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Prostatakrebs

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  • Prostatakrebs

    Sehr geehrter Herr Doktor Kahmann
    Seit wenigen Tagen habe ich einen positiven Biopsie-Befund. Mein PSA-Wert ist 7.7 und mein Cleason Score ist ebenfalls 7 nach Angaben meines Urologen. Ich möchte eigentlich die Brachytherapie mit Seeds machen lassen. Meines Wissens werden diese Seeds jedoch mit Jod I 125 gefüllt. Vor 25 Jahren musste ich für eine Röntgen-Untersuchung der Gallenblase ein Jod-haltiges Kontrastmittel schlucken, das mir eine starke Allergie machte, die mit einem Gegenmittel bekämpft werden musste. Kommt die Brachytherapie für mich dennoch in Frage? Vielen Dank für Ihre rasche antwort.
    Mit freundlichen Grüssen


  • RE: Prostatakrebs


    Die I-125 Seeds sind sogenannte umschlossene radioaktive Starhler, d.h. das Iod ist von einer Titankapsel umgeben. Ihr Körper kommt also nicht mnit dem Iod in Kontakt, sondern das radioaktiev Iod sendet sog. Gamma-Strahlen (wie Röntgenstarhlen) aus, die den Tumor zerstören sollen. Insofern kann die Brachyr´therapie mit Seeds angewandt werden, Zu diskutieren sind noch Ihre Tumorparameter, der PSA von 7 ist o.k., der Gleason von 7 grezwertig. Man sollte diesbezüglich ggf. ein direktes Gespräch führen. Wissen Sie IHre Prostatagröße

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    • RE: Prostatakrebs


      Sehr geehrter Herr Dr. Kahmann
      Herzlichen Dank für Ihre Antwort. Am 18.3.04 wurde ein MRI erstellt, das keine nachteiligen Aufschlüsse ergab. Am 19.3. hat das Gespräch mit meinem Urologen stattgefunden. Er empfiehlt mir die Brachytherapie. Nach seinen Angaben ist die Prostata als eher klein zu bezeichnen. Das klinische Stadium ist mit T2 (a ev. bis c) zu bezeichnen. Mein Alter ist 64 Jahre, im übrigen gesunde Konstitution.

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      • RE: Prostatakrebs


        Die Daten klingen sehr günstig für die Brachytherapie. Da Ihr Urologe auch die Brachytherapie empfiehlt müsste als nächster Schritt ein ausführliches Gespräch geführt werden. Dies können wir Ihnen gerne anbieten.

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        • RE: Prostatakrebs


          Sehr geehrter Herr Dr. Kahmann
          Vorerst herzlichen Dank für Ihre bisherigen Auskünfte. Ich habe mich in der Zwischenzeit um meine Historie bemüht, da mein GS-Wert von 7 für die Brachy-Therapie problematisch erscheint:
          bPSA 27.3.01 3,7; keine Biop
          bPSA 25.8.02 5,3; Biop negativ
          bPSA 4.03 4,7; keine Biop
          bPSA 14.7.03 5,9; Biop negativ
          Diagn.03/04;bPSA 7,7; 2 von 6 reserz. Proben pos.
          Prost.Vol.30;
          GS(3+4)
          IPSS 7 Punkte
          bisher keine TUR-P
          keine anorektale Strukturen
          keine Ostruktionsbeschwerden
          Raten Sie mir trotz des GS 7 nach wie vor zur Brachy-Therapie; wie hoch schätzen Sie für mich das progrssionsfreie Überleben? Kann bein einem Misserfolg der BT eine RP nachgeholt werden? Wenn nein, warum nicht. Ich bin sehr verunsichert, welche Therapie ich wählen soll.
          Vielen herzlichen Dank für Ihre Auskunft

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          • RE: Prostatakrebs


            Hallo Andra,
            vielen Dank für die erneute Übersendung der genauen Daten Ihres Krankheitsverlaufs. Der Gleason Wert von 7 ist von den angegebenen Werten der kritischste. Die deutschen und europäischen Leitlinien sehen eine Brachytherapie nur bis zu einem Gleason Wert von 6 vor, die amerikanischen Leitlinien der ABS (amerikanische Brachytherapiegesellschaft) lassen eine Brachytherapie mit Seeds zu solange der PSA Wert unter 10 ist. Insofern ist eine generelle Aussage bzw. Beratung bez. der besten Therapieoption schwierig. Das progressionsfreie Überleben wird bei 85% im 5 Jahresbereich sein, sowohl für die Radikaloperation als auch der Brachytherapie gem.der Kattan-Nomogramme.Nach einer BT kann eine RP noch durchgheführt werden, jedoch nur mit einem erhöhten Risiko für Inkontinenz und Impotenz. Prinzipiell sind Zweitbehandlungen immer komplizierter und mit mehr NWebenwirkungen behaftet als Primärtherapien.

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