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Vergrößerte Prostata mit 32

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  • Vergrößerte Prostata mit 32


    Bei mir (32 Jahre) wurde bei einer Computertomographie des Abdomens zufällig festgestellt, dass meine Prostata vergrößert ist. Der Radiologe meinte, insgesamt gesehen sei die Größe grenzwertig, für mein Alter allerdings sei die Prostata viel zu groß.

    Sollte ich der Sache nachgehen und z. B. meinen PSA-Wert bestimmen lassen oder muss ich mir in meinem Alter eigentlich noch keine Sorgen machen?

    Mein Vater (74 Jahre) ist leider an Prostatakrebs erkrankt.






  • RE: Vergrößerte Prostata mit 32


    Die Computertomografie ist leider eine relativ ungenaue Methode um die Größe der Prostata fest zu stellen. Die Grenzen sind nur unzureichend definiert. Deutlich genauer ist hier ein transrektaler Ultraschall (Ultraschall durch den Enddarm). Hierzu sollten Sie einen Urologen aufsuchen, der dies durchführen kann. Er kann Sie auch weiter beraten, falls sich tatsächlich eine Vergrößerung zeigen sollte.
    Bezüglich des PSA gilt die Empfehlung, dass bei positiver Familienanmnese wie bei Ihnen ein PSA Wert ab dem 40 Lj. gemacht werden sollte. Mit 32 ist es zu früh.

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    • RE: Vergrößerte Prostata mit 32



      Zunächst muss ich erst noch einmal nachfragen, was genau auf der CT zu sehen war. Wenn die Prostata dabei so schlecht zu sehen ist, wie Sie sagen, wundere ich mich, dass der Radiologe überhaupt etwas dazu gesagt hat.

      Aber wenn die Prostata tatsächlich vergrößert ist, sollte ich doch auf jeden Fall den PSA-Wert bestimmen lassen?


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      • RE: Vergrößerte Prostata mit 32


        Das ist nicht zwingend notwendig. Die Vergrößerung ist eine gutartige Erkrankung. Der PSA Wert soll das Risiko für einen Prostatakrebs, also eine bösartige Veränderung der Prostata anzeigen. Das sind zwei verschiedene Probleme. Was mich wundert ist, dass der Radiologe Sie nicht zu einem Urologen verwiesen hat.

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        • RE: Vergrößerte Prostata mit 32



          Wie kann man denn sicher sein, dass es sich nur um eine gutartige Vergrößerung handelt, ohne den PSA-Wert zu bestimmen?



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          • RE: Vergrößerte Prostata mit 32


            Ich möchte mich noch mit einer Frage anschließen.

            Ab wann gilt eine Prostata als vergrößert ?
            Bei mir wurde ein Wert von 37 ml (lt.TRUS) ermittelt. Kann dieser Wert automatisch mit einer Erhöhung des gutartigen PSA verbunden sein ?
            Wäre hier die Formel über die Ermittlung der "PSA-Dichte" (PSA-Wert : Prostatavolumen= gutartiger PSA-Wert) anzuwenden und wie verläßlich ist dieser ?
            Über eine unverbindliche Einschätzung wäre ich dankbar.

            spertel

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            • RE: Vergrößerte Prostata mit 32


              Die Messung im TRUS ist oft sehr ungenau. 37 ml wäre eine mäßige Vergrößerung, diese kann auch mit einer Erhöhung des PSA einhergehen. Die Unterscheidung in gutartiges und bösartiges PSA gibt es so nicht. Die Berechnung der PSA Dichte steht und fällt natürlich mit der Genauigkeit der Volumenmessung der Prostata. Die PSA Dichte ist kein sehr verlässlicher Wert, da es auch Prostatatunoren gibt, die kaum PSA produzieren.

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              • RE: Vergrößerte Prostata mit 32



                Nun nochmal meine Frage: wenn die Prostata vergrößert ist, wie ist dann das weitere Vorgehen, um abzuklären, ob es eine gutartige oder bösartige Vergrößerung ist?




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                • RE: Vergrößerte Prostata mit 32


                  Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie mit 32 eine bösartige Prostataerkrankung haben, ist minimal. wenn es Ihnen wirklich keine Ruhe lässt, lassen Sie einen PSA Wert bestimmen, den Sie als Basiswert nehmen können. Die Kasse wird dies nicht bezahlen (Kostenca. 20 ¤). Man kann dann später den Basiswert mit weiteren Werten vergleichen und sehen ob es einen Anstieg gegeben hat. auch die normale Vorsorge mit Abtatsen der Prostata wird in Ihrem Alter nicht von der Kasse erstattet. Wie gesagt, das Risiko, dass bei Ihnen ein Prostatatumor vorliegt, ist fast nicht gegeben.

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