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PSA

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  • PSA

    Hallo,
    gut, dass es solch ein Forum gibt.

    Mein PSA-Wert hat sich wie folgt entwickelt:

    14. 5.2005 = 4.23
    3. 3.2006 = 5.96
    4. 4.2007 = 4.42
    27. 9.2007 = 5.86
    19.11.2007 = 5.6
    17. 3.2007 = 6.18

    Was sollte man tun? Eine Biopsie? Ja oder nein?

    Besten Dank im voraus


  • Re: PSA


    Hallo,

    man betrachtet heute nicht mehr die absoluten PSA-Werte, sondern den Verlauf, da Prostatakrebs bei jedem, nicht nur bei erhöhten PSA-Werten vorkommen kann.

    Ein Anstieg von 0,50 - 0,75 im Jahr ist verdächtig.

    Eine Biopsie ist in Ihrem Fall anzuraten.

    Vorher können Sie noch Geld für DiaPat-Test oder PCA3 (Urin-Tests) ausgeben, jeweils ca. 400 €. Bekommen aber nur Hinweise auf eventuellen PK, keinen Beweis!

    Aber nur eine Biopsie bringt den eindeutigen Beweis für Prostatakrebs, sofern bei der Biopsie etwas gefunden wird.
    "Nicht gefunden" heißt leider auch bei der Biopsie nicht "kein Prostatakrebs", sondern nur "nicht gefunden".

    Gruß

    Hansjörg Burger
    Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Rhein-Neckar e.V.

    Kommentar


    • Re: PSA


      Besten Dank für die Antwort.
      Werde mich zur Untersuchung begeben.

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      • Re: PSA


        Guten Abend,

        ich hätte da auch mal einige Wichtige Fragen. Es geht um meinen Vater, 57 Jahre alt.

        2000 Wurde ein Prostata Ca diagnostiziert, woraufhin die Prostata
        und die umliegenden Lymphk. entfernt wurden.
        2004 Wurde ein rezidiv. Tumor in der Blase festgestellt, der
        ebenfalls entfernt wurde, anschließend folgten etwa 40 Be-
        strahlungen.
        Seither waren die psa Werte immer normwertig, im Sep. 07 lag
        er bei 2,0 und jetzt Mitte April aufeinmal bei 67,0!?
        Mein Vater ist mittlerweile im Krankenhaus und der Wert ist
        binnen 2 Wochen weiter auf 118,0 gestiegen!?
        Wie kann das sein? Ich mache mir wirklich große sorgen,
        da ich selbst Krankenschwester bin. Womit muss ich
        rechnen? Kann der psa Wert nicht durch etwas anderes so
        schnell gestiegen sein? Es ist noch zu erwähnen, daß mein
        Vater seit 2006 ständig einen Dk trägt und immer wieder
        mit Harnwegsinfekten zu tun hat.

        Ich bitte dringend um Rat und bedanke mich im vorraus!

        Lieben Gruß Sabine

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        • Re: PSA


          Das ist ein ungewöhnlich schneller Anstieg. Nach Entfernung der Prostata kommt nur ein erneutes Wiederauftreten des Tumors as Ursache in Betracht. Bei diesen Werten muss man von einer Metatstasierung am ehesten im Knochen ausgehen. Warum wurde nicht bereits bei PSA 67 eine medikamentöse eingeleitet?

          Kommentar


          • Re: PSA


            Hallo Dr. Kahmann,

            der Urologe hat den Wert von 67,0 vor 2 Wochen eher verhamlost! Ich wollte meinen Vater sofort ins KH fahren, aber der Urologe meinte bez. allgemeiner undefinierbarer Schmerzen bei meinen Vater, der Wert muss nicht Tumorbedingt sein, sondern könne auch bei einer Entzündung etc.. ansteigen. Dies wollte mein Vater natürlich eher glauben, ließ amb. eine Darmspiegelung durchführen (die außer einer chr. Veränderung durch die damalige Bestrahlung und ein paar Polypen nichts aufwies, der Doc hat trotzdem eine Biopsie entnommen), danach folgte ein Knochenzinti. Da mein Vater seit Monaten starke Rücken, Becken und Beinschmerzen hat, die seiner Aussage nach irgendwie mit der Darmverdauung in Verbindung stehen, wollte der Arzt noch eine genauere Röntgenaufnahme von Becken, Femur, Humerus... Lt Arzt waren im Becken Metastasen zu sehen, ich habe mehrfach Aufnahmen von Metastasen gesehen, aber auf diesen Aufnahmen habe ich keine erkannt...ok, das muss ja nichts heißen, bin ja schließlich kein Arzt. Gestern habe ich dann halt erfahren, daß der Wert so rapide gestiegen sein soll, aber der erste Wert war ja aus der Praxis und der zweite aus dem Krankenhaus (gibts in den Testmethoden nicht unterschiedliche Werte?) Und angenommen es sind Metastasen im Becken, wie sieht die sinvollste Behandlung und Prognose aus?

            Vielen lieben Dank

            Sabine

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            • Re: PSA


              Guten Abend,

              seit heute weiß ich, dass mein Vater vermutlich nur eine Metastase hat, entweder im Becken oder in der Wirbelsäule. Er soll mit einer Hormontherapie behandelt werden (alle 3 Monate eine Spritze), kann man so wirklich ausschließen, daß keine weiteren Metastasen wachsen?

              Lieben Gruß Sabine

              Kommentar



              • Re: PSA


                Die Hormontherapie ist sicher die Therapie der Wahl. Bei iener einzelnen Metratstase kann man noch überlgen, ob man diese bestrahlen lässt. Der PSa von über 100 lässt jedoch vermuten,das weitere Metatstasen vorhanden sind, auch wenn man diese derzeit noch nicht nachweisen kann. Die Hormontherapie hat den Vorteil, dass sie auch diese Herde mitbehandelt.

                Kommentar


                • Re: PSA


                  Vielen Dank für ihre Antworten Dr. Kahmann. Ich bin sehr froh, dass es solch ein Forum gibt!!!

                  Mein Vater ist mittlerweile Zuhause, er hat eine Metastase im LWS Bereich, es soll aber zur Vorsicht nochmals ein Cinti laufen. Aktuell ist keine Fraktur, oder die Gefahr einer Fraktur sichtbar. Er nimmt jetzt 3 mal tägl. Flutamid 250mg und soll natürlich noch die Spritzen erhalten. Ich habe gelesen, dass Flutamid erhebliche Leberstörungen verursachen kann..., es gibt ziehmlich viele Erfahrungsberichte darüber. Oder wäre "Casodex" besser zu vertragen? Haben Sie Erfahrung damit? Und kann ich meinen Vater noch zusätzlich etwas gutes tun?

                  Mit freundlichen Grüßen und herzlichem Dank

                  Sabine

                  Kommentar


                  • Re: PSA


                    Hallo Sabine,

                    da Ihr Vater das Flutamid wahrscheinlich nur "initial", vor Einleitung der Hormonblockade mit einem LHRH-Hemmer (Spritze) bekommt, würde ich die Gefahr der Erhöhung der Leberwerte nicht so dramatisch sehen.

                    Alledings: Casodex ist meist verträglicher, was die Leberwerte betrifft.

                    Es gibt aber einen neuen GnRH-Hemmer mit dem Wirkstoff Abarelix, der ohne einleitendes Antiandrogen auskommt und einen sehr schnellen Testosteron- und PSA-Abfall bewirken soll.

                    Gruß

                    Hansjörg Burger
                    Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Rhein-Neckar e.V.

                    Kommentar



                    • Re: PSA


                      Lieber Herr Dr.,

                      ich brauche ganz dringend Rat. Sie erinnern sich eventuell, dass ich Ihnen vor einigen Wochen über meinen Vater berichtet hatte... Und Sie hatten Recht was den psa Wert betraf, denn mein Vater hat nun auch Metastasen in den Rippen und eventuell in der Lunge. Dies kann man zur Zeit nicht erkennen, da er eine Pneumonie hat. Die Ärzte haben vor gut 3 Wochen mit der Flutamid Therapie angefangen, mein Vater bekam daraufhin unheimliche Magenprobleme, holte sich paralell einen Harnwegsinfekt sowie eine Pneumonie. Seit Dienstag ist er wieder im KH, er war fast dehydriert und hatte einen Hb von 7,2. Natürlich wird er nun mit Elekrtolyten, Antibiosen etc i.v. versorgt. Nach einer Blutkonserve, zeigte sich keine deutliche Besserung des Hb Wertes...Die Stationsärztin war mehr oder weniger ratlos, sie meinte das Erkrankungsbild bei meinem Vater sei natürlich sehr ausgeprägt und sie müsse erst einmal Rücksprache mit den Urologen halten, was nun weiter geschehen soll, da eine Chemotherapie nicht in Frage kommen würde. Was würden Sie uns raten? Würden Sie einen so jungen Patienten von 57 Jahren aufgeben? Ich lese hier so viel, über Metastasen die bei anderen entfernt wurden etc...Kann die Hormontherapie das Krebswachstum nicht noch stoppen? Die braucht doch in der Regel einige Monate bis sie anschlägt oder?Bitte dringend um Rat, bin echt verzweifelt.

                      Mit freundlichen Grüßen

                      Sabine

                      Kommentar


                      • Re: PSA


                        Da ist guter Rat aus der Ferne schwierig. Zunächst müssen die Symptome der Lungenentzündung, der sonstigen Infekte abklingen und der Hb sich besserm. Eine Hormontherapie wäre zunächst die Therapie der Wahl. Dies muss mit dem Urologen abgesprochen werden. Drängen Sie auf ein zeitnahes Gespräch.

                        Kommentar


                        • Re: PSA


                          Alles klar Hr. Dr., vielen Dank.

                          Kommentar


                          • Re: PSA


                            Der Allgemeinzustand meines Vaters hat sich verbessert. Ich kann allerdings nicht verstehen, wie die Sationsärztin (Innere Medizin) zu meinem Bruder sagen kann, wir sollten eine amb. Palliativpflege hinzu ziehen? Das Gespräch mit den Urologen folgt Montag oder Dienstag, kann es wirklich sein, dass man meinem Vater nicht mehr helfen kann? Es gibt doch mittlerweile so viele Therapieverfahren, allein um die Metastisierung wenigstens etwas zu stoppen...

                            Mit freundlichen Grüßen

                            Sabine

                            Kommentar


                            • Re: PSA


                              Ich würde zunächst das Gespräch mit dem Urologen abwarten. Der kann die Lage und den möglichen Verlauf besser abschätzen als die Kollegin der Inneren Medizin.Der Ratschlag war sicher gut gemeint, ist aber ggf. nicht der Lage angemessen.

                              Kommentar


                              • Re: PSA


                                Er soll weiter mit der Hormontherapie behandelt werden, zumal diese ja noch garnicht richtig begonnen hatte. (Er hatte ja noch keine Spritze erhalten). Lungenmetastasen können immer nocht nicht ausgeschlossen werden, da rö. Thorax erst heute komplett läuft, gestern wurde nur die re. Seite zum Ausschluß einer Rippenfraktur geröngt. Die Blutwerte sowie der AZ haben sich zwar gebessert, sind aber immer noch nicht normwertig. Alle anderen Organe seien aber sonographisch unauffällig, bis auf erhöhten Leberwerten, die vermutlich auf Flutamid zurück zu führen sind. Morgen oder Übermorgen kommt er eventuell nach Hause, er soll die Horomspritze von seinem Urologen erhalten. Er isst und trinkt mittlerweile wieder gut, läuft auch rum im KH, klar die Atmung macht ihm teils noch zu schaffen und die Beine sind noch etwas ödematös. Melde mich bei Neuigkeiten.

                                Mit Gruß und Dank!

                                Sabine

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                                • Re: PSA


                                  So, werde am Dienstag mit meinem Vater zum Urologen gehen zur Hormonspritze. Die (tschuldigung) dämliche Stationsärztin hatte Flutamid während des KH Aufenthalts bei meinem Vater abgesetzt. Sie hatte wirklich absolut keine Erfahrung in Sachen Onkologie...naja egal. Seit Mittwoch Nachmittag (gestern) nimmt er es wieder 3 x tägl 250mg, ist das relevant für die Spritze am Dienstag?

                                  Und was würden Sie bezüglicher Bestrahlung raten? In der Wirbelsäule..., wird das Knochenmark da arg beschädigt? In der Lunge..., ist das fürs "gesunde Lungengewebe" zerstörend?

                                  Dank und Gruß Sabine

                                  Kommentar


                                  • Re: PSA


                                    Wenn die Bestrahlung sehr stark auf das betroffene Gewebe begrenzt werden kann sollten die Nebenwirkungen sowohl am Knocgenmark als auch in der Lunge nicht sehr groß sein.

                                    Kommentar


                                    • Re: PSA


                                      Falls PSA Werte unter Proscar(Finasterid)sich so etwickelten vor Biopsie eine Magnetrezonantz Tomographie mit intrarektale Sonde durchfühtrn lassen(Dr.EL)

                                      Kommentar


                                      • Re: PSA


                                        Hallo Dr. Kahmann,

                                        die letzten Wochen waren sehr anstrengend für mich. Mein Vater ist seit knapp 3 Wochen zuhause, nimmt 3mal tägl Flutamid weiter und hat vor ca 2 Wochen die erste Spritze erhalten. Mein Vater kämpft! Der Verdacht auf Lungenmetastasen ist noch nicht bestätigt, da ich meinen Vater zuhause erstmal wieder aufpeppeln wollte und dann wieder mit ihm zum Röntgen wollte. Sorgen machen mir die Blutwerte, ok die Leberwerte sind zur Zeit noch relativ akzeptabel, aber der Hb Wert! Vor 3 Wochen wurde er mit einem Hb von 8,0 entlassen. Weil er so viele Medis nimmt, habe ich versucht die Anämie etwas über die Ernährung zu regulieren. Was er auch vorbildlich gemacht hat.Und heute kriege ich das Ergebniss nur einen Hb von 8,6!? Er hat ja Metastasen in der Wirbelsäule....Verhindern die jetzt die Blutbildung? Können wir das umgehen, sollte er besser Eisen in Tbl substituieren?

                                        Lieben Gruß

                                        Kommentar


                                        • Re: PSA


                                          Die Knochenmetastasen können in der Tat die Blutbildung verändern. Gut ist, dass der Hb leicht gestiegen ist. Die Gabe von Eisenpräparaten kann die Blutbildung etwas verbessern. Solange der HB langsam steigt, würde ich nicht zuviel Medikamente diesbetzüglich geben und den langsamen Anstieg abwarten.

                                          Kommentar


                                          • Re: PSA


                                            Ok, da haben Sie natürlich Recht. Dann warte ich noch mit anderen Eisenpräparaten. Dann habe ich noch 2 Fragen und zwar habe ich mir gestern die gesamten Blutwerte ausdrucken lassen, Ok hier und da ein Minus und Plus aber alles relativ nebensächlich, die Leukos sind gottseidank wieder normwertig. Allerdings ist die alk. Phosphatase bei 952?! Ob das mit Flutamid zusammen hängen mag?
                                            Und da sich der AZ meines Vater gut bessert hat, denke ich über eine Therapie zusätzlich mit Bisphosphonat nach..., halten Sie das für sinnvoll?

                                            Herzlichen Dank und lieben Gruß

                                            Sabine

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                                            • Re: PSA


                                              Die häufigste Ursache für eine Erhöhung der alkalischen Phosphatase sind Knochenmetastasen, insofern ist der wert nicht verwunderlich. Biphosphonate sind sinnvoll bei Knochenmetastasen.

                                              Kommentar


                                              • Re: PSA


                                                Hallo Hr. Dr.,

                                                es gibt zur Abwechselung mal gute Neuigkeiten! Nach 6 Wochen Flutamid Einnahme und der ersten Spritze ist der psa Wert meines Vaters auf 0,43 gesunken! ( Im März lag er bei 67,0).Der Urologe ist für 5 Tage nicht da, so dass ich erstmal abwarten muss wie wir weiter verfahren. Die Hormontherapie kann ja mit Sicherheit nicht kontinuierlich durch gegeben werden, da es ja auch Hormonresistente Krebszellen gibt, oder? Montag kontrollieren wir wieder den Hb Wert. Und dann können wir die Lunge erneut röntgen. Es war für mich einfach sinnvoller, dass mein Vater erst mal wieder zu Kräften kommt bevor weitere Untersuchungen etc.. stattfinden. Ich habe von einem Patienten gelesen, der sich Lungenmetastasen nach Prostata Ca, mit Lasertherapie hat entfernen lassen... Was halten Sie davon?

                                                Lieben Gruß

                                                Sabine

                                                Kommentar


                                                • Re: PSA


                                                  Das gute Ansprechen des Tumors auf die Hormontherapie ist gut. Dennoch muss die Hormontherapie weiter gegeben werden, selbst bei einer intermittierenden Therapie muss zunächst mindestens 1 Jahr die Hormontherapie angesetzt werden. Mit der Entfernung von Lungenmetastasen mittels Laser habe ich keine Erfahrungen, vielleicht haben ja Kollegen/Betroffene, die dieses Forum mitlesen, Infos.

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