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Prostatakrebs

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  • Prostatakrebs

    Hallo,
    mein PSA Wert ist innerhalb des letzten Jahres von 5,4 auf 6,5 angestiegen. Nun wurde eine Biopsie erstellt mit folgenden Werten:

    Pathologisch-anatomische Begutachtung

    Makroskopie:
    — Prostatastan.zen bds.;
    1.) rechts; 4 von 1.9 bis 2,5 x 0,1 cm große weiß-gelbliche Gewebsstanzen.
    2.) links: 6 von 0,6 bis 2,0 x 0,] cm große weiß-gelbliche Gewebsstanzen.

    Mikroskonie:
    1.) und 2.) Fibromuskuläres Gewebe zeigt wenige z. T. erweiterte und hyperpiastische Drüsen. Zweireihiges zylindrisches Epithel. Erhaltene Basalzellschicht.

    In beiden Präparaten ein Tumor. Unregelmäßige drüsige und azinäre Proliferate atypischer Epithelzel¬len. Z. T. verschmolzene Strukturen. Stärkere Kernhyperchromasie. Kapselinvasion.
    Tumoranteil;Präp. 1 —l0%,Präp.2--20%.

    Kritischer Bertcltli
    1.) rechts und 2.) links: Mäßig differenziertes tubuläres Adenokarzinom der Prostata mit Kapselinvasion.
    Gleason-Score: 7a (3 4-4).

    TNM-Klassifikation; T Ic, G 2.

    Eine perineurale Tumorausbreitung liegt nicht vor.

    Ich bin 72 Jahre alt, aber noch sehr fit und brauche noch keine Medikamente.

    Welche Therapie würden Sie vorschlagen?

    Mit freundlichen Grüßen

    Kimsalu


  • Re: Prostatakrebs


    Hallo,

    in Ihrem Alter empfiehlt sich am ehesten eine Strahlenbehandlung. Ob die Brachy-Therapie als sehr schonende Therapie bei einem Gleason Score 7a noch gemacht werden sollte, wird Dr. Kahmann sicher besser beantworten können.

    Die OP würde ich mir mit über 70 zweimal überlegen. Ab 70 steigt das Inkontinenzrisiko an.

    Allerdings, wenn Sie so fit sind, wie Sie schreiben, könnte man aus meiner Sicht auch eine OP in Betracht kommen. Denn es zählt das biologische und nicht das tatsächliche Alter.

    Gruß

    Hansjörg Burger
    Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Rhein-Neckar e.V.

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    • Re: Prostatakrebs


      Hallo,

      was die allgemeine Gesundheit anbelangt, so habe ich wirklich keine Probleme und fühle mich auch nicht wie 72. Mir ist es wichtig, eine für mich optimale Therapie heraus zu finden.
      Dazu würde mich auch interessieren, ob bereits längere Erfahrungen mit der HIFU-Methode existieren.

      Mit freundlichen Grüßen
      Kimsalu

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      • Re: Prostatakrebs


        Hallo,

        nach meinem - wohlgemerkt laienhaften Kenntnisstand - gilt die HIFU noch als experimentelle Therapie. Die Erfolgsraten nach Studien sind nicht so besonders gut.

        Prof. Köhrmann vom Theresienkrankenhaus Mannheim, der in seiner Klinik die HIFU anbietet, sagte in einem Vortrag vor unserer Gruppe, dass er sie nur in Ausnahmesituationen empfiehlt, beispielsweise bei einem sehr altenPatienten mit Nebenerkrankungen. Also bei Patienten bei denen Operation und Bestrahlung riskant seien.

        Die längste Erfahrung in Deutschland mit der HIFU-Therapie haben die Kliniken in München-Harlaching und St. Josefskrankenhaus in Regensburg.

        Gruß

        Hansjörg Burger
        Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Rhein-Neckar e.V.

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        • Re: Prostatakrebs


          Es liegt ein beidseitiger Tumor mit einem Gleason von 7a vor, der PSA war 6,5: Soweit so gut. Hier könnte man noch eine Brachytherapie machen, ebenso eine Radikaloperation oder eine externe Bestrahlung. Als Zusatzinfo haben wir jedoch eine Kapselinvasion. Deshalb wäre ich mit einer alleinigen seedimplantation zurückhaltend. auch eine OP trägt Risiken, dass danach noch Tumorgewebe im Körper zurückbleibt und nachbestrahlt werden muss. Insofern würde ich auch in Anbetracht des Alters eine externe Bestrahlung oder eine Kombinationsbehandlung aus Brachytherapie mit einer externen Bestrahlung empfehlen. Hifu hat keine wirklich guten Langzeitergebnisse, die von Herrn Burger genannten Kliniken haben die längste Erfahrung in Deutschland. Ich würde Ihnen jedoch davon abraten.

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          • Re: Prostatakrebs


            Hallo Herr Dr. Kahmann,

            vielen Dank für Ihre Antwort, aber was bedeutet eigentlich Kapselinvasion?

            Mit freundlichen Grüßen

            Kimsalu

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            • Re: Prostatakrebs


              Kapselinvasion bedeutet, dass im Präparat der Biopsie der Tumor bis in die Prostatakapsel gewachsen war.

              Kommentar



              • Re: Prostatakrebs


                Sehr geehrter Herr Dr. Kahmann,

                vielen Dank für Ihre Information, Sie haben mir sehr geholfen. Am Montag lasse ich eine Knochenszintigraphie machen und werde mich dann wieder melden.

                Mit freundlichen Grüßen

                Kimsalu

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