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PSA-Wert

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  • PSA-Wert

    Ich bin 66 Jahre alt. Nach einem erhöhten PSA-Wert und einer Biopsie, bei der sich 4 von 8 Proben als bösarig erwiesen wurde meine Prostata entfernt. 1 Monat nach der Operagtion lag der PSA Wert bei 3,3, drei Monate nach der Operation bei 4,2. Daraufhin wurde eine Strahlentherapie empfohlen, die sieben Wochen dauerte. Bei der nächsten Blutanalyse, drei Monate nach der Strahlentherapie, hatte sich der PSA - Wert auf 6,6 erhöht. Was ist von dieser Entwicklung zu halten, wie sehr ist meine Gesundheit gefährdet, war die Strahlentherapie nutzlos? Für einen Rat wäre ich dankbar.


  • RE: PSA-Wert


    Der steugende PSA Wert deutet darauf hin, dass sowohl die OP als auch die anschließende Bestrahlung nicht den gewünschten Erfolg gebarcht haben. Man muss davon ausgehen, dass sich Tumor ausserhalb der operierten und bestrahlten Region befindet. Dies würde bedeuten, dass eine Behandlung mit Medikamenten notwendig wird. Davor sollte man aber weitere Diagnostik z.B. mittels eines PET-CT machen.

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    • RE: PSA-Wert


      Hallo Herr Dr. Kahmann,

      welchen therapeutischen Nutzen sehen Sie von einem PET-CT?

      Mit freundlichen Grüßen

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      • RE: PSA-Wert


        Sehr geehrter Herr Dr. Kahmann,

        nicht nur Sie, sondern auch ihr Kollege Prof. Dr. Schulze-Seemann vom Lifeline-Expertenrat empfehlen hin und wieder ein PET-CT. Nun ist so ein PET-CT nicht ganz billig und wird von der gesetzlichen Krankenkasse in Deutschland nicht bezahlt. Im Gegensatz dazu werden diese Kosten von den Kassen im Europäischen Ausland vielfach übernommen. Ich hielte es für sehr wichtig dass Sie und Ihre Kollegen sich an geeigneter Stelle für eine Kostenübernahme bei entsprechender Indikation stark machen, sonst bewegen wir uns immer weiter in Richtung Zweiklassenmedizin.

        Natürlich ist es wichtig, dass wir im Medizinbereich auch sparsam sind. Da würden mir viele Stellen einfallen. Bei den Bildgebenden Verfahren werden die Preise durch die hohen Investitionskosten getrieben. Andererseits hat manches kleine Krankenhaus einen Kernspintomographen im Keller stehen, kann die Leistung aber mangels Kassenzulassung nicht ambulant anbieten. Entsprechend schlecht ist das Gerät ausgelastet. Da werden dann Patienten eigens für diese Untersuchung stationär aufgenommen. Man könnte auch vermuten, dass manche Untersuchung bei stationären Patienten weniger aus medizinischen Gründen als zu Gunsten der Auslastung der radiologischen Abteilung durchgeführt wird.

        In der Industrieproduktion geht man, wenn die Investitionskosten hoch sind, zum Mehrschichtbetrieb über. Viele Krebspatienten sind in körperlich ordentlicher Verfassung. Ich beziehe mich da mit ein. Bevor man den Patienten die Kostenübernahme ganz verweigert, könnte man ihnen doch einen Nachttermin anbieten, zu Zeiten, zu denen heute die Röntgenpraxen geschlossen sind. Die Auswertung der Bilder könnte dann schon wieder zu normalen Arbeitszeiten stattfinden.

        Apropos Geldvergeudung: Kassepatienten in Strahlentherapie bekommen problemlos die Taxifahrt zur Behandlung erstattet. Wenn der Patient mit dem eigenen Auto oder dem öffentlichen Verkehrsmittel fährt, verweigert die Kasse die Kostenübernahme. Wenn Sie im Behindertenausweis keine Gehbehinderung eingetragen haben, verweigert Ihnen die Erlanger Strahlenklinik außerdem den Patientenparkplatz. Ohne Zweifel ist Bewegung gesund, aber dennoch werden hier eindeutig die falschen Anreize gesetzt.

        WinW

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        • RE: PSA-Wert


          Auf meine Anfrage zur Ursache, bzw. dem weiteren Vorgehen nach einem nach der Prostataentfernung und der Strahlentherapie stark angestiegenen PSA-Wert hat sich ein Diskussion über die von Dr. Kahmann vorgeschlagene CT ergeben. Bei mir wurde nach der Operation, als der PSA Wert bei 3 lag eine Kernspintomographie durchgeführt, die keine negativen Symptome, also keine Breiche mit bösartigen Zellen erkennen ließ. Dies war vielleicht auch der Grund, dass bei der Strahlentherapie nicht die Bereiche erreicht wurden, die jetzt für den auf 6,5 angestiegegen PSA - Wert verantwortlich sind. Inzwischen wurde mir das Medikament Casodex verschrieben, dessen Wirkung nach 3 Monaten durch eine weitere Blutuntersuchung geprüft werden soll.

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          • RE: PSA-Wert


            Das PET-CT hat zunaechst keinen therapeutischen sondern nur einen diagnostischen Nutzen. Gegebenenfalls ergibt sich noch ein therapeutischer Nutzen, wenn man die Ursache der PSA Erhoehung eingrenzen und ggf. therapieren kann.

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            • RE: PSA-Wert


              Ist denn ein Knochenszintigramm veranlasst worden?

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              • RE: PSA-Wert


                Hallo Herr Dr. Kahmann,

                im Internet habe ich gelesen, daß PET/CT besonders gut zum Auffinden von befallenen Lymphknoten geeignet ist. Welche nicht-hormonellen Therapien führt man im Falle eines Rezidivs nach OP durch, wenn positive Lymphknoten durch PET/CT entdeckt werden?

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