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Therapie bei lymphogener Metastase

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  • Therapie bei lymphogener Metastase

    Hallo, meine Prostata wurde im November 2010 entfernt nach einer Diagnose mit 11 von 12 positiven Biopsie-Stanzen, Gleason-Score 7, PSA 20. Bei der Gewebeuntersuchung nach der Operation wurde eine Mikrometastase in einem Lymphknoten entdeckt. Das Entlassungsbefund des Krankenhauses war: „lymphogen metastasiertes Pca pT3a pN1 (1/14) Ro G2b Lo Vo Gleason-Score 7a (3+4) bei PSA 18,4 ng/ml, Malignitätsgrad IIb“.

    Der PSA-Wert sank in der AHB kontinuierlich bis auf „<0,05“ (Ende Dezember). Bei der Kontrolluntersuchung bei meinem Urologen war er Ende März 0,023 (ich hatte Null erhofft!), jetzt im Juni war er 0,027 – also steigende Tendenz, d.h. es ist noch Tumorgewebe im Körper, oder? Aufgrund der Metastase in den Lymphknoten vermute ich, dass es sich nicht um ein Lokalrezidiv handelt.

    Vermutlich ist es jetzt noch zu früh, etwas zu unternehmen, aber ich meine gelesen zu haben, dass man neuerdings auch lymphogene Metastasen mit Strahlentherapie heilend behandeln kann. Ist das richtig und ab wann ist das angezeigt? Und ist meine Vermutung mit der Metastase richtig oder kann es auch ein Lokalrezidiv sein (das m.W. leichter zu bestrahlen ist)?

    Vielen Dank für Ihre Hilfe, Reinhard


  • Re: Therapie bei lymphogener Metastase


    Halloi Reinhard,

    zur Beruhigung:

    Nach den S3-Leitlinien haben Sie noch gar kein Rezidiv:

    6.6 Bei Patienten mit biochemischem Rezidiv nach primärer
    kurativ intendierter Therapie und lokaler Rezidivtherapieoption
    soll eine Differenzierung zwischen lokalem und systemischem
    Rezidiv angestrebt werden.

    Prof. Semjonow, Münste ist übrigens der Meinung, dass man einen PSW-Wert unter 0,1 gar nicht genau messen könne.

    Und weiter aus den S3-Leitlinien:

    6.6 Bei Patienten mit biochemischem Rezidiv nach primärer
    kurativ intendierter Therapie und lokaler Rezidivtherapieoption
    soll eine Differenzierung zwischen lokalem und systemischem
    Rezidiv angestrebt werden.

    Zu diesem Zweck sollen
    • die PSA-Verdopplungszeit;
    • die Latenzzeit zur primären kurativ intendierten Therapie
    und
    • der Gleason-Score herangezogen werden

    Gruß

    Hansjörg Burger

    Kommentar


    • Re: Therapie bei lymphogener Metastase


      Hallo Herr Burger,
      das wäre eine gute Nachricht. die Aussicht, trotz der radikalen Operation (einschließlich sicherheitshalber Entfernung der Erektionsnerven) dem Krebs ausgeliefert zu sein, setzt mir psychisch stark zu. Das Labor bei der AHB hat ja auch die Messgrenze bei 0,05 gemacht, vermutlich aus dem von Ihnen genannten Grund. So oder so werde ich die nächsten Kontrollen abwarten müssen und weiterhin hoffen, dass sich der Trend nicht bestätigt.
      Wenn eine Strahlentherapie in Frage käme, wäre das ab 0,2? Ich hoffe, dass diese Option dann gewählt werden kann; der Hormonentzugstherapie traue ich nicht (sie ist ja eigentlich auch nicht heilend), von den Nebenwirkungen ganz abgesehen.

      Kommentar


      • Re: Therapie bei lymphogener Metastase


        Eine möglicherweise notwendige Strahlentherapie sollte ab einem PSA von 0,2 begonnen werden, um maximale Heilungschancen zu ermöglichen.

        Kommentar