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Frage an Dr. Kahmann

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  • Frage an Dr. Kahmann

    Sehr geehrter Herr Dr. Kahmann,
    falls man eine Seedstherapie hatte und diese gescheitert ist, kann man dann noch eine zweite Seedstherapie mit guten Erfolgsaussichten machen, auch im Hinblick auf Potenzerhalt und das man nicht Inkontinnent wird.
    Haben Sie evt. schon mal Seeds nach Seeds gemacht und würden Sie sowas empfehlen, oder davon abraten.
    Oder sind die Seeds die von der ersten Seedstherapie in der Prostata sind ein Risiko für eine erneute Seedstherapie?

    Ich mache mir große Sorgen da bei mir eine Seedstherapie evt. gescheitert ist und ich erst 51 J. alt bin.

    Für eine Antwort wäre ich sehr dankbar.

    MfG
    Jürgen



  • RE: Frage an Dr. Kahmann



    Hallo Jürgen ,
    wann hast Du Seeds erhalten und woraus schließt Du das die Therapie versagt hat ?
    Von zweiten Seeds habe ich noch nicht gehört aber von äusserer Bestrahlung nach Seeds , ich hänge mal einen Bericht aus der Zeitschrift Urology aus diesem Jahr an .

    mfg
    rietzy

    14.07.2006 - Prostatakarzinom:

    Additiver Effekt einer perkutanen Bestrahlung nach Brachytherapie
    Eine zusätzliche perkutane Strahlentherapie (external beam radiotherapy, EBRT) kann sich günstig auf die biochemische Kontrolle eines Prostatakarzinoms auswirken, wie in der Zeitschrift Urology berichtet wird.

    Insgesamt wurden die Daten von 189 Prostatakarzinom-Patienten eines US-amerikanischen Behandlungszentrums, die eine niedrig dosierte Brachytherapie erhalten hatten, retrospektiv analysiert. In einem Cox-Modell wurden diejenigen Patienten, die eine zusätzliche EBTR erhalten hatten, mit denen verglichen, die nicht mit einer ergänzenden EBTR behandelt worden waren.

    Obwohl die EBTR-Gruppe mehr Risikofaktoren aufwies, war das Überleben frei von biochemischem Rezidiv nach fünf Jahren in der EBTR-Gruppe besser als in der anderen Gruppe (80% vs. 59%, p<0,01).

    Die Autoren schlussfolgern, dass eine ergänzende EBTR die biochemische Kontrolle einer niedrig dosierten Brachytherapie verbessern kann und dass weitere Studien erforderlich sind, um die Patienten zu identifizieren, die am meisten von einer solchen Strategie profitieren.

    Jania AB et al 2006, Urology 67(5):1007-1011
    http://www.sciencedirect.com/science?_ob=ArticleURL&_udi=B6VJW-4JT9CKB-2&_user=10&_handle=V-WA-A-W-ZC-MsSAYZW-UUW-U-AACBEDDYWW-AACACCYZWW-EZWEVEWDZ-ZC-U&_fmt=summary&_coverDate=05%2F31%2F2006&_rdoc=27& _orig=browse&_srch=%23toc%236105%232006%2399932999 4%23622740!&_cdi=6105&view=c&_acct=C000050221&_ver sion=1&_urlVersion=0&_userid=10&md5=eada8fa1b21aef dec61ce5189722bd83 "



    Kommentar


    • RE: Frage an Dr. Kahmann


      Nach einer erfolgten seedtherapie kann man keine weitere Seedtherapie durchfuehren. Es bleiben dann nur andere Therapieformen wie Op, Kryotherapie oder medikamentoese Therapie. wichtig ist jedoch zunaechst zu ueberpruefen, wo der PSA Anstieg herkommt. Evtl. kann eine erneute BiopsieAufschluss geben oder ein PET-CT. Erst dann kann man entscheiden, wie es weiter geht.

      Kommentar


      • RE: Frage an Dr. Kahmann


        Der Artikel den Sie freundlicherweise schickten,beschreibt eine Bestrahlung nach einer niedriger dosierten Seedimplantation. Das muss von vorne herein geplant sein, die Seeds werden dann nur mit 110 Gy appliziert gefolgt von 45 Gy externer Bestrahlung. Auch eine externe Bestrahlung scheidet nach Seeds mit voller Dosis aus. Die Schaeden an den umliegenden Organen waeren zu gross.

        Kommentar



        • RE: Frage an Dr. Kahmann


          Sehr geehrter Herr Dr. Kahmann,
          vielen Dank für Ihre Antwort.

          MfG
          Jürgen Janus

          Kommentar


          • RE: Frage an Dr. Kahmann


            Hallo rietzy,
            vielen Dank für deine Antwort.
            Ich habe meine Seeds im 09/04 erhalten und die PSA-Werte entprechen nicht denn Erwartungen.
            Meine Diagnosedaten waren Ende 2002:
            Prostatakaruinom cT1c, NX, MX, Gleason 2+3=5, in einer von 6 Stanzen re. Seitenlappen.
            PSA-Wert 9,5
            Ich wollte von meiner Krankenkasse dann eine Seedstherapie haben, aber leider lehnte diese die Kostenübernahme ab.
            Und ich mußte leider den bürokratischen Weg gehen um zu meinem Recht zu kommen.
            Leider dauerte dies sehr lang, erst Mitte 2004 lenkte meine Kasse ein und erteilte eine Kostenzusage für die Seeds.
            Mir wäre wohler gewesen, wenn man die Seeds sofort 2002 gemacht hätte, aber ich hatte leider das Geld nicht das selbst zu bezahlen.
            In der Zwischenzeit machte ich eine DHB v. 04/03 - 06/04
            04/03: 8,6
            05/03: 0,2
            07/03: 0,045
            10/03: 0,1
            02/04: 0,1
            04/04: 0,004
            06/04: 0,019

            Dann die Seeds im 09/04
            PSA-Werte an der MHH PSA-Werte vor Ort:
            03/05: 0,6 06/05: 0,44
            11/05: 1,25 09/05: 1,22
            05/06: 1,93 12/05: 1,119
            03/06: 2,85
            06/06: 3,62

            Das meine PSA-Werte nach der DHB ansteigen müssen ist ja klar.
            Ich nahm im April 06 für 10 Tage Antibiotika um evt. etwas zu tun falls eine Entzündung die Ursache der schlechten PSA-Werte ist.

            Vor Antibiotika war der PSA-Wert im 03/06: 2,85 Messung Urologe vor Ort.
            Nach Antibiotika war der PSA-Wert der bei einem Onkologen gemessen wurde. Im April 06/06: 5,3
            Um dann bei der Messung an der MHH wieder auf v. 05/06 1,93 abzufallen und bei der nächsten PSA-Messung beim Urologen vor Ort wieder auf 06/06: 3,62 anzusteigen.
            Irgendwas muß ja das Antibiotika bewirkt haben, sonst wäre der PSA-Wert nicht v. 2,85 auf 5,3 nach Antibiotika hochgegangen und dann wieder auf 1,93 runter und dann wieder hoch auf 3,62.
            Ich habe hinterher erfahren das Antibiotika nach einer Strahlenntherapie ev. nicht wirkt.
            Ich habe nun im 09/06 die nächste PSA-Messung und bin natürlich sehr nervös.
            Da ich erst 51 J. alt bin hatte ich die Hoffnung durch die Seedstherapie evt. geheilt zu werden, aber da habe ich wohl Pech gehabt.
            Ich leide nach Seeds unter Potenzproblemen u. Durchfall.

            Nach DHB u. Seeds sind natürlich die Erfolgsaussichten bei einer weiteren radikalen Therapie völlig impotent und evt. inkontinent zu werden sehr hoch.
            Na ja dann habe ich eben Pech gehabt, meine Werte nach DHB waren ja sehr gut, aber wenn man gesetzlich krankenversichert ist und noch jung ist, ist es ja sehr unklar ob man einen Urologen findet der einem die Medikamente der DHB verordnet.
            Für mich scheidet eigentlich die radikale OP aus und ich werde evt. eine zweite Hormontherapie machen, was ich ja eigentlich mit der Seedstherapie vermeiden wollte.
            Ich habe leider erst zu spät erfahren, das es auch Zentren gibt wie z.B. das UKE in Hamburg, Eppendorf die als Sofortmaßnahme eine potenzerhaltende OP mit sehr guten Aussichten für immer geheilt zu sein anbieten, dies ist nun bei mir leider zu spät.
            Die Beratung war eben bei mir 2002 sehr schlecht und ich habe denn Eindruck das sich daran nicht viel geändert hat.
            Die Anbieter der verschiedenen Therapien preisen Ihre Therapie immer als eine sehr gute Therapie an.
            Aber wenn ich jetzt mit meinem Wissen und bei meinen Werten und meinem Alter noch mal entsccheiden müßte, würde ich zu den Spezialisten an der UKE fahren und mit einem bisschen Glück, wäre man für immer geheilt.
            Ich kann nur Neubetroffenen empfehlen, wenn Sie gute Werte haben, mal zur Beratung zum UKE zu fahren und sich dort beraten lassen, bevor man etwas anderes macht und die Zahlen die man von dort bekommt als Ausgangslage nimmt.
            Denn man sieht ja jetzt bei mir ich bin 51 J. und falls die Seedstherapie scheiter, was dann?
            Dann hat sich die Ausgangslage nur weiter verschlechtert und man hat keine Chance auch bei Spetilisten am UKE seine Potenz evt. zu retten und das Impotenzrisiko steigt dann auf 20%.
            Na ja das ist eben alles hätte wenn und aber.

            Ich werde mal die nächste PSA-Messung im 09/06 abwarten.

            Alles Gute für Dich!!!

            MfG
            Jürgen Janus

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