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Prostatakrebs Biopsie 3%

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  • Prostatakrebs Biopsie 3%

    Sehr geehrter Herr Dr. Kahmann,

    ich bitte um Ihre Hilfe, da ich am vergangenen Mittwoch die Diagnose Prostatakrebs erhalten habe. Ich bin 66 Jahre alt und habe keinerlei Beschwerden. Aufgrund meiner alljährlichen Vorsorgeuntersuchung schickte mich mein Hausarzt zum Urologen. Der konnte auf dem Ultraschall nichts erkennen, veranlasste aber eine Biospie aufgrund eines erhöhten PSA Wertes (13).
    Von den 6 entnommenen Proben wurden 3% positiv getestet. Jetzt muss ich zu einer Szintigrafie, um zu sehen, ob Knochen in Mitleidenschaft gezogen wurden.
    Ich war über das Ergebnis so geschockt, dass ich nichts Näherers nachgefragt habe. Bitte beantworten Sie mir meine Fragen, da ich erst nächste Woche wieder einen Termin bei meinem Urologe habe.
    1. ) Wenn 3% positiv getestet wurden, gehe ich von 97% "gesundem" Gewebe aus - das ist doch gut oder?
    2.) Ist das Stadium G1 ?
    3.) Was halten Sie von der Ultraschall Therapie (Hifu) ?
    4.) Wo kann ich die "Schäden" einer Totaloperation nachlesen (Bsp: Stuhl Inkontinenz)?
    Ich wäre Ihnen sehr sehr dankbar, wenn Sie meine Fragen beantworten würden.
    Viele Grüße
    Josef66


  • Re: Prostatakrebs Biopsie 3%


    Hallo Josef,

    wichtig wäre noch der Gleason Score aus Deinem Befund, das ist eine Zahl zwischen 2 und 10, die sich wiederum aus zwei Zahlen zusammensetzt, z.B. 3 + 3 = 6.

    Hier läßt sich die Aggressivität des Krebses bestimmen.

    Außerdem wäre wichtig, ob der Urologe bei der digitalren rektalen Untersuchung (mit dem Finger) etwas er- oder getastet hat.

    Zur HIFU und da liegt Dr. Kahmann auf der gleichen Wellenlänge kann ich Dir aus meiner Sicht nicht raten.

    Ob eine schonende Brachy-Therapie in Betracht käme, hängt von Deinem Ausgangs-PSA < 10, dem Gleason Score < 7, dem Tumorstadium und Deiner Prostatagröße ab. Aber dazu kann Dir Dr. Kahmann besser raten.

    Die Inkontinenz ist dank verbesserter Operationstechniken ein begrenztes Risiko. Man geht von 2 - 7% aus, die eine dauerhafte Inkontinenz durch eine Prostata-OP erleiden.

    Höher liegt die Rate bei der Erektionsunfähigkeit, die die meisten Operierten erleiden trotz Technik der Nervschonenden OP. Allerdings ist diese Nebenwirkung mit diversen Hilfsmitteln zu beheben. Jedoch bleibt Mann trotz nicht geglückter Nervschonender OP "Orgasmusfähig". Es ist also keine "totale", sondern eine relative Impotenz, obwohl manche Männer es meinen, weil sie nicht mehr erektionsfähig sind und davon alles abhängig machen.

    Gruß

    Hansjörg Burger
    Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Rhein-Neckar e.V.

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    • Re: Prostatakrebs Biopsie 3%


      Hallo Burger,
      herzlichen Dank für deine Antwort.
      Ich habe jetzt den Arztbericht angefordert, um die genauen Werte zu wissen. Trotzdem vielen Dank für deine sehr schnelle Antwort.
      Viele Grüße
      Josef66

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