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Prostata Karcinom

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  • Prostata Karcinom

    Guten Tag,


    Alter 65; gesund, fit und sexuell aktiv

    Die histologische Untersuchung hat ergeben:

    Fraktion 1+2 tumorfreies Gewebe
    Fraktion 3 prostatagewebe von links Basis mit 0,5 cm langen Ausläufern eines glandulären Prostatakarzinoms mit Gleason Grad 3+3=6
    Fraktion 4-6 Prostatagewebe mit einer ausgedehnten Infiltration durch ein kribriformes und glanduläres Prostatakarcinom. in Fraktion 4 0,1 cm lang; in Fraktion 5 zusammen 0,6 cm lang, in FRaktion 6 1,2 cm lang.
    Gleason Grad in Fraktion 4 und 5 :3 + 3 = 6;
    in Fraktion 6: 4 + 4 = 8

    Nun die Fragen:

    1. Beurteiliung des Histologiebefundes
    2. Da der Urologhe zur OP rät:
    traditionell ?oder endoskopisch?
    3. Welche Kliniken kommen insbesondere für die endos-kopische OP infrage?
    4. Ist BauchOP oder über Damm empfehlenswerter ibs. im Hinblick auf Inkontinenz und Impotenz?
    5. Ist die Gefahr von Inkontinenz und Impotenz bei der endoskopischen geringer?

    Vielen Dank für Ihre Beantwortung der für mich wichtigen Fragen?

    MIt freundlichen Grüßen




  • RE: Prostata Karcinom


    Hallo Düsseldorf,
    vielen Dank für Ihre Anfrage. Die Histologie zeigt in 4 von 6 Biopsien Tumorgewebe, in einer der Stanzen ein Gleason von 8. Dies bedeutet einen Tumor der high risk Gruppe mit erhöhtem Risiko der Ausbreitung aus der Kapsel heraus. Wichtig zur Beurteilung wäre noch der PSA. Ihr Urologe rät zur Operation. Die endoskopische Operration unterscheidet sich letztendlich nur in der Weise des Zugangs zum Operationsgebiet da man keinen großen Schnitt braucht. Im Inneren ist die Operation vom ablauf her gleich, man kann jedoch bei der endoskopischen Operation durch die Vergrößerungsfunktion der Kamera die anatomischen Strukturen besser erkennen. In geübter Hand haben beide Verfahren ähnliche Resultate bezüglich der Heilungsaussichten und Nebwenwirkungen. Als Kliniken kommen sicher die Charite in Berlin (Mitte) und Herr Dr. Stolzenburg in Leipzig als erfahrene Operateure in Frage, im Süden ist Herr Prof. Rassweiler in Heilbronn sehr erfahren. Persönlich finde ich die Methode von Herrn Stolzenburg am besten. Die Operation über den Damm ist bei der von Ihnen angegebenen Histologie nicht empfehlenswert, da hierbei keine Lymphknotenentfernung gemacht wird. Diese müsste dann als zusätzlicher Eingriff separat gemacht werden. Sie sollte wegen des hohen Ausbreitungsrisikos bei Gleason von 8 aber durchgeführt werden. Das Risiko für Inkontinenz und Impotenz ist endoskopisch nicht geringer.
    Haben Sie ggf. über eine Bestrahlung nachgedacht ?

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