. Ich weiss, wovon ich rede, denn ich habe sie über einen Zeitraum von sieben Jahren eingenommen.

                            Alles Gute Dir, VSV







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                            • Re: Umstellung von Paroxetin auf Fluoxetin

                              Danke Dir, für deine Antwort.

                              Das, was mein Arzt da mit mir gemacht hat, war ein kalter Entzug ☹. Auf sowas werde ich mich nie wieder einlassen!!

                              Heute morgen ging es mir endlich etwas besser und ich dachte ich wäre "übern Berg".
                              Seit einer Stunde ist es wieder schlimmer... Die Stromschläge sind wieder da, mir ist übel und ich bin unruhig und panisch. Es ist echt schwer durchzuhalten, aber ich hab ja keine andere Wahl

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                              • Re: Umstellung von Paroxetin auf Fluoxetin


                                Heute morgen ging es mir endlich etwas besser und ich dachte ich wäre "übern Berg".
                                Bei so etwas über den Berg zu kommen, ist leider oftmals mit einem hin und her verbunden.
                                Aber es zeigt ja schon dass es besser wird, es gibt wieder Zeiten wo es besser geht und die werden immer länger, ganz bestimmt.

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                                • Re: Umstellung von Paroxetin auf Fluoxetin

                                  Danke für die aufbauenden Worte Tired.
                                  Heute bin ich nur noch sehr schlapp und habe Magenkrämpfe...
                                  mal sehen, was die kommenden Tage so bringen.

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                                  • Re: Umstellung von Paroxetin auf Fluoxetin

                                    Ich drücke dir die Daumen, dass sich der Mist bald verflüchtigt.

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                                    • Re: Umstellung von Paroxetin auf Fluoxetin

                                      Mir geht es nun endlich wieder gut :-)
                                      war heute bei meinem Neurologen und es tat ihm total leid...
                                      er sagte, dass wir nun erstmal nichts mehr verändern und ich zur Ruhe kommen Soll!

                                      Kommentar