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TUR - Blasenhals

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  • TUR - Blasenhals

    Sehr geehrter Herr Dr.Kahmann,
    bei einer Blasenspiegelung wurde festgestellt, daß sich am Blasenausgang eine Verengung gebildet hat.Jetzt soll ich mich einer OP - TUR Blasenhals- unterziehen.
    Über die Risiken bin ich kurz aufgeklärt worden.Dabei kam zur Sprache,das die Zeugungfähigkeit verloren geht,da der Samen beim Erguß nicht nach außen,sondern in die Harnblase strömt.
    Das war ein Schock für mich,da meine Frau und ich einen großen Kinderwunsch haben,und uns nach einer Fehlgeburt vor 8 Monaten nichts mehr wünschen als ein Kind zu bekommen.
    Meine Frage an sie:
    Ist für mich ,als 30 jährigen ,eine OP die einzige Möglichkeit, oder könnte man evtl. etwas anderes in Betracht ziehen?
    Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit(in Prozent) , daß das oben beschrieben Problem auftreten kann?

    Da ich mir eine zweite Meinung einholen möchte,habe ich die Fragen hier ins Forum gestellt.Ich bedanke mich vorab schonmal für Ihre Antwort.

    Mit freundlichen Grüßen

    Johannes


  • RE: TUR - Blasenhals


    Hallo Johannes,
    ist zwar nicht das Thema des Forums, dennoch möchte ich Ihnen gerne antworten. Die Frage, die sich stellt, ist zunächst warum die Spiegelung gemacht wurde. Ich vermute, dass Sie Beschwerden beim Wasserlassen hatten. Mit 30 ist die Blasenhalsenge eine sehr ungewöhnliche Problematik Ich würde mich mit 30 nicht operieren lassen und zunächst alle Medikamentösen Möglichkeiten z.B. mittels eines Alpha-Blockers ausschöpfen. Dort kann es zwar auch zu einer sog. retrograden Ejakulation kommen, diese ist aber reversibel wenn man das Medikament wieder absetzt. Falls Sie den Eingriff dennoch machen lassen wollen, ist die Wahrscheinlichkeit relativ hoch (~30%), dass der Samenerguss in die Blase geht.
    Ich würde einen zweiten Urologen in Ihrer Nähe aufsuchen und mich nochmals beraten lassen.

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    • RE: TUR - Blasenhals


      Hallo Johannes,

      wenn die OP unumgänglich ist und bei Ihnen Kinderwunsch besteht, sollten Sie Ihren Samen einfrieren lassen. So hat es auch Lance Armstrong nach seiner Hoden-Tumor-Erkrankung gemacht und trotzdem danach Kinder gezeugt.

      Eine zweite Möglichkeit wäre, Samen direkt aus den Hoden zu gewinnen, die ja weiter produzieren. Aber dieser Samen degeneriet im Laufe der Zeit und ist damit von minderer Qualität.

      Herzliche Grüße

      Hansjörg Burger
      Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Rhein-Neckar

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      • RE: TUR - Blasenhals


        Sehr geehrter Dr. Kahmann ,
        erstmal vielen Dank für die schnelle Antwort.
        Ich schildere mal in Kurzform meine Probleme:
        Meine Probleme beim Wasserlassen sind,daß ich keinen "Druck" bekommen:es kommt ein starker Strahl zuerst,der sich dann sofort veringert.

        Januar 06-erste leichte Beschwerden beim Wasserlassen
        Februar 06-Festellung eines Bandscheibenvorfalls(LW5-S1), leichte Probleme beim Wasserlassen
        März 06-Bandscheiben OP , Besserung des Wasserlassens
        ab Mai 06-wieder leichte Beschwerden beim Wasserlassen
        Mai 06-meine Verlobte verliert unser Kind in der 13.Schwangerschaftswoche
        Juni 06-erneute Festellung eines Bandscheibenvorfalls an der operierten Bandscheibe(LW5-S1)
        Seit Juni 06 bin ich nur noch in Behandlund im Krankenhaus,wo ich auch operiert worden bin.Zuerst nur in der Orthopädieabteilung,wegen der Wirbelsäule.Der dort zuständige Arzt wollte dann,daß sich ein Urologe sich die ganze Sache nochmal anschaut,bevor erneut operiert wird.
        Der Urologe hat dann eine Blasendruckmessung gemacht,wo sich herausgestellt hat,daß ein "Überdruck" in der Blase entsteht,dieser Überdruck aber nicht nach"außen weitergegeben wird.Der Urologe vermutete auch,daß es mit dem Bandscheibenvorfall zu tun hat.Um sicher zu sein,folgte die Blasenspiegelung.

        Der Urologe sagt,daß es KEINE medikamentöse Behandlung für mich gibt und hat mir einen OP Termin am 7 September gegeben.
        Da meine Verlobte und ich gerade in der Familienplanung sind,waren die Folgen natürlich ein Schock für uns.
        Jetzt rennt uns etwas die Zeit davon.......
        Sollte ich mit meinem Problem zu einer "normalen" Urologischen Praxis oder in ein Krankenhaus gehen?
        Warum hat mir der Arzt im Krankenhaus nichts von einer medikamentösen Lösung gesagt?

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        • RE: TUR - Blasenhals


          Sie sollten mit allen Ihren urologischen Unterlagen nochmals zunächst eine Praxis aufsuchen, dann kann man Sie ggf. zu einem Spezialisten weiter schicken. Ich kann nicht nachvollziehen, warum die OP so eilig sein soll. Sie berichten lediglich von leichten Beschwerden beim Wasserlassen. Da würde ich mich nicht operieren lassen. Ich kann auch nicht ganz nachvollziehen, warum es nicht zumindest einen Medikamentenversuch gibt! Natürlich habe ich nicht die Befunde der Untersuchungen vorliegen und kann nur spekulieren, dennoch würde ich mir in Ihrer Situation einen zweiten Rat einholen und mich nicht zu überstürzter Eile drängen lassen.

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